Name des Projekts: Strukturelle Ursachen der Annäherung an und Distanzierung von islamistischer Radikalisierung - Entwicklung präventiv-pädagogischer Beratungsansätze (Projekt „Distanz“)

Projektleitung und Antragstellung: Opens external link in new windowProf. Dr. Mehmet Kart (Internationale Hochschule Hannover), Prof. Dr. Margit Stein, Dr. Dr. Veronika Zimmer (Universität Vechta)

Projektmitarbeitende: Yannick von Lautz (Standort Hannover), Eike Bösing (Standort Vechta)

Laufzeit: November 2020 – Oktober 2024

Finanzierung: BMBF-Förderung in der Förderlinie: „Gesellschaftliche Ursachen und Wirkungen des radikalen Islam in Deutschland und Europa“

Fördersumme: 232.880,00 € für den Standort Vechta

Projektbeschreibung:

In enger Zusammenarbeit von beiden Standorten werden im Verbundprojekt zwei Arbeitspakete bearbeitet. Das Projekt Distanz zielt in der ersten Arbeitsphase darauf ab, mit Hilfe qualitativer Interviews mit jungen Menschen und Praktiker*innen aus themenrelevanten Beratungs-stellen den Prozess der Annäherung sowie der gelungenen Distanzierung von islamistischen Radikalisierung umfassend wissenschaftlich herauszuarbeiten (AP I). In der zweiten Arbeitsphase werden anhand der wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der qualitativen Untersuchung gemeinsam mit den Praxispartner*innen neue Modelle, Fortbildungen bzw. präventiv-pädagogische Ansätze für Beratungsstellen und weitere Akteur*innen im Feld erarbeitet, um Distanzierung zu unterstützen. Das Projekt beschäftigt sich somit praxisbezogen mit der Fragestellung, wie Radikalisierungstendenzen von jungen Menschen in einem frühen Stadium festgestellt und welche präventiv-pädagogischen Maßnahmen/Projekte – insbesondere in struktureller Hinsicht in Familien, Schulen, Arbeitsstätten und in (religiösen) Einrichtungen – erfolgreich eingesetzt werden können, um Radikalisierung entgegenzuwirken und Distanzierung zu befördern. Darüber hinaus werden Unterrichtskonzepte und Lehrkräftefortbildungen für Schulen zur präventiv-pädagogischen Arbeit entwickelt (AP II). Die mehrstündigen praxisnahen Workshops und Fortbildungen richten sich an interessierte Lehrkräfte. Im Arbeitspaket II wird nicht nur auf die Ergebnisse der Projektphase I zugegriffen, sondern es findet eine zusätzliche Sichtung bisheriger Ansätze und Angebote der Deradikalisierung statt, welche systematisiert und hinsichtlich der Übertragbarkeit auf das Projekt geprüft werden. Dies gilt so-wohl für die Fortbildungen und Workshops als auch die Handreichung, die den Praktiker*innen zur Verfügung gestellt wird.

Name des Projekts: „Gesellschaftliche Ursachen und Wirkungen des radikalen Islams aus Sicht (angehender) islamischer Theolog*innen“ (UWIT)

Projektleitung und Antragstellung: Prof. Dr. Margit Stein, Dr. Dr. Veronika Zimmer

Projektmitarbeiterin: Dr. Dr. Veronika Zimmer

Laufzeit: November 2020 – Oktober 2024

Finanzierung: BMBF-Förderung in der Förderlinie: „Gesellschaftliche Ursachen und Wirkungen des radikalen Islam in Deutschland und Europa“

Fördersumme: 319.840,00 €

Projektbeschreibung:

Bei dem Forschungsprojekt „Gesellschaftliche Ursachen und Wirkungen des radikalen Islams aus Sicht (angehender) islamischer Theolog*innen“ (UWIT) zielen die Wissenschaftler*innen auf die systematische Erfassung von politischen Einstellungen sowie Einstellungen von (an-gehenden) islamischen Theolog*innen.

Das Ziel des Projekts ist es, über die Kartographie von diesen politischen Einstellungen, Aus-sagen über die neue Klientel von Studierenden und Dozent*innen der islamischen Theologie treffen zu können sowie deren Annahmen zu den Ursachen und Wirkungen des Islamismus in Deutschland zu erfassen.

Darüber hinaus geht es um Ansätze und Konzepte zur Radikalisierungsprävention. Auf diesem Vorgehen – sowie auf einer systematischen Literaturanalyse – basiert die Entwicklung von Fortbildungen zum Themenbereich der islamischen Radikalisierung für (angehende) Lehrkräfte, (Schul)sozialarbeiter*innen, Berater*innen sowie weitere interessierte Personengruppen.

Zudem entsteht eine Roadmap, die aufzeigen kann, wie sich Radikalisierung vollzieht und wie sie erkannt und präventiert werden kann.

Erasmus+-Projekt: ESD: SuperVision 4.0 September 2020 – August 2023

Name des Projekts: Erasmus+-Projekt: ESD: SuperVision 4.0

Projektleitung und Antragstellung: Prof. Dr. Marco Rieckmann, Prof. Dr. Margit Stein

Projektmitarbeiter und Projektmanagement: Lukas Scherak, Detlev Lindau-Bank

Laufzeit: September 2020 – August 2023

Finanzierung: EU-Förderung Erasmus+

Fördersumme: 332.186,00 €

Projektbeschreibung:

Ziel des dreijährigen Erasmus+-Projekts „ESD:SuperVision 4.0“ ist die Implementierung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in die Schullehrpläne. Dabei geht es einerseits um die Vernetzung innerhalb der beteiligten Regionen sowie ein Marketing, um BNE und Schul-entwicklung sichtbar zu machen. Für das Vorhaben sollen Lehrerbildner*innen und Schulpersonal zur Umsetzung eines BNE-fokussierten Schulentwicklungsplans ausgebildet werden. Dies geschieht über die Anpassung, Entwicklung, den Transfer und die Evaluation von kompetenzorientierten Methoden (Tool-Set). Das Projekt fußt dabei wesentlich auf Ergebnisse und Erkenntnisse, die im Vorläuferprojekt MetESD von der Universität Vechta zusammen mit ihren Partnerorganisationen von 2015 bis 2018 erarbeitet wurden. Dabei steht die Umsetzung, die Reflexion und die Überprüfung der Schul- und Lehrplanentwicklung im Hinblick auf einen ganzheitlichen BNE-Ansatz im Fokus.

