Die Werkstatt Inklusion ist eine Fortführung des Teilprojekts 1 der ersten Förderphase. Im Rahmen der ersten Förderphase habe Wissenschaftler*innen und Doktorand*innen gemeinsam mit Vertreter*innen der schulischen und außerschulischen Praxis sowie in engem Austausch mit Studierenden im interdisziplinären Diskurs Qualitätsmerkmale für gute inklusive Praxis in Schule und Unterricht entwickelt. Im Rahmen von Promotionsprojekten wurden zudem inklusive Lernumgebungen entwickelt und erforscht.

Im Rahmen der zweiten Förderphase steht nun der Wissenstransfer im Fokus. So sollen die Ergebnisse der Werkstatt Inklusion in universitäre Lehre und schulische Praxis transferiert werden.

Es werden Fortbildungen für Lehrer*innen und Hochschuldidaktische Weiterbildungen entwickelt und angeboten, die sich mit Lernumgebungen und didaktischen Konzepten für den inklusiven (Fach-)Unterricht befassen. Diese Fort- und Weiterbildungen werden fächerübergreifend konzipiert und durch fachspezifische Angebote ergänzt.

Durch Kooperationen mit regionalen Einrichtungen und Vertreter*innen aus Schulen, Fördereinrichtungen und gemeinnützigen Vereinen, wird ein großes Spektrum an „Praxis Inklusion“ angeboten. Dadurch ist es uns möglich, die Fort- und Weiterbildungen nicht nur theoretisch, sondern praxisnah zu gestalten.

Zusätzlich bietet die Werkstatt Inklusion ab dem WS 20/21 einen Service an, der sich vor allem an Lehrer*innen und Hochschullehrende richtet, um Beratung für Kooperationen und Begegnungen im Unterricht, sowie eine Kontaktherstellung zu verschiedenen Organisationen zu ermöglichen.

 

 

Fortbildungsreihe INKLUSION geht weiter mit Erweiterungsmodul 2a

1. Sexualisierte Gewalt in inklusiven Lerngruppen

(Dozent: Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß, HS Merseburg)

Do, 05.11.2020 16:00-19:00 Uhr

In der Veranstaltung werden zentrale Entwicklungsaufgaben im Bereich Sexualität und sexueller und geschlechtlicher Selbstbestimmung - unter Berücksichtigung von Vielfalts-Aspekten - von Schüler*innen im Grundschulalter vorgestellt sowie entsprechende Handlungsbedarfe und -Aufforderungen hinsichtlich entsprechender Bildungsangebote abgeleitet. Die Teilnehmenden lernen zudem mögliche Erschwernisse im Bereich sexueller Entwicklung und sexueller Selbstbestimmung bei Schüler*innen mit Beeinträchtigungen kennen. Notwendigkeiten und Möglichkeiten bezüglich der Prävention sexualisierter Gewalt in schulischen Kontexten werden erarbeitet und diskutiert.

Der Vortrag von Prof. Dr. Voß und Lena Lache wird von 16.00 - 17:00 Uhr im Livestream Opens external link in new windowhier übertragen

Die Anmeldung für den Workshop finden Sie hier

 

2. Konkrete Präventions- und Interventionstechniken bei Unterrichtsstörungen, Aggressionen und Gewalt

(Dozent: Kurt Thünemann, win2win GmbH)

Do, 12.11.2020 16:00-18:30 Uhr

In dieser Fortbildung wird das Konzept des Deeskalations-Organisations-Modells (DOM) vorgestellt, das speziell für die Deeskalation und Prävention von Gewaltsituationen und aggressivem Verhalten in der Schule entwickelt wurde. Mithilfe dieses Modells erhalten Grundschullehrer*innen einen Handlungsleitfaden, wie sie auf Gewaltsituationen und aggressives Verhalten ihrer Schüler*innen reagieren und präventiv agieren können. 
Ziel der Fortbildung ist es somit Strategien und Methoden zu entwickeln, mit denen in einer heterogenen Lerngruppe eine angenehme Lernatmosphäre für alle Beteiligten geschaffen werden kann, so dass introvertierten, wie extrovertierten Schüler*innen gleichermaßen ein Zugang zum Lernen ermöglicht wird.

Die Anmeldung über VeDaB finden Sie hier

 

3. Rassismusprävention in inklusiven Lerngruppen

(Dozent: Henning Schnieder, win2win GmbH)

Di, 26.01.2021 16:00-18:30 Uhr

In dem Workshop erhalten Grundschullehrer*innen einen Themenüberblick zu den Inhalten rassismuskritischer Sozialer Arbeit. Hierzu zählen die historische Entwicklung von Rassismus sowie seine Erscheinungen in der Gegenwart im Kontext der Sozialen Arbeit. Weiterhin wird der professionelle Umgang mit Menschen besprochen, die von Rassismus betroffen sind.

Ziel der Fortbildung ist somit, dass Lehrer*innen mehr Sicherheit im Umgang mit diskriminierenden Handlungen in inklusiven Lerngruppen gewinnen und Strategien der Prävention und Reaktion entwickeln, so dass ein für alle angenehmes Lernklima geschaffen werden kann. 

Die Anmeldung über VeDaB finden Sie hier

 

Die Anmeldung erfolgt über VeDaB. Nach dem Anmeldeschluss erhalten Sie per Mail eine Einladung mit dem Link sowie den entsprechenden Zugangsdaten. Diese Daten dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden!

