Nachhaltige Entwicklung und BNE

Der Kerngedanke Nachhaltiger Entwicklung besteht darin, Gerechtigkeit zwischen den verschiedenen Weltregionen, Nationen und Kulturen zu schaffen als auch in zeitlicher Perspektive zwischen den Generationen. Zukünftige Generationen sollen dieselben Chancen auf ein erfülltes Leben haben wie wir. Gleichzeitig müssen Chancen für alle Menschen auf der Erde fairer verteilt werden. Mit der Agenda 21, einem entwicklungs- und umweltpolitischen Aktionsprogramm, wurde dieses Leitbild in einen Handlungsplan für das 21.Jahrhundert überführt. Sie wurde in Rio de Janeiro von 178 Staaten unterzeichnet und Nachhaltige Entwicklung wurde zunehmend zur Leitlinie öffentlichen Handelns.

 

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) wiederum vermittelt Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln. Sie versetzt Menschen in die Lage, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und dabei abzuschätzen, wie sich das eigene Handeln auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirkt. Im Zentrum steht die Förderung der Gestaltungskompetenz. Sie bezeichnet die Fähigkeit Wissen über nachhaltige Entwicklung anwenden und Probleme nicht nachhaltiger Entwicklung erkennen zu können. Sie umfasst zum Beispiel folgende Teilbereiche: Vorausschauendes Denken, interdisziplinäres Wissen, autonomes Handeln und Partizipation an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen.

Mit der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung (2005-2014)“ haben sich die Staaten der UN verpflichtet, dieses Konzept zu stärken – vom Kindergarten, Schule, beruflicher Ausbildung, Universität über Forschungsinstitute, außerschulische Weiterbildungseinrichtungen bis zum informellen Lernen außerhalb von Bildungseinrichtungen.

 

 

Abbildung 1: Charakter der BNE als integrierender Ansatz, der eine Neuorientierung für alle Curriculumsbereiche darstellt (Schockemöhle 2009)

Abbildung 2: Zentrale Kennzeichen der BNE (Schockemöhle 2009)

„Regionales Lernen 21+ und das Kompetenzzentrum Regionales Lernen wurden 2014 als offizielle Maßnahme der Weltdekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) ausgezeichnet. Damit sind sie Bestandteile des Nationalen Aktionsplans für BNE. 

Die Bemühungen werden seit 2015 im UNESCO-Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung fortgesetzt. Das fünfjährige Programm (2015-2019) zielt darauf ab, langfristig eine systemische Veränderung des Bildungssystems zu bewirken und Bildung für nachhaltige Entwicklung vom Projekt in die Struktur zu bringen. Es leistet einen wesentlichen Beitrag zur Agenda 2030, die im September 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedet wurde und die 17 Ziele nachhaltiger Entwicklung – die Sustainable Development Goals (SDGs) – umfasst.“

Weiterführende Informationen finden Sie unter www.bne-portal.de

 

Quellen:

www.bne-portal.de/was-ist-bne/grundlagen/ Zugriffsdatum 30.07.2013),

Schockemöhle, J. (2009): Außerschulisches regionales Lernen als Bildungsstrategie für eine nachhaltige Entwicklung. Weingarten: Selbstverlag Hochschulverband für Geographie und ihre Didaktik e.V.

Letzte Aenderung: 27.03.2018 · Seite drucken