Promotionsprogramm „Dörfer in Verantwortung – Chancengerechtigkeit in ländlichen Räumen sichern“

Das Promotionsprogramm „Dörfer in Verantwortung – Chancengerechtigkeit in ländlichen Räumen sichern“  ist ein gemeinsames Vorhaben der Opens external link in new windowUniversität Vechta, der Opens external link in new windowLeibniz Universität Hannover und der Opens window for sending emailHochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen. Es greift Fragestellungen auf, die der wirtschaftliche Strukturwandel und die aktuelle demographische Entwicklung aufgeworfen haben: Elementar für Bürger, Verwaltung und Politik ist dabei die zukünftige Ausgestaltung der technischen und sozialen Infrastrukturen, die die Daseinsvorsorge in den Dörfern sichern. Hierzu gehören insbesondere die Nahversorgung, Mobilität, Bildung und Gesundheitsvorsorge.

Das strukturierte Promotionsprogramm „Dörfer in Verantwortung – Chancengerechtigkeit in ländlichen Räumen sichern“ ist thematisch auf die Analyse der multifaktoriellen Ursachen regionaler Disparitäten aus der Perspektive der Übernahme von Verantwortung bzw. der Konstituierung von Ermöglichungsräumen fokussiert. Es beinhaltet ein strukturiertes Programm aus themen- und methodenbezogenen Seminaren mit raum- und sozialwissenschaftlichen Schwerpunkten.

Das Programm wird vom Opens external link in new windowLand Niedersachsen bis 2020 finanziert und umfasst insgesamt 12 Opens external link in new window"Georg-Christoph-Lichtenberg-Stipendien". Voraussetzung für eine Landesförderung ist, dass die Promotionsstudiengänge mit herausragenden Forschungsschwerpunkten verknüpft sind und erkennbar ist, dass sie zur Weiterentwicklung der Struktur der Graduiertenausbildung an den beteiligten Hochschulen insgesamt beitragen werden. Die wichtigsten Schwerpunkte des Programms liegen in der Trans- und Interdisziplinarität, der Internationalisierung und Exzellenz. Es ermöglicht eine intensive Betreuung der Doktorandinnen und Doktoranden und eine verkürzte Promotionsdauer.

StipendiatInnen

Zora Becker Die Zukunft der Dorferneuerung im Lichte neuer Verantwortungsstrukturen und Planungsmethoden

Name und Titel/Profession

Zora Becker
M.A. Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung

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 Opens window for sending emailZora.Becker1[at]hawk-hhg[dot]de

Promotionsthema

Die Zukunft der Dorferneuerung im Lichte neuer Verantwortungsstrukturen und Planungsmethoden

Beschreibung des Promotionsvorhabens

Ländliche Räum stehen unter anderem aufgrund des Strukturwandels, des demografischen Wandels und des gesellschaftlichen Wertewandels vor großen Herausforderungen. Um diesen begegnen zu können spielen Förderprogramme eine wichtige Rolle. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Dorferneuerung in Niedersachsen als Instrument der Strukturförderung für die Entwicklung ländlicher Räume, mit der Frage: Bedarf die Dorferneuerung in Niedersachsen neue Methoden und eine neue Ausrichtung in Bezug auf Themen und lokale Verantwortungsstrukturen, um auf die aktuellen und sich zukünftig abzeichnenden Herausforderungen reagieren zu können?

In Niedersachsen müssen sich Dörfer neuerdings in „Dorfregionen“ zusammenschließen, um eine Förderung zu erhalten. Hier stellt sich die Frage, wie Planung methodisch darauf reagieren kann mit Dorfregionen arbeiten zu müssen. Welche Planungsinstrumente finden im Rahmen der niedersächsischen Dorferneuerung schon Anwendung, was müsste weiterentwickelt werden, was braucht es Neues? Es soll in „Dorfregionen“ untersucht werden, ob soziale Themen ausreichend im Rahmen der Dorferneuerung thematisiert und umgesetzt werden und wie sie andernfalls stärker in der Dorferneuerungsplanung verankert werden könnten. Zudem sollen lokalen Verantwortungsstrukturen näher betrachtet werden. Wie kann Verantwortung in den Dörfern zukünftig zwischen den Akteuren geteilt werden? Wie können neue lokale Verantwortungsstrukturen in Dorfregionen ausgestaltet sein und methodisch umsetzt werden? Hierzu soll insbesondere auch die Perspektive von Planern als Experten miteinbezogen werden sowie ihre mögliche Rolle als Moderator und Prozessbegleiter. Methodisch ist das Durchführen von Interviews mit verschiedensten Dorfakteuren in Niedersachsen geplant.

Lebenslauf

  • Seit 12/2016: Doktorandin im Promotionsprogramm „Dörfer in Verantwortung – Chancengleichheit im ländlichen Raum sichern“, der Universität Vechta, der Leibniz Universität Hannover und der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK)
  • 2016: Abschluss Master of Arts, Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung, HAWK Göttingen Abschlussarbeit: „Herausforderung der Integration von Flüchtlingen in ländlichen Gemeinden. Untersuchung am Beispiel der Gemeinde Worspwede.“
  • 2016: Praktikum und anschließende Tätigkeit als freie Mitarbeiterin bei der Sweco GmbH im Rahmen des Projektes „Regionalmanagement Moorexpress- Stader Geest“
  • 2014-2016: Master-Studium an der HAWK Göttingen (Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung)
  • 2014: Abschluss Bachelor of Science, Umweltwissenschaften, Leuphana Universität Lüneburg Abschlussarbeit: „Beiträge von Zwischennutzungsprojekten zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Eine Untersuchung anhand des Fallbeispiels „Ab geht die Lucie“ in Bremen.“
  • 2011-2014: Bachelor-Studium an der Leuphana Universität Lüneburg (Umweltwissenschaften)
  • 2010-2011: Freiwilliges Ökologische Jahr, Bremen

Matthias Galle Die Ausgestaltung des Verhältnisses zwischen Dorf und Stadt als Verantwortungsgemeinschaft: Synergien und Konflikte bei der Produktion von Energie- und Erholungslandschaften

Name und Titel/Profession

Matthias Galle
M. Sc., Landschaftsökologie

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Opens window for sending emailmatthias.galle[at]mail.uni-vechta[dot]de

Promotionsthema

Die Ausgestaltung des Verhältnisses zwischen Dorf und Stadt als Verantwortungsgemeinschaft: Synergien und Konflikte bei der Produktion von Energie- und Erholungslandschaften

Beschreibung des Promotionsvorhabens

Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit ist die Ausgestaltung des Verhältnisses zwischen Dorf und Stadt als Verantwortungsgemeinschaft. Es soll innerhalb der Großschutzgebietskulisse (Biosphärenreservate und Naturparke) analysiert werden, ob und in welcher Form eine gegenseitige Verantwortungsübernahme von Stadt, Land und Großschutzgebiet erfolgt.

Lebenslauf

  • seit 12/2016 Promotionsstipendiat im Promotionsprogramm "Dörfer in Verantwortung - Chancengleichheit in ländlichen Räumen sichern".
  • 10/2013-09/2016 M. Sc. Landschaftsökologie, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg Thema der Abschlussarbeit: „Gemeinsame Entwicklungsperspektiven zwischen Naturschutz, Tourismus und Landwirtschaft im Naturpark Dümmer“
  • 10/2012-09/2013 M.A. / M. Sc. Geographien ländlicher Räume, Wandel durch Globalisierung, Universität Vechta
  • 10/2010-09/2012 2-Fächer-Bachelor in Biologie und Geographie, Universität Osnabrück, Abschluss B.A. Abschlussarbeit im Fach Geographie zum Thema: „Veränderung der Landnutzung im Brockumer Fladder, Landkreis Diepholz. Auswirkungen auf die Bestände ausgewählter Vogelarten.“
  • 10/2009-09/2010 B. Sc. Biologie der Organismen, Universität Osnabrück
  • 06/2009 Abitur an der Ursulaschule Osnabrück; katholische Schule in Trägerschaft der Schulstiftung im Bistum Osnabrück

 Praktika

  • Brutsaisons 2013 & 2014 Bio Consult, Belm / Osnabrück
  • 10.09.2012-05.10.2012 Arbeitsgruppe für Naturschutz und Landschaftspflege (agnl)
  • 4.-14.10.2011; 27.2.-16.3.2012 Natur- und Umweltschutzvereinigung Dümmer e.V., Hüde
  • 08.01.-26.01.2007 Naturschutzring Dümmer e.V., Hüde

Vorträge

Galle, M. (2017): Die Ausgestaltung des Verhältnisses zwischen Dorf und Stadt als Verantwortungsgemeinschaft: Synergien und Konflikte bei der Produktion von Energie- und Erholungslandschaften. Vorstellung des Promotionsvorhabens. 6. Sitzung des ALR-Forums, 21.06.2017, Hannover.

