Mo•Ku•Lab

Das mobile Kulturlabor Mo•Ku•Lab der Universität Vechta ist ein vom Stifterverband gefördertes Gemeinschaftsprojekt der Germanistik (Angela Hartig) und der Designpädagogik (Traugott Haas).  Mit einem von Studierenden zur Werkstatt ausgebauten amerikanischen Schulbus werden seit dem SS 2019 Projekte der kulturellen und interkulturellen Bildung in Kooperation mit unterschiedlichen Bildungseinrichtungen in der Region Vechta durchgeführt. https://www.uni-vechta.de/designpaedagogik/mokulab/

Das Mo•Ku•Lab ist ein didaktisches Vehikel, das in der Germanistik zur Professionalisierung von Lehramtsstudierenden eingesetzt wird.

Im Rahmen des PJM führte die Studentin Lina Meißner (Germanistik und Sachunterricht) mit dem Mo•Ku•Lab ein Unterrichtsprojekt an einer Grundschule durch.

 

 

Das Mo•Ku•Lab an der Grundschule St. Andreas

Ein Projektbericht

Zu seinem ersten offiziellen Projekt brach das MO•KU•LAB am Morgen des 03.06.2019 in Richtung Cloppenburg auf. An der Grundschule St. Andreas wartete ich dort zu Beginn der ersten großen Pause gemeinsam mit der Klasse 4c gespannt auf die Ankunft. Ich bin Studierende der Universität Vechta und absolviere derzeit im zweiten Mastersemester die Praxisphase an der Grundschule St. Andreas in Cloppenburg. Im Rahmen des Projektbandes hatte ich als erste Studierende der Universität die Möglichkeit, das MO•KU•LAB für ein Projekt an meiner Praktikumsschule einzusetzen. Dieses besondere Angebot erhielt ich von meiner Dozentin Angela Hartig, die das PJM-Seminar leitet und das Projekt an diesem Tag ebenfalls begleitete.

Passend zum Beginn der 3. Stunde war das MO•KU•LAB schließlich an der Schule und die Doppelstunde mit der Klasse 4c konnte starten. Im Mittelpunkt stand, dem besonderen Lernort entsprechend, das Thema „Reisen“. Nachdem die Kinder einen Platz im Bus gefunden hatten, begaben sie sich gedanklich mithilfe einer Phantasiegeschichte auf eine Reise quer durch verschiedene Landschaften. Die Aufgabe der Kinder war es anschließend, sich eine besondere Station der Reise auszusuchen und von diesem Ort aus eine Postkarte zunächst zu gestalten, dann zu beschriften und schließlich abzuschicken. Dabei half ihnen eine große Landkarte als Orientierung und ein selbstgebastelter Postkasten. Die Adressaten der Postkarten waren die Kinder selbst. Die Postkarten wurden nach dem Zufallsprinzip gezogen, sodass keins der Kinder wusste, von wem er oder sie eine Postkarte erhalten wird.

Im Vordergrund dieses Projekts stand dabei das Schaffen von Sprech- und Schreibanlässen durch gestalterische Methoden. Dieser Ansatz soll besonders Schülerinnen und Schülern mit anderen kulturellen Hintergründen oder Sprachschwierigkeiten einen Zugang zum Sprechen und Schreiben ermöglichen. Deutlich wurde schon während des Projekts, dass die Klasse 4c mit großer Freude und Motivation im und am MO•KU•LAB arbeitete. Alle Lernenden haben sich mit viel Spaß und Engagement am Unterricht und an der Gestaltung der Postkarten beteiligt, sodass am Ende viele tolle Produkte in den Postkasten geworfen wurden und der Tag für die Schülerinnen und Schüler der 4c und für mich als Praktikantin zu einem gelungenen und einzigartigen Erlebnis wurde. Den Postkasten leerte ich nach ausführlicher Dokumentation der Ergebnisse am Ende des Projekts. Als Abschluss erhielten passend zu den Sommerferien alle Kinder ihre Postkarte mit der „echten Post“.

 Lina Meißner, 2. Mastersemester Germanistik und Sachunterricht

Last revision: 2020-01-16 · Print page