Die Werkstatt Inklusion ist eine Fortführung des Teilprojekts 1 der ersten Förderphase. Im Rahmen der ersten Förderphase habe Wissenschaftler*innen und Doktorand*innen gemeinsam mit Vertreter*innen der schulischen und außerschulischen Praxis sowie in engem Austausch mit Studierenden im interdisziplinären Diskurs Qualitätsmerkmale für gute inklusive Praxis in Schule und Unterricht entwickelt. Im Rahmen von Promotionsprojekten wurden zudem inklusive Lernumgebungen entwickelt und erforscht.

Im Rahmen der zweiten Förderphase steht nun der Wissenstransfer im Fokus. So sollen die Ergebnisse der Werkstatt Inklusion in universitäre Lehre und schulische Praxis transferiert werden.

Es werden Fortbildungen für Lehrer*innen und Hochschuldidaktische Weiterbildungen entwickelt und angeboten, die sich mit Lernumgebungen und didaktischen Konzepten für den inklusiven (Fach-)Unterricht befassen. Diese Fort- und Weiterbildungen werden fächerübergreifend konzipiert und durch fachspezifische Angebote ergänzt.

Durch Kooperationen mit regionalen Einrichtungen und Vertreter*innen aus Schulen, Fördereinrichtungen und gemeinnützigen Vereinen, wird ein großes Spektrum an „Praxis Inklusion“ angeboten. Dadurch ist es uns möglich, die Fort- und Weiterbildungen nicht nur theoretisch, sondern praxisnah zu gestalten.

Zusätzlich bietet die Werkstatt Inklusion ab dem WS 20/21 einen Service an, der sich vor allem an Lehrer*innen und Hochschullehrende richtet, um Beratung für Kooperationen und Begegnungen im Unterricht, sowie eine Kontaktherstellung zu verschiedenen Organisationen zu ermöglichen.

 

 

Modul 2a  -  Erweiterungsmodul

2.1 Sexualisierte Gewalt in inklusiven Lerngruppen (Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß, HS Merseburg & Lena Lache, Uni Leipzig) - 22.04.2021

In der Veranstaltung werden zentrale Entwicklungsaufgaben im Bereich Sexualität und sexueller und geschlechtlicher Selbstbestimmung - unter Berücksichtigung von Vielfalts-Aspekten - von Schüler*innen im Grundschulalter vorgestellt sowie entsprechende Handlungsbedarfe und -aufforderungen hinsichtlich entsprechender Bildungsangebote abgeleitet. 
Die Teilnehmenden lernen zudem mögliche Erschwernisse im Bereich sexueller Entwicklung und sexueller Selbstbestimmung bei Schüler*innen mit Beeinträchtigungen kennen. 
Notwendigkeiten und Möglichkeiten bezüglich der Prävention sexualisierter Gewalt in schulischen Kontexten werden erarbeitet und diskutiert.

Die Veranstaltung ist unterteilt in einen öffentlichen Vortrag (Live-Stream) und einen anschließenden Online-Workshop (teilnehmerbegrenzt).
Bitte beachten Sie, dass die oben angegebene Teilnehmerzahl sich auf den Workshop bezieht.
Für den Vortrag ist keine Anmeldung nötig und dieser ist auch nicht teilnehmerbegrenzt. 

Zeiteinteilung:
16:00 - 17:00 Uhr Öffentlicher-Vortrag - Link zum Live-Stream hier
17:00 - 17:30 Uhr Pause
17:30 - 19:00 Uhr Online-Workshop

Zur Anmeldung für den Online-Workshop ab 17:00 Uhr über VeDaB geht es hier

 

Modul 2c  -  Erweiterungsmodul

2. Selbstgesteuertes Lernen als Grundlage für zieldifferentes Unterrichten (Karolin Vogelsang, Uni Vechta) - 06.05.2021

3. Methoden des offenen Unterrichts (Karolin Vogelsang, Uni Vechta) - 18.05.2021

4. Einführung in die Gebärdensprache (Heiko Burak, Gebärdenprachuni) - 10.06.2021

Die moderne Sprachwissenschaft hat in den letzten Jahrzehnten weltweit nachgewiesen, dass die nationalen Gebärdensprachen der Gehörlosen eigenständige Sprachen sind. Dies gilt ebenfalls für die Deutsche Gebärdensprache (DGS). Die DGS besitzt eine eigene Grammatik und ein eigenes Vokabular.

