Die Werkstatt Inklusion ist eine Fortführung des Teilprojekts 1 der ersten Förderphase. Im Rahmen der ersten Förderphase habe Wissenschaftler*innen und Doktorand*innen gemeinsam mit Vertreter*innen der schulischen und außerschulischen Praxis sowie in engem Austausch mit Studierenden im interdisziplinären Diskurs Qualitätsmerkmale für gute inklusive Praxis in Schule und Unterricht entwickelt. Im Rahmen von Promotionsprojekten wurden zudem inklusive Lernumgebungen entwickelt und erforscht.

Im Rahmen der zweiten Förderphase steht nun der Wissenstransfer im Fokus. So sollen die Ergebnisse der Werkstatt Inklusion in universitäre Lehre und schulische Praxis transferiert werden.

Es werden Fortbildungen für Lehrer*innen und Hochschuldidaktische Weiterbildungen entwickelt und angeboten, die sich mit Lernumgebungen und didaktischen Konzepten für den inklusiven (Fach-)Unterricht befassen. Diese Fort- und Weiterbildungen werden fächerübergreifend konzipiert und durch fachspezifische Angebote ergänzt.

Durch Kooperationen mit regionalen Einrichtungen und Vertreter*innen aus Schulen, Fördereinrichtungen und gemeinnützigen Vereinen, wird ein großes Spektrum an „Praxis Inklusion“ angeboten. Dadurch ist es uns möglich, die Fort- und Weiterbildungen nicht nur theoretisch, sondern praxisnah zu gestalten.

Zusätzlich bietet die Werkstatt Inklusion ab dem WS 20/21 einen Service an, der sich vor allem an Lehrer*innen und Hochschullehrende richtet, um Beratung für Kooperationen und Begegnungen im Unterricht, sowie eine Kontaktherstellung zu verschiedenen Organisationen zu ermöglichen.

 

 

Fortbildungsreihe INKLUSION startet mit Basis-Modul

1. "Wer ist eigentlich noch normal?" - Heterogene Lebenswelten in Lerngruppen erkennen und berücksichtigen

Mi, 17.06.2020 16:00-18:00 Uhr

In dieser Fortbildung erhalten die Lehrerinnen und Lehrer einen Überblick über die vorhandenen Heterogenitätsdimensionen und gleichzeitig einen ersten Eindruck, was bei der Gestaltung und Planung von Unterricht beachtet werden sollte, damit Inklusion gelingen kann. Dabei soll auch nicht vergessen werden, dass in vielen Schulklassen bereits einige Barrieren von Inklusion erfolgreich abgebaut wurden. Hier gilt es anzusetzen und den Blick für Exklusionsprozesse zu sensibilisieren, so dass weitere Barrieren erkannt und abgebaut werden können.

Ziel: In dieser Fortbildung lernen Sie erste Grundlagen der Inklusion sowie didaktische Handlungsempfehlungen kennen, damit Inklusion auch in Ihren Klassenzimmern gelebt werden kann.

 

2. Individuell fördern ohne abzustempeln

Do, 25.06.2020 16:00-18:00 Uhr

Mit ca. 36% ist der Förderschwerpunkt Lernen der am meisten vertretene sonderpädagogische Förderschwerpunkt an deutschen Schulen, Tendenz steigend. Doch wie wird man eigentlich zum Förderschüler? „Welche individuellen Voraussetzungen müssen bei der Unterrichtsgestaltung berücksichtigt werden?“, „Worin liegen die Unterschiede zu meiner bisherigen heterogenen Lerngruppe?“ „Gibt es überhaupt Unterschiede?“ Und nicht zuletzt: „Was zeichnet die Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern mit dem Förderschwerpunkt Lernen besonders aus und wie kann diese berücksichtigt werden?“

Ziel: In dieser Fortbildung lernen Sie die Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern mit dem Förderschwerpunkt Lernen kennen und bekommen wichtige Handlungsimpulse für die Gestaltung inklusiven Unterrichts.

 

3. Methoden der inneren Differenzierung und des Classroom Managements

Mo, 29.06.2020 16:00-18:00 Uhr

In dieser Fortbildung geht es um die didaktischen Handlungsempfehlungen, die sich aus den ersten beiden theoriegeleiteten Fortbildungen ergeben („Wer ist eigentlich normal?“ und „Individuell fördern ohne abzustempeln“).

Am Beispiel des reciprocal teaching soll einerseits gezeigt werden, wie durch kooperatives Lernen das Kooperationsverhalten, das Empathievermögen und eine verbesserte gegenseitige Unterstützung der Schülerinnen und Schüler im Unterricht gefördert werden kann. Auf der anderen Seite fungiert diese Methodik aber auch als Beispiel der inneren Differenzierung.

