Die Lehre und Forschung im Arbeitsbereich „Gender und Bildung“ basiert auf einem breiten Verständnis von Gender als eigenständigem Forschungs- und Lehrgegenstand, berücksichtigt jedoch ebenso Verschränkungen mit anderen Differenzlinien. Auch wenn Gender im Kontext aktueller Diversity-, Heterogenitäts- bzw. Intersektionalitätsdiskurse verstärkt in seiner Verquickung mit anderen Differenzlinien diskutiert wird, steckt hinter Gender eine eigene Wissenschafts- und Theorietradition, die es auch weiterhin in ihrer Spezifik theoretisch, empirisch und pädagogisch zu berücksichtigen gilt.

Indem sich hinsichtlich erziehungswissenschaftlicher Positionierungen gegenüber Gender im Kontext von Debatten zu Bildungsgerechtigkeit häufig je unilaterale Ausrichtungen, d.h. entweder eine Fokussierung auf Anerkennung von Differenz(en) oder eine machtkritische Perspektive auf Ungleichheit rekonstruieren lassen, ist es von Bedeutung, Gender in Forschung, Lehre und pädagogischen Settings sowohl im Sinne von Ungleichheit als auch im Sinne von Anerkennung in den Blick zu nehmen. Angesichts der Vielfalt kultureller Praktiken und diverser Perspektivmöglichkeiten auf Gender im Bildungskontext sieht es der Arbeitsbereich als Aufgabe an, neben praxisorientierten auch disziplinäre, wissenschaftstheoretische Verwertungsbeiträge zu leisten.

Letzte Aenderung: 23.11.2020 · Seite drucken

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