In diesem Workshop lernen Lehrer*innen erste Basisvokabeln der Gebärdensprache kennen und üben diese in ihrer praktischen Ausführung. Außerdem wird es auch eine kurze theoretische Einführung in die Geschichte der Gebärdensprache geben.
Der Referent ist selber mit Hörgerät und Cochlea Implantat versorgt. Die Schullaufbahn wurde in Regelschulen absolviert und mit einem Studium des Bioingenieurwesen abgeschlossen. Mittlerweile arbeitet der Referent als Ingenieur und als Gebärdensprachdozent. Als Vorstandsmitglied der Bundesjugend – Verband junger Menschen mit Hörbehinderung e.V. kennt der Referent die guten und schlechten Verläufe einer Beschulung in Regelschulen.
Ziel des Workshops ist ein erster Einblick in die Gebärdensprache, so dass für Lehrer*innen
ein kleiner Teil der Lebenswelt von hörgeschädigten Menschen erfahrbar wird.

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5. Ursachen, Folgen und Auswirkungen einer Hörschädigung auf das schulische Lernen und Leben (Heiko Burak, Gebärdenprachuni) - 27.05.2021

In diesem Workshop werden Lehrer*innen darüber aufgeklärt, welche Auswirkungen eine Hörschädigung auf das schulische Lernen und Leben haben kann. Sie erfahren, wie ein Mensch mit Hörbehinderung hört und von den Lippen abliest. Wie sich eine Hörschädigung auf die Klasse auswirken kann und welche technischen Möglichkeiten es für die Ohren gibt. Außerdem werden Strategien für den Umgang miteinander vermittelt und auf räumliche Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb der Schule eingegangen. 
Der Referent ist selber mit Hörgerät und Cochlea Implantat versorgt. Die Schullaufbahn wurde in Regelschulen absolviert und mit einem Studium des Bioingenieurwesen abgeschlossen.
Mittlerweile arbeitet der Referent als Ingenieur und als Gebärdensprachdozent. Als Vorstandsmitglied der Bundesjugend – Verband junger Menschen mit Hörbehinderung e.V. kennt der Referent die guten und schlechten Verläufe einer Beschulung in Regelschulen.
Ziel des Workshops ist es, einen Einblick in die Lebenswelt hörgeschädigter Menschen zu erhalten, um sich der besonderen Herausforderungen bei der Beschulung, von den rechtlichen Grundlagen, über die Kontaktmöglichkeiten, bis hin zu den räumlichen Gegebenheiten, und der sich daraus ergebenden Gestaltungsmöglichkeiten, bewusst zu werden.

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Modul 3  -  Erweiterungsmodul

1. Beobachten – sammeln – verstehen. Lernprozesse diagnostizieren und unterstützen (Prof. Dr. Michael Ritter, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) 22.06.2021

Das Unterrichtshandeln von Lehrer*innen gründet maßgeblich auf Beobachtungen zum Lernverhalten der Schüler*innen. In einem individualisierten Unterricht kommt dieser diagnostischen Wahrnehmung aller Lernenden eine besondere Bedeutung zu. Einerseits gilt es Instrumente zu nutzen, welche das diagnostische Handeln unterstützen. Andererseits sollen die Ergebnisse informeller und formeller diagnostischer Prozesse zum Verständnis der Lernentwicklung von Schüler*innen beitragen und Lehrer*innen darin unterstützen, passende Lernangebote auszuwählen. 
Am Beispiel konkreter Lernprodukte aus dem Deutschunterricht der Schulanfangsphase eröffnet der Workshop eine Perspektive auf eine enge Verknüpfung pädagogischer Diagnostik und Förderung in heterogenen Lerngruppen.

