Frederik Iven ist 27 Jahre alt und in der Nähe von Paderborn aufgewachsen. 2013 hat Iven sich für Erziehungs- und Sozialwissenschaften in Vechta eingeschrieben. Im Studium stellte er fest, dass ihm die Sozialwissenschaften und unter anderem die Luhmannsche Theorie nicht sehr lagen. Nach einem Fächerwechsel studierte Iven Kulturwissenschaften und schloss 2019 hierin seinen Master ab. In seinem Studium erlebte er viel Unterstützung durch die Lehrenden. Wir stellen ihn vor:



Ich arbeite jetzt:

Seit Sommer 2019 arbeite ich am Wolfgang Borchert Theater in Münster als Dramaturg. Die Schwerpunkte sind die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Stückedramaturgie.

 

Meine Aufgaben dort sind:

Werbung, Produktionsbetreuung, Publikumsgespräche, Recherche, Programmhefterstellung, Pflege der Sozialen Medien und Weiteres. In nuce – schreiben, lesen, zuhören.

 

Wenn ich an mein Studium zurückdenke, denke ich gerne an:

Die Möglichkeit zum Selbststudium, wenn man ein Thema gefunden hat, das einen wirklich interessiert. Es hat mir immer große Freude bereitet, mich selbstständig in bestimmte Themengebiete einarbeiten zu können. Insbesondere die Dozent*innen Prof.in Dr.in Gabriele Dürbeck, Dr. Jonas Nesselhauf, Philip Hüpkes und Oliver Kozlarek haben mich immer sehr gefördert und wertvolles Feedback gegeben.

Mit Vechta verbinde ich:

Mir haben an Vechta immer die Frühlingstage gut gefallen. Der Winter war wirklich hart und grau, dafür war der Frühling dann umso schöner. Auch die regelmäßigen Fahrten nach Bremen bleiben mir gewiss in guter Erinnerung. Genauso wie die vielen Nachmittage mit meiner Mitbewohnerin auf dem schönsten Balkon der Bremer Straße.

 

Auf dem Stoppelmarkt würde ich gerne mal ein Bier trinken mit:

Mit Rolf Dieter Brinkmann, damit er mir erklären kann, wie genau sein Zitat gemeint ist, das an der Wand der Hörsaals Q16 angebracht ist, denn. . .“alle Fragen machen weiter, wie alle Antworten weitermachen.“

 

Aus meiner Studienzeit habe ich aufgehoben:

Ich hätte gern meine komplette Mail-Korrespondenz mit Jonas Nesselhauf archiviert. Da gab es einige Perlen.

 

Mein Tipp für Studieninteressierte und Studierende der Kulturwissenschaften:

Es ist zwar schön, wenn man Foucault oder Adorno zu zitieren weiß. Für Diskussionen auf inhaltlicher Augenhöhe reicht dies aber nicht. Da fehlt dann häufig ein gewisses Maß an Reflexion und vor allem Empathie. Es mangelt an einer gemeinsamen Sprache. Mein Tipp also, sofern ich dazu überhaupt berechtigt bin, anderen Ratschläge zu erteilen: Mehr Zuhören, mehr Leidenschaft und weniger Verstecken hinter akademischen Worthülsen. Das kann auch richtig Spaß machen.

 

Bild von Iven: © Tanja Weidner

Letzte Aenderung: 06.02.2020 · Seite drucken