Qualitätsmanagement und Forschungskultur - Zwischen Ranking, Rating und Evaluation

Die Qualitätssicherung in der Forschung nimmt nicht zuletzt in der aktuellen Debatte um Exzellenz und Clusterbildung sowie durch die Möglichkeiten zur Bewertung von Forschungsleistungen mit Hilfe von Evaluationen, Ratings und Rankings einen immer höheren Stellenwert ein. Als Indikatoren werden meist qualitative Werte wie Reputation oder quantitative Daten wie Drittmittel-Aufkommen, Menge und Umfang von Publikationen, Anzahl von Promotionen und Häufigkeit von Erfindungen/Patenten herangezogen. Die angewandten Verfahren unterscheiden sich aber sehr stark.

Im Initiates file downloadHochschulentwicklungsplan HEP 2010-15 hat sich die Universität zu Leistungsindikatoren in der Forschung und einem konsequenten Qualitätsmanagement auf allen Ebenen bekannt. Die profilbildenden Opens internal link in current windowForschungsschwerpunkte wurden benannt. Im Jahr 2011 ist als "Vorstudie" einer Institutionellen Evaluation eine Evaluation der Strukturen in Forschungsmanagement und Nachwuchsförderung erfolgt (durch die Opens external link in new windowZEvA). Die Initiates file downloadZielvereinbarungen der Universität mit dem Land Niedersachsen 2014-18 konkretisieren die Zielstellungen im Detail.


Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen - WKN


In Niedersachsen ist die Opens external link in new windowWissenschaftliche Kommission Niedersachsen (WKN) mit der Evaluation der Forschungsleistungen der Hochschulen und Universitäten des Landes beauftragt worden:

Opens external link in new windowGrundlagen, Ziele und Aufgabenspektrum (2007)

Opens external link in new windowBewertung des Evaluationsverfahrens (2006)

An der Universität Vechta sind in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Fächer von der WKN evaluiert worden, zu einigen älteren Verfahren wurden bereits wiederum Zwischenberichte erstellt. Die Evaluationsberichte stehen auf den Opens external link in new windowWebseiten der WKN zum Download bereit. Die Zwischenberichte sind dagegen nicht öffentlich. In letzter Zeit fokussiert die WKN auf disziplinübergreifende Evaluationsverfahren, z.B. zur Genderforschung in 2012, und führt seit 2015 Fachevaluationen nur noch anlassbezogen durch. Nachfolgend die Ergebnisse von Evaluationsverfahren, die Fächer/Strukturen an der Universität Vechta betreffen:

Opens external link in new windowAgrar- und Gartenbauwissenschaften (2015)

Opens external link in new windowAnglistik (2004)

Opens external link in new windowBerufswissenschaften der Lehrerbildung/Erziehungswissenschaft (2016)

Opens external link in new windowGenderforschung (2012)

Opens external link in new windowGermanistik (2004)

Opens external link in new windowGeschichte (2000)

Opens external link in new windowMusikwissenschaften/Musikpädagogik (2007)

Opens external link in new windowKatholische Theologie (2007)

Opens external link in new windowPhilosophie (2016)

Opens external link in new windowPsychologie (2005)

Opens external link in new windowPolitikwissenschaft/Soziologie (2004)

Sozusagen als Bilanz der langjährigen Forschungsevaluationsverfahren hat die WKN Ende 2009 eine übergreifende Publikation zur Diskussion der den Evaluationen zugrunde gelegten fachspezifischen Kriterien und Indikatoren für Forschungsqualität vorgelegt: Opens external link in new window"Von Agrar- bis Wirtschaftswissenschaften: Alle über einen Leisten?"

Ein von WKN und MWK entwickeltes Monitoringsystem hat daneben seit 2013 zum Ziel, zur flächendeckenden Sicherung der Forschungsqualität beizutragen, indem regelmäßig Entwicklungspotentiale und -bedarfe an den niedersächsischen Universitäten identifiziert und fallangemessene Folgemaßnahmen eingeleitet werden.