Eine Gelingensbedingung ist die Entwicklung eines Ombudsmann-Systems für regionale, nationale und europaweite Bildungspolitik.

Beteiligt an diesem Verbundprojekt unter der Leitung der Universität Vechta (Hochschuldidaktik, Prof. Dr. Marco Rieckmann, Lukas Scherak und Allgemeine Pädagogik, Prof. Dr. Margit Stein, Detlev Lindau-Bank) sind Hochschulen und Schulen aus Schottland, Tschechien, Italien, Lettland, Litauen, Rumänien und Deutschland, so wirkt u.a. die IGS Oyten in dem Projekt mit.

Name des Projekts: Inklusion durch Soziale Kompetenzen von Schüler*innen mit Fluchterfahrung und Migrationshintergrund für den Start ins Berufsleben ISK: Projekt der Allgemeinen Pädagogik im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung im Projekt Bridges II

Projektleitung und Antragstellung: Universität Vechta

Projektmitarbeiterin des Teilprojekts Erziehungswissenschaften bei Prof. Dr. Margit Stein (Allgemeine Pädagogik): Kirsten Rusert

Laufzeit: Januar 2020 – Dezember 2022

Finanzierung: BMBF-Förderung im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung

Fördersumme: eine 65% Stelle im Rahmen des Teilprojekts Erziehungswissenschaften Allg. Pädagogik/Stein

Projektbeschreibung des Teilprojekts Inklusion durch Soziale Kompetenzen von Schüler*innen mit Fluchterfahrung und Migrationshintergrund für den Start ins Berufsleben ISK:

Auszubildende mit Fluchterfahrung erreichen häufig nicht den angestrebten Schul-/Ausbildungsabschluss. Zumeist wird die Ursache vorschnell mangelnden Sprachkenntnissen zugeschrieben, während Konflikte und mangelnde Interkulturelle Sensitivität auch von Lehrkräften und Ausbilder*innen erst zweitrangig als Risiko eines Schul-/Ausbildungsabbruchs bestätigt werden.

Eine gezielte Förderung sozialer Kompetenzen wie Sensitivität, Kontaktfähigkeit, Soziabilität, Teamorientierung und Durchsetzungsstärke stehen im Mittelpunkt des Projekts. Es knüpft da-bei an den Ergebnissen der Projekts SKM an, bei dem Studierende ein Semester lang Auszu-bildende mit Fluchterfahrung begleiteten. Orientiert an den persönlichen und aktuellen Bedar-fen der Auszubildenden wurden Herausforderungen und Gelingensbedingungen für die be-triebliche Ausbildung herausgearbeitet.

Im Projekt Bridges II wird der Blick auf und in die Schulen gelenkt. Wie können Schüler*innen mit Fluchterfahrung und Migrationshintergrund in Haupt-/Real-/Oberschulen sowie an berufs-bildenden Schulen bestmöglich unter Zuhilfenahme digitaler Medien auf die persönlichen Anforderungen in der Ausbildung vorbereitet werden? Dazu werden digitalisierte Lehr-/Lernkonzepte für Schüler*innen und hochschuldidaktische Konzepte für die Leh-rer*innenausbildung, auch zu einem vorurteilsensitiven Umgang mit Schüler*innen entstehen. Diese sind unter der Überschrift ‚Digitalisierung‘ vorgestellt.

Anknüpfend an die Ergebnisse des Projekts SKM wird das Konzept der Begleitung von Ge-flüchteten durch Studierende für Schulen modifiziert und fortgeführt. Grundlage für die Entwicklung und Evaluation von Lehr-Lernkonzepten für Schulen und als Baustein im Studium sind qualitative Interviews und Dokumentationen.

Die Bedarfe aus den Befragungsergebnissen bestimmen anschließend im Rahmen des Projekts die (Weiter)entwicklung durch digitale Konzepte zur Förderung der Auszubildenden

  • Serious Games: Mit Virtual Reality lernen Schüler*innen anhand von Simulationen typische Situationen in Betrieben zu bearbeiten, Lehrer*innenbildung und Studierende trainieren einen vorurteilsensitiven Umgang und Gesprächsführung mit einer heterogenen Schülerschaft 
  • Kooperative Lern- und Austauschumgebung analog des Reflexionsmodells und der Plattform Schlüsselsituationen in der Sozialen Arbeit (Tov, E. et al.: 2013) für Lehrer*innen
  • In SKM zeigte sich das Sinnverstehen bei komplexeren Texten als Problem. Mittels digitaler Prüfungsformen können die Aufgaben vorgelesen werden oder bildhaft erläutert werden. Dies hat sich im Projekt SKM gerade da als besonders sinnvoll erwiesen, wo bereits ein großes Hörverstehen, aber geringe Lesekenntnisse vorhanden waren.

 

Projektwebsite: https://www.uni-vechta.de/einrichtungen-von-a-z/zentrum-fuer-lehrerbildung/qualitaetsoffensive-lehrerbildung-projekt-bridges/baustein-1-werkstatt-inklusion/ 

Projektleitung und Antragstellung: Prof. Dr. Margit Stein

Projektmanagement und Projektmitarbeiter: Dr. Felista Tangi

Laufzeit: April 2021 – März 2022

Finanzierung: Staatskanzlei Niedersachsen/Ndds. Landesamt für Soziales, Jugend und Familie

Fördersumme: 5.000,00 Euro

Projektbeschreibung:

Übergreifendes Ziel, das mit dem Projekt in Tansania angestrebt werden soll, ist die Bekämpfung der grassierenden Gewalt gegen Kinder und Jugendliche im Schulkontext sowie die Bekämpfung der Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen in Tansania. Hierzu wird im Rahmen des beantragten Projekts beigetragen, indem eine gewaltfreie und inklusive Schule in einer ländlichen und wenig entwickelten Region Tansanias aufgebaut wird.

