Herausgeforderte Eltern Eltern am Übergang ihres Kindes von der Kita in die Grundschule

Das Forschungsprojekt "Herausgeforderte Eltern: Empirische Exploration zur Transformation von Haltungen bei Müttern* und Vätern* im Einschulungsverlauf ihres Kindes" erforscht die Wahrnehmung des Übergang von der Kita in die Grundschule aus Perspektive der Elternteile. Dabei wird aus einer ungleichheitstheoretischen und intersektionalen Perspektive der frühpädagogische Übergang von der Kita in die Grundschule sowie der Verlauf des ersten Schuljahres fokussiert. Die Studie will wissen, wie die Mütter* und Väter* den Transformationsprozess anhand der gemachten Erfahrungen für sich deuten und wie sie sich selbst zwischen (antizipierten) Anforderungen der Schule und mit Blick auf Verantwortlichkeiten für die Bildungsbiographie ihres Kindes positionieren.

Das Forschungsprojekt ist als qualitative Untersuchung mit zwei Erhebungszeitpunkten angelegt: Einige Wochen vor der Einschulung sowie am Ende des ersten Schuljahres wurden jeweils 20 leitfadengestützte, narrationsgenerierende Interviews mit Mütter* und/oder Vätern* geführt, in denen sie von ihren Erwartungen, Sorgen, Erfahrungen und Wünschen bezüglich der Bildungsbiographie ihres Kindes erzählten. Die Auswertung der Daten erfolgt mit Hilfe der Intersektionalen Mehrebenenanalyse nach Winker und Degele (2009), mit welcher sie ein achtstufiges Vorgehen zur Analyse sozialer Ungleichheiten vorgeschlagen haben.

Eine intersektionale Analyse der erhobenen Daten soll ermöglichen, die Wechselwirkungen unterschiedlicher Macht- und Herrschaftsverhältnisse und deren Auswirkungen auf das Alltagsleben von Eltern und Familien am Übergang von der Kita in die Grundschule aufzuzeigen. Die ersten empirischen Befunde zeigen, dass sich die befragten Elternteile unterschiedlich gelassen in Hinblick auf den Übergang des Kindes in die Schule und den damit antizipierten Beginn der Bildungsbiographie positionieren (können). Die intersektionale Analyse gibt dabei erste Hinweise auf mögliche Ungleichheitsverhältnisse, in denen die Mütter* und Väter* positioniert sind und die sich in ihre Wahrnehmungen einschreiben. Übergreifendes Ziel des Projektes ist es, empirische Befunde über die Relevanz sozialer Ungleichheiten an diesem bedeutenden Übergang im Bildungssystem zu generieren.  

Das von der DFG geförderte Forschungsprojekt mit der Laufzeit von 2016-2019 ist am Fachbereich Soziale Arbeit angesiedelt und wird unter der Leitung von Prof.'in Christine Hunner-Kreisel von der Mitarbeiterin Katharina Steinbeck durchgeführt. Unterstützt wird das Projekt außerdem von der studentischen Mitarbeiterin Lisa Hoffmann.  

© annca über pixabay.com
Letzte Aenderung: 09.04.2019 · Seite drucken

Projektleitung

Prof. Dr. Christine Hunner-Kreisel

Prof. Dr. Christine Hunner-Kreisel

Opens window for sending emailchristine.hunner-kreisel[at]uni-vechta[dot]de
Raum R136
Fon +49. (0) 44441.15 746