Projekt "Sprachnetz: Sprachlernunterstützung Geflüchteter durch Studierende"

Im Fokus des Projekts "Sprachnetz", das vom Zentrum für Lehrerbildung (ZfLB) koordiniert wird, steht die Unterstützung geflüchteter Kinder, Jugendlicher und Erwachsener beim Erwerb der deutschen Sprache durch Studierende des Bachelor Combined Studies im Rahmen ihrer Lehramtsausbildung.

Das Projekt besteht aus drei Teilbereichen, in denen Studierende den Spracherwerb von jungen Menschen mit geringen (oder keinen) Deutschkenntnissen fördern können. Durch das Sprachnetz wird eine langfristige und dauerhafte Vernetzung verschiedener Akteur*innen der Flüchtlingshilfe im Landkreis Vechta angestrebt, sodass vorhandene Expertise gebündelt und fortentwickelt wird.

Übersicht Module und Orientierungspraktium

Das Modul "Deutsch als Zweit- und Fremdsprache lernen und lehren – eine Einführung“  im Profilierungsbereich befähigt Studierende des BA CS den Spracherwerb geflüchteter Kinder und Jugendlicher an Schulen oder den Spracherwerb von Kindern in Kitas im Landkreis Vechta zu fördern. Studierende werden in Blockveranstaltungen zu DaF/DaZ (Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache) geschult und nehmen u.a. an Workshops zu den Themen "Trauma und Flucht" sowie "Interkulturelle Kommunikation" teil, um auf die Sprachförderung vorbereitet zu sein. Die unterschiedlichen Workshops sind praxisnah gestaltet und werden von in der Flüchtlingshilfe tätigen Akteur*innen durchgeführt. Damit Lernfortschritte der Studierenden und die praktische Tätigkeit an Schulen und in Kitas reflektiert werden können, ist die Teilnahme an einer Gruppensupervision Bestandteil des Moduls. Für die Teilnahme am Modul werden den Studierenden 5 CP angerechnet.

Die Studierenden können nicht nur erstmalig in ihrem Studium das Berufsfeld "Kita" oder "Schule" kennen lernen, sondern auch didaktische Problemlösungen und Positionen im Bereich DaF/DaZ erarbeiten und weiterentwickeln sowie relevante Informationen und Materialien zu DaF/DaZ sammeln, bewerten und interpretieren. Zudem können die Studierenden im Rahmen ihrer Rolle als Sprachmittler*innen "kulturelle Kompetenz und soziale Kompetenz" (Kompetenzrahmen der Universität Vechta) erwerben und vor allem Kompetenzen zur Wahrnehmung von und im Umgang mit Vielfalt und Differenz sowie zum Verständnis anderer Perspektiven ausbilden. Seit dem SoSe 2017 können ebenfalls Studierende des MEd an dem Modul im Profilierungsbereich teilnehmen.

Des Weiteren können Studierende im BA CS ihr Orientierungspraktikum in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe/Flüchtlingshilfe absolvieren und den Spracherwerb von Kindern mit geringen oder keinen Deutschkenntnissen fördern. Das Konzept zielt auf einen inklusiven Ansatz von Sprachbildungsmaßnahmen und soll auch einheimisch deutschen Kindern und Jugendlichen, sowie Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund sprachliche Unterstützung zusichern. Die Studierenden nehmen ebenfalls wie im Rahmen des angeführten Moduls an Gruppensupervisionen, Workshops und der Schulung in bedarfsgerechten sprachbildenden Materialien teil.  Für die Absolvierung des Orientierungspraktikums werden den Studierenden 6 CP angerechnet.

Studierende, die als Sprachlernunterstützer*innen tätig werden möchten, werden von der Universität Vechta umfassend vorbereitet und auch während der Arbeit unterstützt:

Deutsch als Zweitsprache/Deutsch als Fremdsprache-Kurse (DaF-/DaZ-Kurse): Die Kurse werden von Frau Magdalena Sieradz (wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Sprachnetz“ des ZfLB) geleitet.

Workshops: Die unterschiedlichen Workshops sind praxisnah gestaltet und werden von in der Flüchtlingshilfe tätigen Akteur*innen durchgeführt. Themen der Workshops sind "Situation Geflüchteter im Aufnahmeland", "Interkulturelle Kompetenz/Kommunikation" und "Trauma und Traumafolgestörungen Geflüchteter".