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2. Diagnose im Mathematikunterricht - Chancen und Herausforderungen (Axel Schulz, Uni Bielefeld) - 16.09.2021

Die angemessene und individuelle Unterstützung von Schülerinnen und Schülern beim Mathematiklernen ist Aufgabe der Schule und zugleich eine große Herausforderung für die Lehrkräfte. Das liegt vor allem an der großen Heterogenität der Schülerinnen und Schüler in den Klassen. Damit diese Unterstützung inhaltlich gelingen kann, ist eine ziel-, prozess- und kompetenzorientierte Diagnose notwendig, auf deren Grundlage Handlungsoptionen für den (Förder-) Unterricht abgeleitet werden können. Im Online-Workshop werden anhand von Beispielen verschiedene Möglichkeiten der Diagnose vorgestellt und auf ihren Nutzen für die Weiterarbeit mit den Schülerinnen und Schülern geprüft.

Ziel des Workshops ist es somit, Ideen und Anregungen aufzuzeigen, wie der individuelle Lernstand der Schülerinnen und Schüler erfasst werden kann, so dass der Einzelne möglichst passgenau auf der Basis der bereits vorhandenen Kompetenzen gefördert werden kann.

 

Modul 1 - Basismodul

1.„Wer ist eigentlich noch normal?“ - Heterogene Lebenswelten erkennen und berücksichtigen (Karolin Vogelsang, Uni Vechta) - 21.09.2021

In dieser Fortbildung erhalten die Lehrerinnen und Lehrer einen Überblick über die vorhandenen Heterogenitätsdimensionen und gleichzeitig einen ersten Eindruck, was bei der Gestaltung und Planung von Unterricht beachtet werden sollte, damit Inklusion gelingen kann. Dabei soll auch nicht vergessen werden, dass in vielen Schulklassen bereits einige Barrieren von Inklusion erfolgreich abgebaut wurden. Hier gilt es anzusetzen und den Blick für Exklusionsprozesse zu sensibilisieren, so dass weitere Barrieren erkannt und abgebaut werden können

Ziel der Fortbildung ist es somit erste Grundlagen der Inklusion sowie didaktische
Handlungsempfehlungen kennenzulernen, damit Inklusion auch im eigenen Klassenzimmer gelebt.

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2. Individuell fördern ohne abzustempeln (Karolin Vogelsang, Uni Vechta) - 30.09.2021

Mit ca. 36% ist der Förderschwerpunkt Lernen der am meisten vertretene sonderpädagogische Förderschwerpunkt an deutschen Schulen, Tendenz steigend. Doch wie wird man eigentlich zum Förderschüler? „Welche individuellen Voraussetzungen müssen bei der Unterrichtsgestaltung berücksichtigt werden?“, „Worin liegen die Unterschiede zu meiner bisherigen heterogenen Lerngruppe?“ „Gibt es überhaupt Unterschiede?“ Und nicht zuletzt: „Was zeichnet die Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern mit dem Förderschwerpunkt Lernen besonders aus und wie kann diese berücksichtigt werden?“

In dieser Fortbildung lernen Sie die Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern mit dem Förderschwerpunkt Lernen kennen und bekommen wichtige Handlungsimpulse für die Gestaltung inklusiven Unterrichts.

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3. Methoden der inneren Differenzierung und des Classroom Managements (Karolin Vogelsang, Uni Vechta) - 12.10.2021

In dieser Fortbildung geht es um die didaktischen Handlungsempfehlungen, die sich aus den ersten beiden theoriegeleiteten Fortbildungen ergeben („Wer ist eigentlich normal?“ und „Individuell fördern ohne abzustempeln“). 
Am Beispiel des reciprocal teaching soll einerseits gezeigt werden, wie durch kooperatives Lernen das Kooperationsverhalten, das Empathievermögen und eine verbesserte gegenseitige Unterstützung der Schülerinnen und Schüler im Unterricht gefördert werden kann. Auf der anderen Seite fungiert diese Methodik aber auch als Beispiel der inneren Differenzierung.
Durch den Ansatz des Classroom Managements soll zudem der Fokus von der Methodik als solche auf die Umsetzung gelenkt werden, so dass Lehrerinnen und Lehrer die Rahmenbedingungen von gutem Unterricht vermehrt in den Blick nehmen, damit Inklusion gelingen kann.

In dieser Fortbildung lernen Sie den Ansatz des Classroom Managments, sowie den Ansatz des kooperativen Lernens am Beispiel des Reciprocal Teaching kennen und auf inklusiven Unterricht zu übertragen.