Zur Erreichung der Projektziele wurde nun von Dr. Sr. Felista Tangi eine gewaltfreie und inklusiv arbeitende Secondary School in Nyashishi in der Provinz Mwanza in Tansania gegründet. Die Schule ist für 250 Schüler*innen aus primär ländlichen Gegenden, verwaiste Kinder und solche aus finanzschwachen Familien konzipiert, die besonders häufig von Schulabbrüchen und Gewalt betroffen sind. Insgesamt 20% der Schulplätze sind Kindern mit Inklusionsbedarf vorbehalten. Besonders fördert die Schule Kinder mit Albinismus, die in der ländlichen Provinz Mwanza oftmals als verhext angesehen werden und von massiver Gewalt bedroht sind.

Die Schule arbeitet nach modernen Konzepten des Classroom Managements gegen Gewalt, Mobbing und Diskriminierung auf Basis von Material, das im Rahmen des Projekts gegen Schulgewalt von Stein und Steenkamp entwickelt und kostenfrei in Kiswahili auf einer Homepage für Lehrkräfte zugänglich ist (http://www.against-violence-at-schools-in-tanzania.com/swa/about-this-great-project-fighting-school-violence-in-tanzania-sw/).

Zudem werden alle Schüler*innen mit besonderen Bedarfen von einer*m Lehramtsstudierenden der St. Augustine University in Mwanza im Sinne eines Coachings und Mentorings begleitet. Wie auch schon in anderen Projekten von Prof. Stein (etwa SKM zur Ausbildungsförderung von Ausbildenden mit Fluchthintergrund), wird dadurch eine win-win-Situation sowohl für die Schüler*innen als auch die Studierenden erwartet, die hierüber konkrete schulische Erfahrungen in einem inklusiven und gewaltfreien Setting sammeln können. Die neu gegründete Schule wird von der Allgemeinen Pädagogik der Universität Vechta wissenschaftlich beraten und begleitet.

Damit die Schule komplett ihren Betrieb für alle Schülerinnen und Schüler aufnehmen kann, sind noch aktuell einige Positionen offen: Stühle und Tische für die Klassenräume, Betten für den Mädchenschlafsaal im Internat und eine Wasserzufuhr.

Frauen in Afghanistan stark machen durch (Aus-)Bildung Laufzeit: Juni 2020 – September 2021

Name des Projekts: Frauen in Afghanistan stark machen durch (Aus-)Bildung

Projektleitung und Antragstellung: Prof. Dr. Margit Stein (Universität Vechta), Prof. Dr. Daniela Steenkamp (Duale Hochschule Baden-Württemberg Villingen-Schwenningen)

Projektmanagement und Projektmitarbeiter: Prof. Dr. Daniela Steenkamp, Susan Amini (Initiative Hope for Children e.V.)

Laufzeit: Juni 2020 – September 2021

Finanzierung: Staatskanzlei Niedersachsen

Fördersumme: 12.265,38 Euro

Projektbeschreibung:

Ziel des vorliegenden Projektes ist es, 30 junge Frauen (im Alter von 18-35 Jahren) über einen Zeitraum von 12 Monaten als Schneiderin auszubilden und gleichzeitig zu alphabetisieren. Zusätzlich erhalten die Mädchen und jungen Frauen eine eigene Nähmaschine und eine Schere, die es ihnen ermöglicht, sich nach der Ausbildung eine eigene Existenz aufzubauen. Dieser Prozess wird in Zusammenarbeit mit der Universität Vechta begleitet.

Zweck der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe (TGr. 78) ist die Unterstützung von Aktivitäten, die dazu dienen, im Rahmen der Entwicklungspolitik und der Humanitären Hilfe und orientiert u.a. die allgemeine Schulbildung sowie die Aus- und Fortbildung zu fördern, um Frauen in Afghanistan zu unterstützen.

Besonders wichtig ist, Perspektiven vor Ort zu schaffen. Das afghanische Bildungswesen ist infolge des Bürgerkriegs zerstört worden. Frauen und Mädchen hatten während der Taliban-Herrschaft keinen Zugang zur Bildung. Seit 2001 wird der Bildungssektor zwar wiederaufgebaut, aber es mangelt an administrativen Strukturen, Ausbildungs- und Studienplätzen, Bildungseinrichtungen, Ausstattung, Lehrmaterialien sowie qualifiziertem Personal.

Name des Projekts: SKM – Soziales Kompetenztraining für Auszubildende und Mediationstraining für Ausbilder*innen

Projektleitung und Antragstellung: Prof. Dr. Margit Stein

Projektmitarbeiter und Projektmanagement: Dr. Mehmet Kart, Kirsten Rusert

Laufzeit: Januar 2019 –  Februar 2020

Finanzierung: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie BMWi

Fördersumme: 132.113,00 Euro


Projektbeschreibung: 

Ziel des Projekts SKM – Soziales Training von Auszubildenden und Mediationstraining für Ausbilder*innen ist es, die sozialen Kompetenzen von Auszubildenden mit Migrations- und Fluchterfahrung durch ein peer-Coaching und peer-Mentoring weiterzuentwickeln und bei Ausbilder*innen das Potenzial für eine Mediation bei der interkulturellen Kommunikation und bei Konflikten in Ausbildungssituationen zu stärken. Um die soziale Kompetenzentwicklung von Auszubildenden in Betrieben wirkungsvoller als bisher zu gestalten, werden geschulte Studierende als Mentor*innen zur Förderung der sozialen Kompetenz von Auszubildenden eingesetzt und für die Ausbilder*innen ein interkulturelles Mediationstraining durchgeführt, um ihnen professionelle Methoden und Ansätze zur interkulturellen Kommunikations- und Konfliktregelung zu vermitteln. Die in regionalen Betrieben erprobten und evaluierten Konzepte zum Mentoring und zur Mediation werden sowohl in Form wissenschaftlicher Fachbeiträge als auch als Handreichung für Praktiker*innen in den Betrieben und an Berufsbildenden Schulen sowie (in leichter Sprache) für Auszubildende mit Flucht- und Migrationshintergrund veröffentlicht und in digitaler Form online kostenfrei zugänglich zur Verfügung gestellt.