Sonstiges/Engagement im ländlichen Raum

  • Vorstandsmitglied im SPD-Ortsverein Altes Amt Lemförde
  • Ratsmitglied im Gemeinderat Stemshorn

Martin Waßink Kooperative Dörfer: Optimierung von Ressourcen durch Teilung von Verantwortung - eine interdisziplinäre Untersuchung an Beispielen aus dem Raum Steinwald/Fichtelgebirge

Name und Titel/Profession

Martin Waßink
M.A. (Volkswirtschaftslehre)

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Opens window for sending emailmartin.hans.hofmann[at]uni-hannover[dot]de

Opens window for sending emailmartin.wassink@gmx.de

Promotionsthema

Kooperative Dörfer: Optimierung von Ressourcen durch Teilung von Verantwortung - eine interdisziplinäre Untersuchung an Beispielen aus dem Raum Steinwald/Fichtelgebirge

Beschreibung des Promotionsvorhabens

Nicht jede Gemeinde, erst recht nicht jedes Dorf ist heute in der Lage, die für eine attraktive Lebensqualität erforderlichen infrastrukturellen Einrichtungen alleine bereitzustellen. Der Kooperation zwischen (benachbarten) Gemeinden einerseits (interkommunale Zusammenarbeit), aber auch unterhalb der Gemeindeebene zwischen Dörfern oder mit zivilgesellschaftlichen Kräften andererseits wird erhebliches Lösungspotential für die Aufrechterhaltung öffentlicher Leistungen im ländlichen Raum zugeschrieben. Mögliche Kooperationen scheitern jedoch vielfach schon in der Abstimmungsphase oder sind personenabhängig und fragil; wesentliches Hemmnis ist u. a. die Sorge vor Benachteiligung der einen oder anderen Seite. Die Idee ist, Kooperationen zur Sicherung der infrastrukturellen Ressourcen um einen Ausgleichsmechanismen zu ergänzen, der die Vorteile und Lasten zwischen den Beteiligten transparent bzw. vorab „bilanzierbar“ macht. Das Ziel des Promotionsverfahrens ist somit die Entwicklung und Systematisierung solcher Ausgleichsmechanismen, so dass deren Einsatz künftig die Chancen für nachhaltige Kooperationen verbessern und für die Beteiligten berechenbarer machen können. Dazu sollen sowohl (system-)theoretische wie empirische Untersuchungen einschließlich Erfahrungen aus Nachbardisziplinen wie die spieltheoretischen Ansätze der Ökonomik sowie experimenteller Verfahren zur Messung von Vertrauensbereitschaft und Vertrauenswürdigkeit zwischen Dörfern und Kommunen mit einbezogen werden.

Lebenslauf

1982 - 2002: Aufgewachsen in Döltsch (Lkr. Neustadt WN)

1992 - 2005: Posaunenchor, Ev. Landjugend, Kirchenpfleger

2002 - 2008: Studium der Volkswirtschaftslehre in Bamberg, England und München

2008 - 2010: Banker & Finanzplaner, Versicherungsfachmann (IHK)

2010 - 2014: Mitarbeiter an der Uni der Bundeswehr

2010 - jetzt: Finanzcoach & seit 2016 "Trainer für Verbraucherbildung"

Seit 05/2017: Doktorand im Kolleg „Dörfer in Verantwortung“

Veröffentlichungen

Gemeinschaftsprojekte (veröffentlicht)

  • Offizier und Gentleman? Eine experimentelle Untersuchung berufsbezogener Normen am Beispiel des Offiziers (mit Marcus Wiens, Kirsten Johannemann und Karl Morasch), Volkswirtschaftliche Diskussionsbeiträge, Fachgruppe für Volkswirtschaftslehre, 27. Jg. (2015), Nr. 2

Monographien (veröffentlicht)

  • Eine ökonomische Analyse konfessionsspezifischer Suizidraten - Ökonomische Theorie und Empirie von Freitod, Schriftenreihe volkswirtschaftlicher Forschungsergebnisse, Band 210, ISBN 978-3-8300-8617-8, Verlag Dr. Kovac Hamburg, 2016, Abstrakt
  • "Die Höhe der Abschlusskosten sowie die bei Vertragsabschluss gezahlten Vertriebsprovisionen von Versicherungspolicen - eine evidenzbasierte  Feldstudie aus Verbrauchersicht", ISBN 9783734790713, Preis 25.99 EUR (kostenfreie Vorschau unter ebook.de verfügbar), Juni 2015
  • "Im Tempel des Mammon - Verkaufsmaschen, Manipulation und Schicksale", mit William M. Zastero, 1. Auflage Winter 2014, Books on Demand, 68 Seiten, ISBN 9 783738 608069 (erhältlich im üblichen Buchhandel wie auch im wissenschaftlichen Fachhandel), Juni 2015, 5. Auflage, HardCover, Preis 15,00 EUR, e-book 10,99 EUR.

Lien Lammers Bedeutung kulturräumlicher Determinanten und Herausbildung von Toleranz für die Teilhabe von Zugezogenen in Dörfern

Name und Titel/Profession

Lien Lammers
M.A. Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung

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Opens window for sending emaillien.lammers[at]hawk-hhg[dot]de

Promotionsthema

Bedeutung kulturräumlicher Determinanten und Herausbildung von Toleranz für die Teilhabe von Zugezogenen in Dörfern

Beschreibung des Promotionsvorhabens

Das Thema Zuwanderung und gesellschaftliche Teilhabe wird zumeist im städtischen Kontext diskutiert und erforscht. Aber auch Dörfer in ländlichen Räumen sind historisch von Migrationsbewegungen geprägt und  sehen diese zum Teil als Chance und Potenzial der Gewinnung neuer Bewohner*innen um den Herausforderungen des demografischen Wandels begegnen zu können.  Dadurch haben sich spezifischen Umgangsformen entwickelt, die einen Einfluss auf Anerkennung-, Teilhabe- und Integration in unterschiedlichen Zeitepochen haben. 

In der Promotion soll insbesondere die Frage beantwortet werden, ob es eine historisch erlernte/erfahrene, kulturräumliche Determinante der Toleranz- und Anerkennung als Faktor für gesellschaftliche Teilhabe von Zugewanderten, die in historischen Migrationsbewegungen innerhalb eines Dorfes bedingt ist, gibt? Und darüber hinaus, ob diese einen heutigen Faktor für Wohn- und Lebensstandortentscheidungen von Zugezogenen darstellt und welche Faktoren gegenwärtig für die Wohn- und Lebensstandortwahl entscheidend sind? Dabei sollen Expert*innen, Zugezogene und Alteingesessene in drei niedersächsischen Dörfern in Hinsicht auf ihre Erfahrungen mit Zuzug, den Prozess der Teilhabe und Entwicklung der Dorfgemeinschaft und die Sicht auf Zuzug heute im Vergleich zur Historie  befragt werden. Wichtige Einflussfaktoren können dabei die Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme, die sozioökonomischen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Zugewanderten und Alteingesessenen aber auch kulturräumliche Determinanten wie z.B. Mentalität, Feste, Dorfwirtschaft, Vereinsleben sein.

Lebenslauf

  • Seit 04/2017: Doktorandin im Promotionsprogramm „Dörfer in Verantwortung – Chancengleichheit im ländlichen Raum sichern
  • 09/2016-04/2017: Mitarbeiterin im Regionalmanagement  in unterschiedlichen LEADER- und ILE-Regionen, Sweco GmbH  Hannover
  • 2014-2016: Master-Studium an der HAWK Göttingen (Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung)
  • 2010-2014: Bachelor-Studium an der Universität Hildesheim (Umweltsicherung)
  • 2009-2010: Freiwilliges ökologisches Jahr, Hannover

Veröffentlichungen

Lammers, Lien, Lübcke, Judtih & Panzer-Krause, Sabine (2014): Gestaltung von Grünanlagen in benachteiligten Stadtquartieren: Welchen Beitrag leisten Stadtteilnetzwerke. In: Sauerwein, Martin (Hg.): Hildesheimer Geographische Studien: Band 4, S. 56-87.

