Fachtagung: "Personenstand: divers. Gleichstellung weiterdenken" Donnerstag, 25.06.2020 von 12:00 Uhr bis ca. 18:00 Uhr

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Die FernUniversität Hagen richtet am 25. Juni 2020 ab 12 Uhr die Tagung "Personenstand: divers. Gleichstellung weiterdenken" aus. Veranstalter*innen sind die Gastprofessor*in Dr.* Antke Engel (Gender und Queer Studies), Prof.* Dr.* Katharina Walgenbach (LG Bildung und Differenz) und das Gleichstellungsteam der FernUniversität Hagen.

Aufgrund von Covid-19 findet die Tagung überwiegend online statt. Interessierte können sich Opens external link in new windowhier anmelden, um den Vorträgen per Livestream zu folgen.

 

Die Tagung geht den Folgen der Einführung der dritten Option des Geschlechtseintrags ‚divers’ (PStG §45b) für die Gleichstellungspolitik nach. Folgende Fragen sollen u.a. diskutiert werden:

  • Was bedeutet die dritte Option, wenn Gleichstellung gesetzlich explizit als ‚Gleichstellung von Männern und Frauen’ formuliert ist?

  • Wie kann Gleichstellung geschlechtliche Vielfalt und Selbstbestimmung unterstützen?

  • Warum können inter*- und trans*geschlechtliche bzw. nichtbinäre Personen auf diesen Ebenen nur entweder dem Zwei-Geschlechter-System eingegliedert oder als zu beschützende Minderheit separiert, nicht aber egalitär behandelt werden?

  • Wie werden diese Probleme aus antirassistischer Perspektive und im Hinblick auf die Interessen von Schwarzen und migrantisierten Personen diskutiert?

  • Was können Inklusionskonzepte aus dem Kontext der Be-/Enthinderungspolitik diesbezüglich beitragen?

Näheres zur Tagung, dem Programm sowie zu Anmeldung und technischer Umsetzung finden Sie Opens external link in new windowhier.

Hintergrund

© Sharon McCutcheon, UNSPLASH.

Deutschland gehört seit Ende 2018 zu den Ländern, das neben den Geschlechtern "männlich" und "weiblich" auch die Option "divers" gesetzlich anerkennt. Die Möglichkeit, diese sogenannte "dritte Option" im Personenstandsregister eintragen zu lassen, richtet sich dabei laut Gesetzgebung explizit an intersexuelle Menschen.

Intersexuelle, intergeschlechtliche oder Inter*-Personen sind Menschen, die sich im Hinblick auf ihr Geschlecht medizinisch nicht eindeutig einer der binären Geschlechtskategorien, männlich oder weiblich, zuordnen lassen.

Weitere Informationen, Fragen und Antworten zum Thema Opens external link in new window"Mann – Frau – Divers: Die „Dritte Option“ und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz" hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) zusammengestellt.

Lesen Sie im Beitrag von Ulrike Weber und Christian Riekel nach, warum es für Organisationen im Umgang mit dem dritten Geschlecht mit der Einführung von Unisex-Toiletten und dem "d" in Stellenausschreibungen nicht getan ist (Opens external link in new window"Das dritte Geschlecht: von Anerkennung zu Akzeptanz" vom 10. Mai 2019, erschienen auf Human Resource Manager).

QNN - Queeres Netzwerk Niedersachsen

Das QNN | Queeres Netzwerk Niedersachsen ist das Dach für die Vertretenden aller Gruppen, Vereine und Institutionen, die mit und für queere Menschen in Niedersachsen aktiv sind. Es ist unterteilt in vier Netzwerke für lesbische, schwule, trans*– und inter-Interessen. Im Rahmen von Vernetzungstreffen findet der themenbezogene Austausch statt, hier werden die konkreten und spezifischen Bedarfe der Interessengruppen ins QNN eingebracht und fortgeschrieben.

Das QNN fördert Projekte zum Abbau entsprechender Diskriminierungen. Dazu kooperiert das Queere Netzwerk u.a. mit dem Landesverband Intersexuelle Menschen.

Hier geht es zu den Internetseiten des Opens external link in new windowQNN | Queeres Netzwerk Niedersachsen.

Letzte Aenderung: 07.07.2020 · Seite drucken