Die Region als Lernort - Lernprozesse im Regionalen Lernen auf dem Lernstandort Hof Heil

Leitung: Martina Flath, Gabriele Diersen
Bearbeitung: Lena Beyer

Das Promotionsprogramm „GINT – Lernen in informellen Räumen“, koordiniert von der Universität Oldenburg, Prof. Dr. Michael Komorek und Prof. Dr. Peter Röben, zielt auf die Erforschung fachübergreifender Lernprozesse an außerschulischen Lernorten und auf die Unterstützung entsprechender regionaler „außerschulischer Curricula“ ab. Die Forschergruppe setzt sich aus Lehrenden und Promovenden der Universitäten Oldenburg, Hannover und Vechta zusammen. Die internationale Perspektive wird durch kooperierende Personen der University of Crete (Griechenland) und der University of Southern Denmark (Dänemark) repräsentiert. Zudem ist eine große Anzahl außerschulischer Einrichtungen involviert.

Der Beitrag der Universität Vechta ist in der Abteilung „Lernen in ländlichen Räumen“ angesiedelt. Die Promotion legt ihren Fokus auf das Verständnis der Lernprozesse, die auf dem regionalen Lernstandort Hof Heil ablaufen und die von Schockemöhle (2009) nachgewiesenen positiven Wirkungen auf die regionale Identität und die Gestaltungskompetenz im Sinne des Regionalen Lernens 21+ entfalten.

Laufzeit: 2016 - 2020

Finanzierung: Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK)

Regionales außerschulisches Lernen im inklusiven Geographieunterricht – Das Potenzial des Bildungskonzeptes Regionales Lernen 21+ für die Förderung der Berufsorientierung im inklusiven Geographieunterricht Werkstatt Inklusion

Leitung: Martina Flath, Gabriele Diersen
Bearbeitung: Christian Tiller

Die Universität Vechta ist eine von bundesweit 30 geförderten Hochschulen in der zweiten Runde der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“. Für ihr Projekt „BRIDGES - Brücken bauen. Zusammenarbeit initiieren und gestalten“ wird sie seit Januar 2016 für dreieinhalb Jahre aus der Initiative von Bund und Ländern gefördert. In zwei Teilprojekten, der „Werkstatt Inklusion“ und „Beratung und (Selbst-) Reflexion“ thematisiert das Projekt zwei wesentliche Aspekte der Lehrerbildung. Ziel der Werkstatt Inklusion, an der die Abteilung „Lernen in ländlichen Räumen“ und das Kompetenzzentrum Regionales Lernen beteiligt sind, ist es, inklusive Bildung im gesamten Prozess der Lehrerbildung zu fördern.
Einen Schwerpunkt hierbei bildet die Analyse und Konzeption inklusiver Lernumgebungen aus fachdidaktischer Perspektive. Die besondere Perspektive der Geographiedidaktik ist es, außerschulisches, handlungsorientiertes Lernen als Baustein inklusiven Unterrichts zu analysieren und unter Einbezug des Bildungskonzepts des Regionalen Lernens 21+ weiterzuentwickeln. Hierzu ist geplant, einen geographischen und fachübergreifenden Lerninhalt so als Lernangebot zu konzeptionieren, dass dieser im Rahmen einer Betriebserkundung im Geographieunterricht (Jahrgangsstufe 8/9) aneignet werden kann.

Forschungsmethodisch wird auf ein zweistufiges empirisches Studiendesign zurückgegriffen, um  mithilfe einer breit aufgestellten qualitativen und quantitativen Forschung (qualitativ: teilnehmende Beobachtung und quantitativ: Fragebogen-Studien) prozessbegleitend die inklusiven Lernprozesse zu analysieren und dadurch die Qualitätsmerkmale inklusiven, außerschulischen Lernens zu identifizieren.

