Inklusion einmal anders - eine Förderschule auf dem Weg zur inklusiven Schule

Im Schuljahr 2012/2013 wurden am Kardinal von Galen Haus, einer Förderschule für körperliche und motorische Entwicklung, auch Schüler*innen ohne sonderpädagogischen Förderbedarf aufgenommen. Es wurde eine inklusive Klasse mit 12 Kindern ohne und 6 Kindern mit Förderbedarf eingerichtet. Die Klasse wurde über die ersten vier Grundschuljahre wissenschaftlich durch Prof.'in Dr. Britta Gebhard (FH Nordhausen) begleitet. Es wurden Eltern der Schüler*innen ohne Förderbedarf zu ihren Einstellungen, Erwartungen und Befürchtungen einer inklusiven Beschulung befragt. Darüber hinaus wurden die Schüler*innen mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf bezüglich des sozio-emotionalen Schulerlebens befragt. In Bezug auf das Leseverständnis und die mathematischen Basiskompetenzen wurden lediglich die Schüler*innen ohne sonderpädagogischen Förderbedarf jeweils zum Ende des Schuljahres, insgesamt also viermal, getestet.

Nach dieser ersten Projektphase wurde das Projekt mit dem Schuljahr 2016/2017 von der Universität Vechta übernommen, die Finanzierung erfolgt über den Träger des Kardinal von Galen Hauses. Der Projektverantwortliche ist Opens window for sending emailDr. Niels Logemann, weiterhin arbeiten Anja Burchert und Dominik Brodowy am Projekt mit.

Die 12 Schüler*innen ohne sonderpädagogischen Förderbedarf besuchen aktuell weiterführende Schulen. In der aktuellen Erhebung soll mittels einer qualitativ angelegten Befragung von Lehrkräften der weiterführenden Schulen untersucht werden, wie die Lehrer*innen die Schüler*innen ohne sonderpädagogischen Förderbedarf vom Kardinal von Galen Haus in solchen Aspekten wie Arbeits- und Lernverhalten, soziale Kompetenz oder auch Selbstkompetenz beurteilen und ob und in wie weit diese sich möglicherweise in diesen Aspekten von ihren Mitschüler*innen unterscheiden. Damit verbunden ist generell auch die Frage wie gut diese Schüler*innen ohne Förderbedarf im Rahmen einer inklusiven Beschulung am Kardinal von Galen Haus auf die weiterführenden Schulformen vorbereitet worden sind. Darüber hinaus werden die Schüler*innen hinsichtlich ihres Leseverständnisses und ihrer mathematischen Kompetenzen am Ende des 5. Schuljahres getestet, um zu überprüfen, ob die erzielten Testergebnisse im Normbereich für die 5. Jahrgangsstufe in diesen beiden Kompetenzdomänen liegen. Wir sind gespannt auf erste Ergebnisse!

© Pedro Citoler
© Pedro Citoler
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Letzte Aenderung: 09.04.2019 · Seite drucken

Projektverantwortlicher

Dr. Niels Logemann

Dr. Niels Logemann

Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailniels.logemann[at]uni-vechta[dot]de
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