Lammers, Lien, Lübcke, Judtih & Panzer-Krause, Sabine (2014): Grünanlagen in benachteiligten Stadtquartieren. In: PlanerIn, Ausgabe 6, S. 51-53.

Ines Lüder Regionale Transformation und historische ländliche Gebäude

Name und Titel/Profession

Ines Lüder
Dipl.-Ing. Architektin 

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Promotionsthema

Regionale Transformation und historische ländliche Gebäude

Beschreibung des Promotionsvorhabens

Die Auseinandersetzung mit den Bedingungen und Möglichkeiten einer nachhaltigen Entwicklung von charakteristischen historischen, aus ihrem ursprünglichen Nutzungszusammenhang gefallenen Gebäudebeständen und Siedlungsstrukturen in ländlichen Räumen bildet das übergeordnete Thema der Forschungsarbeit. Es wird die Frage diskutiert, inwieweit historische ländliche Gebäude eine aneignungs- und anpassungsfähige Ressource bilden für die regionale Entwicklung. Das architektonische Thema des Bauens im Bestand wird in den Kontext der aktuellen Transformation ländlicher Räume gestellt, in dessen Folge historischer Baubestand zunehmend obsolet wird und verschwindet. Es mangelt an sinnvoller Nutzbarmachung, obschon der Bestand als Teil der regionalen Kultur und Charakteristik wertgeschätzt wird. Einen Hintergrund für die Arbeit bildet die Frage, ob regionale Baukultur als Strategie bestimmt werden kann, um charakteristische und qualitätsvolle Bauten, Orte und Kulturlandschaften unter veränderten Bedingungen in ländlichen Räumen zu verhandeln, zu gestalten und zu bauen.

Die Fragestellung wird untersucht am Beispiel der historischen ländlichen Gebäudetypen Fachhallenhaus und Barghaus der Elbmarschen im Kreis Steinburg. Die maßstabsübergreifende und kontextbezogene Analyse nimmt die heutige Gestalt der Gebäude und die vielfältigen Einflussfaktoren der Entwicklung in den Blick. Hieraus werden Potentiale und Hemmnisse der Weiterentwicklung abgeleitet. Untersucht werden die Gebäude, die heute mehr sind als reine Funktionsbauten, hinsichtlich ihrer aktuellen Rolle und Bedeutung als Ressource in ihrem regionalen Bezugsystem.

 

Lebenslauf

Studium der Architektur an der TU Braunschweig und der UdK Berlin. Mitarbeit in verschiedenen Architekturbüros in Berlin und Realisierung eigener Projekte. Teilnahme am Bauhaus Dessau Kolleg IX: EU-Urbanism. Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Berlin und von 2012-2017 an der Leibniz Universität Hannover, Institut für Entwerfen und Städtebau, Abteilung Regionales Bauen und Siedlungsplanung. Von 2014-2016 Mitarbeit im Forschungsprojekt "Regiobranding – Branding von Stadt-Land-Regionen durch Kulturlandschaftscharakteristika". Seit 2017 Stipendiatin im Programm "Dörfer in Verantwortung".

Veröffentlichungen

Lüder, Ines (2017): Historische ländliche Gebäude als zukunftsfähige Ressource. In: Knieling, Jörg (Hrsg.): Wege zur Großen Transformation. Herausforderungen für eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung. München. S. 85-103.

Lüder, Ines (geplant 2017): Historische ländliche Gebäude als zukunftsfähige Ressource. In: Knieling, Jörg (Hrsg.): Wege zur Großen Transformation. Herausforderungen für eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung. München.

Lüder, Ines (2017): Regiobranding - Innovative Perspektiven für regionale Kulturlandschaften. In: Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg et al. (Hrsg.): Innovationen auf dem Land - Planerische Impulse für Bauten, Orte und Regionen. Stuttgart. S. 84-90.

Lüder, Ines (2016): The Interrelation of Architecture and Territorial Character in Northern Germany. In: Carlow, Vanessa, et al. (Hrsg.): Ruralism - The Future of Villages and Small Towns in an Urbanizing World. Berlin. S. 148-161.

Lüder, Ines (2016): Historical rural buildings - a territorial ressource? In: Schröder, Jörg; Carta, Maurizio et al. (Hrsg.): Territories - Rural-urban Strategies. Berlin. S. 252-257.

Ferretti, Maddalena; Lüder, Ines (2016): Relational Spaces. Patterns and Scenarios as qualitative tools for analysis and design of rural-urban territories in the Metropolitan Region Hamburg. In: Atti della XIX Conferenza Nazionale SIU. Cambiamenti. Responsabilità e strumenti per l'urbanistica al servizio del paese, Catania 16.-18.07.2016. Rom, Mailand. S. 104-110.

Lüder, Ines (2014): North Sea Territory - a cultural landscape in a process of change. In: EcoWebTown Magazine of Sustainable Design, No. 10-11.

Hurth, Dominique; Lüder, Ines; Walsh, Ciaran (2008): Kaliningrad: The Near Abroad. In: Monu Nr. 8 - Border Urbanism. Rotterdam.

Vorträge

Lüder, Ines (2016): Regiobranding - Innovative Perspektiven für regionale Kulturlandschaften. Vortrag auf der Tagung "Innovationen auf dem Land - Planerische Impulse für Bauten, Orte und Regionen". Baiersbronn, 13.-14.10.2016.

Lüder, Ines (2015): The Ties of Identity and Architecture in the Territory. Vortrag auf der Konferenz "ISU Talks #03: Ruralism - The Future of Villages and Small Towns in an Urbanizing World". Braunschweig, 18.11.2015.

Anja Neubauer Voraussetzungen der Koproduktion von Gemeinwohl in Dörfern. Ein Ressourcenindex am Beispiel ländlicher Daseinsvorsorge für und von Jugendliche(n)

Name und Titel/Profession

Anja Neubauer
Dipl.-Ing. Stadt- und Regionalplanung

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Opens window for sending emailanja.neubauer[at]mail.uni-vechta[dot]de

Promotionsthema

Voraussetzungen der Koproduktion von Gemeinwohl in Dörfern.
Ein Ressourcenindex am Beispiel ländlicher Daseinsvorsorge für und von Jugendliche(n)

Beschreibung des Promotionsvorhabens

Gleichwertige Lebensverhältnisse sind eine vieldiskutierte und in Deutschland noch immer gesetzlich verankerte Zielvorstellung zum sozialstaatlichen Ausgleich regionaler Disparitäten. Vor Ort wird die Umsetzung dieses Ziel häufig mit der Präsenz von Daseinsvorsorgeeinrichtungen gleichgesetzt. In Anbetracht des demografischen Wandels und der knappen kommunalen Haushalte setzt in der Planungspraxis jedoch ein Umdenken ein: Während in zentralen Orten die verschiedenen technischen und sozialen Versorgungseinrichtungen auch weiterhin vorgehalten und gebündelt werden sollen, ist die Zivilgesellschaft in peripheren Lagen zur Mit- und Selbstgestaltung zu ermächtigen. Gemäß diesem Zukunftsmodell der Daseinsvorsorge entstehen neue kooperative Modelle und damit neue Governanceformen, die mit diesem Promotionsvorhaben untersucht werden sollen: Wie wird Verantwortung übernommen bzw. ermöglicht?

Gleichzeitig gelten Jugendliche in ländlichen Räumen als das entscheidende Zukunftspotenzial. Bindung, Bleibe- oder Rückkehrwunsch sind aber vor allem dann hoch, wenn schon in jungen Jahren Vorbilder und Möglichkeitsräume für die eigene Beteiligung vorhanden sind und das Gefühl besteht, das soziale Miteinander mitgestalten zu können. Die Promotion geht deshalb der Frage nach, wie Jugendliche als das Zukunftspotenzial der ländlichen Räume im Zukunftsmodell der Daseinsvorsorge eingebunden werden und was im Sinne von materiellen und sozialen Ressourcen nötig ist, damit koproduzierte Formen der jugendbezogenen Daseinsvorsorge gelingen können.