Laufzeit: seit 2019

Finanzierung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Lernstandorte Bioökonomie - Konzeption, Aufbau und Entwicklung in der Region Weser-Ems

Leitung: Martina Flath, Gabriele Diersen
Bearbeitung: Helmut Wüstner

Die Region Weser-Ems hat einen Schwerpunkt der Regionalentwicklung in der Bioökonomie gelegt und über den „Masterplan Bioökonomie 2020“ konkrete Ziele und Maßnahmen für die weitere Entwicklung festgelegt. Der mangelnde Wissenstransfer in die Gesellschaft und die in Teilen fehlende Akzeptanz wird als ein entscheidender Hemmfaktor für die weitere Entwicklung gesehen.
Dieses Projektvorhaben ist als Informations- und Bildungsprojekt aktiv geworden, um transparente Informationen in die institutionelle Bildung zu geben und die Zielgruppe für eine aktive Mitgestaltung der Bioökonomie zu gewinnen. Dazu finden
Betriebserkundungen statt, die von zahlreichen selbstständigen und handlungsorientierten Aktivitäten geprägt sind. Verschiedene regionale Unternehmen, die schon heute in Ansätzen Ideen und Technologien aus dem Bereich der Bioökonomie einsetzen, engagieren sich dabei mit viel persönlichem Einsatz, um ihren Betrieb als anregenden Lernort
zu gestalten. Hauptzielgruppe sind die Klassenstufen 9-13 allgemeinbildender Schulen. Das Fach „Arbeit und Wirtschaft“ sowie die schulische Berufsorientierung sind die Hauptanknüpfungspunkte für
die Zusammenarbeit mit den Schulen. In dem Pilotprojekt erfolgte zunächst der Aufbau eines „Netzwerks Bioökonomie“ mit einer Basis von fünf Lernorten sowie einem Lernstandort für Bioökonomie in Werlte.
 Kooperationspartner: Kompetenzzentrum 3N, Informations- und Bildungsprojekt „Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger“ in Niedersachsen und Bremen, Landesinitiative Ernährungswirtschaft LI-Food.

Laufzeit: 2017 - 2020

Finanzierung: Deutsche Bundesumweltstiftung (DBU)

Das geographische Schulbuch aus der Schülerperspektive – Ein Beitrag zur Anwenderorientierung in Lehr-Lern-Materialien

Leitung: Martina Flath
Bearbeitung: Hannah Hertema

Schulbücher nehmen im Medienkanon der meisten Unterrichtfächer eine zentrale Stellung ein, da sie das Wissen der Gesellschaft vermitteln, Garantie für die Umsetzung der Lehrplaninhalte (heimlicher Lehrplan) sind und allgemein als das Steuerungsinstrument von Bildungsinhalten im Unterrichtsdiskurs betrachtet werden. Besonders im Geographieunterricht, der durch seinen Gegenstand und seine Lerninhalte häufig auf mediale Unterstützung angewiesen ist, hat sich das Schulbuch aufgrund seines verbundmedialen Charakters in der Unterrichtspraxis als Basis- und Leitmedium durchgesetzt und bestimmt den Unterrichtsablauf sowie dessen Gestaltung maßgeblich. Trotz dieser enormen Bedeutung für schulisches Lernen ist über die Präferenzen der Anwender insbesondere der Schüler wenig bekannt. Das Forschungsprojekt sieht daher seine Legitimation in den mangelnden empirischen Erkenntnissen zu Beurteilungen von geographischen Schulbüchern durch Schüler. Diese sind von großer Bedeutung für die Implementierung von fachlichen Innovationen, denn sie könnten erste Ansätze liefern, wie beispielsweise unterschiedliche Konzepte oder Designs von Schulbüchern den Lernprozess beeinflussen. Es besteht eine große Diskrepanz zwischen der herausragenden Bedeutung (geographischer) Schulbücher für das Lernen und der geringen Kenntnis von Interessen, Themenpräferenzen und Nutzungsverhalten seiner Anwender.

Es wird das Ziel verfolgt, zu eruieren, wie Schüler geographische Schulbücher beurteilen, welche Vorschläge zu deren Optimierung sie anbringen und welche Möglichkeiten daraus erwachsen, Schulbücher selbst und den Unterricht für die Lernenden ansprechender und lernförderlicher zu gestalten. Daraus könnten sich erste Ansätze für die Optimierung der Gestaltung geographischer Lehr- und Lernmaterialien sowie für deren Einsatz im Geographieunterricht ergeben.

