Nachwuchsgruppe "Gender Studies"

Mit dem Ziel Themen der Genderforschung im Rahmen der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchs zu implementieren und auszubauen, wurde die Nachwuchsgruppe "Gender Studies" an der Universität Vechta gegründet.

Die derzeitige Zusammensetzung der Gruppe aus hochqualifizierten Frauen und deren sich in theoretischer, fachlicher und methodischer Hinsicht unterscheidender Promotionsprojekte ermöglicht den interdisziplinären und internationalen Austausch sowie die Weiterentwicklung der Genderforschung an der Universität Vechta.

Trotz unterschiedlicher Forschungsthemen steht die gemeinsame kollegiale Zusammenarbeit im Vordergrund. Die Forscherinnengruppe arbeitet an gemeinsamen Publikationen und unterstützt sich auf dem Weg zur erfolgreichen Promotion. Die Vernetzung der Wissenschaftlerinnen über diese Gruppe hinaus, wird durch einen regelmäßig stattfindenden Doktorand_innentag und überregionale sowie internationale Veranstaltungen sichergestellt.

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Wissenschaftler*innen der Nachwuchsgruppe "ProKo Gender Studies"


Jenny Ebert

Vereinbarkeit von Familie und Beruf als männliches Dilemma
Die Frage nach der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eine nach der alltäglichen Lebenspraxis von Müttern und Vätern, aber auch von Arbeitgebern, Dienstleistern und Politikern. Mein Dissertationsprojekt mit dem Titel „Vereinbarkeit von Familie und Beruf - Ein männliches Dilemma“ sucht in der Praxis nach der Ursache der Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit von Vereinbarkeit von Familie und Beruf von Vätern, die sich nicht nur auf Väter, sondern auch auf die Erwerbsbiographien von Müttern negativ auswirkt. Mit einer qualitativen Studie soll ein umfassendes Bild eines kleinen Samples gewonnen werden, das Interdependenzen, Inkonsistenzen und alltagspraktische Aushandlungsprozesse darstellt. Das Ziel der Arbeit ist es, systematisch die Ursachen für die konstatierte Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit aufzudecken und diese ggf. in einer für die Praxis anwendbaren Handlungsempfehlung zu verarbeiten.

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Miriam Gerlach

Women who socially entrepreneur and their contribution towards a more innovative, integrated and equal society
A descriptive research design aiming at portraying female social entrepreneurship and their context, inquiring on motivations, values, abilities and impact as well as the cultural, social, political and economic systems involved in the foundation and development of their social enterprises, and the potential policies and programs needed to promote and support the field. The research proposes a constructionist approach, using gender as an analytical category and addressing the inequality structures that limit women and social enterprises. Intended is to collect data through a desk review, surveys and interviews to female social entrepreneurs, experts and academics

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Ann-Christin Kleinert

Die Krise der sozialen Reproduktion im Spiegel gewerkschaftlichen Handelns
Ausgehend  von unterschiedlichen Krisendiskursen sucht die Arbeit nach der Rolle von Geschlechterverhältnissen darin und insbesondere nach dem Stellenwert von Sorge- und Reproduktionsarbeit. Die gesellschaftlich notwendige Grundlagenarbeit von Care, Reproduktion  und Sorge ist nach wie vor geschlechtlich ungleich verteilt, in aller Regel zu Lasten von Frauen*. Dies lässt sich nicht nur für die Privatsphäre, sondern auch für die Lohnarbeit festhalten. Ich möchte herausfinden, welche Relevanz Care- und Reproduktionsarbeiten in gewerkschaftlichen Prozessen von Krisenbearbeitung zukommt.

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Amanda Louise Palenberg

Arbeitsmarkteintritt und Integration in den Arbeitsmarkt  geflüchteter Frauen
Das Promotionsprojekt beschäftigt sich mit der Integration geflüchteter Frauen in den Arbeitsmarkt. In ihrer Arbeit  untersucht  die Promovendin, wie kulturelle und geschlechtsspezifische  Zuschreibungen und Vorortungen verschiedener Akteur*innen den Integrationsprozess beeinflussen. Dazu analysiert sie qualitative Daten, die zuvor in der ländlichen Region um Vechta herum erhoben  werden.

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Henriette Ullmann

All equal? – Chancengerechtigkeit und Diversity an deutschen Universitäten aus der Perspektive männlicher Akademiker
Das Promotionsprojekt will der Frage nach Partizipationsmöglichkeiten der Gruppe männlicher Wissenschaftler im Hochschulkontext nachgehen und herausfinden, inwieweit die jeweiligen Einstellungen gegenüber den Diversitätspolitiken sich auf ihre individuellen Lebensläufe und Erfahrungshorizonte zurückführen lassen. Dabei ist auch von Interesse, ob und inwiefern sie möglicherweise zur Reproduktion von Ausschlussmechanismen beitragen. Methodisch soll diesen Fragen mit qualitativen Interviews und einer ergänzenden Gruppenwerkstatt nachgegangen werden; als Analysewerkzeug sollen hierfür Bourdieus Konzepte vom Habitus und sozialen Feld dienen.