Name des Projekts: Heterogenität in Erziehung und Unterricht: Projekt der Allgemei-nen Pädagogik im Rahmen der Forschungswerkstatt Inklusion der Qualitätsoffensive Lehrerbildung im Projekt Bridges I

Projektleitung und Antragstellung: Universität Vechta

Projektmitarbeiter des Teilprojekts Erziehungswissenschaften bei Prof. Dr. Margit Stein (Allgemeine Pädagogik): Dr. Dr. Veronika Zimmer

Laufzeit: Juli 2016 – Juni 2019

Finanzierung: BMBF-Förderung im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung

Fördersumme: eine 65% Stelle im Rahmen des Teilprojekts Erziehungswissenschaften

Projektbeschreibung des Teilprojekts Heterogenität in Erziehung und Unterricht:

Untersucht wird der Einfluss interethnischer und interkultureller Beziehungen zwischen den Schüler/innen aller Schulformen und Klassenstufen auf die wertebezogene Sozialisation und die Gestaltung sozialen Lernens in Schule.

Im Rahmen des Projekts wird der Einfluss von sozialen Milieus, ethnischer Herkunft, mono-ethnischen und interethnischen Freundschaftsbeziehungen auf die Wertorientierungen von Jugendlichen im Schulkontext untersucht. Bei den Wertorientierungen werden schwerpunktmäßig diejenigen Werte betrachtet, bei denen in bisherigen Studien Unterschiede zwischen unterschiedlichen ethnischen Gruppen besonders deutlich waren, etwa Familien- und Sexualwerte, Bildungswerte und religiöse Wertvorstellungen.

Im Rahmen des Projekts wird postuliert, dass sich die Werte nicht nur zwischen Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund unterscheiden, sondern auch in Abhängigkeit der sozioökonomischen und -kulturellen Lebenslagen, der ethnischen Gruppe sowie der Freundschaftsbeziehungen (monoethnisch und interethnisch) variieren. Es wird insbesondere postuliert, dass sich Unterschiede der wertbezogenen Orientierungen ergeben, je nachdem, ob die Klassen heterogen ausgerichtet sind und Jugendliche interethnische Freundschaften unterhalten oder primär nur mit Jugendlichen der eigenen soziokulturellen Gruppe Kontakte pflegen. Interethnische Kontakte und Freundschaften nehmen in der Schule infolge heterogener ethnischer Gruppen zu, auch wenn in Schulklassen dennoch häufig eine ethnische Homogenität von Freundschaftsbeziehungen vorherrscht.

Hierbei wird auch ein besonderes Augenmerk auf die Rolle der Lehrkräfte unterschiedlicher ethnischer und kulturell-religiöser Herkunft gelegt.
Insgesamt werden Jugendliche und Lehrkräfte unterschiedlicher ethnischer Herkunft sowohl quantitativ mit Hilfe von Fragebögen als auch qualitativ mit Interviews befragt, um eine vergleichende interkulturelle Perspektive aufzuzeigen.

Auf Basis der Ergebnisse der Untersuchung können im Bereich der Gestaltung sozialen Lernens in Schule und Unterricht didaktische Handlungsansätze formuliert werden, um als Lehrkraft ethnische Divergenzen aufzugreifen und interethnische Kooperation und gegenseitiges wertebezogenes Lernen zu unterstützen.

 

Projektwebsite: https://www.uni-vechta.de/einrichtungen-von-a-z/zentrum-fuer-lehrerbildung/qualitaetsoffensive-lehrerbildung/werkstatt-inklusion/ 

Name des Projekts: EU-Daphne-Projekt: EU Fem Roadmap – EU Roadmap for Referral Pathways on Early/ Forced Marriage for frontline professionals / Hilfestellungen gegen Frühe/erzwungene Ehen für professionelle Helfer/innen

Projektleitung und Antragstellung: Prof. Dr. Margit Stein, Prof. Dr. Yvette Völschow

Projektmitarbeiter und Projektmanagement: Isabell Brantl, Mathilde Sengoelge

Laufzeit: Januar 2016 – Januar 2019

Finanzierung: EU-Förderung im Rahmen des Rights, Equality and Citizenship Programm

Fördersumme: ca. 410.240,00 Euro

Projektbeschreibung:

Ziel des Forschungsprojektes ist es, eine europaweit einsetzbare Roadmap für mögliche Erstkontaktstellen der Betroffenen, etwa Akteur/innen im Gesundheitswesen, Lehrkräfte und Sozialarbeiter/innen in Schulen, Polizeistationen und Beratungsstellen zu erstellen. Ziel ist es, auf der Basis von Befragungen von Opfer auf der einen und Expert/innen auf der anderen Seite Hilfestellungen und Möglichkeiten zu eruieren, um professionelle Berater/innen und Helfer/innen im Umgang mit dem Phänomen Zwangs- und Frühehen in der EU und seiner Bekämpfung zu schulen.

Dazu werden in insgesamt fünf beteiligten Ländern (Deutschland, Österreich, Frankreich, Portugal, Großbritannien) in multiprofessionellen Gruppen Fokusgruppeninterviews, Experteninterviews und Interviews mit Opfern durchgeführt. Hierbei wird ein besonderes Augenmerk auf Personen in marginalisierten ethnischen Minderheiten gelegt. Zu den Expert/innen zählen Personen aus dem Bereich des Kinder- und Jugendschutzes, Professionelle im Gesundheitsbereich, im Bildungssystem, aus dem Opferschutz und aus Frauenhäusern. Es werden didaktische Routinen zur Aufklärung der Betroffenen und zur Hilfestellung für diese für die professionellen Helferinnen und Ansprechpartner/innen erarbeitet.

Die erarbeiteten Hilfemöglichkeiten und Lösungsvorschläge sollen dann über die Praxisprojektpartner/innen insbesondere in Osteuropa, Südeuropa und Zentralasien durch den United Nations Population Fund und seine Netzwerke, die mit uns zusammenarbeiten, umgesetzt werden. Zudem können die aufgedeckten Lücken in der Versorgungskette für Handlungsempfehlungen genutzt werden, sodass auch strukturelle und legislative Bedarfe aufgearbeitet werden können. Das Projekt zielt also darauf ab, sowohl praktische Handreichungen für die Praxis vor Ort – auch in Schulen – zu bieten, als auch Optionen für eine langfristige Verbesserung und Wirksamkeit der Unterstützungsstrukturen zu erarbeiten.