Zur Anmeldung über VeDaB geht es hier

 

Die Anmeldung für die Workshops erfolgt über VeDaB. Nach dem Anmeldeschluss erhalten Sie per Mail eine Einladung mit dem Link sowie den entsprechenden Zugangsdaten. Diese Daten dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden!

Das Zertifikat der Fortbildungsreihe INKLUSION

Das Gesamtzertifikat setzt sich zusammen aus dem Basismodul, drei Erweiterungsmodulen mit je drei Wahlpflichtveranstaltungen und dem Vertiefungsmodul. Hier ist der Reflexionsbericht verankert, mit dem das Gesamtzertifikat abschließt.

Für jede erfolgreiche Teilnahme an einem Seminar wird eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt. Wurden alle Veranstaltungen eines Moduls besucht, erhalten die Teilnehmer*innen ein „kleines“ Zertifikat.

Die Seminare werden unabhängig vom Zertifikat auch als offenes Programm angeboten und können je nach Interesse belegt werden. Bei Bedarf können später weitere Seminare belegt werden, um das Abschlusszertifikat zu erreichen.

Basismodul:

Im Basismodul lernen die teilnehmenden Grundschullehrer*innen allgemeine Grundlagen der Inklusion, beginnend bei den Begrifflichkeiten, bis hin zu einer ersten Übersicht der Gelingensbedingungen inklusiven Unterrichts, kennen. Durch die umfangreichen diskursiven Anteile der Online-Seminare erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit sich bezüglich ihrer eigenen Erfahrungen auszutauschen, ihren eigenen Unterricht zu reflektieren und die gelernten Inhalte schließlich auf ihren eigenen Unterricht zu übertragen.

Erweiterungsmodul:

Im Erweiterungsmodul erhlaten die Teilnehmenden die Möglichkeit unterschiedliche Schwerpunkte zu setzen und sich mit diesen vertiefend zu beschäftigen. So können sie sich mit den einzelnen Facetten von Inklusion und den dazu spezifischen Interventions- und Präventionsmethoden auseinandersetzen oder einzelne Gelingensbedingungen inklusiven Unterrichts vertiefen und sich über Best-Practice-Beispiele neue Ideen und Anregungen holen. Die teilnehmenden Grundschullehrer*innen erhalten stets genug Zeit und Raum, um den Transfer auf den eigenen Unterricht zu üben.

Vertiefungsmodul:

Im abschließenden Vertiefungsmodul sollen die gelernten Inhalte vertieft und fachspezifizisch adaptiert werden, so dass der Lernstand in den Fächern von Grundschullehrer*innen individuell erhoben und die Lerninhalte daraufhin angepasst werden können. Fachspezifische Methoden der Binnendifferenzierung werden geübt und zugleich kritisch reflektiert, so dass Lehrer*innen durch die Teilnahme an der Fortbildungsreihe Inklusion zu einer differenzierten Auseinandersetzung mit ihrem eigenen Unterricht angeregt werden und erste Schritte auf dem Weg zu neuen Gestaltungsmöglichkeiten erproben. Ziel ist eine bessere Adaption des Unterrichts auf die immer heterogene Lerngruppe.

 

Modul 1 - Basismodul

1.„Wer ist eigentlich noch normal?“ - Heterogene Lebenswelten erkennen und berücksichtigen

2. Individuell fördern ohne abzustempeln

3. Methoden der inneren Differenzierung und des Classroom Managements

Modul 2a - Erweiterungsmodul

1. Konkrete Präventions- und Interventionstechniken bei Unterrichtsstörungen, Aggressionen und Gewalt

2. Sexualisierte Gewalt in inklusiven Lerngruppen

3. Rassismusprävention in inklusiven Lerngruppen

Modul 2b - Erweiterungsmodul

1. Best-Practice Beispiele

2. Unterrichtsmaterialien in Leichter Sprache

3. Digitalisierung in inklusiven Settings

Modul 2c - Erweiterungsmodul

1. Vertiefung einzelner Gelingensbedingungen inklusiven Unterrichts

2.Selbstgesteuertes Lernen als Grundlage für zieldifferentes Unterrichten

3. Methoden des offenen Unterrichts

4. Einführung in die Gebärdensprache

5. Ursachen, Folgen und Auswirkungen einer Hörschädigung auf das schulische Lernen und Leben

Modul 3 - Vertiefungsmodul

1. Fachspezifische Methoden zur Feststellung des Lernstandes in Deutsch

2. Fachspezifische Methoden zur Feststellung des Lernstandes in Mathe

3. Frei wählbares Seminar aus den Erweiterungsmodulen

4. Reflexionsbericht

 