Im Rahmen des jährlichen Monitoringverfahrens werden die niedersächsischen Hochschulkennzahlen sowie eine Vielzahl weiterer Datenquellen von einer Interpretationsgruppe ausgewertet. Ausführliche Berichte, die einen Interpretationsvorschlag, die Datengrundlagen sowie einen Verfahrensvorschlag enthalten, werden der WKN im Rahmen der jährlichen Frühjahrssitzung zur Beratung und Abstimmung vorgelegt.


Forschungsleistungen der Universität Vechta in Zahlen

Opens internal link in current windowÜbersichten über Forschungsleistungen der Universität Vechta in Zahlen (Statistiken)
Im Opens internal link in current windowinternen Bereich stehen weitere Daten und Materialien zur Verfügung (Anmeldung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erforderlich). 


Weitere Evaluationsverfahren, Rankings und Ratings sowie hochschulpolitische Diskussion

Wissenschaftsrat WR Forschungsrating

Auf Bundesebene hat der Opens external link in new windowWissenschaftsrat (WR) eine modellhafte Opens external link in new windowPilotstudie zum Instrument des Forschungsrating in den Fächern Opens external link in new windowSoziologie und Chemie durchgeführt. Dieses, vorrangig qualitativ ausgerichtete Verfahren wird weiter entwickelt und wurde in einer weiteren Phase auch auf die Geisteswissenschaften angewendet. Bereits 2006 hatte der WR Opens external link in new windowEmpfehlungen zur Weiterentwicklung der Geisteswissenschaften in Deutschland veröffentlicht. Nachfolgend wurden mit einigen Fächern angemessene Leistungs-Indikatoren für ein Forschungsrating diskutiert. Im Juni 2010 wurden entsprechende Opens external link in new windowEmpfehlungen zur vergleichenden Forschungsbewertung in den Geisteswissenschaften veröffentlicht. Nach einer kontroversen Debatte wurde auf ein geplantes Ratingverfahren im Fach Geschichte aber zunächst verzichtet. Ende 2012 wurden die Ergebnisse des Opens external link in new windowForschungsratings Amerikanistik/Anglistik vorgelegt. In einer Zusammenfassung Ende 2013 empfahl der WR auf Basis der gewonnen Erfahrungen eine Ausweitung des Forschungsratings auf alle Fächergruppen: Opens external link in new windowEmpfehlungen zur Zukunft des Forschungsratings

Die vorliegende Opens external link in new windowBewertungsmatrix Soziologie bietet Einblick in mögliche Indikatoren und Bewertungsmaßstäbe. Die GESIS - Gesellschaft Sozialwissenschaftlicher Infrastruktureinrichtungen hat im Rahmen einer Opens external link in new windowPilotstudie das Verfahren der Publikationsanalyse modellhaft untersucht.

WR Diversifizierung und Differenzierung der Hochschullandschaft

Der Wissenschaftsrat betont die Notwendigkeit einer funktionalen Differenzierung der deutschen Hochschullandschaft in mehreren Dimensionen. Notwendig erscheint es seiner Meinung nach zugleich, im Universitätssektor und im politischen Diskurs eine Alternative zum herrschenden Exzellenzparadigma stark zu machen. Hier müsse das Verhältnis von Ausnahme und Regelfall zurechtgerückt werden. Eine einseitige Ausrichtung einer überwiegenden Zahl von Universitäten auf Forschungsexzellenz, die "besten Köpfe", den Wettbewerb mit internationalen Spitzenuniversitäten sowie auf das Modell der "World Class University" sei unrealistisch und führe zu Verzerrungen. Dabei stellt der Wissenschaftsrat klar, dass eine Diversifizierung der Schwerpunkte und strategischen Ausrichtungen von Universitäten keine Aufspaltung in Forschungs- und Lehruniversitäten bedeute. Die grundsätzliche typologische Unterscheidung von Universitäten und Fachhochschulen, die die deutsche Hochschullandschaft prägt, wird gleichwohl weiterhin als sinnvoll angesehen. Allerdings lege die Typenzuordnung inzwischen die einzelne Institution weniger fest, als dies in der Vergangenheit der Fall gewesen sei. Ein restriktives Verständnis der Typenzuordnung sei nicht mehr zeitgemäß und verhindere die Weiterentwicklung einzelner Hochschulen, ganzer Hochschultypen sowie des Hochschulsystems insgesamt. Organisierte Kooperationen und Verbindungen etablierter Hochschultypen können einen geeigneten Schritt darstellen, der die Neuformierung distinkter Typen stimuliert. In eine solche Entwicklungsperspektive sei - wie in der Vergangenheit auch - eine differenzierte Handhabung des Promotionsrechts einbezogen. Der Wissenschaftsrat regt an, die Binnendifferenzierung der Hochschultypen durch die Einrichtung einiger Colleges und Professional Schools im staatlichen Hochschulbereich zu erweitern. Entsprechende Opens external link in new windowEmpfehlungen zur Differenzierung der Hochschulen wurden im November 2010 vorgelegt.