Der Lead des Projekts liegt bei der Universität Vechta (Projektleitung: Prof. Dr. Margit Stein; Prof. Dr. Yvette Völschow). Beteiligt sind am Projekt EU Fem Partner/innen aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Portugal, Schweden und Großbritannien, so dass eine international vergleichende Perspektive möglich ist.

Projektwebsite: http://www.femroadmap.eu 

Name des Projekts: „Neue Beziehungen entstehen…“ Ehrenamtliche Arbeit mit Geflüchteten

Projektleitung und Antragstellung: Prof. Dr. Margit Stein

Projektmitarbeiterin: Sophie Weingraber

Laufzeit: Oktober 2017 – Oktober 2018

Finanzierung: Ausstellungsdruck über Universitätsgesellschaft Vechta

Fördersumme: 1.500,00 Euro

Projektbeschreibung:

Ziel des Lehr-Lern-Projekts „Neue Beziehungen entstehen… Zusammenarbeit von Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung und ehrenamtlich Tätigen in Vechta“ im Rahmen des Mo-duls EW-9 (Professionalität durch erziehungswissenschaftliche Forschungs- und Metho-denkompetenz) bei Prof. Dr. Margit Stein im WiSe 2016/17 war es, einen individualisierten und wissenschaftlich abgestützten Blick auf Personen zu werfen, die in den letzten Jahren als Flüchtlinge zu uns nach Vechta kamen sowie auf diejenigen, die sich ehrenamtlich bei der In-tegration dieser Menschen engagieren und einbringen.

Im Rahmen des Projekts interviewten Studierende jeweils Tandems aus Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung und deren ehrenamtlich tätigen Unterstützer*innen. Der Interviewleit-faden wurde zuvor im Rahmen des Projekts gemeinsam erarbeitet. Wissenschaftliche Hinter-grundinformationen erhielten die Studierenden dabei durch drei Fachvorträge über die aktuelle Situation in Vechta von Elisabeth Vodde-Börgerding des Caritas-Sozialwerks und Alena Pöl-king von der Stadt Vechta sowie Johannes Lamping des Caritas-Sozialwerks in Vechta. Die Interviews wurden in Form von kleinen Abschlussarbeiten sowie als Poster aufbereitet. Das Projekt wurde eng durch das ZfLB der Universität Vechta begleitet. Die 34 großformatigen far-bigen Poster wurden nun als Wanderausstellung zusammengestellt und sind unter anderem in der Universität Vechta, dem Landkreishaus, dem Rathaus, in verschiedenen Gemeinden, wie auch bei der RCE Konferenz in Dortmund zu sehen.

Projektwebsite: https://www.uni-vechta.de/einrichtungen-von-a-z/zentrum-fuer-lehrerbildung/forschung/neue-beziehungen-entstehen/ 

Name des Projekts: Erasmus+-Projekt: MetESD – Methods for ESD (Education for sustainable development)-competencies and curricula

Projektleitung und Antragstellung: Prof. Dr. Margit Stein

Projektmitarbeiter und Projektmanagement: Lukas Scherak

Laufzeit: September 2015 – September 2018

Finanzierung: EU-Förderung Erasmus+

Fördersumme: ca. 415.000,00 Euro

Projektbeschreibung:

Das zentrale Ziel des dreijährigen Projekts MetESD ist die Entwicklung eines Lehrplans zur Bildung zur nachhaltigen Entwicklung, der in jeden beruflichen Ausbildungsgang integriert werden kann und durch anwendungsbezogene didaktische Module flankiert wird. Dazu wurde an der Universität Vechta in Zusammenarbeit mit BenE München e.V. (Regionales Netzwerk von schulischen und außerschulischen Bildungseinrichtungen zum Thema BNE gefördert von der United Nations University), dem Umweltdachverband Österreichs und der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien ein Basislehrplan entwickelt, der die grundlegenden Kompetenzen beschreibt, die Schülerinnen und Schüler erwerben müssen, um die immer schneller wechselnden Herausforderungen im Arbeitsleben nachhaltig zu meistern.

Im Rahmen des Projekts kommen an den teilhabenden Projektschulen international vier Unterrichtsmodule zu Themen der Nachhaltigen Entwicklung zum Einsatz. Die vier Unterrichtsmodule zeichnet vor allem das innovative didaktische Konzept aus, das kurz als handlungs- und erfahrungsorientiert bezeichnet werden kann.

Die vier Unterrichtsmodule sind didaktisch so konzipiert und aufbereitet, dass sie in berufsschulische Curricula unterschiedlicher Ausbildungsgänge und nationaler Ausbildungssysteme integriert werden können. Hier zeigen die Erfahrungen, auch aus vergangenen Erasmus-Projekten zu ähnlichen Themen, dass es oft nicht gelingt, die Innovation in den schulischen Alltag zu transferieren. An dieser Herausforderung setzt das Projekt MetESD an. Die schulische Arbeit wird von einer Schulentwicklungsberatung flankiert, die die Integration des Gelernten in die schulische Curricula ermöglicht.
Das Erasmus+-Projekt bietet entsprechend den teilnehmenden berufsbildenden Schulen Lehrertrainings zur Erweiterung der didaktischen Kompetenz im Umgang mit Schülerinnen und Schülern, insbesondere mit erhöhtem Förderungsbedarf/Inklusionsbedarf an, auf der Grundlage von fachübergreifenden Unterrichtsmodulen zum Thema nachhaltige Entwicklung bei gleichzeitiger Begleitung und Anleitung zur Curriculumsentwicklung.
Der Lead des Projekts liegt bei der Universität Vechta (Projektleitung: Prof. Dr. Margit Stein). Beteiligt sind am Projekt MetESD Partner/innen und Projektschulen aus Deutschland, den Niederlanden, Lettland, Österreich und Großbritannien, so dass eine international vergleichende Perspektive möglich ist.

