Regionales Lernen 21+ ist ein Bildungskonzept für außerschulisches, handlungsorientiertes Lernen im Nahraum. Im Zentrum steht die originale Begegnung mit dem Lerngegenstand. Wir bieten Ihnen auf unseren Seiten Informationen zur Forschung und Praxis in diesem Themenfeld. Außerdem finden Sie Beratungs- und Serviceangebote.

RUBA e.V. und AGRELA e.V. als regionale Bildungsträger im Projekt „Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger“ in Niedersachsen und Bremen bestätigt

Für die neue Förderphase im Projekt „Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger“, die bis zum Jahr 2023 angelegt ist, sind die Vereine „Regionale Umweltbildung - Agrarwirtschaft (RUBA e.V.)“ und die „Arbeitsgemeinschaft Regionales Lernen - Agrarwirtschaft (AGRELA e.V.)“ als regionale Bildungsträger anerkannt und werden somit ihre Arbeit in diesem Projekt fortsetzen.

Es sollen vor allem junge Konsumenten/ -innen die Möglichkeit bekommen, Betriebe der Land- und Ernährungswirtschaft zu erkunden und mit Menschen aus der Landwirtschaft unmittelbar in Kontakt zu kommen. Ein weiteres Ziel ist es, Landwirte und Betriebe der Ernährungswirtschaft zu befähigen und dabei zu unterstützen, Kontakte zu knüpfen, Verbrauchererwartungen kennenzulernen sowie sich mit deren Produktionsweise und Erzeugnissen bei den Konsumenten und in ihrem regionalen Umfeld bekannt zu machen.

Die Bildungsarbeit von RUBA e.V. und AGRELA e.V. wird koordiniert und unterstützt vom Kompetenzzentrum Regionales Lernen an der Universität Vechta und dem Kreislandvolkverband Vechta.

Finanziert wird das Gesamt-Förderprogramm aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums der EU (ELER) sowie nationalen Geldern des Bundes, der Länder und der kommunalen Ebene.

Pilzanbau und Streuobstwiesen sind Themen beim 8. Partnerschultreffen

Eine Vielzahl von Lehrerinnen und Lehrern folgten der Einladung zum 8. Partnerschultreffen der Vereine Regionale Umweltbildung Agrarwirtschaft (RUBA) und der Arbeitsgemeinschaft Regionales Lernen Agrarwirtschaft (AGRELA), sowie des Kreislandvolkes Vechta und des Kompetenzzentrums Regionales Lernen der Universität Vechta.

Am 27. Oktober trafen sich rund 30 Lehrpersonen der insgesamt 35 Partnerschulen aus dem ganzen Kreisgebiet bei der Pilzfarm OMpilze GmbH und Co. KG in Goldenstedt. Hier wurden sie vom Betriebsleiter Andreas Wohlers begrüßt und bekamen bei der Führung durch den Betrieb einen interessanten Einblick in die Zucht und Vermarktung von Champignons. Sehr beeindruckten das schnelle Wachstum der Pilze und das außergewöhnliche Aroma eines frisch gepflückten Champignons.

Im Anschluss berichteten Dr. Gabriele Diersen (Uni Vechta)und Esther Barth (RUBA) über die umfangreiche Bildungsarbeit von RUBA und AGRELA und stellten neue Projekte und Entwicklungen vor. Im Fokus stand hierbei das Projekt „Streuobstwiesen – ein Hit in der Kulturlandschaft“, welches von der Bingo-Stiftung sowie der Bürgerstiftung Vechta finanziert wird. Über Aktionen und Bildungsangebote rund um das Thema Streuobstwiese wurde berichtet und neu entwickelte Lehrmaterialien waren zum Ausprobieren an Stationen aufgebaut.

Im Anschluss an die Präsentation fand ein reger Austausch statt, der unter anderem zu neuen Projektvorhaben und Vorgehensweisen führte.

Aufbau der Bildungsregion Vechta

Basierend auf der Entscheidung des Niedersächsischen Kultusministeriums wird seit 2015 der Aufbau sogenannter Bildungsregionen gefördert. Entsprechend dem „Rahmenkonzept für Bildungsregionen in Niedersachsen" hat sich auch der Landkreis Vechta erfolgreich beworben und begonnen eine Bildungsregion zu entwickeln. Ziel ist die Vernetzung der Akteure im Bereich der formalen, non-formalen und informellen Bildung, um die lokale Bildungslandschaft weiterzuentwickeln. „Es geht um eine frühzeitig einsetzende, kontinuierliche, individuelle Diagnostik, Beratung und Förderung sowie um flüssige Übergänge zur Unterstützung erfolgreicher Bildungsbiografien. Damit wird auch eine deutliche Reduzierung herkunftsbedingter Unterschiede von Bildungschancen erreicht. Junge Menschen im Landkreis Vechta sollen sich in einer wohl strukturierten, vernetzten und transparenten Bildungslandschaft gute Bildungs- und Berufsperspektiven eröffnen können!“ (Quelle:http:Opens external link in new window//www.bildungsregion-vechta.de/wissenswertes/nächste-ziele/

Zugriffsdatum:03.11.2016)

Als Koordinatoren sind Karlheinz Rohe und Werner Völker eingesetzt. Beide waren zuvor als Oberschulleiter und Koordinatoren des Schulverbundes der Haupt-, Real- und Oberschulen im Landkreis Vechta tätig.

