Die Sommerexkursion der Vechtaer Gesellschaft für Geographie führte in diesem Sommer vom 31.08. bis zum 03.09.2017 nach Brandenburg, mit Übernachtungsstandort in Bad Saarow.
Am ersten Exkursionstag wurde das Havelland westlich von Berlin mit seiner glazialen Prägung und der Havelseenkette besucht. Dabei konnten sowohl touristische Einflüsse wie auch die Bedeutung des Havelländischen Obstanbaugebietes erfahren werden, wozu insbesondere der Besuch eines Obstbaubetriebes (mit Obstverarbeitung) dienlich war.
Am zweiten Exkursionstag stand das Oderbruch östlich von Berlin im Mittelpunkt. Ausgehend vom Relief und der Hydrologie wurde die Trockenlegung und Besiedlung des Oderbruches nachvollzogen. Die besonderen Entwicklungen der Agrarproduktion konnten anhand eines Betriebsbesuches einer Agrargenossenschaft erfahren werden. Ein geführter Dorfrundgang im Dorf Neuhardenberg zeigte regionstypische Siedlungsentwicklungen sowie neuere Entwicklungen in Verbindung mit dem Schloss Neuhardenberg. Abschließend wurden an der Oder noch Maßnahmen des Hochwasserschutzes thematisiert.
Am dritten Exkursionstag wurde die südliche Uckermark mit der glazialmorphologischen Prägung durch die Pommersche Eisrandlage sowie die Kanalbaugeschichte in Brandenburg behandelt. Dazu gehörte der Besuch des Schiffshebewerkes in Niederfinow. Ökolandwirtschaft im Ökodorf Brodowin und eine Führung im Kloster Chorin ergänzten den Tag um aktuelle agrarische Entwicklungen und historische Rückblicke.
Der vierte Exkursionstag führte in den Spreewald mit seiner besonderen hydrologischen Situation und beinhaltete die historische und aktuelle Nutzung (Tourismus, Sonderkulturen) sowie gegenwärtige ökologische Probleme.

Die Exkursionsgruppe vor dem Schloß Petzwo
Das Schiffshebewerk in Niederfinow
Kloster Chorin
Der Exkursionsleiter, Prof. Dr. Otfried Baume, erläutert die glasialmorphologische Prägung in Brandenburg
Letzte Aenderung: 25.10.2018 · Seite drucken