 

 

Das Zertifikat der Fortbildungsreihe INKLUSION

Das Abschlusszertifikat setzt sich zusammen aus dem Basis-Modul, dem Aufbau-Modul und dem Erweiterungsmodul mit je drei Seminaren.

Für jede erfolgreiche Teilnahme an einem Seminar wird eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt sowie ein „kleines“ Zertifikat für jedes einzelne Modul.

Die Seminare werden unabhängig vom Zertifikat auch als offenes Programm angeboten und können je nach Interesse belegt werden. Bei Bedarf können dann später weitere Seminare belegt werden, um das Abschlusszertifikat zu erreichen.

Basismodul:

Im Basismodul lernen die teilnehmenden Grundschullehrer*innen allgemeine Grundlagen der Inklusion, beginnend bei den Begrifflichkeiten, bis hin zu einer ersten Übersicht der Gelingensbedingungen inklusiven Unterrichts, kennen. Durch die umfangreichen diskursiven Anteile der Online-Seminare erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit sich bezüglich ihrer eigenen Erfahrungen auszutauschen, ihren eigenen Unterricht zu reflektieren und die gelernten Inhalte schließlich auf ihren eigenen Unterricht zu übertragen.

Erweiterunsmodul:

Im Erweiterungsmodul erhlaten die Teilnehmenden die Möglichkeit unterschiedliche Schwerpunkte zu setzen und sich mit diesen vertiefend zu beschäftigen. So können sie sich mit den einzelnen Facetten von Inklusion und den dazu spezifischen Interventions- und Präventionsmethoden auseinandersetzen oder einzelne Gelingensbedingungen inklusiven Unterrichts vertiefen und sich über Best-Practice- Beispiele neue Ideen und Anregungen holen. Die teilnehmenden Grundschullehrer*innen erhalten stets genug Zeit und Raum, um den Transfer auf den eigenen Unterricht zu üben.

Vertiefungsmodul:

Im abschließenden Vertiefungsmodul sollen die gelernten Inhalte vertieft und fachspezifizisch adaptiert werden, so dass der Lernstand in den Fächern von Grundschullehrer*innen individuell erhoben und die Lerninhalte daraufhin angepasst werden können. Fachspezifische Methoden der Binnendifferenzierung werden geübt und zugleich kritisch reflektiert, so dass Lehrer*innen durch die Teilnahme an der Fortbildungsreihe Inklusion zu einer differenzierten Auseinandersetzung mit ihrem eigenen Unterricht angeregt werden und erste Schritte auf dem Weg zu neuen Gestaltungsmöglichkeiten erproben. Ziel ist eine bessere Adaption des Unterrichts auf die immer heterogene Lerngruppe.

Aktuelles

Projektvideo steht online

Das Filmteam des Projektseminars "gemeinsam statt einsam" hat ganze Arbeit geleistet. In Rekordzeit ist pünktlich zur Abschlussveranstaltung das 10minütige Video zum Projekt fertiggestellt worden. Im Rahmen des Projekts begegneten Studierende Geflüchteten, Menschen mit Behinderung und inhaftierten Frauen der JVA Vechta. Das Video gibt Einblicke in die gestaltpädagogischen Workshops, die Begegnungen in Tandems und Statements der Teilnehmer*innen.

Das Video wurde von den Studierenden erstellt und ist nun auf Youtube zu sehen.

Während der gesamten Projektlaufzeit standen Partizipation und Teilhabe im Mittelpunkt. Begegnung auf Augenhöhe oder gelebte Inklusion waren die O-Töne der Videopräsentation. 

Am 04.02. fand die offizielle Abschlussveranstaltung des Projekts statt. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst wurde das Video allen Beteiligten präsentiert. In einer geselligen Runde mit Pizza und Gesprächen fand das Projekt einen stimmigen Ausklang.

Nach der Videopräsentation ist das Projekt zwar abgeschlossen, aber es werden neue Angebote aus dem Projekt generiert.

Im Rahmen von Bridges – Werkstatt Inklusion werden Hochschuldidaktische Weiterbildungen und Lehrer*innenfortbildungen konzipiert, die den Begegnungsaspekt, sowie die Kooperationen mit dem Andreaswerk, der Caritas Flüchtlingshilfe und der JVA Vechta aufgreifen. 

Außerdem wird ein Service entstehen, der sich vor allem an Lehrer*innen und Hochschullehrende richtet, um Beratung für Kooperationen und Begegnungen im Unterricht, sowie eine Kontaktherstellung zu verschiedenen Organisationen zu ermöglichen.

Dieses Projekt wird von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert.

Video: Gemeinsam statt einsam

Letzte Aenderung: 27.10.2020 · Seite drucken

Teilprojektleitung

Prof.'in Dr. Britta Baumert

Opens window for sending emailbritta.baumert@uni-vechta.de
Raum: N 102
Fon: +49. (0) 4441.15 390

Zur Zeit nur per Email erreichbar!

Teilprojektkoordination

Stefanie Röhll

Opens window for sending emailstefanie.roehll@uni-vechta.de
Raum: N 03
Fon +49. (0) 4441.15 258

Zur Zeit nur per Email erreichbar!

Hochschuldidaktische Weiterbildung und Lehrer*innenfortbildung

Karolin Vogelsang

Opens window for sending emailkarolin.vogelsang@uni-vechta.de
Raum: N 03
Fon +49. (0) 4441.15 391

Zur Zeit nur per Email erreichbar!