Effekte des Regionalen Lernens 21+

Die Ergebnisse der empirischen Untersuchungen von Schockemöhle (2009) belegen, dass Regionales Lernen 21+ im Hinblick auf die Förderung von Gestaltungskompetenz und regionaler Identität äußerst wirksam ist. Großen Einfluss auf den Erfolg des Regionalen Lernens 21+ übt handlungsorientiertes und binnendifferenziertes Lernen in den Bildungsvorhaben aus.

Im Rahmen eines Zweigruppen – Pretest-Posttest-Plans wurden knapp 2.200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Bildungsvorhaben des Regionalen Lernens 21+ befragt. In allen gemessenen Merkmalen der regionalen Identität und Gestaltungskompetenz wiesen die Versuchsgruppen Altersstufen übergreifend nach der Maßnahme signifikante positive Veränderungen auf. In den Kontrollgruppen, die an außerschulischen Lernvorhaben mit einem geringen Grad an Handlungsorientierung teilnahmen, konnte keine vergleichbare Wirkung erzielt werden.

Insgesamt stellt sich damit heraus, dass der Grad der Handlungsorientierung eines Lernvorhabens - sprich ein hoher Anteil selbstständigen, selbsttätigen, problemorientierten, gemeinsamen Lernens - sowie der verstärkte Einsatz von Maßnahmen zur Binnendifferenzierung starken Einfluss auf die Maßnahmenwirksamkeit ausüben.

Schockemöhle, J. (2009): Außerschulisches regionales Lernen als Bildungsstrategie für eine nachhaltige Entwicklung. Weingarten: Selbstverlag Hochschulverband für Geographie und ihre Didaktik e.V.

Letzte Aenderung: 25.10.2018 · Seite drucken