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Kerstin Vennemeyer

Zur Implementierung von Inklusion in der Politischen Bildung durch Intersektionalitätsanalysen
Dieses Dissertationsprojekt beschäftigt sich mit inklusiver politischer Bildung. Es wird von der These ausgegangen, dass eine inklusive politische Bildung Ungleichheitslagen, die die Schüler*innen mit in den Unterricht hineintragen, aufgreifen sollte. Mit Hilfe von Intersektionalitätsanalysen werden dabei die Verwobenheiten der jeweiligen Identitätskonstruktionen der Schüler*innen in Macht- und Herrschaftsverhältnisse analysiert. Dabei steht die Frage nach den Identitätskategorien, auf die sich Schüler*innen beziehen im Vordergrund. Mit einer qualitativen Studie sollen diese Kategorien herausgearbeitet und intersektional analysiert werden. Abschließend sollen Auswirkungen auf eine inklusive politische Didaktik geprüft werden.

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Hannes Ahrens

Jugendhilfe als Schnittstelle zwischen Gesellschaft und Individuum
Sozialarbeiter*innen konstruieren im Laufe ihres Lebens Familien- und Rollenbilder, welche sie in Ihrer Arbeit beeinflussen. Die Dissertation widmet sich der Frage, wie solche Bilder konstruiert werden, welchen Einfluss gesellschaftliche Leitbilder haben und inwiefern die Bilder den beruflichen Alltag von Sozialarbeiter*innen in der Jugendhilfe gestalten und verändern.

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Mareike Willen

 

Bedarfsanalyse über die Notwendigkeit zur Einrichtung einer Erziehungsberatungsstelle in der Stadt Löningen
Ziel dieser Dissertation soll eine Bedarfsanalyse sein, die Bedarfe von Kindern und Jugendlichen, Eltern, Angehörigen und Professionellen aufdeckt und Hinweise auf spezielle Angebote gibt. Anhand einer vorangehenden Datenanalyse sowie mittels einer qualitativen und darauf aufbauenden quantitativen Untersuchung sollen neben einem Grundbedarf, (sozial-)psychologische und therapeutische Maßnahmen eruiert werden und speziell auf die Bedarfe der Beteiligten abgestimmt werden.

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Claudia Froböse

Feminismus – Gleichstellung – Neoliberalismus - Über die Aneignung feministischer Forderungen durch den Neoliberalismus
In der Arbeit werden auf der einen Seite Fragen nach der Stabilisierung der hierarchischen Geschlechterverhältnisse durch den Neoliberalismus (vgl. Sauer 2010) gestellt. Andererseits finden sich Fragen nach der feministischen Ausrichtung von Gleichstellungsarbeit. Diesen Fragestellungen soll anhand einer Analyse von Dokumenten aus der neuen Frauenbewegung, den ersten Frauenförderplänen und den heutigen Gleichstellungsplänen auf den Grund gegangen werden.

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Isabelle Brantl

 

Selbst- und Fremdwahrnehmung der Weiblichkeitskonstruktionen von Täterinnen im Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung und Zuhälterei in Deutschland und dem Vereinigten Königreich
Die Forschungsarbeit beinhaltet drei-Schritt Analyseverfahren, das zunächst Anti-Trafficking Kampagnen auf die abgebildeten Geschlechterkonstruktionen hin untersucht, danach in Expertinneninterviews mit Akteurinnen im Justizsystem Fremdkonstruktionen der Weiblichkeit von Täterinnen des Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung vs. Zuhälterei erhebt (und diese mit den juristischen Kategorien abgleicht) und im letzten Schritt die Fremddarstellungen mit narrativen Selbstkonstruktionen von verurteilten Täterinnen vergleicht.

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Linya Coers

Wenn Geschlecht zum Thema wird - Eine explorative Studie zu ausgewählten Prozessen der Didaktischen Rekonstruktion und gendersensibler Unterrichtsgestaltung

Linya Coers beschäftigt sich in ihrer fachdidaktisch ausgerichteten Dissertation mit der Kategorie Gender im Kontext von Unterrichtsplanung und -gestaltung des Sachunterrichts. Durch einen explorativen Forschungsansatz sollen Erkenntnisse zur Genderkompetenz als Teil der Professionalität von LehrerInnen des Sachunterrichts gewonnen werden.

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Wissenschaftlerinnen der Nachwuchsgruppe "Gender Studies"


Sehar Ezdi

The Elderly Missing Women Problem in Pakistan - Financial Autonomy of Women, Social Security System and Elderly Missing Women in Pakistan

The term Missing Women refers to the excess female mortality in some parts of Asia and Sub-Saharan Africa. The majority of current research analyzes this problem in the 0-5 age group. Given the changing population structure of developing countries it is imperative to examine the prevalence of this phenomenon in older age groups, especially within the elderly population. My research studies the burden of the elderly Missing Women problem in the context of Pakistan. To achieve this I examine how missed opportunities during the life course affect the survival of women in each age cohort and the cumulative impact of this on women who survive to old age. I analyze this within the changing social milieu of Pakistan (e.g. erosion of joint family system or female labor force participation) and the lack of state facilities to shoulder the burden of the elderly.