Ziel der Arbeit ist es, in einem Methodenmix aus Fokusgruppen in ausgewählten Fallbeispielen und einer Delphistudie mit Expert*innen einen Ressourcenindex zu entwickeln. Er soll die Voraussetzungen der Koproduktion von Gemeinwohl in Dörfern exemplarisch anhand der Daseinsvorsorge für und von Jugendliche(n) darstellen und eine Diskussionsgrundlage für Wissenschaft und Praxis bieten.

Die zu untersuchende Grundgesamtheit sind die am „Aktionsprogramm regionale Daseinsvorsorge“ beteiligten Regionen, da dort bereits ein besonderes thematisches Bewusstsein und verschiedene Modellprojekte der Daseinsvorsorge erarbeitet wurden.

Lebenslauf

Studium der Stadt-und Regionalplanung und der Architektur an der TU Berlin, dem Politecnico di Torino und der TU Dresden. Studentische Mitarbeit in versch. Berliner Planungsbüros und Forschungseinrichtungen, u.a. am DIfU und für den BMVBS-Wettbewerb „Menschen und Erfolge“. Diplom 2014.
Von 2014-2016 wissenschaftliche Mitarbeit an der Hochschule Neubrandenburg in der Forschungsassistenz der BMVI-Modellvorhaben „Aktionsprogramm regionale Daseinsvorsorge“ und „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen“. Organisation deutsch-polnischer Konferenzen zur grenzüberschreitenden Raumplanung für BMVI/BBSR in Stettin und Berlin. Methodische Begleitung von UniDörfern. Lehre zum wissenschaftlichen Arbeiten an der TU Berlin und der HS Neubrandenburg. Freiberufliche Lektorin. Seit 12/2016 Promotionsstipendium im Programm „Dörfer in Verantwortung".

Veröffentlichungen

Dehne, Peter; Neubauer, Anja (in Vorbereitung): Integrierte ländliche Entwicklung. In: Akademie für Raumforschung und Landesplanung (Hrsg.): Handwörterbuch der Stadt- und Raumentwicklung. Hannover.

Neubauer, Anja (2017): Es bewegt sich was im ländlichen Raum. Vom Wandel und Erhalt der Alltagsmobilität älterer Menschen in Sarow. ISR Impulse Online, Nr. 62, Berlin.
depositonce.tu-berlin.de/bitstream/11303/5834/3/neubauer_anja.pdf

Dehne, Peter; Kaether, Johann; Neubauer, Anja (2016): Aktionsprogramm regionale Daseinsvorsorge. Abschlussbericht. BMVI-Online-Publikation 03/2016. www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/BMVI/BMVIOnline/2015/DL_BMVI_Online_04_15.pdf

Neubauer, Anja; Dehne, Peter; Kaether, Peter (2016): Eine integrierte Daseinsvorsorgeplanung und kleinräumig differenzierte Lösungsansätze. Das Aktionsprogramm regionale Daseinsvorsorge. In: Schmitt, Hanna C.; Danielzyk, Rainer; Greiving, Stefan; Gruehn, Dietwald; Thinh, Nguyen X.; Warner, Barbara (Hrsg.): Raummuster. Struktur - Dynamik - Planung. Blaue Reihe. Dortmunder Beiträge zur Raumplanung, 147, Dortmund. S. 53-74.

Kaether, Johann; Dehne, Peter; Neubauer, Anja (2016): Regionale Daseinsvorsorge. Leitfaden für die Praxis. Hrsg. vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung. Berlin, Bonn.
www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/BMVI/VerschiedeneThemen/2016/regionalstrategie-daseinsvorsorge-leitfaden-dl.pdf

Dehne, Peter; Kaether, Johann; Neubauer, Anja (2015): Aktionsprogramm regionale Daseinsvorsorge. Projektassistenz Umsetzungsphase. BMVI-Online-Publikation 04/2015. www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/BMVI/BMVIOnline/2015/DL_BMVI_Online_04_15.pdf

Dehne, Peter; Neubauer, Anja (2014): Ländliches Wohnen im Alter, aber wie? Facetten sorgender Gemeinschaften in Mecklenburg-Vorpommern und anderswo. In: Informationsdienst Altersfragen 41 (2014), Nr. 6, S. 3-11.

www.dza.de/fileadmin/dza/pdf/Heft_06_2014_November_Dezember_2014_gekuerzt_PW.pdf

Vorträge

Neubauer, Anja (2016): Das Aktionsprogramm regionale Daseinsvorsorge. Vortrag auf der Jahrestagung der DASL und ARL 2016 „Daseinsvorsorge und Zusammenhalt“. Hannover, 17.09.2016.

Neubauer, Anja (2016): Methodische Bausteine einer integrierten Daseinsvorsorgeplanung und kleinräumig differenzierte Lösungsansätze – Das Aktionsprogramm regionale Daseinsvorsorge. Vortrag auf der Konferenz „Raummuster - Struktur, Dynamik, Planung“. Dortmund, 23.02.2016.

Neubauer, Anja (2015): The UniDorf-Concept of Neubrandenburg University of Applied Sciences. Best practice examples of university engagement for local development in peripheral regions of Mecklenburg-Vorpommern. Vortrag auf Workshop „Idea and expertise platform for civic engagement of young people in Belarus, Germany, Russia and Ukraine”. Ratomka/Minsk (Belarus), 26.08.2015.

Neubauer, Anja (2015): Rynek Sienny w Szczecinie/Der Heumarkt in Stettin – Ein Platz, viel(e) Erbe(n)? Ergebnisse einer Untersuchung und Befragung in der Neuen Altstadt Stettins. Vortrag in der Regenbogenfabrik Kreuzberg. Berlin, 11.06.2015.

Neubauer, Anja (2014): Erfahrungen mit Modellvorhaben in ländlichen Regionen Deutschlands. Vortrag auf Workshop „Handlungsansätze zur Mobilitätssicherung älterer Menschen am Beispiel des Landkreises Vorpommern-Greifswald“ der Enquete-Kommission „Älter werden in M-V“. Anklam, 06.10.2014.

Neubauer, Anja (2014): Es bewegt sich was im ländlichen Raum. Vom Wandel und Erhalt der Alltagsmobilität älterer Menschen in Sarow. Vortrag auf Konferenz „Daseinsvorsorge im ländlichen Raum. Territoriale Ungleichheit oder gesellschaftliche Differenzierung?“. Neubrandenburg, 14.06.2014.

Neubauer, Anja (2013): Eine Bürgerausstellung in Sarow, Mecklenburg-Vorpommern: Es bewegt sich was im ländlichen Raum. Vortrag auf VCD-Workshop „Klimaverträglich und altersgerecht – neue Angebote für Einkauf & Freizeit“. Berlin, 29.08.2013.

Eengagement für ländliche Räume

Mitgliedschaften und Auszeichnungen

  • Mentoring-Programm Raum- und Umweltplanung von ARL & FRU: Mentee 2016-2018
  • Berufsverband SRL: Mitgliedschaft seit 2014
  • Studierendenwettbewerb 2012 „Chance Demografie: Weniger? Älter? Na und...?“des Bundesministeriums des Innern: Anerkennung
  • Sommercamp 2011 „Nachbarschaften in kleinen Städten und Kreisen“ der Schader-Stiftung: Teilnahmegewinn

Maria Rammelmeier Engagement für lebendige Regionen

Name und Titel/Profession

Maria Rammelmeier
Sozialpädagogin (M.A.)

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Promotionsthema

Engagement für lebendige Regionen

Beschreibung des Promotionsvorhabens

Die Promotion beschäftigt sich mit der Frage: „Wie kann die Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität gemanagt werden, unter der Perspektive der Identifikation des Bürgers mit einer Region?“ Ein Fokus soll dabei der Fokus auf den weichen Standortfaktor Kultur gelegt werden.

Lebenslauf

Studium der Sozialen Arbeit an der Evangelischen Hochschule und Technischen Hochschule in Nürnberg. Masterarbeit zum Thema „Regionales Kulturmanagement“. Medienreferentin im Bezirk Oberpfalz und im Referentennetzwerk Bayern. Staatlich geprüfte Kirchenmusikerin im Bistum Eichstätt, Koordinatorin der Presse- und Kulturarbeit im Kulturstadel Lauterhofen. Berufliche, pädagogische Erfahrungen in verschiedenen Institutionen der kommunalen Jugendarbeit und Flüchtlingsarbeit. Projektmanagement des LEADER-Projekts „Regionalpark QuellenReich“.