Die Werkstatt Inklusion, Teilprojekt von BRIDGES – Brücken bauen, Zusammenarbeit initiieren und gestalten, erweitert die Kooperation mit dem Wohnprojekt „Campus inklusiv(e)“ des Andreaswerk e.V. Vechta auf der digitalen Ebene.

„In Anbetracht der Umstände, müssen wir einen Weg finden, Begegnungen zwischen unseren Studierenden und den Menschen mit Beeinträchtigung wieder möglich zu machen“, so Prof.‘in Dr. Britta Baumert, Leiterin des Teilprojektes Werkstatt Inklusion. Daher wird in ihrem nächsten Seminar „Einführung in die Religionspädagogik“ in zwei Veranstaltungen zum Thema Inklusion gearbeitet. Im Vorfeld bereiten sich alle Teilnehmenden zu einem gemeinsamenThema vor, so dass anschließend im Seminar darüber gesprochen und diskutiert werden kann. Dies soll in Kleingruppen im virtuellen Raum geschehen, damit auch jeder einen Beitrag leisten kann. Eine Begegnung auf Augenhöhe soll hier stattfinden und Teilhabe gelebt werden.

Schon im Wintersemester 2019/20 hatte Prof.‘in Dr. Britta Baumert das Videoprojekt „Gemeinsam statt einsam“ ins Leben gerufen, bei dem sich Studierende, Inhaftierte der JVA Vechta, Geflüchtete und Menschen mit Handicap begegneten und ein Video von ihren Begegnungen zusammenstellten, in dem es um eine Darstellung von Partizipation und Inklusion geht.

 

Projekt Campus inklusiv(e):

Campus inklusiv(e) ist ein Wohnangebot für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Das gemeinsam mit der Andreas-Stiftung und der St. Georgs-Stiftung realisierte Projekt bietet Studierenden/Auszubildenden/Schüler*innen und Menschen mit Beeinträchtigung die Möglichkeit, einander zu unterstützen und voneinander zu lernen. Die heterogene Zusammensetzung der Hausgemeinschaft wird als Bereicherung und Ausgangspunkt für das Zusammenleben gesehen. Alle erhalten unter diesen Rahmenbedingungen die Möglichkeit, teilzuhaben und sind aufgefordert, etwas für eine gelingende inklusive Hausgemeinschaft beizutragen. Die Menschen mit Beeinträchtigung werden zudem durch Mitarbeiter*innen der Ambulanten Wohnassistenz des Andreaswerks e. V.  unterstützt.

Die Hausgemeinschaft ist das Herz des Wohnprojektes, in dem das Miteinander zwischen allen dort lebenden Personen das A und O darstellt. So wird gemeinsam gekocht, Basketballspiele besucht oder sich gegenseitig unterstützt z.B. beim Anbringen von Gardinenstangen oder beim Annehmen von Paketen. Es ist ein stetiges Geben und Nehmen welches im Einklang mit dem Füreinander steht und den Kern des Wohnprojektes ausmacht. 

Für das nachhaltige Gelingen zum Aufbau einer gut funktionierenden Hausgemeinschaft im engeren Sinne und einer gelingenden Nachbarschaft im weiteren Sinne wurde die Stelle einer „Projektkoordinatorin“ implementiert, die über die Mittel der Aktion Mensch über drei Jahre finanziert wird. So konnten feste Angebote wie regelmäßige „Mieter-Treffen“, Semester-Abschlusspartys, anlassbezogene Treffen, wie z. B. Adventsgrillen organisiert werden. Aufgrund der bestehenden Corona-Pandemie sind diese Treffen derzeit in den Hintergrund gerückt, werden, wenn möglich, wiederaufgenommen und weiterentwickelt.