WR Qualitätssicherung bei Promotionsverfahren

Im Jahr 2009 hat der WR erstmals Empfehlungen zur Vergabe des Promotionsrechts an nicht-staatliche Hochschulen vorgelegt. In seinen Empfehlungen zur Rolle der Fachhochschulen im Hochschulsystem und in den Empfehlungen zur Differenzierung der Hochschulen - beide aus dem Jahr 2010 - hat er sich für eine Ausweitung kooperativer Promotionsprogramme von Universitäten und Fachhochschulen ausgesprochen. Die Universität Vechta hat mit der seit Februar 2010 bestehenden Möglichkeit zu kooperativen Opens internal link in current windowPromotionsverfahren auf Basis von Kooperationsverträgen mit Fachhochschulen bereits mehrere gemeinsame Promotionskollegs erfolgreich ins Leben gerufen.

Anhand prominenter Beispiele ist 2011 die Praxis der Promotion in Deutschland unter dem spezifischen Aspekt der Qualitätssicherung zum Gegenstand öffentlicher Debatten geworden. Diese haben auch Aspekte berührt, die über Einzelfälle hinausgehen. Es sind Fragen aufgeworfen worden, die die Verfahren der Promotion, insbesondere die Qualitätssicherung im Allgemeinen, betreffen. Im Verlauf der Debatte wurden zudem grundlegende Zweifel an Qualität und Umfang des deutschen Promotionswesens geäußert. Der Wissenschaftsrat sah sich daher in der Pflicht, auf die öffentliche Diskussion durch eine klärende Stellungnahme zu reagieren, seinerseits kritische Punkte in der deutschen Promotionspraxis anzusprechen und Vorschläge zur Verbesserung vorzulegen. Ein entsprechendes Opens external link in new windowPositionspapier zur Qualitätssicherung bei Promotionen und der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses wurden vom Wissenschaftsrat im November 2011 veröffentlicht.

Der Wissenschaftsrat fordert darin die Stärkung kollegialer Verantwortung bei der Betreuung von Promotionen (Betreuungsteams statt Einzelbetreuung) sowie die Einführung verbindlicher schriftlicher Betreuungsvereinbarungen. Weiterhin wird eine besssere Einbeziehung externer Promovierender gefordert. Eine von der Betreuung unabhängige Begutachtung sollte Standard werden. Der WR sieht in den Angeboten zur strukturierten Promotion v.a. ein Instrument der Vermittlung fachlicher wie außerfachlicher Kenntnisse, allerdings stellt er sich betont kritisch zu Programmen, bei denen vorrangig der Kompetenzerwerb im Mittelpunkt stehe. Hauptbestandteil der Promotion müsse die eigenständige wissenschaftliche Leistung (Erkenntnisgewinn) bleiben. Die Promotion als dritte Studienphase bzw. dritten Zyklus in der Ausbildung nach der Bologna-Reform sieht der WR daher kritisch. Der WR mahnt aber weiterhin die vergleichsweise zu langen Promotionsdauern in Deutschland an.

An der Universität Vechta sind seit 2010 schriftliche Promotionsvereinbarungen, Möglichkeiten zu kooperativer Betreuung sowie verbindliche Exposés mit Arbeits-/Zeitplänen schon bei der Zulassung zur Promotion Standard.