Projektwebsite: http://www.metesd.eu 

Name des Projekts: Bedarfs-, Bestands- und Gestaltungsanalyse zur Bekämpfung von Gewalt gegen Kinder und Jugendliche im Schulkontext Tansanias – Aufbereitung des didaktischen Materials (Projektphase III)

Projektleitung und Antragstellung: Prof. Dr. Margit Stein

Projektmanagement und Projektmitarbeiter: Dr. Andreas Wesselmann, Dr. Isaak Majura, Dr. Daniela Steenkamp, Sophie Weingraber

Laufzeit: Mai 2017 – Dezember 2017

Finanzierung: Staatskanzlei Niedersachsen

Fördersumme: 13.000,00 Euro

Projektbeschreibung:

In einem dritten Schritt sollen 2017 wird um die Nachhaltigkeit der Ansätze gegen Gewalt in Tansania zu gewährleisten, die Materialien, die in der zweiten Phase erstellt wurden, gemein-sam mit den Projektpartner/innen vor Ort in Afrika diskutiert werden. Dadurch können die Um-setzung der Maßnahmen und der Erfolg der Maßnahmen evaluativ gesichert werden.

Das Projekt soll in dieser Initialisierungsphase dafür Sorge tragen, dass das bislang nur theoretisch postulierte Orientierungs- und Handlungswissen auch in der konkreten Umsetzungs-praxis wirksam wird.

Die in der zweiten Projektphase erstellten Materialien wurden ins Kiswahili übersetzt und es wurde eine umfassende Homepage auf Kiswahili erstellt, welche später die Materialien als Download anbietet sowie Hinweise zu Ansprechpartner/innen bei Gewalterleben bietet. Die Homepage steht den etwa 100 Mio Kiswahili sprechenden Menschen offen.

Um eine zielgruppenspezifische Aufbereitung und Verbreitung des Materials für verschiedene Akteursgruppen zu gewährleisten, werden Präsentationen und Erläuterungen vor Ort notwendig. Hierzu reist eine Gruppe der Projektmitarbeiter/innen – Frau Dr. Daniela Steenkamp, Guido Steenkamp als Ersteller der Homepage, Dr. Andreas Wesselmann und Dr. Isaak Majura – nach Tansania fahren und dort die Umsetzung des Projekts begutachten. Sie werden von Sr. Tangi Felista begleitet. Folgende Maßnahmen sind geplant:

Politische Lobbyarbeit auf regionaler und nationaler Ebene unter Einbezug der bereits gewonnenen Multiplikator/innen, Expert/innen und Entscheidungsträger/innen, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Akzeptanz und Umsetzung des Materials ausüben, wie etwa den Bi-schof, Schulleitungen, Universitäten und Partner/innen auf Ministeriumsebene etc.

Fortlaufende Anpassung und Weiterentwicklung des Aktionsplanes und der Materialien und Pflege der Homepage.

Um dies zu gewährleisten, werden insgesamt drei Workshops in Tansania mit dem erstellten Material durchgeführt, wo dieses gemeinsam begutachtet, erprobt, auf die Lebenswelten Tansanias angepasst und somit evaluiert werden wird:

Workshop mit dem Bischof und Verantwortlichen der Diözese und Schulleitungen

Workshop an der Universität SAUT in Mwanza mit Dozenten, Hochschulleitung

Workshop auf Ministeriumsebene

Auf Basis der Ergebnisse dieser Projektschritte wird Ende 2017 bestimmt, ob der Aktionsplan das Potenzial für eine Umsetzung auf nationaler Ebene besitzt und eine weiterreichende Geltung – möglicherweise auch über die Grenzen von Tansania hinaus – erfahren sollte.

Dies ist gerade durch die Online-Aufbereitung in Homepageform sehr gut möglich.

Projektwebsite: http://www.against-violence-at-schools-in-tanzania.com/en/about-this-great-project-fighting-school-violence-in-tanzania 

Name des Projekts: Einstellungen, Wertorientierungen und Erziehungserfahrungen von muslimischen ReligionslehrerInnen und LehramtsanwärterInnen

Projektleitung und Antragstellung: Prof. Dr. Margit Stein & Dr. Dr. Veronika Zimmer (Universität Vechta), Prof. Dr. Dr. Rauf Ceylan (Universität Osnabrück)

Laufzeit: Mai 2015 - April 2017

Finanzierung: Eigenfinanzierung

Projektbeschreibung:

Das Forschungsvorhaben „Einstellungen, Wertorientierungen und Erziehungserfahrungen von muslimischen ReligionslehrerInnen und LehramtsanwärterInnen“ bietet einen Überblick über die Wertorientierungen, religiösen Selbstverortungen und politischen Überzeugungen von Studierenden mit dem Berufsziel der islamischen Religionslehrkraft. Darüber hinaus sollen ebenfalls die Absolventinnen und Absolventen bisheriger Studiengänge mit Berufsziel „islamischer Religionsunterricht“ befragt werden. Es werden die Einstellungen und Orientierungen Studierender islamischen Glaubens, die sich für ein Studium der Religionspädagogik mit Lehramtsoption entschieden haben, mit den Haltungen derer verglichen, die bereits an der Universität Osnabrück wissenschaftlich ausgebildet wurden und bereits über Lehrerfahrungen an Schulen verfügen.

Neben den wertbezogenen, religiösen und politischen Orientierungen werden die Haltungen zum Verhältnis von Staat und Religion und zum Geschlechterverhältnis sowie der berufliche und religiöse Identitätsstatus und – im Falle, dass das Studienziel „Religionslehrkraft“ angestrebt ist – die Aufgaben und Ziele, die mit dem Religionsunterricht assoziiert werden, erfragt.

Diese genannten Dimensionen werden mit demographischen Daten wie der sozioökonomischen und soziokulturellen Herkunft, dem Geschlecht und dem Alter einerseits und strukturellen und erzieherischen Bedingungen der Herkunftsfamilien andererseits in Beziehung gesetzt.

Die Studie schließt eine große Forschungslücke. Der neu eingeführte islamische Religionsunterricht war bisher kaum Gegenstand evaluativer Begleitstudien, welche die Haltungen und Einstellungen der (angehenden) Lehrkräfte erfassten. Bisher wurden in einer Studie lediglich die Schülerinnen und Schüler und Eltern zu ihrer Haltung zum islamischen Religionsunterricht befragt.

