"Das Weib soll nicht gelehrt seyn." Konfessionell geprägte Frauenbilder, Frauenbildung und weibliche Lebensentwürfe

Zumholz, Maria Anna: „Das Weib soll nicht gelehrt seyn“. Konfessionell geprägte Frauenbilder, Frauenbildung und weibliche Lebensentwürfe von der Reformation bis zum frühen 20. Jahrhundert. Eine Fallanalyse am regionalen Beispiel der Grafschaft Oldenburg und des Niederstifts Münster, seit 1803 Herzogtum Oldenburg. Aschendorff-Verlag. Münster 2015. ISBN 978-3-402-13161-9

Bei dieser Studie handelt es sich um eine konfessionell vergleichende Wirkungsgeschichte religiös fundierter Ideen über Geschlechteranthropologien, Geschlechterrollen und die sich daraus ergebenden weiblichen Lebensentwürfe sowie darauf abgestimmte Bildungskonzepte, dargestellt am Beispiel einer konfessionell zweigeteilten Region.

Als eine mehr als 400 Jahre umfassende Langzeitstudie im Schnittpunkt von Konfessionsgeschichte, Geschlechtergeschichte, Bildungsgeschichte und Regionalgeschichte ist sie, methodisch angelehnt an eine bis heute aktuelle Studie von Fernand Braudel und den Methoden der Schule der Annales, konzipiert als Geschichte des langen, selbst sehr langen Zeitablaufs (longue durée). Martin Luthers Aufwertung der Ehe, die er als einzigen der Schöpfungsordnung und somit dem göttlichen Willen entsprechenden Stand für Frauen ansah, lässt sich im protestantischen Norden des Großherzogtums Oldenburg bis in das frühe 20. Jahrhundert als mentalitätsprägend und handlungsleitend nachweisen.

Letzte Aenderung: 17.01.2018 · Seite drucken