Allgemeine Informationen

Forschungsdatenmanagement (FDM) bezeichnet zusammenfassend alle Maßnahmen des planvollen Umgangs mit Forschungsdaten. Darunter fallen Rohdaten von Messungen (z.B. GPS-Tracking, Fragebögen, Audiotranskriptionen, Videoaufnahmen, Satellitenbilder), aber auch Software-Quellcode. Aufbereitete und ausgewertete Daten (z.B. in Tabellen, Diagrammen) zählen ebenso dazu wie die Studiendokumentation (z.B. Leitfäden, Methodenbeschreibungen, Auswerteskripte).

Ein verantwortungsvoller Umgang mit diesen Daten ist unverzichtbar für eine hochwertige Forschung und den Erhalt der wissenschaftlichen Integrität, stellt die Forschenden aber vor zahlreiche Aufgaben organisatorischer (z.B. Einhaltung formaler Anforderungen von Forschungsförderern), technischer (z.B. Umsetzung von Datenspeicherungs- und Sicherungskonzepten) und rechtlicher (z.B. Beachtung der DSGVO) Art. Der nachhaltige Umgang mit Forschungsdaten ist auch eine Kernforderung vieler Forschungsförderer. Nationale wie internationale Mittelgeber binden zunehmend ihre Bewilligung an ein professionelles FDM. Ein gutes FDM findet in allen Phasen eines Forschungsvorhabens - von der Planung, über die Durchführung bis hin zur Datenarchivierung und Publikation - geeignete Maßnahmen, um die o.a. Aufgaben bestmöglich zu erfüllen, und dokumentiert diese in Datenmanagementplänen.

Abbildung: „Data Lifecycle (dt. Datenlebenszyklus)“. Zyklische Darstellung der Stadien, die Forschungsdaten durchlaufen können. Bei den anfallenden Aufgaben in allen Phasen unterstützt Sie das Referat Forschungsentwicklung und Wissenstransfer (Autoren: Projektteam UniV-FDM-Projekt