Name des Projekts: Bedarfs-, Bestands- und Gestaltungsanalyse zur Bekämpfung von Gewalt gegen Kinder und Jugendliche im Schulkontext Tansanias – Erarbeitung von didaktischen Materialien (Projektphase II)

Projektleitung und Antragstellung: Prof. Dr. Margit Stein

Projektmanagement und Projektmitarbeiter: Dr. Andreas Wesselmann, Dr. Daniela Steenkamp, Sophie Weingraber

Laufzeit: Juni 2016 – Dezember 2016

Finanzierung: Staatskanzlei Niedersachsen

Fördersumme: 13.000,00 Euro 

Projektbeschreibung:

Basierend auf die erste Erhebungsphase, die zeigte, dass sowohl von Seiten der Lehrkräfte als auch von Schülerseite vielfältige gewalttätige systematische Übergriffe auf die psychische, sexuelle und körperliche Unversehrtheit der Schüler/innen stattfinden, werden in der zweiten Projektphase didaktische Materialien erstellt und den Schulen zugänglich gemacht, deren Effekte und Erfolge in einer dritten Phase erprobt werden sollen. Hierzu werden Materialien für die Diözesanleitung, Schulleitungen, Lehrkräfte und Schüler/innen erarbeitet, welche ins Englische oder in Kiswahili übertragen werden. Auf Kiswahili existieren bisher keinerlei Projektmaterialien gegen Gewalt im Schulkontext.

Material für die Diözesanleitung und den Bischof: Englisches Papier auf etwa zehn Seiten mit einem Überblick über die zu unternehmenden Schritte auf vier Ebenen 1.Governance, 2. Relationships, 3. Curriculum and extra-curricular activities, 4. School environment. Eingerich-tet wird eine Ansprechstelle gegen Schulgewalt, welche die Maßnahmen koordiniert.

Material für die Lehrkräfte: Papier auf Kiswahili im Umfang von etwa 100 Seiten mit konkreten Programmen zur Bekämpfung von Mobbing und Gewalt im Schulkontext. Handlungsorientierte Programme aus den bedeutenden international renommierten Programmen Anti-Bullying-Programme, Sozialer Trainingsraum, Farsta und Compass.

Material für die Schülerschaft: Papier auf etwa zehn Seiten auf Kiswahili mit einem Überblick über die Schritte auf vier Ebenen, die unternommen werden, um die Gewalt zu bekämpfen. Die Schüler/innen erhalten hier auch konkrete Hilfestellungen, wo sie sich bei Gewalt und Mobbing hinwenden können und wo und wie sie Hilfe erfahren.

In einem dritten Schritt wird 2017 die Umsetzung und der Erfolg der Maßnahmen evaluiert  (Projektphase III).

Projektwebsite: http://www.against-violence-at-schools-in-tanzania.com/en/about-this-great-project-fighting-school-violence-in-tanzania 

Name des Projekts: Erasmus+-Projekt: ACEWild – Alternative Curriculum Education out of the Wild

Projektleitung und Antragstellung: Susan Falch-Lovesey (Norfolk County Council, UK), Prof. Dr. Margit Stein (Universität Vechta)

Projektmitarbeiter und Projektmanagement: Lukas Scherak, Detlev Lindau-Bank

Laufzeit:  September 2014 –  August 2016

Finanzierung: EU-Förderung Erasmus+

Fördersumme: ca. 450.000,00 Euro

Projektbeschreibung:

ACEWild ist eine Partnerschaft zwischen UK, Niederlande und Deutschland, die erforscht, wie Schulen die Schulleistungen und Lebenschancen ihrer schwächsten schulpflichtigen SchülerInnen durch Outdoor -/Umwelt-basierte Lernprogramme verbessern könnte.

Ausgewählte Gruppen von SchülerInnen weiterführender Schulen aus dem Vereinigten König-reich, Deutschland und die Niederlande, die als lernschwach und schulmüde diagnostiziert wurden, haben an dem von Erasmus geförderten Pilotprogrammen teilgenommen.

Zentral für das Projekt waren zum einen die Erstellung von Fallstudien, um die Wirkung von Outdoor-Lernaktivitäten auf die Schulleistung und Lernmotivation darzustellen, und zum anderen die Entwicklung von Curricula zur Implementation von Outdoor-Lernaktivitäten in den schulischen Alltag.

Beteiligt sind am Projekt ACEWild folgende Partner/innen: Norfolk County Council, Aylsham High School, SustEd, Goldcrest Outdoors (alle UK), RCE Rhine Meuse, Sint Janscollege-Stichting LVO (beide Niederlande), RCE Oldenburger Münsterland e.V.; Barnstorfer Umwelt-Erlebnis-Zentrum (BUEZ).

Projektwebsite: www.acewild.eu

Name des Projekts: Bedarfs-, Bestands- und Gestaltungsanalyse zur Bekämpfung von Gewalt gegen Kin-der und Jugendliche im Schulkontext Tansanias – Bedarfsanalyse (Projektphase I)

Projektleitung und Antragstellung: Prof. Dr. Margit Stein

Projektmanagement und Projektmitarbeiter: Dr. Andreas Wesselmann, Lisa Bockwoldt

Laufzeit: Juni 2015 – Dezember 2015

Finanzierung: Staatskanzlei Niedersachsen

Fördersumme: 14.300,00 Euro

Projektbeschreibung:

Übergeordnetes Projektziel ist die Durchführung einer umfassenden Bedarfs-, Bestands- und Gestaltungsanalyse, um das Ausmaß der Gewalt an Kindern und Jugendlichen im Schulkontext abzubilden und wirksame strukturelle und didaktische Maßnahmen zur Bekämpfung dieser Gewalt zu identifizieren, die dann entsprechend umgesetzt und evaluiert werden können. Die Situation der gegen Kinder und Jugendliche gerichteten Gewalt ist in Tansania in starkem und besonderem Maße gegeben, wie aktuelle Studien sowohl der tansanische Regierung als auch von UNICEF belegen. Im Rahmen des anvisierten Projekts werden sowohl direkte als indirekt-strukturelle schulische Gewaltsituationen erfasst. Die Erhebung inkludiert sowohl Gewalt von Seiten der Autoritäten wie etwa durch Lehrkräfte als auch durch gleichaltrige oder ältere Mitschülerinnen und Mitschüler. Gewalt wird hierbei definitorisch in einem weiter gefassten Verständnis als Angriff auf die sexuelle, physische und psychische Selbstbestimmung und Integrität definiert. Befragt werden zum einen die Schüler/innen zu ihren Erfahrungen mit Gewalt (n = ca. 500). Des Weiteren werden Schulleitungen zu ihrem Umgang mit den Schülerinnen und Schülern, die Auswahlstrategien der Lehrkräfte und Schülerschaft und strukturelle Schulbedingungen in Zusammenhang mit Gewalt insbesondere in Disziplinierungs- und Konfliktsituationen befragt. Methodisch stützt sich die Erhebung primär auf quantitative paper und pencil Verfahren.