WR Leistungsmessung und Leistungsdifferenzierung in der Forschung

Der Wissenschaftsrat hat seit den 1980er Jahren mehrfach und in unterschiedlichen Kontexten zu Fragen der Leistungsdifferenzierung, des Wettbewerbs sowie zu Verfahren der Bewertung und Steuerung von Forschungsleistung Stellung genommen.

Inzwischen nimmt der Wissenschaftsrat wahr, dass viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Verfahren der Leistungsmessung und die Formen der Mittelallokation mit Unmut betrachten und hinsichtlich des Nutzens dieser Verfahren für die Wissenschaft zunehmend Skepsis äußern. Der Wissenschaftsrat erachtet es daher als notwendig, diese Debatten aufzugreifen, die Chancen und Risiken der jüngeren Entwicklungen herauszuarbeiten und Empfehlungen zu geben, die dem übergeordneten Ziel der Ermöglichung guter Forschung gerecht werden können. In seinen Opens external link in new windowEmpfehlungen zur Bewertung und Steuerung von Forschungsleistungen vom November 2011 fordert der WR eine wissenschaftsinterne Verständigung über Qualitätsstandards als Basis der Indikatorenentwicklung unter Anwendung eines breiten Leistungsbegriffs und Einbeziehung von Dienstleistungen für die Forschung. Weiterhin fordert er  die Berücksichtigung des abnehmenden Grenznutzens bei der Bewertung von quantitativen Indikatoren wie der Höhe der Drittmitteleinwerbungen und Promotionszahlen. Erforderlich sei vor allem eine Interpretation von Indikatoren durch qualifizierte peers, um fachbezogene Einordnung unter Berücksichtigung der spezifischen Funktion und methodischen Konstruktion des Indikators zu gewährleisten. Gutachtergruppen sowie Adressaten der Begutachtung sollten durch Interpretationshilfen unterstützt werden. Insgesamt soll eine Bewertung von einzelnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vor allem auf Basis qualitätsorientierter Verfahren erfolgen.

Zur bessseren Erfassung und Vergleichbarkeit von Forschungsleistungen hat der WR 2013 Opens external link in new windowEmpfehlungen für einen Kerndatensatz Forschung gemacht.


Hochschulrektorenkonferenz HRK

Eine Initiative der Opens external link in new windowHochschulrektorenkonferenz (HRK) widmete sich ebenfalls der Qualitätssicherung und dem Qualitätsmanagment. Aus dem Projekt ist zum Abschluss 2010 eine Studie hervorgegangen, die sich mit der Arbeits- und Wirkungsweise von Qualitätssicherungssystemen an Hochschulen befasst. Im April 2012 hat die HRK auch Opens external link in new windowEmpfehlungen für die Qualitätssicherung in Promotionsverfahren abgegeben. 2014 wurden diese durch einen Opens external link in new windowOrientierungsrahmen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses nach der Promotion und akademischer Karrierewege neben der Professur ergänzt. Im Mai 2014 wurde die Universität Vechta in die Reihe der HRK-Mitgliedshochschulen aufgenommen.


Centrum für Hochschulentwicklung CHE

Das der Bertelsmann-Stiftung nahestehende Opens external link in new windowCentrum für Hochschulentwicklung (CHE) veröffentlicht regelmäßig in Zusammenarbeit mit der Wochenzeitung ZEIT ein vergleichendes Forschungsranking deutscher Hochschulen (vgl. auch das CHE-Hochschulranking für den Bereich Lehre/Studium). Es werden aber nur ausgewählte Forschungsbereiche evaluiert. Die Opens external link in new windowMethodik berücksichtigt neben den Indikatoren Drittmittel und Promotionen auch fächerspezifisch Publikationen und Zitationen. Als zusätzliche Information wird die durch eine Professorenbefragung ermittelte Reputation der Universitäten in den untersuchten Fachgebieten dargestellt. Opens external link in new windowForschungsranking 2009
Bei der Fortführung ab 2011 wurde das CHE-Forschungsranking mit anderen Leistungsindikatoren zusammengefasst herausgegeben:  Opens external link in new windowVielfältige Exzellenz 2011: Forschung - Anwendungsbezug - Internationalität - Studierendenorientierung im CHE Ranking ebenso 2012: Opens external link in new windowVielfältige Exzellenz 2012: Forschung - Anwendungsbezug - Internationalität - Studierendenorientierung im CHE Ranking Die Methodik in der Erhebung von Forschungsleistungen ist aber grundsätzlich gleichgeblieben.


Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG / Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung IFQ

In einem regelmäßigen DFG-Förderranking informierte die DFG bis 2010 über die Beteiligungen deutscher Wissenschaftseinrichtungen an den Förderprogrammen der DFG wie auch weiterer nationaler und internationaler Forschungsförderinstitutionen. Insgesamt decken die verwendeten drittmittelbasierten Kennzahlen zusammen genommen knapp 90 Prozent der von öffentlichen Stellen für Forschung in Form von Drittmitteln gewährten Förderung ab. Der zuletzt erschienene Bericht war das Opens external link in new windowFörderranking 2009 Danach wurde die Berichterstattung umfirmiert und zum Opens external link in new windowDFG-Förderatlas 2012 erweitert (erschienen Mai 2012).

Mit Ihren Opens external link in new windowEmpfehlungen zur Sicherung guter wisenschaftlicher Praxis hat die DFG zudem allgemeingültige Standards zur Qualität von Forschung gesetzt.

Die DFG fördert auch das Opens external link in new windowInstitut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung IFQ, das sich mit Methoden der Qualitätsmessung in der Forschung befasst, z.B. der Opens external link in new windowBibliometrie. Daneben hat sich das IFQ auch mit den Forschungsbedingungen von Professorinnen und Professoren an deutschen Universitäten (Opens external link in new windowWorking paper 8/2011) sowie mit Forschungsinformationssystemen (Opens external link in new windowWorking paper 10/2012) befasst. Aktuell (November 2012) wurden drei Studien zur Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses und den Strukturen der Nachwuchsförderung und -ausbildung veröffentlicht: Opens external link in new windowWorking paper 12/2012, Opens external link in new windowWorking paper 13/2012, Opens external link in new windowWorking paper 14/2012.


EU-Forschungsförderung

Das EU-Büro Hannover/Hildesheim hat im September 2011 eine Opens external link in new windowStudie zur Beteiligung niedersächsischer Forschungseinrichtungen und Hochschulen am 7. Forschungsrahmenprogramm vorgelegt, die im Auftrag des nds. Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) erstellt wurde.


Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF

Das BMBF veröffentlichte im 2014 erneut einen aktuellen Opens external link in new windowBundesbericht Forschung und Innovation (BuFI 2014) wohingegen der im Jahr 2008 erstmals erstellte Opens external link in new windowBundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs (BuWiN 2008) bislang nicht fortgeschrieben wurde. Eine Übersicht zu statistischen Angaben über die Bundesförderung wird hier angeboten: Opens external link in new windowBildung und Forschung in Zahlen 2013


Kultusministerkonferenz KMK

Auch die KMK sieht als ihre Opens external link in new windowKernaufgaben Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung im Hochschulbereich. Basierend auf dem Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 03.03.2006 zur Opens external link in new windowQualitätssicherung in der Hochschulforschung wurden die bestehenden Opens external link in new windowInstrumente der Qualitätsfeststellung in der Hochschulforschung - Erfahrungen der Länder - erfasst (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 12.05.2011).


Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

Der Stifterverband bietet auf seinem Portal Opens external link in new windowLänderCheck-Wissenschaft zahlreiche Informationen zur Leistungsfähigkeit von Lehre und Forschung im föderalen Wettbewerb auf Bundesländerebene an. Mit dem Papier Opens external link in new windowJenseits der Fakultäten: Hochschuldifferenzierung durch neue Organisationseinheiten in Forschung und Lehre unterbreitete der Stifterverband 2012 Vorschläge für innovative Strukturen in Forschung und Lehre. Ausgangsthese für die Studie ist die Vermutung, dass sich die Differenzierung des Hochschulsystems über eine Ausdifferenzierung innerhalb der Hochschulen vollzieht, für die die neuen Organisationseinheiten in Lehre und Forschung eine zentrale Rolle spielen. Mitte 2014 veröffentlichte der Stifterverband zusammen mit der Unternehmensberatung McKinsey die Studie Opens external link in new windowHochschul-Bildungs-Report 2020 mit einem Schwerpunkt auf der Analyse der Lehramtsausbildung an den deutschen Hochschulen.


