Workshops & Beschreibungen

Wilhelm Bruns

Vor 25 Jahren wurde im Anschluss an eine Lehrerfortbildung an der Universität Oldenburg ein Verfahren entwickelt, mit dem sich interessierte Personen gegenseitig wirksame Hilfe zur Selbsthilfe geben können. Unter der Bezeichnung „Kollegiale Beratung und Supervision“ hat es sich nicht nur im schulischen, sondern auch im außerschulischen Bereich (Sozialarbeit, Justiz, Polizei) vielfach bewährt. Seit einigen Jahren bietet das NLQ (Hildesheim) dieses Verfahren auch unter der Bezeichnung „Kollegiales Coaching“ für Schulleitungen mit sehr guter Resonanz zur Fortbildung an.
Das Verfahren ist in kleinen Gruppen durchzuführen und versteht sich als eine wirksame Klärungshilfe. Es hilft bei der Analyse beruflicher Situationen sowie beim Durchdenken eigener Handlungen. Es ermöglicht in vielen Fällen die Entwicklung neuer Perspektiven. Das Verfahren hat einen klaren und gut strukturierten Aufbau. Deshalb ist es relativ einfach zu erlernen.
Ferner sind etliche Vorgehensweisen und Prinzipien der „Kollegialen Beratung und Supervision“ bzw. des „Kollegialen Coaching“ mit Gewinn auf die Gestaltung von Unterrichtssituationen übertragbar.
Die Fortbildungsveranstaltung umfasst insgesamt 31 angeleitete Stunden sowie einige autonome Treffen.
Im Rahmen dieses Workshops erhalten Sie einen umfassenden Einblick in das Verfahren. Nach dem Workshop haben Sie die Möglichkeit, sich für eine Fortbildungsreihe zur Kollegialen Beratung anzumelden, die vom Land Niedersachsen finanziert wird. 

Kristian Seewald

Zeit ist im Lehrerleben eine überaus kostbare Ressource, selbst erfahrene KollegInnen wünschen sich manchmal mehr davon. Dabei ist das Problem meist nicht, dass Zeit „fehlt“, sondern dass wir unsere Prioritäten falsch setzen; dass wir denken, wir müssten noch unbedingt das letzte Arbeitsblatt farbig erstellen, sonst... Dass wir uns antreiben lassen von unserem inneren Schweinehund zu Dingen, die uns Zeit rauben.

In diesem BEP-Workshop schauen wir gemeinsam, was uns freie Zeit eigentlich bedeutet, wie wir unsere Zeit am Tag/in der Woche nutzen, was uns antreibt als LehrerIn, dies so zu tun – und wie wir dies dort, wo uns unser Zeitselbstmanagement stört, ändern können.


SEMINARASPEKTE

•    Wenn ich eine Stunde Zeit hätte?
•    Zeitkuchen/Zeitplan: Wie verbringe ich wie mit was meine Zeit in der Woche?
•    Analyse des eigenen Zeitmanagementverhaltens?
•    Meine innere Haltung: Meine Rolle als LehrerIn
•    Antreiber und Glaubenssätze: Was treibt mich an, was glaube ich, was hindert mich an mehr Zeit für mich?
•    Grundregeln des Zeitmanagement
•    Kräftestärkende Zeitblüten finden – und in den eigenen Wochenplan einbauen
•    Zeitdiebe und -störungen erkenne und eliminieren
•    Wichtiges und Dringendes unterscheiden
•    „Ich mache jetzt Schluss“ mein Kampf gegen das schlechte Gewissen, wenn ich Zeitgrenzen setze

 

 

Siga Diepold

Zum beruflichen Alltag von Lehrer/-innen gehört neben der pädagogischen Arbeit der regelmäßige Kontakt mit den Eltern. Lehrer/-innen sind Ansprechpartner für deren Sorgen und Wünsche, aber auch Ratgeber/-in und Informant/-in bezüglich des Entwicklungs- und Leistungsstandes des Kindes.
Die ständig wechselnden Gesprächssituationen und Gesprächsanlässe stellen hohe Anforderungen an die Gesprächsführung der Pädagog/-innen.
Zielsetzung: 
In diesem Workshop sollen Hilfen angeboten werden, um mehr Sicherheit in einer zielgerichteten Gesprächsführung zu gewinnen:

  • Handwerkszeug der Gesprächsführung
  • schwierige Elterngespräche: Konfliktgespräche - Was tun bei persönlichen Angriffen? etc
  • Übungsphase

 

 

Katrin Hütter

Seit Hattie wissen wir: die Lehrkraft hat großen Einfluss auf das Lernen ihrer Schüler. Hilbert Meyer formulierte es bereits in seinen 10 Merkmalen guten Unterrichts: Classroom Management - zu Deutsch: Klassenführung - zählt zu den wichtigsten Werkzeugen des Lehrers. Wir möchten Klassenlehrer bzw. Klassenlehrerteams einladen, sich im Rahmen eines Workshops dem zu nähern, was Lehren und Lernen ausmacht - der Situation im Klassenzimmer - insbesondere bei der Arbeit mit heterogenen Lerngruppen.
In dieser Veranstaltung werden wir nicht nur Ideen und Maßnahmen zur Sicherung von Ruhe und Disziplin erarbeiten, sondern wir wollen die Prävention, also Maßnahmen zur Vermeidung von Unterrichtsstörungen und die Lehrer-Schüler-Beziehung in den Mittelpunkt rücken. Wie gelingt es effektiv Lernzeit zu gewinnen, alle Schüler zu aktivieren und ihnen Teilhabe am Klassenleben zu ermöglichen? Wie setze ich Regeln, positive Verstärker und andere Strategien ein um Schüler mit Verhaltensproblemen zu unterstützen und zu integrieren? Sicher werden wir dazu in einen regen Austausch kommen.

Dieter Vorrath-Diepold

Konflikte im Unterricht nehmen zu und belasten alle am Unterrichtsprozess Beteiligten gleichermaßen. Wir kennen sie alle: Sie tun meistens nicht das, was wir wollen. Sie reden im Unterricht ständig rein, schikanieren und schlagen Mitschüler, stören die Kooperation in der Kleingruppe. Sie scheinen immer ihr eigenes Süppchen zu kochen. Anweisungen, die ich als Lehrer gebe, werden gerne unterlaufen, manchmal provokant belächelt. Und zur Verhaltensproblematik der schwierigen Schüler gesellen sich oft Verständnisprobleme und Teilleistungsstörungen.
Deshalb ist eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem Problemfeld unumgänglich.
Im Mittelpunkt des Workshops stehen Übungen und der Austausch zu folgenden Themenfeldern:
•    Welche Formen von Unterrichtsstörungen nehmen wir wahr?
•    Welche möglichen Ursachen für Unterrichtsstörungen gibt es?
•    Wie können wir Unterrichtsstörungen minimieren?

Marc Ubben

Konflikte im Unterricht nehmen zu und belasten alle am Unterrichtsprozess Beteiligten gleichermaßen. Wir kennen sie alle: Sie tun meistens nicht das, was wir wollen. Sie reden im Unterricht ständig rein, schikanieren und schlagen Mitschüler, stören die Kooperation in der Kleingruppe. Sie scheinen immer ihr eigenes Süppchen zu kochen.

Letzte Aenderung: 08.04.2021 · Seite drucken