Workshops & Beschreibungen

Gisela Röhling

Interkulturelle Pädagogik trägt der Tatsache Rechnung, dass wir in einer multikulturellen Gesellschaft leben, deren kulturelle Vielfältigkeit von einem Nebeneinander zu einem Miteinander gestaltet werden kann. Diese Annahme sollte folgerichtig einen gelebten Niederschlag in der pädagogischen Arbeit in Kindertageseinrichtungen, Schulen und Familien-Bildungsstätten finden.Interkulturelle Pädagogik orientiert sich an den konkreten Lebenswelten aller Kinder und ihrer Familien. Das bedeutet: Bedürfnisse, Gewohnheiten, Traditionen und Rituale, Normen und Werte einheimischer und zugewanderter Familien sind durchgängig in der alltäglichen und ganzheitlichen Erziehung mitzudenken.Das bewusste Spiegeln von Herkunft, Kultur, Tradition, Religion und Sprache im Alltag trägt dazu bei, die Tageseinrichtung und die Grund-Schule zu einem lebendigen Platz interkulturellen Lebens zu machen.Kommunikative Kompetenz ist dabei Handwerkszeug aller pädagogischen Handelnder. Interkulturelle Kommunikation erhält einen besonders hohen Stellenwert, wenn es gilt, kulturelle Missverständnisse zu vermeiden und ihnen zu begegnen. Der Workshop "Interkulturelle Elternarbeit" ist erlebnisorientiert ausgerichtet und bietet ausreichende Möglichkeiten für Fragen und zur Reflexion.

 

 

Dr. Frauke Gruben

Lerner, die sich im Alltag schon recht gut verständigen können, scheitern oft an Texten und Aufgaben im Fachunterricht. Die Texte in den Schulbüchern enthalten bildungssprachliche und fachsprachliche Wörter und Konstruktionen, die den Kindern und Jugendlichen ungeläufig sind, die sie aber im Rahmen des Unterrichts teilweise erwerben sollen. Nach einer Einführung in die Thematik (Geographie) werden Schulbuchtexte aus den Fächern (Biologie) analysiert und auf drei Niveaus so aufbereitet, dass sie bzw. ihre wesentlichen Inhalte von förderbedürftigen Kindern und Jugendlichen verstanden werden können. Außerdem wird über Möglichkeiten des Einsatzes von Zusatzmaterialien diskutiert, die ohne umfangreiche Vorbereitungen seitens der Lehrkraft erstellt werden können. 

Meike Baasen & Annett Kuipers

Schule und Migration – das ist ein Thema mit einer langen Tradition. Und es ist ein schwieriges Thema, das Fragen aufwirft und Verunsicherungen schafft. Fragen wie diese:

  • Migrant*innen: Wer gehört dazu und wer nicht
  • Integration:  Wie ist diese Herausforderung zu gestalten?
  • Vielfalt: verstanden als Chance, aber wie umsetzen?

In dem Workshop wird u.a. die Frage gestellt, welche Möglichkeiten die Schule hat, die Chancen der Migration zu nutzen und die damit verbundenen Herausforderungen anzunehmen
 

Dirk Heydinger & Dr. Jörg Schulte-Pelkum

In diesem Workshop soll für kulturelle Unterschiede und die situativen Umstände von Flüchtlingen sensibilisiert werden, damit Integration, Erziehung und Bildung in der Schule gut gelingen kann.
Anhand von Hintergrundinformationen und praxisnahen Beispielen soll sowohl das Wissen über mögliche Folgen von Flucht und Migration als auch die eigene Handlungssicherheit im konkreten Umgang mit jugendlichen Flüchtlingen verbessert werden.

Letzte Aenderung: 18.05.2020 · Seite drucken