Projekte/Auszeichnungen

  • Medienpädagogisches Radioprojekt „Ein goldener Fang für Ritter Siegfried“, gefördert von „In eigener Regie“ - ein Projekt des JFF/ BLM und ausgezeichnet mit dem bayerischen „Preis
  • der Jury“ in Neumarkt i.d.Opf., Würzburg, Übersee am Chiemsee
  • Radioprojekt „Lauterhofen soll schöner werden“ und Studienschwerpunktsprojekt „Ich und die Welt“ im Jugendtreff Lauterhofen

Sonstiges/Engagement im Dorf

  • Mitglied im LAG e.V. des Landkreises Neumarkt i.d.OPf.
  • Arbeitskreis Kommunales Management im Rahmen der Bewerbung der Bildungsregion Neumarkt i.d.OPf.

Jessica Schneider Marginalisierungsprozesse in Dörfern

Name und Titel/Profession

Jessica Schneider
Diplom-Sozialpädagogin/-arbeiterin

Kontakt

Opens window for sending emailjessica.schneider2[at]hawk-hhg[dot]de

Promotionsthema

Marginalisierungsprozesse in Dörfern

Beschreibung des Promotionsvorhabens

Gegenstand des Promotionsvorhabens ist die Analyse sozialer Ungleichheit und die Herausarbeitung von Marginalisierungsrisiken für Bewohnerinnen und Bewohnern von Dörfern vor dem Hintergrund aktueller Transformationsprozesse ländlicher Räume und sozialpolitischen Regelung zur Sicherstellung von Teilhabechancen. Erhoben werden soll auch, inwiefern Dörfer von Angeboten Sozialer Arbeit profitieren. Ziel des Promotionsvorhabens ist die Formulierung von Handlungsempfehlungen für Sozialpolitik auf örtlicher und überörtlicher Ebene sowie Handlungsfelder und sozialräumlicher Organisationsstrukturen Sozialer Arbeit.

Lebenslauf

  • seit 12/2016 Doktorandin im Promotionsprogramm „Dörfer in Verantwortung – Chancengleichheit im ländlichen Raum sichern“, Nds. MWK
  • 2015-2016 Sportreferentin im Handlungsfeld Kita, Schule und Verein, Kreissportbund Hameln-Pyrmont
  • 2014-2015 Diplom-Sozialpädagogin in der Ambulanten Betreuung psychisch Erkrankter, Sozialwerk Hameln-Pyrmont
  • 2012-2014 in Elternzeit
  • 2010-2012 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Lernen vor Ort“ des BMBF, Handlungsfeld Bildungsübergänge, Kreis Lippe
  • 2008-2010 Geschäftsführerin „Region des Lernens“ des Landes Niedersachsen, angesiedelt an der Elisabeth-Selbert-Schule, Hameln
  • 2007-2008 Fachkraft für Arbeitsvermittlung, Jobcenter Holzminden
  • 2006-2007 Hauptamtliche Mitarbeiterin für die Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund oder aus sozial schwachen Familien, Stadt Hessisch Oldendorf
  • 2005-2006 Berufspraktikum zum Erlangen der staatlichen Anerkennung, Kulturzentrum Dialuogo, Palermo, Sizilien
  • 2005 Förderpreis des Förderkreises der HAWK Hildesheim für die Diplomarbeit „Ethik der Sozialen Berufe – Eine Bestandsaufnahme mit Ausblick“
  • 2002-2005 Studium der Sozialen Arbeit, HAWK Hildesheim, Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit
  • 1998-2001 Raumausstattergesellin im Weserbergland und in Hamburg
  • 1995-1998 Ausbildung zur Raumaustatterin

Lehraufträge

2006-2009 Lehraufträge an der HAWK Hildesheim, Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit,
Bereiche: „Gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Grundlagen der Sozialen Arbeit“ und „Disziplin und Profession der Sozialen Arbeit“

Ehrenamtliches Engagement

  • seit 2016 Übungsleiterin, C-Lizenz im Breitensport, KSB Hameln-Pyrmont
  • seit 2011 Haptonomische Schwangerschaftsbegleitung, Geburtshaus Hameln

Nicola Seitz Kommunale Haushalte: Nachhaltige Finanzierung von Dörfern

Name und Titel/Profession

Nicola Seitz
Diplom-Volkswirtin

Kontakt

Opens window for sending emailSeitz.Nicola[at]yahoo[dot]de

Promotionsthema

Kommunale Haushalte: Nachhaltige Finanzierung von Dörfern

Beschreibung des Promotionsvorhabens

In dem finanzwissenschaftlichen Promotionsvorhaben sollen, ausgehend vom föderalen Aufgabenbereich der Kommunen, die Einflussfaktoren für eine nachhaltige Finanzierung untersucht werden. Dabei werden die bisher wenig beachteten und erforschten Herausforderungen kleinerer Kommunen im vorwiegend ländlich peripheren Raum fokussiert. Über eine Vergleichsanalyse demographisch und wirtschaftsstrukturell ähnlicher Dörfer soll auf best practice Beispiele geschlossen werden. Zudem soll die jeweilig aktuelle Finanzsituation dargestellt und mit der demographisch und wirtschaftlich prognostizierten Entwicklung sowie mit den durch eine qualitative Erhebung identifizierten heutigen und zukünftigen Bedürfnisse der Bevölkerung verglichen werden. Dadurch wird der Anpassungsbedarf im kommunalen Haushalt eruiert. Anschließend sollen die Auswirkungen ausgewählter aktueller Reformbestrebungen hinsichtlich eines nachhaltigen Kommunalhaushalts für die Beispielgemeinden quantifiziert und so der mögliche Reformerfolg gemessen werden. Die Entwicklung eines indikatorengestützten Systems zur Erfolgskontrolle einer nachhaltigen Finanzierung von Dörfern wird angestrebt. Damit trägt das Promotionsvorhaben dazu bei, den Mangel an empirisch und vergleichend ausgelegter Forschung hinsichtlich einer nachhaltigen Finanzierung von kommunalen Haushalten im ländlichen Raum zu reduzieren.

Lebenslauf

Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Regensburg. Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Kaiserslautern am Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftspolitik und internationale Beziehungen. Projektmitarbeiterin zum Thema „Beschäftigungseffekte im deutschen Umweltschutzsektor“ in Zusammenarbeit mit dem IAB. Dozentin, Interviewpartnerin und mediendidaktische Ansprechpartnerin an der Universität Bremen im Bereich eGeneral Studies. Studiengangskoordinatorin an der Universität Vechta. Seit 2006 selbständige Dozentin am Distance and Independent Studies Center im Bereich Management und Law für den Studiengang Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit. Workshopleiterin für Nachhaltiges Projektmanagement. Seit 2017 Stipendiatin im Programm "Dörfer in Verantwortung".

Veröffentlichungen

Seitz, N.; Tarkan, B.: Nachhaltiges Projektmanagement in der Entwicklungszusammenarbeit, Studienbrief im Rahmen des Fernstudiengangs Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit, TU Kaiserslautern, erscheint demnächst

Seitz, N.: Nachhaltige Sozialpolitik, In: v. Hauff, M.; Nguyen, T. (Hrsg.): Nachhaltige Wirtschaftspolitik, Nomos, Baden-Baden 2013, S. 81-106

v. Hauff, M.; Jörg, A.; Seitz, N.: Nachhaltige Wachstumspolitik, In: v. Hauff, M.; Nguyen, T. (Hrsg.): Nachhaltige Wirtschaftspolitik, Nomos, Baden-Baden 2013, S. 109-128

v. Hauff, M.; Seitz, N.: Begründung und Realisierung eines Wachstums nach dem Leitbild nachhaltiger Entwicklung, In: Rogall, H. et al. (Hrsg.): Jahrbuch 2012/2013 Nachhaltige Ökonomie, Im Brennpunkt: Green Economy, Metropolis Verlag, Marburg 2012, S. 177-198

v. Hauff, M.; Seitz, N.: Anforderungen an ein nachhaltiges Wachstum, Volkswirtschaftliche Diskussionsbeiträge an der Technischen Universität Kaiserslautern, Nr. 33-12

Seitz, N.; Brosch, E.: Soziale Sicherungssysteme im Kontext Nachhaltiger Entwicklung, In: Hagemann, H.; v. Hauff, M. (Hrsg.): Nachhaltige Entwicklung - Das neue Paradigma in der Ökonomie, Metropolis-Verlag, Marburg 2010, S. 289-317

v. Hauff, M.; Seitz, N.: Wirtschaftliche Entwicklung und Energiebedarf in Indien, In: Bleischwitz, R.; Pfeil, F. (Hrsg.): Globale Rohstoffpolitik - Herausforderungen für Sicherheit, Entwicklung und Umwelt, 1. Auflage, Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2009, S. 95-110

v. Hauff, M.; Seitz, N.: Globalisierung der Arbeitsmärkte – Welche Bedeutung hat Employability?, In: Speck, P. (Hrsg.): Employability - Herausforderungen für die strategische Personalentwicklung, Konzepte für eine flexible, innovationsorientierte Arbeitswelt von morgen, 3. Auflage, Gabler, Wiesbaden 2008, S. 31-42 (4. Auflage 2009)

Insa Trenn Das Potential immaterieller Güter auf die Entwicklung und Stärkung ländlicher Räume.