Durch den Ansatz des Classroom Managements soll zudem der Fokus von der Methodik als solche auf die Umsetzung gelenkt werden, so dass Lehrerinnen und Lehrer die Rahmenbedingungen von gutem Unterricht vermehrt in den Blick nehmen, damit Inklusion gelingen kann.

Ziel: In dieser Fortbildung lernen Sie den Ansatz des Classroom Managments, sowie den Ansatz des kooperativen Lernens am Beispiel des Reciprocal Teaching kennen und auf inklusiven Unterricht zu übertragen.

 

Die Anmeldung erfolgt über VeDaB. Nach dem Anmeldeschluss erhalten Sie per Mail eine Einladung mit dem Link sowie den entsprechenden Zugangsdaten. Diese Daten dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden!

Anmeldeschluss:

Opens external link in new windowSeminar 1: 10.06.2020

Opens external link in new windowSeminar 2: 15.06.2020

Opens external link in new windowSeminar 3: 18.06.2020

 

Die Referentin Karolin Vogelsang ist im Projekt BRIDGES - Brücken bauen, Zusammenarbeit initiieren und gestalten für die Durchführung und Konzeption von Lehrer*innenfortbildungen und hochschuldidaktischer Weiterbildung zum Thema Inklusion sowie die Erarbeitung weiterer Strategien zum Wissenstransfer zuständig.

Das Zertifikat

Das Abschlusszertifikat setzt sich zusammen aus dem Basis-Modul, dem Aufbau-Modul und dem Erweiterungsmodul mit je drei Seminaren.

Für jede erfolgreiche Teilnahme an einem Seminar wird eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt sowie ein „kleines“ Zertifikat für jedes einzelne Modul.

Die Seminare werden unabhängig vom Zertifikat auch als offenes Programm angeboten und können je nach Interesse belegt werden. Bei Bedarf können dann später weitere Seminare belegt werden, um das Abschlusszertifikat zu erreichen.

Aktuelles

Projektvideo steht online

Das Filmteam des Projektseminars "gemeinsam statt einsam" hat ganze Arbeit geleistet. In Rekordzeit ist pünktlich zur Abschlussveranstaltung das 10minütige Video zum Projekt fertiggestellt worden. Im Rahmen des Projekts begegneten Studierende Geflüchteten, Menschen mit Behinderung und inhaftierten Frauen der JVA Vechta. Das Video gibt Einblicke in die gestaltpädagogischen Workshops, die Begegnungen in Tandems und Statements der Teilnehmer*innen.

Das Video wurde von den Studierenden erstellt und ist nun auf Youtube zu sehen.

Während der gesamten Projektlaufzeit standen Partizipation und Teilhabe im Mittelpunkt. Begegnung auf Augenhöhe oder gelebte Inklusion waren die O-Töne der Videopräsentation. 

Am 04.02. fand die offizielle Abschlussveranstaltung des Projekts statt. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst wurde das Video allen Beteiligten präsentiert. In einer geselligen Runde mit Pizza und Gesprächen fand das Projekt einen stimmigen Ausklang.

Nach der Videopräsentation ist das Projekt zwar abgeschlossen, aber es werden neue Angebote aus dem Projekt generiert.

Im Rahmen von Bridges – Werkstatt Inklusion werden Hochschuldidaktische Weiterbildungen und Lehrer*innenfortbildungen konzipiert, die den Begegnungsaspekt, sowie die Kooperationen mit dem Andreaswerk, der Caritas Flüchtlingshilfe und der JVA Vechta aufgreifen. 

Außerdem wird ein Service entstehen, der sich vor allem an Lehrer*innen und Hochschullehrende richtet, um Beratung für Kooperationen und Begegnungen im Unterricht, sowie eine Kontaktherstellung zu verschiedenen Organisationen zu ermöglichen.

Dieses Projekt wird von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert.

Video: Gemeinsam statt einsam

Letzte Aenderung: 10.09.2020 · Seite drucken

Teilprojektleitung

Prof.'in Dr. Britta Baumert

Opens window for sending emailbritta.baumert@uni-vechta.de
Raum: N 102
Fon: +49. (0) 4441.15 390

Zur Zeit nur per Email erreichbar!

Teilprojektkoordination

Stefanie Röhll

Opens window for sending emailstefanie.roehll@uni-vechta.de
Raum: N 03
Fon +49. (0) 4441.15 258

Zur Zeit nur per Email erreichbar!

Hochschuldidaktische Weiterbildung und Lehrer*innenfortbildung

Karolin Vogelsang

Opens window for sending emailkarolin.vogelsang@uni-vechta.de
Raum: N 03
Fon +49. (0) 4441.15 391

Zur Zeit nur per Email erreichbar!