Improving Inclusive Teacher Education in Iraq -Verbesserung fachlicher und didaktischer Expertise für inklusive Bildung im allgemeinbildenden Schulsystem im Irak

Improving Inclusive Teacher Education in Iraq -Verbesserung fachlicher und didaktischer Expertise für inklusive Bildung im allgemeinbildenden Schulsystem im Irak

Unter der Leitung von Prof.in Dr. Marie-Christine Vierbuchen und Prof.in Dr. Frederike Bartels startete im Januar 2019 das vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) geförderte Projekt Improving Inclusive Teacher Education in Iraq -Verbesserung fachlicher und didaktischer Expertise für inklusive Bildung im allgemeinbildenden Schulsystem im Irak. Weitere Projektmitarbeiter/innen sind Dr. Mehmet Kart, Diren Yesil Sincar.

Das Projekt strebt den Aufbau und die Konsolidierung eines Netzwerks zwischen Akteur*innen der Lehrer*innenbildung von der Universität Vechta und fünf weitere lehrerbildenden Universitäten im Irak sowie Autonome Region Kurdistan an. Innerhalb dieses Netzwerks wird die Lehrerbildung für Inklusion an allgemeinen Schulen in den Mittelpunkt gestellt. Es geht um die Verbesserung fachlicher, (sonder-)pädagogischer und didaktischer Kompetenzen der irakischen/kurdischen Hochschullehrenden. Dies wird durch ein Multiplikator*innensystem angeregt, welches gemeinsam mit den irakischen/kurdischen Universitäten entwickelt und dann von Fortbilder*innen mit hoher Expertise im jeweiligen Fachgebiet umgesetzt wird. So findet eine langfristige und nachhaltige Erweiterung des Ausbildungsangebots für irakische/kurdische Hochschullehrende vor Ort statt, die durch die neu fortgebildeten und begleiteten Multiplikator*innen gehalten werden. Die Planung und Gestaltung der Umsetzungen der Fortbildungen vor Ort ist Teil der Multiplikator*innenausbildung des Programms. Da dieses Projekt in enger Kooperation mit der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg stattfinden wird, ist der Synergieeffekt deutlich sichtbar, wenn die dort fortgebildeten sonderpädagogischen Multiplikator*innen und die in Vechta fortgebildeten Multiplikator*innen für inklusiven Unterricht in allgemeinen Schulen in Tandems arbeiten. So kann auf mehreren Ebenen eine Weiterentwicklung der Strukturen vor Ort angeregt werden. Es findet eine prozessorientierte wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Multiplikator*innenprogramms statt, z.B. durch die systematisch erfasste Rückmeldung der Einschätzungen der Multiplikator*innen oder indem die durchgeführten Fortbildungen der Multiplikator*innen evaluiert werden. Durch die vor Ort an der eigenen irakischen/kurdischen Universität durchgeführten Fortbildungen für andere Lehrende wird eine Professionalisierung des Ausbildungsniveaus von irakischen/kurdischen Absolvent*innen der Lehramtsstudiengänge angestrebt. Der Bedarf der Weiterentwicklung und Verbesserung der Inhalte und Methoden wird in der bestehenden Kooperation immer wieder zurückgemeldet.

Neben diesem innovativen Ansatz der Fortbildung für Multiplikator*innen, wird eine Plattform, ein digitaler Lernraum entwickelt und weiterführende, vertiefende Anregungen sowie Austauschmöglichkeiten geboten. Der Zugang zu digitalen Lernräumen zur Bereitstellung von fachspezifischen, (sonder-)pädagogisch-didaktischen Materialien, Literatur und Medien sowie zur Partizipation an gesellschaftspolitischen und fachlichen Diskursen findet ebenfalls in Zusammenarbeit mit der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg statt. Hier können auch über Ländergrenzen hinweg mit geringem Aufwand Fortbildungen weiterentwickelt und die Multiplikator*innen nachhaltig begleitet werden. Ebenfalls im digitalen Lernraum werden zwei öffentlich zugängliche E-Konferenzen durchgeführt. Hier steht die Förderung des interkulturellen, gesellschaftlichen und fachlichen Dialogs zur ‚inklusiven Bildung in allgemeinbildenden Schulen‘ im Fokus. Diese E-Konferenzen werden gemeinsam gestaltet von Wissenschaftler*innen und Dozent*innen der Universität Vechta, Universität Oldenburg und der beteiligten Universitäten im Irak und Autonomen Region Kurdistan.

Das gesamte Projekt erstreckt sich über einen Zeitraum von zwei Jahren, bahnt jedoch durch die enge Kooperation, den Einsatz der Multiplikator*innen und die Implementation der digitalen Möglichkeiten eine wesentlich nachhaltigere und längerfristige Perspektive an.

Letzte Aenderung: 09.04.2019 · Seite drucken

Projektleitung

Prof.'in Dr. Marie-Christine Vierbuchen

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Raum H 213 
Fon +49. (0) 4441.15 181

Projektleitung

Prof. Dr. Frederike Bartels

Prof. Dr. Frederike Bartels

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Raum Y132
Fon +49 (0)4441.15 323