Name und Titel/Profession

Insa Trenn
Master of Science Umweltplanung

Kontakt

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Promotionsthema

Das Potential immaterieller Güter auf die Entwicklung und Stärkung ländlicher Räume. Eine Analyse des Einflusses der Tätigkeiten und Rollenzuschreibungen von Frauen auf die Identifikation, am Beispiel der Dörfer Campen und Uttum

Beschreibung des Promotionsvorhabens

Ziel der Dissertation ist die Analyse, welchen Einfluss Frauen auf die Identität von Dörfern in ländlichen Räumen haben. Hierzu sollen die Einflussfaktoren der (Re)Produktion und die Gründe von Rollenzuschreibungen untersucht werden, um zu klären ob und inwieweit Frauen dadurch eine Vorbildfunktion übernehmen und somit im Rahmen der sozialen Interaktion die Identität des Dorfes beeinflussen. Unter (Re)Produktion wird die Zusammenfassung von produktiven und reproduktiven Tätigkeiten verstanden. Reproduktive Prozesse bzw. die Sorgearbeit beinhalten das Pflegen von Angehörigen, die Kindererziehung und das soziale Engagement, die produktiven Tätigkeiten umfassen die Erwerbsarbeit.

Anhand der gewonnen Ergebnisse aus der Analyse sollen dann Aussagen über die speziellen Qualitäten der Dörfer und somit deren Alleinstellungsmerkmale, die einen entscheidenden Einfluss auf die Lebens- und Landschaftsqualitäten haben, getroffen werden. Ausgehend von den insgesamt gewonnen Erkenntnissen sollen dann Handlungsempfehlungen für mögliche Regionalentwicklungen herausgearbeitet werden.

Lebenslauf

Studium der Landschaftsarchitektur und Umweltplanung an der Leibniz Universität Hannover. 2013 Beijing Institute of Technology, China. TU9-Summer School Programm. Studium der Umweltplanung an der Leibniz Universität Hannover. Von 2016-2017 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Vechta im Projekt Effective Gender Equality in Research and the Academia EGERA. Seit 2017 Stipendiatin im Programm "Dörfer in Verantwortung".

Veröffentlichungen

Trenn, Insa (2016): LAGEN - Landesarbeitsgemeinschaft der Einrichtungen für Frauen und Geschlechterforschung in Niedersachsen in Uta C. Schmidt/ Beate Kortendiek (Hrsg.): Netzwerke im Schnittfeld von Organisation, Wissen und Geschlecht, Studien Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW Nr. 23, S. 206-207

Vorträge

Trenn, Insa (2017): Präsentation des Dissertationsprojektes „Das Potential immaterieller Güter auf die Entwicklung und Stärkung ländlicher Räume. Eine Analyse des Einflusses der Tätigkeiten und Rollenzuschreibungen von Frauen auf die Identifikation, am Beispiel der Dörfer Campen und Uttum“. 6. Sitzung des ALR-FORUMs.

Sonstiges

Mitglied des Jungen Forums der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL)
Landesarbeitsgemeinschaft der Einrichtungen für Frauen- und Geschlechterforschung in Niedersachsen (LAGEN)

Selay Ünlü Dörfliche Planungkultur zwischen Beteiligung, Verantwortung und Selbstrealisierung

Infos in Kürze.

Julia Weigt Ältere Menschen im Dorf: Anbieter und Nachfrager eigenverantwortlich organisierter Daseinsvorsorge – Zur Wohlfahrtsproduktion in Dörfern

Name und Titel/Profession

Julia Weigt
M.A. Soziologin

Kontakt

Opens window for sending emailjulia.weigt[at]mail.uni-vechta[dot]de

Promotionsthema

Ältere Menschen im Dorf: Anbieter und Nachfrager eigenverantwortlich organisierter Daseinsvorsorge – Zur Wohlfahrtsproduktion in Dörfern

Kurztext

Im Rahmen des Stipendiats  „Dörfer in Verantwortung“ der Universität Vechta forsche ich seit Januar 2017 zum Thema:  Ältere Menschen im Dorf. Hinsichtlich der Prämissen des aktiven und gelingenden Alterns ist danach zu fragen, wie der Wunsch des Verbleibens in der eigenen Häuslichkeit in peripheren und strukturschwachen ländlichen Räumen mit aufkommenden altersbezogenen Bedarfslagen aufrechterhalten werden kann. Das Forschungsvorhaben geht der Frage nach, wie formelle und informelle gesundheitliche Versorgung in sogenannten „kritischen Räumen“ gestaltet wird.

Lebenslauf

Bachelorstudium der Soziologie mit Nebenfach Deutsche Literatur und Masterstudium der Soziologie an der Universität Konstanz. Interviewertätigkeit für TNS Infratest (09/2010-05/2011) und dem Institut für Demoskopie Allensbach (04/2014-02/2015). Praktikum in der Verwaltungsgemeinschaft der Sozialstationen in Markdorf als Assistentin der Geschäftsführung (03/2014-01/2015). Akademische Mitarbeiterin der Hochschule Ravensburg-Weingarten am Institut für angewandte Forschung im Forschungsprojekt ZAFH-AAL (02/2015-12/2016). Seit 01/2017 Stipendiatin im Programm „Dörfer in Verantwortung“.

Veröffentlichungen

Weber, Dorothea; Weigt, Julia; Winter, Maik H.-J. (2017): AAL in der Qualifizierungspraxis der Pflege, Conference Paper · April 2017, Conference: 12. Gemeinsamer Österreichisch- Deutscher Geriatriekongress 57. Kongress der Österreichischen Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie, Wien, 20. – 22.04.2017.

Adamek (geb.), Julia (2013): Stadt-Raum-Generation: Theoretische Konzepte und eine explorative Fallstudie in Konstanz, AV Akademikerverlag, 2013, ISBN 9783639485646.

Poster

Weigt, Julia; Weber-Fiori, Barbara; Winter, Maik H.-J. (2016): PCEICL - Ein technischer Lösungsansatz zu Steigerung sozialer Teilhabe bei Unterstützungsbedarf im Alter, Posterpräsentation: Gesundheit - bio.psycho.sozial 2.0 – Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS) und der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Psychologie (DGMP), Berlin, 28. - 30.09.2016.

Vorträge

Weigt, Julia; Weber-Fiori, Barbara; Winter, Maik H.-J. (2016): Mögliche Bedingungen einer innovativen IKT-Technologie für eine erfolgreiche Marktüberführung aus der Perspektive potenzieller Nutzer*innen, Conference Paper · Freier Vortrag: Gerontologie und Geriatrie Kongress 2016, Stuttgart, 07.-10.09.2016.

Promotionsthemen

Betreuer/in
Forschungsschwerpunkt „Übernahme von Verantwortung im eigenen Dorf“

•    Governance der daseinsvorsorgebezogenen Eigenverantwortung
Unter der Prämisse, dass Daseinsvorsorge nur in Partnerschaft und Kooperation aller Beteiligter und Betroffener organisiert werden kann, gewinnt die eigenständige Steuerung in Form von Governance eine besondere Bedeutung. Dementsprechend soll untersucht werden, wie Akteure und Stakeholder die einzelnen Ausprägungen der Daseinsvorsorge ausgestalten, indem sie Verantwortung übernehmen bzw. die Übernahme von Verantwortung ermöglichen.

