Sternbilder des Lebens Authentische Christen im Porträt

Sauer, Ralph: Sternbilder des Lebens. Authentische Christen im Porträt. Katholisches Bibelwerk, Stuttgart, 2015. ISBN 978-3-460-30222-8

In der Postmoderne, die sich dadurch auszeichnet, dass alles geht und nichts verbindlich ist, leiden viele Menschen unter einer Orientierungslosigkeit. Sie suchen nach Orientierungshilfen, die es ihnen ermöglichen, dass ihr Leben gelingt. In dieser Situation bieten sich Persönlichkeiten an, die durch ihr Zeugnis eine Wahrheit haben aufleuchten lassen, die verlässlich und vertrauenswürdig ist. Auf dem oft dunklen und stürmischen Meer der Geschichte halten wir Ausschau nach Gestirnen. Die wahren Sternbilder unseres Lebens sind die Menschen, die recht zu leben wissen. Sie sind Lichter der Hoffnung.“ (Papst Benedikt XVI. in seiner Enzyklika „Spes Salvi“). Zu diesen Lichtern der Hoffnung zählen Christen beider Kirchen, die oft gegen den Widerstand ihrer Umwelt, auch der kirchlichen Umwelt, im Vertrauen auf Gottes Führung ihren Weg gegangen sind. Sie haben viel Ungemach auf sich genommen, waren nicht leicht zu ertragen, haben aber konsequent ihr Ziel verfolgt. Oft hat man erst nach ihrem Ableben ihre wahre Bedeutung erkannt und zu würdigen gewusst. Ein Charles de Foucauld, der unter den muslimischen Tuaregs in Afrika gelebt hat, ist von einem Tuareg ermordet worden, ohne dass es ihm gelungen war, ihre Aufmerksamkeit auf Jesus Christus zu lenken. Zeitlebens hatte er davon geträumt, eine Gemeinschaft von Christen zu gründen, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, ohne Worte, mitten in der Welt das Dasein der sozial benachteiligten Menschen zu teilen und ihnen so die Botschaft vom Heil zu verkünden. Erst nach seinem Tod haben seine Ideen Früchte getragen. Heute gehören 13.000 Frauen und Männer zur „Geistlichen Familie von Charles de Foucauld“. Sie leben in kleinen Gemeinschaften in den sozialen Brennpunkten der Welt und teilen die Not der Armen.

Die hier porträtierten 40 exemplarischen Christen waren Menschen aus Fleisch und Blut, waren auch mit Unzulänglichkeiten behaftet. Dessen waren sie sich wohl bewusst und haben darunter gelitten. Wer sich in das Leben dieser Menschen vertieft, fühlt sich durch deren Lebensweg und Zeugnis angesprochen, oft aber auch beschämt von ihrer Radikalität und Hingabebereitschaft. Denn wer wagt es schon, in ihrer Spur zu wandeln?

Es handelt sich bei dieser Porträtsammlung um kurze Streiflichter, die nur bestimmte Facetten ihres Lebens beleuchten. Sie können zum persönlichen Nachdenken anregen, können aber auch in der religiösen Bildungsarbeit eingesetzt werden.

Letzte Aenderung: 19.10.2018 · Seite drucken