In diesem Bereich finden Sie Informationen zum Kompetenzzentrum für Lehrer*innenfortbildung Vechta sowie zur Neugestaltung der Lehrer*innenfortbildung in Niedersachsen.

 

 

Seit 2012 gibt es in Niedersachsen insgesamt 12 Kompetenzzentren für Lehrer*innenfortbildung. Neben den acht lehramtsausbildenden Universitäten zählen noch vier Bildungseinrichtungen dazu. Die Aufgabe der Kompetenzzentren besteht in der Entwicklung, Organisation, Durchführung und Evaluation von Lehrer*innenfortbildungsangeboten.

Die Universität Vechta bildet zusammen mit dem Opens external link in new windowLudwig Windthorst-Haus (LWH) in Lingen und der Opens external link in new windowHistorisch Ökologischen Bildungsstätte Papenburg (HÖB) ein in Niedersachsen einzigartiges und funktionsfähiges Verbundmodell aus Universität und Einrichtungen der Erwachsenenbildung.

Der Zuständigkeitsbereich des Kompetenzzentrums Vechta erstreckt sich über die drei Landkreise Cloppenburg, Vechta und Diepholz. In diesen Landkreisen arbeiten ca. 4.800 Lehrkräfte an 219 Schulen. Das LWH und die HÖB sind für die Fortbildungen im Emsland und der Grafschaft Bentheim zuständig. Insgesamt bedienen die drei Partner über 8.800 Lehrkräfte an mehr als 450 Schulen.
Universitätsintern ist das Kompetenzzentrum Teil des Opens internal link in current windowZentrums für Lehrerbildung (ZfLB). Beide Einrichtungen arbeiten bei der Organisation der Lehrer*innenfortbildung eng zusammen.
Im Kompetenzzentrum Vechta kümmert sich der Opens internal link in current windowFortbildungsverantwortliche um die Entwicklung und Organisation von Fortbildungsangeboten. Unterstützt wird er bei der Durchführung und Abwicklung der Fortbildungen von zwei Sachbearbeiterinnen und einer und studentischen Hilfskraft.

Mit der Übertragung der Durchführungsverantwortung der Lehrer*innenfortbildung an die Hochschulen ist vor allem das Ziel verbunden, universitäre Fortbildungsangebote u.a. zur Fachdidaktik, Fachwissenschaft und Lernpsychologie in der Region anzubieten. Somit werden aktuelle Themen und Erkenntnisse aus Forschung und Lehre in die Lehrer*innenfortbildung integriert.

Mit dem Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen und der Historisch-Ökologischen-Bildungsstätte in Papenburg stehen dem Standort Vechta kompetente und erfahrene Partner*innen der Erwachsenenbildung zur Seite. Insgesamt bietet das Kompetenzzentrum Vechta mit seinen drei Standorten professionelle Fortbildner*innen, die ein vielfältiges Angebot ermöglichen und damit die Qualität der Lehrer*innenfortbildung stärken.

Die insgesamt zwölf Niedersächsischen Kompetenzzentren sind auf Landesebene in einem Arbeitskreis für Lehrerfortbildung (AKfL) organisiert. Dieser befasst sich im Rahmen der Qualitätssicherung u.a. mit Fragen der Verbesserung von Fortbildungsangeboten sowie der Qualifizierung des Fortbildungspersonals. Neben den Kompetenzzentren gehören dem Arbeitskreis auch Vertreter*innen des Opens external link in new windowNiedersächsischen Landesinstituts für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ), der Opens external link in new windowNiedersächsischen Landesschulbehörde (NLSchB) und des Opens external link in new windowKultusministeriums (MK) an.

Eine Übersichtskarte über die 12 regionalen Kompetenzzentren für Lehrer*innenfortbildung und deren Zuständigkeitsgebiete finden Sie Opens external link in new windowhier.

Zentrale Fragen der Lehrer*innenfortbildung werden in spezifischen Arbeitsgruppen bearbeitet. Aktuell gibt es folgende AGs:

  • Arbeitsgruppe der Kompetenzzentren
  • Arbeitsgruppe für Qualitätsfragen
  • Arbeitsgruppe für Fragen der Umsetzung der inklusiven Schule

Entwicklung.

Um den Schulen ein umfassendes Angebot zur Verfügung zu stellen, werden einerseits aktuelle Fortbildungsthemen im Angebot berücksichtigt und andererseits durch Bedarfserhebungen spezifische Forbildungsformate entwickelt und angeboten. Diese Herangehensweise stellt ein gemeinsames Ziel von Schule und Kompetenzzentrum dar, denn nur durch gemeinsames Handeln kann Lehrer*innenfortbildung wirksam und nachhaltig gestaltet werden und zugleich einen Gewinn sowohl für Lehrkräfte als auch für Schüler*innen darstellen.  

Unterstützt und flankiert wird dieser Prozess durch institutionalisierte Arbeitskreise wie der Runde Tisch Lehrerbildung, in dem Vertreter*innen aus Studienseminaren, Schulleitungen, Verbänden u.a.m. zusammen über die Bedarfe und Bedingungen der Lehr*inneneraus- und -fortbildung sprechen.

Der Aufgabenbereich des Kompetenzzentrums für Lehrer*innenfortbildung umfasst neben der Entwicklung auch die Organisation, Durchführung und Evaluation von Fortbildungsangeboten für Lehrkräfte. 

 

Organisation & Durchführung.

Das Kompetenzzentrum orientiert sich mit seiner Angebotsplanung und der Programmerstellung für die regionale Lehrer*innenfortbildung am Schulrhythmus, d.h. zweimal jährlich erscheint ein aktuelles Fortbildungsprogramm. Das in der Fortbildung tätige Personal wird dazu aus unterschiedlichen Bereichen des Bildungsystems rekrutiert. Dazu zählen die Hochschule, selbstständige Fortbildner*innen sowie Fachpersonal der Landesschulbehörde. Insbesondere für die Angebote mit bildungspolitischer Piorität werden Programmabsprachen mit der Niedersächsischen Landesschulbehörde (NLSchB) getroffen.

Das Kompetenzzentrum übernimmt die gesamte Administration der Lehrer*innenfortbildung, angefangen bei den Vorgesprächen mit Fortbildner*innen über die Ausschreibung und Bewerbung von Veranstaltungen bis hin zur Einladung und Abwicklung.

Das Angebot umfasst in Anlehnung an die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Lehrkräfte (APVO) folgende Kompetenzbereiche

  • Unterrichten
  • Erziehen
  • Beurteilen, beraten und unterstützen
  • Schule gestalten und weiterentwickeln
  • Personale Kompetenzen

 

Evaluation.

Zur Qualitätssicherung und Verbesserung der Fortbildung wurde ein Orientierungsrahmen für die Qualitätsentwicklung und -sicherung in der regionalen Lehrer*innenfortbildung entwickelt. In diesem sind unterschiedliche Qualitätsdimensionen beschrieben. Der in den Fortbildungsveranstaltungen eingesetzte Evaluationsbogen folgt diesem Orientierungsrahmen. Die Ergebnisse der Evaluation werden sowohl für die Arbeit mit den Fortbildner*innen als auch für interne Qualitätsentwicklungsprozesse genutzt. Auf diese Weise kann ein wichtiger Beitrag zur Wirksamkeit von Lehrer*innenfortbildung geleistet werden.

Letzte Aenderung: 27.03.2018 · Seite drucken

Programm 2|2017

Qualitätsrahmen Lehrerfortbildung