Die Sommerexkursion 2018 unter der Leitung von Prof. Dr. Martina Flath und Dr. Wolfgang Gerber (Leipzig) führte vom 30.8. bis zum 2.9. nach Brandenburg und Umgebung.
Am ersten Exkursionstag wurde nach der Anreise ein ausführlicher Stadtrundgang im Zentrum von Leipzig durchgeführt. Dieser führt u.a. zum Markt, zu zahlreichen, für Leipzig typischen Passagen, zur Thomas-Kirche mit dem Grab von J.S. Bach, zum größten Kopfbahnhof Europas, zum Gewandhaus sowie zu modernen Bauten wie dem neuen Uni-Campus mit dem Paulinum. Schließlich konnte von der Aussichtsplattform des MDR-Hochhauses ein schöner Überblick über die sehr kompakte Großstadt aus der Vogelperspektive gewonnen werden.
Am zweiten Exkursionstag stand zunächst der Besuch des Völkerschlachtdenkmals mit fachkundiger Führung auf dem Programm. Anschließend konnte die Exkursionsgruppe auf einer Bootstour über die Weiße Elster, das Elster-Flutbett, den Elstermühlgraben und den Karl-Heine-Kanal eine andere Seite Leipzigs kennen lernen. Die zahlreichen an den Wasserläufen gelegenen Villen, aber auch zu Wohnungen umgenutzte alte Industriegebäude am Wasser waren sehr beeindruckend. Den Abschluss bildete eine Busfahrt in das Leipziger Neuseenland, das durch die Flutung der ehemaligen Braunkohlentagebaue entstand bzw. noch weiter entsteht.
Am dritten Exkursionstag wurde eine Busexkursion in den Nordteil des Geoparks „Porphyrland. Steinreich in Sachsen“ unternommen. Sein Alleinstellungsmerkmal ist das Porphyrgestein, das in zahlreichen Variationen durch Supervulkanismus, der viele hunderttausend Jahre in der Region anhielt, vor 290 Millionen Jahren entstand. Hier bildeten sich die wahrscheinlich größten Vulkan-Calderen der Erdgeschichte mit 40 bzw. 60 Kilometer Durchmesser. Hier konnte die Exkursionsgruppe das Geoportal Herrenhaus Röcknitz besuchen, das Steinarbeiterhaus in Hohburg, wo im Museum ein Einblick in das Leben und v.a. die harte Arbeit der Steinarbeiter früher möglich war. Ein Waldspaziergang führte zu den besterhaltenen Windschliffe Europas sowie zu den Gletscherschliffen, die Geologen aus der Schweiz im 19. Jahrhundert untersuchten und danach die Idee der Eiszeittheorie hatten.
Am Nachmittag wurde die in den Jahren 2002 und 2013 sehr stark vom Hochwasser betroffene Stadt Grimma besucht und dort die getroffenen Hochwasserschutzeinrichtungen besichtigt.
Am letzten Exkursionstag wurde vormittags das Schloss in Colditz mit dem Fluchtmuseum besucht, Den Abschluss bildete ein gemeinsames Mittagessen auf Schloss Podelwitz, bevor die Rückfahrt nach Vechta angetreten wurde.

Umnutzung einer ehemaligen Kammgarnspinnerei in Leipzig zu hochwertigen Wohnungen
Ein Teil der Exkursionsgruppe an einem ehemaligen Braunkohlentagebau mit geologischen Zeitmarkern
Stadtführung in Grimma mit Hochwassermarken an der Säule
 
Letzte Aenderung: 09.04.2019 · Seite drucken