Deutscher Hochschulverband DHV / Allgemeiner Fakultätentag AFT

Im Juli 2012 verabschiedeten DHV und AFT ein gemeinsames Positionspapier für Opens external link in new windowGute wissenschaftliche Praxis für das Verfassen wissenschaftlicher Qualifikationsarbeiten. Im Mai 2013 folgte ein ergänzender Opens external link in new windowMaßnahmenkatalog für Promotionsverfahren. Zusammen mit Opens external link in new windowTHESIS - Interdisziplinäres Netzwerk für Promovierende und Promovierte e.V. - war vom DHV bereits 2009 ein Opens external link in new windowBest-Practice-Papier für Promotionsverfahren veröffentlicht worden. Ein Opens external link in new windowBeitrag Good Practice in Academic Writing im Journal of the European Higher Education Area (Heft 1/2013 S. 109-116) fasst diese Position(en) zusammen.


Statistiken zur Hochschulfinanzierung

Das Opens external link in new windowStatistische Bundesamt erstellt jährlich einen Bericht zu Kennzahlen im Hochschulbereich. Von besonderem Interesse sind die monetären Kennzahlen, die nach Hochschultypen, Bundesländern und Fächergruppen exakte Vergleichbarkeit zwischen Grundausstattung und Drittmitteleinwerbungen (bis hin zur Einheit je Professur bzw. wiss. Stelle) ermöglichen: Opens external link in new windowMonetäre statist. Hochschulkennzahlen 2014 (die aktuell verfügbare Datenlage darin bezieht sich auf das Jahr 2012)

Einen allgemeinen statistischen Überblick bietet die Broschüre Opens external link in new windowHochschulen im Überblick (2013)


Leistungsbezogene Mittelvergabe LOM auf Landes- und Hochschulebene

Das Land Niedersachsen vergibt seit 2006 einen Teil der Haushaltsausstattung (Landeszuführung) der Hochschulen im Rahmen einer leistungsorientierten Mittelvergabe (LOM). Um dieses leistungsbezogene Umverteilungsvolumen stehen die Hochschulen untereinander im Wettbewerb.

2006 wurden zunächst drei Prozent der Zuführungen für laufende Zwecke leistungsorientiert umverteilt, 2007 waren dies sechs  Prozent, seit 2008 sind es zehn Prozent.
Zur Umschichtung  herangezogen wurden für die Formeljahre:

2011            rd. 79,9 Mio. Euro
2012            rd. 84,7 Mio. Euro
2013            rd. 82,7 Mio. Euro
2014            rd. 85,3 Mio. Euro
2015            rd. 88,7 Mio. Euro
2016            rd. 93,1 Mio. Euro
2017            rd. 96,4 Mio. Euro

Die formelgestützte Verteilung erfolgt in den drei  Fächergruppen

·    FG 1 Geistes- und Gesellschaftswissenschaften,
·    FG 2 Naturwissenschaften und
·    FG 3 Ingenieurwissenschaften (dies betrifft die Universität Vechta fachlich nicht)

zu den Leistungsbereichen "Lehre" und "Forschung" mit einer Gewichtung von je 48 Prozent sowie "Gleichstellung" mit einer Gewichtung von 4 Prozent. Innerhalb dieser Leistungsbereiche werden die Parameter wiederum unterschiedlich gewichtet; besonderes Augenmerk gilt den Parametern "Absolventen" und "Drittmittel".

