Hochschule in Verantwortung an der Universität Vechta am 30. Juli 2016

Im Zuge der großen sozialen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit, wie Nachhaltigkeit, Klimawandel, Ernährungssicherheit, Ressourcenverknappung, Migration, Demografischer Wandel, Demokratie/Partizipation, fordern Initiativen aus Politik und Zivilgesellschaft zunehmend ein stärkeres gesellschaftliches Engagement der Wissenschaft und somit auch der Hochschulen. Ansätze wie Citizen Science, Open Access, Community based research oder Service Learning stehen für eine zunehmende Öffnung des etablierten Wissenschaftssystems nach außen. Auf europäischer Ebene setzt sich zunehmend das Konzept einer Verantwortungsvollen Forschung und Innovation (Responsible Research and Innovation - RRI) durch, das sich beispielsweise in Form übergreifender Querschnittsthemen wie Ethik, Geschlechtergerechtigkeit, freier Zugang (Open Access) zu öffentlich finanzierter Forschung, Einbeziehung der Gesellschaft in Fragen sowie Strategien und Maßnahmen der Wissenschaft und wissenschaftliche Ausbildung, in den meisten Ausschreibungen des Forschungsrahmenprogramms „Horizon 2020“ wiederfindet.

Das RRI Konzept stand auch im Mittelpunkt der Informations- und Diskussionsveranstaltung Hochschule in Verantwortung, die Präsident Prof. Dr. Burghart Schmidt mit Verweis auf das gesellschaftliche Engagement und die zahlreichen einschlägigen Kooperationen und Projekte der Universität Vechta am 30. Juni 2016 eröffnete. Auf die Vorstellung des Konzeptes durch Norbert Steinhaus, der für Wissenschaftsladen Bonn in verschiedenen europäischen Projekten zu RRI arbeitet, nahm Vizepräsident Prof. Dr. Michael Ewig Bezug, der anhand von Beispielen unterschiedliche Elemente der verantwortungsvollen Forschung und Innovation mit verschiedenen einschlägigen Aktivitäten der Universität Vechta verbinden konnte. Prof. Dr. Marco Rieckmann aus dem Fach Erziehungswissenschaften stellte in einem von Christine Gröneweg (Science Shop Vechta/Cloppenburg) moderierten Workshop das EU Projekt EnRRICH (Enhancing Responsible Research and Innovation through Curricula in Higher Education) vor, in dem es um die Umsetzung von RRI in der Hochschullehre geht.  In diesem Workshop präsentierte auch Dr. Christoph Schank (Wirtschaft und Ethik) Bespiele des „Lernens in anderen Lebenswelten“ durch studentische Praxisprojekte. Ein zweiter Workshop zum Thema „Wissensproduktion in und mit der Gesellschaft“ befasste sich mit konkreten Projekten der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Zivilgesellschaft anhand der Arbeit von Wissenschaftsläden, FabLabs, Repair Cafés und vergleichbaren Einrichtungen. Hier diskutierten u.a. Gisela Prystav (TU Berlin), Björn Huwe (Wissenschaftsladen Potsdam) und Dr. Stefan Scheuerer (Universität Vechta, Designpädagogik) Beispiele ihrer Arbeit, etwa aus dem Bereichen Umweltschutz, Ressourcenschonung und Stadtentwicklung. Nach weiteren Vorträgen zu Fördermöglichkeiten für den Dialog von Wissenschaft und Gesellschaft (Dr. Daniel Ludwig, Transferstelle der Universität Vechta), zum Projekt „Campus und Gemeinwesen“ in Lüneburg (Andrea Japsen, Transferstelle der Leuphana Universität Lüneburg) und zum Thema „Never change a running system - wie veränderungsbereit ist die Akademia wirklich?“ - im Hinblick auf verantwortungsvolle Forschung und Innovation sowie gesellschaftliches Engagement der Hochschulen (Prof. Alexander Gerber, Hochschule Rhein-Waal) wurde im Rahmen des Formates „Meet your Scientist“ in kleinen Gruppen noch bis in den Abend hinein weiter diskutiert.

 

Programm: Initiates file downloadFlyer

 

Beiträge:

Initiates file downloadProf. Dr. Michael Ewig: Die Universität Vechta als verantwortungsvolle Hochschule

Initiates file downloadNorbert Steinhaus: Responsible Research and Innovation

Initiates file downloadProf. Dr. Marco Rieckmann: Das EnRRICH-Projekt

Initiates file downloadDr. Daniel Ludwig: Fördermöglichkeiten für den Dialog von Wissenschaft und Gesellschaft

Letzte Aenderung: 17.01.2018 · Seite drucken

Dr. oec. Daniel Ludwig

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Gert Hohmann

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