Bearbeitung: 

Opens external link in new windowVEC-ISPA 
Opens external link in new windowBorn
•    Das Dorf in der Kulturlandschaft: Bedeutung kulturräumlicher Determinanten für die Resilienz von Dörfern
Die Zugehörigkeit der Dörfer zu (historischen) Kulturlandschaften hat bis heute ihre Spuren hinterlassen. Typische Siedlungsformen und die Baukultur, wirtschaftsstrukturelle Prägungen, Traditionen und spezifische Ausprägungen der Dorfgemeinschaft sind Ausdruck dieser kulturräumlichen Verankerung und stellen gleichzeitig die endogenen Potenziale dar, an denen Entwicklungen für die Zukunft anknüpfen werden. Erforscht werden soll, ob es eine Beziehung zwischen der kulturräumlichen Verankerung von Dörfern und deren Fähigkeit zur Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen gibt. 

Opens external link in new windowHAWK- Ressourcenmanagement
Opens external link in new windowHarteisen

•    Ältere Menschen im Dorf: Anbieter und Nachfrager von eigenverantwortlich organisierter Daseinsvorsorge – Zur Wohlfahrtsproduktion in Dörfern
Älteren Menschen insbesondere in der dritten Lebensphase verfügen prinzipiell über ein hohes Engagement- und Innovationspotential. Sie treten als Anbieter beispielsweise in familiären und nachbarschaftlichen Netzen der Daseinsvorsorge auf und tragen damit zur Wohlfahrtsproduktion in Dörfern bei. Mit fortschreitendem Alter benötigen ältere Menschen aufgrund der körperlichen und kognitiven Einschränkungen Unterstützungsleistungen und werden daher vermehrt zu Nachfragern nach eigenverantwortlich organisierter Daseinsvorsorge. Im Kontext der sich ändernden sozio-ökonomischen Strukturen in Dörfern ergibt sich somit die Frage, wie und in welchem Umfang ältere Menschen als Anbieter und Nachfrager von eigenverantwortlich organisierter Daseinsvorsorge zur Wohlfahrtsproduktion in Dörfern beitragen. Aufbauend hierauf könnten dann Konzepte zur Bewältigung der Probleme und zur Gewährleistung einer nachhaltigen Daseinsvorsorge erarbeitet werden, die den lokalen Gegebenheiten gerecht werden.

Opens external link in new windowVEC-IfG
Opens external link in new windowFachinger

•    Dörfliche Planungskultur zwischen Beteiligung, Verantwortung und Selbstrealisierung
Mit der Einführung von Kultur wird räumliches Planen als kulturelle Praxis begriffen, deren Handlungsrahmen sich in Abhängigkeit von lokalen Kontexten sowie kulturellen Strukturen und Diskursen ergibt. Planungskulturelle Ansätze können damit zu einem vertieften Verständnis der Planungspraxis in Dörfern beitragen, indem sie die Denkmuster und Handlungsroutinen von Planenden und Betroffenen auf Basis (gesellschaftlich) typischer Orientierungen und zugehöriger Werthaltungen identifizieren. Vor diesem Hintergrund soll untersucht werden, wie sich kulturelle Normen und Werte, Denkmuster und Handlungsroutinen in dörflichen Planungskulturen (inkl. planerischer Konzepte und Strategien) manifestieren, wie Gerechtigkeit und Gemeinschaft verstanden wird und inwiefern Verantwortung durch die BewohnerInnen übernommen wird bzw. die Übernahme von Verantwortung durch BewohnerInnen ermöglicht wird.
Opens external link in new windowLUH-IUP
Opens external link in new windowOthengrafen
•    Verantwortung für die gebaute Umwelt: Baukultur in Eigenregie?
Erforscht werden sollen die zukunftsorientierten Mechanismen erfolgreicher Baukulturbeförderung: Zunehmend erkennen Kommunen und Bürgerschaft sowie auch Tourismusnetzwerke, dass Baukultur nicht vordergründig Denkmalpflege meint, sondern insbesondere das zeitgemäße Bauen und Weiterbauen, die Gestaltung der dörflichen Räume. Beispielsweise lautet ein Motto im Modellvorhaben „LandZukunft“ der niedersächsischen Solling-Vogler-Region „Baukultur machen WIR“, werden im BMVBS-Forschungsvorhaben „Baukulturgemeinden“ Best-Practice-Beispiele von Baukultur in ländlichen Räumen eruiert, lauten in Österreich Slogans des „LandLuft“-Vereins „Baukultur gewinnt“ oder „Ort schafft Ort“.
Opens external link in new windowHAWK- Bauen und Erhalten
Opens external link in new windowFranz
Forschungsschwerpunkt „Übernahme von Verantwortung mit Anderen“
•    Die Zukunft der Dorferneuerung im Lichte neuer Verantwortungsstrukturen und Planungsmethoden
Seit den 1990er-Jahren setzt die Dorferneuerung, anfangs eine Expertenplanung, immer stärker auf die Mitwirkung der Dorfbewohner.  Beteiligungsprozesse sind in der Dorferneuerungsplanung  offenbar erprobt, und dennoch stellt sich die Frage, ob die aktuelle Schrumpfung und Alterung vieler Dörfer verbunden mit dem Verlust von Strukturen der technischen und sozialen Infrastruktur und damit auch der Gefährdung der Lebensqualität nicht neue Formen einer lokalen Verantwortungsgemeinschaft und auch neue Planungsmethoden erfordert. An dieser Fragestellung sollte die Forschung im Rahmen der Promotion ansetzen.
Opens external link in new windowHAWK- Ressourcenmanagement
Opens external link in new windowHarteisen
•    Möglichkeiten und Grenzen zivilgesellschaftlichen Engagements in Dörfern
Als besondere Stärke von Dorfleben und Dorfentwicklung gilt seit je her das zivilgesellschaftliche Engagement. Der Einsatz für „das Dorf“ reicht von der Daseinsvorsorge (z.B. Freiwillige Feuerwehr) über Sport und Kultur bis zum Engagement  für die Umnutzung ortsbildprägender Gebäude. Aktuell stellen sich allerdings vielfältige Fragen: Beeinträchtigt der soziale Wandel mit seiner Ausdifferenzierung der Interessen und Lebensformen, der Zunahme des Pendelns und multilokaler Wohnens das zivilgesellschaftliche Engagement langfristig negativ? Wird das zivilgesellschaftliche Engagement durch seine oft kompensatorische Funktion zum Rück- und Umbau öffentlicher Infrastrukturen der Daseinsvorsorge (vom Bürgerbus bis zum Bürgerbad) überfordert? Entsprechen die veränderten Formen zivilgesellschaftlichen Engagement auf überörtlicher Ebene der zunehmenden Bedeutung interkommunaler Kooperation und regionalisierter Lebensweisen ? Gefährden diese Tendenzen die Entwicklung der Dörfer? Zeichnen sich neue, andere Formen zeitgemäßen zivilgesellschaftlichen Engagements etwa im Zusammenhang  mit der Digitalisierung ab?
Opens external link in new windowLUH-IUP
Opens external link in new windowDanielzyk
•    Soziale Arbeit in Dörfern: Marginalisierungsrisiken in Dörfern
Gegenstand des Promotionsvorhabens ist die Analyse sozialer Ungleichheit und die Herausarbeitung von Marginalisierungsrisiken für Bewohnerinnen und Bewohnern von Dörfern vor dem Hintergrund aktueller Transformationsprozesse ländlicher Räume und sozialpolitischen Regelung zur Sicherstellung von Teilhabechancen. Erhoben werden soll auch, inwiefern Dörfer von Angeboten Sozialer Arbeit profitieren. Ziel des Promotionsvorhabens ist die Formulierung von Handlungsempfehlungen für Sozialpolitik auf örtlicher und überörtlicher Ebene sowie Handlungsfelder und sozialräumlicher Organisationsstrukturen Sozialer Arbeit.
Opens external link in new windowHAWK-Management, Soziale Arbeit, Bauen
Opens external link in new windowEngel

•    Kooperative Dörfer – Optimierung der Ressourcennutzung durch Teilung von Verantwortung
Nicht jede Gemeinde, erst recht nicht jedes Dorf ist heute in der Lage, die für eine attraktive Lebensqualität erforderlichen infrastrukturellen Einrichtungen alleine bereitzustellen. Der Kooperation zwischen (benachbarten) Gemeinden einerseits (interkommunale Zusammenarbeit), aber auch unterhalb der Gemeindeebene zwischen Dörfern oder mit zivilgesellschaftlichen Kräften andererseits wird erhebliches Lösungspotential für die Aufrechterhaltung öffentlicher Leistungen im ländlichen Raum zugeschrieben. Mögliche Kooperationen scheitern jedoch vielfach schon in der Abstimmungsphase oder sind personenabhängig und fragil; wesentliches Hemmnis ist u. a. die Sorge vor Benachteiligung der einen oder anderen Seite. Die Idee ist, Kooperationen zur Sicherung der infrastrukturellen Ressourcen um einen Ausgleichsmechanismen zu ergänzen, der die Vorteile und Lasten zwischen den Beteiligten transparent bzw. vorab „bilanzierbar“ macht. Das Ziel des Promotionsverfahrens ist somit die Entwicklung und Systematisierung solcher Ausgleichsmechanismen, so dass deren Einsatz künftig die Chancen für nachhaltige Kooperationen verbessern und für die Beteiligten berechenbarer machen können. Dazu sollen sowohl (system-)theoretische wie empirische Untersuchungen einschließlich Erfahrungen aus Nachbardisziplinen (z.B. Evaluierungsansätze für Förderprogramme, Wertausgleich bei städtebaulichen Maßnahmen) einbezogen werden.