Die Erhebung wird beispielhaft flächendeckend in den Schulen der Diözese Rulenge-Ngara durchgeführt. Die als richtungsweisend für die Gewaltbekämpfung identifizierten Maßnahmen können jedoch auch auf andere Regionen beziehungsweise Diözesen Tansanias übertragen werden, so dass ein umfassender und nachhaltiger Effekt des Vorhabens als Leuchtturmprojekt in dem Bereich der Gewaltbekämpfung erwartet werden kann.

Projektwebsite: http://www.against-violence-at-schools-in-tanzania.com/en/about-this-great-project-fighting-school-violence-in-tanzania 

Name des Projekts: Jugendarbeit der Stadt Diepholz – Bedarfs- und Gestaltungsanalyse

Projektleitung und Antragstellung: Prof. Dr. Margit Stein

Projektmitarbeiter: Ingo Cremer, Sophie Weingraber

Laufzeit: Januar 2015 – Juni 2015

Finanzierung: Stadt Diepholz

Förderumfang: 10.000,00 Euro

Projektbeschreibung:

Hintergrund der Studie zu den Bedarfen der städtischen Jugendarbeit in der Stadt Diepholz war der Wunsch nach einer Neuausrichtung der städtischen Jugendarbeit. Zielgruppe der Neuausrichtung ist die Altersgruppe der 10- bis 18-Jährigen der Stadt Diepholz.

Ziel der Untersuchung war es, einen Beitrag zur adressatengenauen Planung der Angebote der städtischen Jugendarbeit der Stadt Diepholz zu leisten. Dazu wurde zunächst ein umfassendes Bild der bestehenden jugendrelevanten Lebenswelten, Strukturen jugendlichen Lebens und Angebote der Jugendarbeit unterschiedlicher Anbieter auf der formellen und informellen Ebene sowie des Zusammenspiels dieser Lebenswelten, Strukturen und Angebote erhoben. Dies erfolgt im Rahmen einer Institutionenbefragung beziehungsweise Expertenbefragung. In einem zweiten weiteren Schritt wurden in zwölf Gruppendiskussionen die Jugendlichen der Stadt Diepholz selbst befragt (n=270). Diese Befragungen fanden an den Schulen von Diepholz statt und zwar schulformspezifisch und klassenweise. Zudem fand ein lösungsorientierter Zukunftsworkshop mit ausgewählten Jugendlichen statt. Im Rahmen einer Best-Practice-Analyse (Expertenbefragung und Begehungen ausgewählter Jugendzentren) wurden vergleichbare Angebote der offenen Jugendarbeit mit hoher Problemlösefähigkeit für die in Diepholz festgestellten Herausforderungen der Neukonzeptionierung der Jugendarbeit identifiziert, beschrieben und hinsichtlich der verfolgten Lösungsansätze analysiert. Hierzu werden im Jugendbereich Verantwortliche von Städten mit einer passenden ähnlichen Geschichte der Herausforderungen im Jugendbereich selektiert und kontaktiert. Mithilfe dieses Instruments der Best-Practise-Analysen konnten Stärken und Exzellenzbereiche anderer Konzeptionen der offenen Jugendarbeit herausgearbeitet und auf ihr Transfervermögen für die Stadt Diepholz hin untersucht werden.

Name des Projekts: Projektstudie zum Regionalen Jugendbericht für den Landkreis Vechta

Projektleitung und Antragstellung: Prof. Dr. Margit Stein

Projektmitarbeiter: Ingo Cremer

Laufzeit: Juni 2013 – November 2013

Finanzierung: EU im Rahmen von EFRE und Landkreis Vechta

Fördersumme: 51.627,58 €.

Projektbeschreibung:

Im Rahmen der Projektstudie „Regionaler Jugendbericht Landkreis Vechta“ wurden die beruflichen und privaten Zukunftsvorstellungen junger Menschen aus dem Landkreis Vechta erfasst und mit den Bedarfen und Anforderungen der im Landkreis ansässigen Unternehmen und Arbeitgebern in Zusammenhang gebracht. Der Landkreis Vechta ist hochagrarindustriell geprägt. Anders als andere ländliche Regionen ist er ausgesprochen strukturstark und mit dem Problem eines eklatanten Fachkräftemangels konfrontiert, der sich durch demographische Entwicklungen und Abwanderungstendenzen junger Menschen zunehmend verstärken wird.

Der Regionale Jugendbericht thematisierte erstens die Frage, wie der Landkreis aus Sicht seiner jungen Bewohnerinnen und Bewohner zwischen 15 und 24 Jahren wahrgenommen wird, welche die Entwicklung in den nächsten Jahrzehnten gestalten werden, insbesondere hinsichtlich seiner Attraktivität für die eigene private und berufliche Zukunft. Neben den Jugendlichen wurde zudem die Sicht auf den Landkreis von ausgewählten Personen aus den KMU, Großunternehmen sowie dem schulischen und außerschulischen Jugendbereich erhoben.
Die Regionale Jugendstudie thematisierte zweitens, wie der Landkreis aus Sicht der jungen Bewohnerinnen und Bewohner gestaltet und gesteuert werden muss, um den auf Zukunft gerichteten beruflichen Bedürfnislagen der Jugendlichen vor Ort gerecht zu werden und die für die „Boomregion“ Vechta dringend benötigten Fachkräfte an den Landkreis zu binden und sie in ihrer Berufsorientierung zu fördern. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse wurde ein Kriterienkatalog für zukünftige politische und wirtschaftliche Entscheidungen entwickelt, der Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende im Übergang Schule-Beruf von schulischer und betrieblicher Seite unterstützen kann.

Hierzu wurden Jugendliche als auch Vertreter/innen aus Schule und Betrieben vertieft qualitativ befragt.

Letzte Aenderung: 08.04.2021 · Seite drucken

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Email: margit.stein[at]uni-vechta[dot]de
Fon: (0)4441 15-591

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