Institut für Strukturforschung und Planung in agrarischen Intensivgebieten (ISPA)

Das Institut für Strukturforschung und Planung in agrarischen Intensivgebieten (ISPA) wurde 1990 gegründet, um Regionen mit intensiver Landwirtschaft zu untersuchen und praxisorientierte Lösungsvorschläge für regionale Herausforderungen zu entwickeln.

Dynamiken ländlicher Räume: Im Mittelpunkt stehen Fragen der Entstehung, der wirtschaftlichen und sozialen Dynamik agrarischer Intensivgebiete (Schwerpunkt Nutztierhaltung). Dabei sind die Analysen nicht auf Nordwestdeutschland beschränkt, sondern es werden vergleichende Untersuchungen in anderen Staaten der Europäischen Union, in den USA und in Australasien durchgeführt. Daneben werden Fragen der sozioökonomischen Entwicklung ländlicher Räume insgesamt behandelt, darunter Genderfragestellungen, Kulturlandschaftsentwicklungen und diskursive Repräsentationen ländlicher Räume. Zudem werden in Kooperation mit öffentlichen und privaten Planungsträgern Vorschläge für eine zukunftsfähige Regionalentwicklung unterbreitet. Zur Abteilung "Dynamiken Ländlicher Räume" gehört seit 1999 das NieKE – Niedersächsische Kompetenzzentrum Ernährungswirtschaft, das seit 2010 die Landesinitiative Ernährungswirtschaft betreut. 

Lernen in ländlichen Räumen: Bildung und Kompetenzen zum lebenslangen Lernen sind entscheidende Faktoren für die zukünftige gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland. In der Abteilung Lernen in ländlichen Räumen werden aus geographiedidaktischer Perspektive die Potenziale von ländlichen Räumen zur Initiierung und Realisierung lebenslanger Lernprozesse untersucht. Inhaltliche Schwerpunkte bilden dabei die Themenbereiche "Landwirtschaft und Ernährung", "Der Bauernhof als Lernort", "Naturwissenschaftliches Lernen", "Ganztagsschule“ und „regionale außerschulische Lernorte". Ziel ist es, didaktisch-methodische Konzepte und regionale Netzwerke zu entwickeln sowie diese in Unterrichtsmaterialien, thematischen Modulen etc. praxiswirksam zu machen und zu erproben. Die Evaluierung durchgeführter Lern- und Weiterbildungsvorhaben liefert das notwendige wissenschaftliche Feedback. Zur Abteilung "Lernen in ländlichen Räumen" gehört seit 2011 das Kompetenzzentrum Regionales Lernen der Universität Vechta. 

Das Niedersächsische Kompetenzzentrum Ernährungswirtschaft und das Kompetenzzentrum Regionales Lernen der Universität Vechta leisten wichtige Beiträge, den Transfer wissenschaftlicher Ergebnisse und Konzepte in die Praxis zu beschleunigen. Dabei zeigen sich sowohl für die Region Oldenburger Münsterland durch die Fülle von Modellprojekten und Kooperationen vor Ort, als auch auf nationaler und internationaler Ebene allgemein in der Zusammenarbeit mit Partnern aus Wissenschaft und Bildung viele innovative Entwicklungsmöglichkeiten und Chancen für die Regionalentwicklung. Dazu trägt vor allem das Alleinstellungsmerkmal der Kompetenzzentren – die enge Verzahnung zwischen praktischer und wissenschaftlicher Arbeit – bei.

Das Institut befindet sich auf dem Gelände der Universität Vechta. Nähere Informationen finden Sie unter Kontakt.

Letzte Aenderung: 27.03.2018 · Seite drucken