Eine Steuerungsgruppe begleitet den Prozess. Sie setzt sich aus Mitgliedern der Kommune, der Landesschulbehörde und aus Akteuren zusammen, die für Erziehung und allgemeine sowie berufliche Bildung tätig sind. Dr. Johanna Schockemöhle und Dr. Gabriele Diersen sind die Vertreter der Universität Vechta in diesem Gremium, das im August 2016 die Arbeit aufgenommen hat.

Drei Projekte sind bisher auf dem Weg: Ein Projekt zur Sprachlernunterstützung von Geflüchteten durch  Studierende der Universität Vechta sowie Vorhaben zu den Bereichen Sprachförderung im Vorschulbereich und Berufsorientierung.

"MINT-Lernen in informellen Räumen" - Kooperationsprojekt startet im Oktober 2016

Erfolgreich im Rahmen des „Niedersächsischen Vorab“ der Volkswagenstiftung war das Promotionsprogramm „MINT – Lernen in informellen Räumen“. Koordiniert von der Universität Oldenburg, Prof. Dr. Michael Komorek und Prof. Dr. Peter Röben, zielt das Vorhaben ab auf die Erforschung naturwissenschaftlich-technischer und informatischer, fachübergreifender Lernprozesse an außerschulischen Lernorten und auf die Unterstützung entsprechender regionaler "außerschulischer Curricula". Gefördert werden zwölf Lichtenberg-Promotionsstipendien mit rund 800.000,-- €. Antragsteller sind neben der Universität Oldenburg, die Universitäten Hannover und Vechta. Die internationale Perspektive wird durch kooperierende Personen der University of Crete (Griechenland) und der University of Southern Denmark (Dänemark) repräsentiert. Zudem ist eine große Anzahl außerschulischer Einrichtungen involviert.

Für die Universität Vechta ist Prof. Dr. Martina Flath Mitantragstellerin. Zwei der insgesamt zwölf Promotionsstipendien sind in der Abteilung „Lernen in ländlichen Räumen“ am Kompetenzzentrum Regionales Lernen des ISPA angesiedelt. Ziel ist es, das Potential Regionalen Lernens 21+ im Projektkontext zu untersuchen und den Beitrag für erfolgreiche Bildungsprozesse im MINT-Bereich für eine nachhaltige Entwicklung zu überprüfen.

Das Programm startet im Oktober 2016 und läuft über vier Jahre, worin die über eine Laufzeit von drei Jahren ausgelegten Promotionsstipendien eingebettet sind.

Initiates file downloadAusschreibung Stipendium Geographie

Aktiv im Projekt „BRIDGES“ im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung an der Universität Vechta Projektstart im Januar 2016

Die Abteilung „Regionales Lernen in ländlichen Räumen“ und das Kompetenzzentrum Regionales Lernen am ISPA sind in der „Werkstatt Inklusion“ mit weiteren Akteuren der Universität Vechta aktiv. Forschung und Entwicklung im Schwerpunkt „Außerschulisches, handlungsorientiertes Lernen als Baustein inklusiven Unterrichts“ sind unser Ziel...

 

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„Die Region als Lernort“: FachschülerInnen in der Praxisphase

Kompetenzzentrum Regionales Lernen und BBS Marienhain kooperieren.

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Bild: Kreativität beim Umgang mit der Lernortgestaltung: Ein Fußballtor wird für die Textilgestaltung genutzt (Foto Laura Bruns)

Studierendengruppen aus Gießen, Eichstätt-Ingolstadt, Neubrandenburg, Bremen und Vechta zu Gast

Im Jahr 2015 konnten das Kompetenzzentrum Regionales Lernen und die regionalen Bildungsträger RUBA und AGRELA im Landkreis Vechta Studierendengruppen aus Gießen, Eichstätt-Ingolstadt, Neubrandenburg, Bremen und Vechta begrüßen.

Von der Universität Vechta kamen Studierendengruppen aus den Fächern Sachunterricht und der Geographie, um Theorie und Praxis des Regionalen Lernens und des Lernens auf dem Bauernhof kennenzulernen. Die Gruppen von auswärts zeigten sich zudem sehr interessiert an den Merkmalen und den Entwicklungen der Land- und Ernährungswirtschaft im Oldenburger Münsterland.