Gruppensupervision: Die Supervisorinnen, Frau Jutta Unger (Kinder- und Jugendpsychotherapeutin, Supervisorin) und Frau Annette Simon (Supervisorin und ehem. Leiterin des AWO Kindergartens) haben aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit Erfahrung im Umgang mit Kindern und Jugendlichen, die geringe Deutschkenntnisse aufweisen und unterschiedliche Wertvorstellungen mitbringen.

Für das Modul melden Sie sich wie bekannt über Stud.IP nach Freischaltung der Lehrveranstaltungen an. Bitte beachten Sie, dass eine Anmeldung als verpflichtende Teilnahme gesehen wird, da das Projektteam die Koordination zu den einzelnen Einrichtungen vornehmen muss und eine Umverteilung sich äußerst schwierig gestalten lässt.

Für das Orientierungspraktikum schreiben Sie bitte eine E-Mail an die studentischen Hilfskräfte im Projekt unter Angabe Ihrer Studienfächer, des laufenden Semesters, ihrer Erreichbarkeit und Mobilitätsmöglichkeiten (verfügbares Auto*). Geben Sie in der Mail gerne bekannt, ob Sie die Sprachlernunterstützung mit einer Kommilitonin/einem Kommilitonen gemeinsam durchführen wollen und zusammen in einer Einrichtung tätig sein wollen.

Unsere studentischen Hilfskräfte sind:

Rieke Koch: rieke.koch[at]mail[dot]uni-vechta[dot]de

Hanno Ulferts: hanno.ulferts[at]mail[dot]uni-vechta[dot].de

*Fahrtkosten werden Ihnen mit 20ct/km am Ende des Projekts erstattet.

Die Netzwerkarbeit ist von enormer Bedeutung für das "Sprachnetz". Erstens werden dadurch die Studierenden sinnvoll in bereits bestehende Strukturen im Bereich der Sprachförderungan der Universität und im Landkreis Vechta integriert. Zweitens können so mit Akteur*innen der Flüchtlingshilfe die Hilfemaßnahmen und –strukturen an der Universität Vechta und im Landkreis Vechta verbessert werden. Hierzu werden durch den regelmäßig stattfindenden Arbeitskreis "Sprachförderung Geflüchteter im Landkreis Vechta" und den Runden Tisch "Initiativen zum Thema Geflüchteter" ausgehend vom ZfLB die entsprechenden Strukturen an der Universität und zu externen Kooperationspartnern zielgerichtet ausgebaut. Das ZfLB initiiert zudem mit dem Landkreis Vechta Workshops und Schulungen für ehrenamtlich tätige Personen in der Flüchtlingshilfe im Bereich DaF/DaZ, sowie zu Themen "Umgang mit Trauma und Traumafolgestörungen von geflüchteten Personen" und "Wahrung der eigenen Grenzen in der Tätigkeit Ehrenamtlicher".

Wenn Sie mehr über das Projekt Sprachnetz erfahren möchten, wenden Sie sich gerne an die Projektkoordinatorin: sophie.weingraber[at]uni-vechta[dot]de

Initiates file downloadFahrtkostenabrechnung: Zur Aufstellung und Rückerstattung der Fahrtkosten

Initiates file downloadReisekostenantrag: In Kombination mit der Fahrtkostenaufstellung einzureichen

Initiates file downloadStundenzettel: Für die Dokumentation und als Nachweis Ihrer geleisteten Projektzeiten

Initiates file downloadAntrag Führungszeugnis: Zur Vorlage bei der Kommune und Ausstellung des erw. Führungszeugnisses (auf der verlinkten Seite dann den Antrag für Sprachlernunterstützung auswählen)

Unsere Literatur zum Themenfeld DaF/DaZ: Opens external link in new windowListe im Bibliothekskatalog.

Letzte Aenderung: 29.06.2018 · Seite drucken

Koordinatorin "Sprachnetz"

Sophie Weingraber

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Raum X 124
Fon +49. (0) 4441.15 589

Koordinatorin für DaF-Schulung, Sprachlernunterstützung

Magdalena Sieradz

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Raum X 122
Fon +49. (0) 4441.15 221