 

 

Digitaler Austausch zwischen der Werkstatt ‚Inklusion‘, Werkstatt ‚Digitalisierung in inklusiven Settings‘ und U.EDU

Am 10.12.2020 fand ein digitaler Austausch zwischen den BRIDGES-Werkstätten Opens external link in new window‚Inklusion‘ und Opens external link in new window‚Digitalisierung in inklusiven Settings‘ und dem Projekt Opens external link in new windowU.EDU (TU Kaiserslautern) zu aktuellen Entwicklungen in den einzelnen Projekten sowie zukünftigen gemeinsamen Kooperationsmöglichkeiten statt. Festgehalten wurde die Planung einer gemeinsamen digitalen und monatlich stattfindenden Workshopreihe im Jahr 2021 mit Themen aktueller Lehrer*innenbildung, z.B. zu digitaler Unterrichtsmethodik und Unterrichtsgestaltung hinsichtlich inklusiver Lerngruppen. Die Zielgruppe für die geplanten Workshops, die in Kürze für die Anmeldung geöffnet werden sollen, sind u.a. Lehrkräfte, Studierende in der Lehrer*innenausbildung, Promovierende sowie wissenschaftliches Personal. Darüber hinaus wurden erste Ideen für einen gemeinsamen digitalen Fachtag im nächsten Jahr zum Thema ‚Individualisierung und Differenzierung‘ gesammelt. Die konkrete Planung zu den Inhalten, Formaten und Zeiten folgt Ende Januar.

Wir freuen uns auf die gemeinsame Konkretisierung der Workshopreihe und die Planung des gemeinsamen Fachtags!

 

Aktuelles

Projektvideo steht online

Das Filmteam des Projektseminars "gemeinsam statt einsam" hat ganze Arbeit geleistet. In Rekordzeit ist pünktlich zur Abschlussveranstaltung das 10minütige Video zum Projekt fertiggestellt worden. Im Rahmen des Projekts begegneten Studierende Geflüchteten, Menschen mit Behinderung und inhaftierten Frauen der JVA Vechta. Das Video gibt Einblicke in die gestaltpädagogischen Workshops, die Begegnungen in Tandems und Statements der Teilnehmer*innen.

Das Video wurde von den Studierenden erstellt und ist nun auf Youtube zu sehen.

Während der gesamten Projektlaufzeit standen Partizipation und Teilhabe im Mittelpunkt. Begegnung auf Augenhöhe oder gelebte Inklusion waren die O-Töne der Videopräsentation. 

Am 04.02. fand die offizielle Abschlussveranstaltung des Projekts statt. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst wurde das Video allen Beteiligten präsentiert. In einer geselligen Runde mit Pizza und Gesprächen fand das Projekt einen stimmigen Ausklang.

Nach der Videopräsentation ist das Projekt zwar abgeschlossen, aber es werden neue Angebote aus dem Projekt generiert.

Im Rahmen von Bridges – Werkstatt Inklusion werden Hochschuldidaktische Weiterbildungen und Lehrer*innenfortbildungen konzipiert, die den Begegnungsaspekt, sowie die Kooperationen mit dem Andreaswerk, der Caritas Flüchtlingshilfe und der JVA Vechta aufgreifen. 

Außerdem wird ein Service entstehen, der sich vor allem an Lehrer*innen und Hochschullehrende richtet, um Beratung für Kooperationen und Begegnungen im Unterricht, sowie eine Kontaktherstellung zu verschiedenen Organisationen zu ermöglichen.

Dieses Projekt wird von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert.

Video: Gemeinsam statt einsam

Letzte Aenderung: 08.04.2021 · Seite drucken

Teilprojektleitung

Prof.'in Dr. Britta Baumert

Opens window for sending emailbritta.baumert@uni-vechta.de
Raum: N 102
Fon: +49. (0) 4441.15 390

Zur Zeit nur per Email erreichbar!

Teilprojektkoordination

Stefanie Röhll

Opens window for sending emailstefanie.roehll@uni-vechta.de
Raum: N 03
Fon +49. (0) 4441.15 258

Zur Zeit nur per Email erreichbar!

Hochschuldidaktische Weiterbildung und Lehrer*innenfortbildung

Karolin Vogelsang

Opens window for sending emailkarolin.vogelsang@uni-vechta.de
Raum: N 03
Fon +49. (0) 4441.15 391

Zur Zeit nur per Email erreichbar!