Bild: Studierende der Universität Bremen testen Schüleraufgaben auf dem Lernstandort Hof Heil (Foto Esther Barth)

Stabile Entwicklung der Bildungsarbeit bei RUBA und AGRELA

Die Fördervereine RUBA (Förderverein Regionale Umweltbildung - Agrarwirtschaft e.V.) und AGRELA (Arbeitsgemeinschaft Regionales Lernen Agrarwirtschaft e.V.), dessen pädagogische Arbeit vom Kompetenzzentrum Regionales Lernen koordiniert wird, haben in 2015 erneut rund 180 Veranstaltungen mit über 3.700 Besuchern durchgeführt. Aufgrund des sehr kurzen Winterschulhalbjahres liegen die Werte etwas unter denen des Vorjahres.

Der größte Anteil der Besucher kommt aus der Sekundarstufe I, gefolgt von der Grundschule. Besonders hoch war in diesem Jahr die Gruppe der Studierenden bei den Veranstaltungen und Fortbildungen für Multiplikatoren. Von sechs Universitäten kamen insgesamt neun Gruppen. Mit einer Ausnahme studierten sie jeweils mit dem Berufsziel Lehrer/Lehrerin.

RUBA und AGRELA bieten als regionale Bildungsträger im Landkreis Vechta Bildungsangebote rund um die Themen Land- und Ernährungswirtschaft sowie Kulturlandschaft an. Aufgenommen wurde die Arbeit 2003. Nach einigen Testerkundungen entwickelte sich das Bildungsangebot in den Folgejahren rasant weiter. Heute besteht ein Partnerschulnetzwerk, dem 34 Schulen des Landkreises Vechta angeschlossen sind. Grundlage der Zusammenarbeit sind jeweils Kooperationsverträge zwischen den Schulen und den Bildungsträgern.

Abbildung: Entwicklung der Aktivitäten der regionalen Bildungsträger RUBA und AGRELA

Regionales Lernen wurde ausgezeichnet als „Offizielle Maßnahme der Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)““

und ist somit Bestandteil des Nationalen Aktionsplans. Die Weltdekade für BNE wurde für die Jahre 2005 bis 2014
von den Vereinten Nationen ausgerufen. Die UNESCO koordinierte weltweit die Projekte und Maßnahmen der Dekade.
Im Gegensatz zu zahlreichen, eher lokal ausgerichteten Dekade-Projekten, von denen es rund 1.800 gibt, wurden deutschlandweit nur 49 Vorhaben als Maßnahmen ausgezeichnet.
"Dekade-Maßnahmen sind Leuchttürme der Bildung für nachhaltige Entwicklung", so Prof. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees der UN-Dekade.
"Sie haben überregionale Strahlkraft und leisten einen ganz besonderen Beitrag zur systematischen Verankerung des Konzepts BNE im deutschen Bildungswesen“.

Prof. Dr. Gerhard de Haan, Prof. Dr. Martina Flath. Dr. Gabriele Diersen, Jason Jakonides (v.l.n.r.) bei der Auszeichnungsveranstaltung im April 2014 in Wolfsburg

Projektstart "Streuobstwiese - ein Hit in der Kulturlandschaft"

Abb.: Die Projektpartner freuen sich, gemeinsam Impulse für den inklusiven Unterricht auf und zur Streuobstwiese zu entwickeln. v.l.n.r. Prof. Dr. Martina Flath (AGRELA e.V.), Jürgen Göttke-Krogmann (Eschpark Kroge), Josef Diersen (BUND),Anja Koch (Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Sonnenhof e.V., Dr. Carolin Duda-Wehenpohl und Dr. Gabriele Diersen (Kompetenzzentrum Regionales Lernen)

Die niedersächsische Bingo-Umweltstiftung fördert im Rahmen des Jubiläumsprojekts Streuobstwiese ein Vorhaben zum inklusiven Unterricht in Vechta. In einer Laufzeit von zwei Jahren sollen Konzepte und Materialien für die schulische und außerschulische, inklusive Bildungsarbeit zur und auf der Streuobstwiese entstehen.


Streuobstwiesen sind nicht nur ein Hot Spot der Artenvielfalt mit mehr als 5.000 Tier- und Pflanzenarten, die auf ihr leben, sondern besitzen auch ein sehr hohes Potenzial an Momenten des Erlebens, Erfahrens und Handelns: Obst naschen, Natur erleben, Vögel beobachten, Fallobst sammeln und verarbeiten. Keine andere Kulturlandschaft lädt den Menschen derart ein, sie zu nutzen und zugleich zu genießen. Das Lernen mit Herz, Kopf und Hand, findet auf einer Streuobstwiese ideale Ausgangsbedingungen.Unterrichtskonzepte und Materialien zur und auf der Streuobstwiese werden entwickelt, getestet und publiziert.

Letzte Aenderung: 28.11.2016 · Seite drucken

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Dr. Gabriele Diersen

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