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Luise Hilmers

Postcolonial Masculinities in Filmic and Media Narratives and Identity Reconstruction within Globalised Cultural Processes in East African Societies

As part of an ascending globalised region, Anglophone East Africa has undergone a prevailing process of cultural change over the past decades.Thereby globalised cultural mechanisms have remarkably contributed to reconceptualise identity constructions and comprehensions of postcolonial masculinities. This fluctuating matter may be specifically reflected in filmic and media narratives in particular East African societies. Albeits everal scholars, concerned with postcolonial culture, have left a adequate description of subjectivities and the cultural discourse in film as well as media in Africa, hardly anyone has put these into a conscious gender frame and further incorporated into culturally contextual relationships, predominantly in East African societies. The core incentive for my research is, henceforth, to establish what substantial reciprocities are between globalised cultural perceptions and the issue of postcolonial masculinities that are projected by filmic and media narratives within particular East African societies. Exploring the cultural notions and expectations regarding masculinities as constructed by East African filmmakers and the media, this project identifies the diverse institutions that enhance particular ideas of postcolonial masculinity and the types of environments that such institutions create for the performance of gender relations and identities. Drawing upon theories of masculinities from both West and Africa, I will not consider masculinity as unified or a homogenous concept, however argue that masculinities are constructed, shaped, and maintained from diverse perceptions; these include traditional cultural practices, community standards, and foreign concepts imposed upon. Thereby this research seeks initially to retrieve masculinities for the project of developing an ameliorated gendered understanding of East Africa. Secondly, my work shall considerably contribute to the emerging subfield of masculinity studies and to enrich the larger discipline of gender studies in Africa by deepening the comprehension of how masculinities, subjectivities, and experiences are constituted in specific historical, cultural, and social contexts.

 

 


Tanja Kubes

Fragmentierte Identitäten: Rollenbilder, Medialisierungen und Inszenierung von Weiblichkeit - am Beispiel von Hostessen auf Automobilmessen

Auf Automobilmessen sind Hostessen Gegenstand permanenter medialer De-und Rekonstruktionen. Der weibliche Körper wird dabei entweder partialisiert und in sexuell konnotierte Fragmente zerlegt, oder als „Gesamtobjekt“ dem männlich konnotierten Automobil zur Seite gestellt. Entscheidend ist in beiden Fällen nicht die Frau als Individuum mit bestimmten Kompetenzen und Kenntnissen, sondern nahezu ausschließlich ihre äußere Hülle. Körper bzw. Körperteile werden hierbei vom Individuum abgespalten, geschlechtsdichotom aufgeladen, sexualisiert und zu kulturellen Bedeutungsträgern. Die Hostessenperformanz (Doing Hostess) stellt eine komplexe physische und mentale Aktivität dar. Alltägliche Handlungen wie Stehen oder Lächeln müssen ihrer üblichen sozialen Bedeutung und emotionalen Wertigkeit entkleidet und oft als rein körperliche Praktiken neu angeeignet werden. Offensichtlich besteht eine deutliche kognitive und emotionale Distanz zwischen dem, was Hostessen fühlen, und dem was ihre Gestik und Mimik suggeriert. Die interdisziplinär angelegte empirische Forschung basiert auf ausgedehnter dichter Teilnahme und teilnehmender Beobachtung bei Messehostessen und diskutiert die physischen (respektive inkorporativen) Aspekte von Kultur, wie sie sich im Doing Hostess manifestieren. Ich zeige, wie Kultur den Körper zugleich formt und von ihm inkorporiert wird, wie sie sich in den Körper und Leib einschreibt und Körper und Geist ‚naturalisiert’. Darüber hinaus entwickle ich auf Basis der sensorischen, leiblichen Erfahrung der Hostessentätigkeit ein performatives Konzept des doing culture.

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Sophie Weingraber

Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen im interkulturellen Kontext

Sophie Weingraber befasst sich in ihrem Dissertationsvorhaben mit dem sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Vorrangig interessiert sie, welche spezifischen Faktoren sich als Barrieren oder Ressourcen im Interventionsprozess bei sexuell missbrauchten Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund darstellen und welche geschlechtsspezifischen Unterschiede sich darin erkennen lassen. Die zu erwartenden Befunde sollen einerseits über sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund aufklären und andererseits Aufschluss geben welche Interventionsmaßnahmen für sexuell missbrauchte Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund geschaffen werden müssen, um Barrieren in der Intervention abzuwenden. Die Ergebnisse sollen in bestehende Interventionskonzepte implementiert werden.

 

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Letzte Aenderung: 24.01.2018 · Seite drucken


Aktuelles und Presse Promotionskolleg Gender Studies startet den zweiten Durchgang


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