Opens external link in new windowLUH-GIH
Opens external link in new windowVoß
•    Kommunale Haushalte: Nachhaltige Finanzierung von Dörfern
Damit die Bereitstellung lokaler öffentlicher Güter gelingt und die Gestal-tungsmöglichkeiten der Kommunen erhalten bleibt, ist eine langfristig stabile Finanzierung erforderlich. Das derzeitige System ist jedoch als problematisch zu charakterisieren: Viele Kommunen haben Finanzprobleme, die ihre Handlungsspielräume einengen. Vor diesem Hintergrund bieten sich eine Analyse der aktuellen Finanzsituation der spezifischen Gemeinden und deren weitere Entwicklung vor dem Hintergrund der demographischen und regionalwirtschaftlichen strukturellen Änderungen an. Hierauf aufbauend könnten dann Vorschläge zur nachhaltigen Sicherung der Finanzierung für die Gemeinden entwickelt bzw. aktuelle Vorschläge und deren Umsetzung (u. a. Entlastungsmöglichkeiten bei den Ausgaben, Ersatz der Gewerbesteuer, kommunaler Zuschlag auf die Einkommens- und Körperschaftssteuer, höherer Anteil an der Umsatzsteuer) in ihren konkreten Auswirkungen auf die jeweilige Gemeinde geprüft werden.
Opens external link in new windowVEC-IfG 
Opens external link in new windowFachinger
Forschungsschwerpunkt: „Übernahme von Verantwortung für Andere“
•    Die Verantwortung ländlicher Räume für die Produktion von immateriellen Gütern in Niedersachsen
Das Promotionsprojekt soll Möglichkeiten erforschen, wie Dörfer und ländliche Räume ihre speziellen Qualitäten herausstellen und Alleinstellungsmerkmale im Wettbewerb von Produkten, Marken und Orten entwickeln können. Im Vordergrund steht dabei die Identifikation der BürgerInnen mit ihrem Dorf, ihrer Region oder auch ihrer Kulturlandschaft. Ziel ist u.a., das Engagement für die Erhaltung der Lebens- und Landschaftsqualitäten zu steigern und damit das Außenbild der entsprechenden Dörfer und ländlichen Räume attraktiver zu gestalten. Das bezieht nicht nur physische Aspekte der Landschaft mit ein, sondern umfasst auch ökonomische, soziale und kulturelle Qualitäten.
Opens external link in new windowLUH-IUP
Opens external link in new windowOthengrafen
•    Die Ausgestaltung des Verhältnisses zwischen Dorf und Stadt als Verantwortungsgemeinschaft: Synergien und Konflikte bei der Produktion von Energie- und Erholungslandschaften
Der Begriff der Verantwortungsgemeinschaft ist bereits seit einigen Jahren in raumplanerische Diskurse eingeführt worden. Während die Bereitstellung von Erholungslandschaften zu den „klassischen“ Funktionszuweisungen zwischen Dorf und Stadt zählt, gewinnt in jüngerer Zeit auch das Feld der Energiegewinnung an Bedeutung: Städte wollen durch die Verringerung von CO2-Emissionen nachhaltiger werden, wobei sie auf die Kooperation ihres Umlands angewiesen sind. Das Promotionsprojekt soll analysieren, welche Synergien und Konflikte aus diesen Aufgaben entstehen und in welchem Umfang die Propagierung von Verantwortungsgemeinschaft das Verhältnis von Dorf und Stadt tatsächlich modifizieren kann.
Opens external link in new windowVEC-ISPA
Opens external link in new windowBorn

Studienprogramm



ModulartSemester 1Semester 2Semester 3Semester 4Sem.5Sem.6
Themenbezogene Fachinhalte

Modul 1 „Governance im Dorf“

Modul 2 „Strukturen der Verantwortung im Dorf“

Modul 3 „Regionalentwicklung und Dörfer“

Modul 4 „Kommunale Haushalte: Nachhaltige Finanzierung von Dörfern

Modul 5 „Marginalisierte Gruppen im Dorf“

Modul 6 „Flächen- und Immobilien-management in Dörfern“

Modul 7 „Verantwortung für Gebäude“
Methoden­seminareModul 8 „Qualitative Datenerhebung und Analyse“Modul 9 Quantitative Methoden in der Dorf- und Regionalforschung
Doktoranden­seminare

Modul 10.1 „Vorstellung des Promotionsprojektes“

Modul 10.2 „Milestone 1: Präsentation und Zwischenbericht“

Modul 10.2 „Milestone 2: Präsentation und Zwischenbericht“
Wahlpflicht­bereichModul 11 „Soft skills“

 

 

Kontakt

Sprecher des Promotionsprogramms

apl. Prof. Dr. Karl Martin Born

Universität Vechta

Institut für Strukturforschung und Planung in agrarischen Intensivgebieten (ISPA)

Driverstraße 22

49377 Vechta

Tel.: 04441 – 15 241

Opens window for sending emailkarl-martin.born[at]uni-vechta[dot]de

 

Prof. Dr. Ulrich Harteisen

HAWK Hochschule Hildesheim/Holzminden/ Göttingen

Fakultät Ressourcenmanagement

Professur Regionalmanagement

Büsgenweg 1a  

37077 Göttingen

Tel.: 0551 - 5032-170

Opens window for sending emailulrich.harteisen[at]hawk-hhg[dot]de

Eckdaten

Beginn: 01.10.2016

Förderdauer der Stipendien: 3 Jahre

Ausstattung der Stipendien: monatlich 1.500 Euro (1.400 Euro Grundbetrag zzgl. 100 Euro Sachkostenbeitrag), ggf. zzgl. Kinderzulage, Kinderbetreuungszuschlag sowie Zuschläge für Auslandsaufenthalte

Zulassungsvoraussetzungen:

Inhaltliche und methodische Vorkenntnisse im Promotionsgebiet, die eine Bearbeitung eines Promotionsthemas aus der Liste der Promotionsthemen ermöglichen.

Ein mit überdurchschnittlichem Ergebnis abgeschlossenes Hochschulstudium in einem raum-, sozial- oder ingenieurwissenschaftlich ausgerichteten Studiengang (z.B. Geographie, Regionalentwicklung, Raumplanung, Gerontologie. Soziale Arbeit, Architektur, Bauingenieurwesen/Geodäsie)

Initiates file downloadLink zur Ausschreibung (Bewerbungsfrist 07.07.2016)

Letzte Aenderung: 09.11.2017 · Seite drucken

Sprecher des Promotionsprogramms

apl. Prof. Dr. Karl Martin Born

Universität Vechta

Institut für Strukturforschung und Planung in agrarischen Intensivgebieten (ISPA)

Driverstraße 22

49377 Vechta

Tel.: 04441 – 15 241

Opens window for sending emailkarl-martin.born[at]uni-vechta[dot]de

 

 

Prof. Dr. Ulrich Harteisen

HAWK Hochschule Hildesheim/Holzminden/ Göttingen

Fakultät Ressourcenmanagement

Professur Regionalmanagement

Büsgenweg 1a  

37077 Göttingen

Tel.: 0551 - 5032-170

Opens window for sending emailulrich.harteisen[at]hawk-hhg[dot]de