Parameter des Leistungsbereiches "Lehre" (Anteil 48%)
·    Studierende im 1. Hochschulsemester (21%)
·    regelstudienzeit- und abschlussgewichtete Absolventen und Absolventinnen (75%)
·    Bildungsausländer (Studierende ohne deutsche Hochschulzugangsberechtigung) (2%)
·    Outgoings (2%)

Parameter des Leistungsbereiches "Forschung" (Anteil 48%)
·    Drittmittel (74%)
·    Promotionen (24%)
·    Alexander von Humboldt-Stipendiaten und -preisträger (2%)

Parameter des Leistungsbereiches "Gleichstellung" (Anteil 4%)
·    weibliches wissenschaftliches Personal (20%)
·    neu ernannte Professorinnen (40%)
·    Promotionen von Frauen (20%)
·    Absolventinnen (20%)

Formelergebnisse:

Während die Universität Vechta in den Jahren bis 2010 von der Formelverteilung zunächst ausgenommen worden war, konnten seit 2011 regelmäßig "Formelgewinne" realisiert werden, d.h. die Leistungen in den drei Parametern lagen zusammengenommen betrachtet über dem Durchschnitt aller Universitäten. Besonders in den Parametern Lehre sowie Gleichstellung und deren indikatoren wurden hohe "Gewinne" erzielt. Seit 2014 hat die Universität Vechta erstmals einen "Formelverlust" zu verzeichnen.

Initiates file downloadFormelergebnisse 2011

Initiates file downloadFormelergebnisse 2012

Initiates file downloadFormelergebnisse 2013

Initiates file downloadFormelergebnisse 2014

Initiates file downloadFormelergebnisse 2015

Initiates file downloadFormelergebnisse 2016

Initiates file downloadFormelergebnisse 2017

Mit Unterstützung der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) und dem Niedersächsischen Hochschulkompetenzzentrum (CCC) hat das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) in Abstimmung mit der Landeshochschulkonferenz (LHK) das „Hochschulkennzahlensystem Niedersachsen“ implementiert. Es ist als Grundlage eines nachhaltigen Monitoringsystems angelegt, um die Entwicklung der niedersächsischen Hochschulen stärker differenziert und fachbezogen beurteilen zu können. Gleichzeitig dient es als Datenquelle für die formelgesteuerte leistungsbezogene Mittelzuweisung des Landes. Initiates file downloadModellbeschreibung Hochschulkennzahlensystem Niedersachsen 2016

Aktuelle Grundlage der leistungsbezogenen Mittelvergabe des Landes ist § 4 des von allen Universitäten Ende 2013 unterzeichneten Opens external link in new windowHochschulentwicklungsvertrages. Im Rahmen von detaillierten Opens external link in new windowZielvereinbarungen mit dem Land Niedersachsen verpflichten sich die Hochschulen Ihre Leistungsfähigkeit hinsichtlich dieser Indikatoren weiter zu entwickeln und ihr Profil zu schärfen. Grundlage hierfür sind die entsprechenden Opens external link in new windowLeitlinien des Landes Niedersachsen zur Hochschulentwicklung 2014-18.

Initiates file downloadZielvereinbarung 2014-18 der Universität Vechta

Initiates file downloadHochschulentwicklungsplan 2010-15 Universität Vechta

In internen Zielvereinbarungen mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern (z.B. im Rahmen der W-Besoldung) sowie mit Instituten und Zentren der Universität werden diese Ziele aufgenommen und konkretisiert.

Die jährlich erbrachten Leistungen in Forschung und Lehre sowie Gleichstellung bilden analog zum o.g. "Landesschlüssel" ebenfalls wiederum die Basis für die umfassende Opens internal link in new windowhausinterne leistungsbezogene Vergabe der Kernmittel der Universität Vechta, die den Lehrenden und Forschenden neben der Grundausstattung zugewiesen werden. Die verwendeten Indikatoren und Parameter spiegeln großteils die der leistungsbezogenen Mittelvergabe des Landes wider. Das Verfahren wird regelmäßig überprüft und angepasst. Die Erfassung der Daten erfolgt online über ein leistungsfähiges HIS-Tool. Das Forschungsmanagement arbeitet hierbei eng mit dem Opens internal link in new windowControlling der Universität zusammen.

Opens internal link in current windowErgebnisse und Methodik der leistungsbezogenen Mittelvergabe für Forschungsleistungen an der Universität Vechta (interner Bereich, Login erforderlich)

Letzte Aenderung: 09.04.2019 · Seite drucken