Regionen zeichnen sich durch einen hohen Grad an Komplexität aus und sind durch die Vielfalt und Eigenheit ihres Naturraumes und ihrer Kultur, ihrer wirtschaftlichen und sozialen Strukturen, ihrer regionalen und überregionalen Verflechtungen sowie andere Merkmale charakterisiert und unterscheiden sich dadurch von anderen. Sie bieten damit eine ausgezeichnete, individuelle Grundlage für vielfältige Zugänge und eine hohe Transparenz für Lernprozesse.

Abbildung 1: Leitbilder und Ziele Regionalen Lernens in ländlichen Räumen (Flath 2009)

Für die didaktische Bedeutung des Nahraums und damit von Regionen lassen sich drei Gründe nennen:

  1. Regionen sind heute wichtige Entscheidungs- und Handlungsräume für raumrelevante politische, wirtschaftliche und soziale Entwicklungen und Entscheidungen. Sie sind unverzichtbarer Bezugsraum und -Rahmen für das Verständnis vieler Themen und Inhalte.
  2. Akteure werden als Gestalter und Entscheider im Rahmen der Regionalentwicklung immer bedeutsamer. Wir sprechen heute bereits von wissensbasierter Regionalentwicklung und kollektivem Lernen in der Region.
  3. Didaktisch gesehen bietet eine Region mit ihren verschiedenen Lernorten originale Begegnung und Transparenz und damit größtmögliche Realitätsnähe zu Objekten, Sachverhalten und Prozessen.

Quelle: Flath, M. (2010): Lernstrategien und Konzeptionen für den Lernort Bauernhof. In: Tagungsband zur 1. Fachtagung der Wissenschaftsinitiative zum Lernort Bauernhof 2010. Verfügbar unter: www.baglob.de/11/tagungsband_wi_10.pdf

Flath, M. (2009): Die Region als Lernort – außerschulisches Lernen im Kontext Lebenslangen Lernens. In: Flath, M. / Schockemöhle, J. (Hrsg.): Regionales Lernen – Kompetenzen fördern und Partizipation stärken. Tagungsband zum HDG-Symposium, 9.-10. Oktober 2009 in Vechta. Nürnberg

Letzte Aenderung: 27.03.2018 · Seite drucken