Laufzeit: 2017-2020

Finanzierung: Eigenmittel

Außerschulische Lernorte für die Fischwirtschaft – Auswahl, Konzeption und Transferempfehlungen

Leitung: Martina Flath, Gabriele Diersen
Bearbeitung: Annemarie Castillo Mispireta

Während  Bildungs- und Informationsarbeit für Erwachsene im Bereich Fischwirtschaft vor allem in den Nationalparkhäusern, den Museen oder über touristische Angebote stattfindet, gibt es in der Region Niedersächsische Nordseeküste bisher nur wenige Beispiele der Zusammenarbeit mit Schulen. Die Region Niedersächsische Nordseeküste möchte daher Kinder, Jugendliche und Erwachsene zukünftig stärker über die Fischwirtschaft informieren und ein stimmiges, vernetztes Bildungsangebot vor Ort schaffen. Hier setzt dieses Projektvorhaben an.

Das Ziel ist, drei Orte der Begegnung und Bildung zum Themenfeld Fischereiwirtschaft auszuwählen und sie zu Lernorten auszubauen. Diese können z.B. ein Fischkutter, ein Fischereihafen oder Unternehmen der Fischwirtschaft sein. Im Rahmen der Pilotstudie werden die Potentiale für schulische und außerschulische Lernprozesse in der Fischereiwirtschaft untersucht und Lehr-Lernmaterialien (Klassenstufen 5 – 10) für die ausgewählten Lernorte entwickelt und getestet. Die Ergebnisse können für den Aufbau weiterer Lernorte in der Region genutzt und übertragen werden. Während der Projektlaufzeit entstehen so zudem Strukturen und Netzwerke, welche die Bildungsarbeit zur Fischwirtschaft langfristig in diesem Raum stärken.

Kooperationspartner: Lokale Fischereiaktionsgruppe Niedersächsische Nordseeküste FLAG, Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz - Referat für Fischerei und Fischwirtschaft, Nationalparkhaus Greetsiel, Museum Windstärke 10 in Cuxhaven, Ländliche Erwachsenenbildung Regionalbüro Weser-Ems

Laufzeit: 2017 – 2019

Finanzierung: Europäischer Meeres- und Fischereifonds, Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

KURS-Zukunft2020

Leitung: Martina Flath
Bearbeitung: Anna Schaffrath

Die Fachkräftesicherung ist ein wichtiges und zentrales Ziel der niedersächsischen Landes-regierung. Schon heute fehlen in einzelnen Berufen, Branchen und Regionen Nieder-sachsens gut ausgebildete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Insbesondere in der Agrar- und Ernährungswirtschaft, dem zweitgrößten Wirtschaftszweig in Niedersachsen nach dem Fahrzeugbau, haben bereits heute zahlreiche Unternehmen Schwierigkeiten bei der Besetzung von offenen Stellen und der Rekrutierung von Auszubildenden. Neben dem demographischen Wandel spielen u.a. auch das negative Image, bzw. fehlendes Wissen über die Berufsperspektiven in der Branche eine Rolle. Im Rahmen der Fachkräfteinitiative Niedersachsen soll das Projekt „KURS Zukunft“ der Nachwuchssicherung für die Unter-nehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft dienen.

Schulen beziehen die lokale Wirtschaft vor Ort in den Unterricht ein und Firmen bieten einen Praxiseinblick in ihren Betriebs- und Berufsalltag. Im Mittelpunkt steht der Dialog über das Thema „Nachhaltigkeit“. Dabei fragen Jugendliche nach den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen der Betriebe und nach deren Lösungsansätzen. Schüler*innen können im Kontakt mit der Wirtschaft viel lernen: so gewinnen sie mit KURS-Zukunft motivierende und wertvolle Einblicke in soziale, ökologische und ökonomische Zusammenhänge des Tagesgeschäftes, sowie in die Arbeitswelt eines konkreten Unternehmens. Die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Schule in der Pilotregion: Landkreise Vechta, Cloppenburg und Diepholz konnte mit 18 besiegelten Kooperationsvereinbarungen abgeschlossen werden.

Methoden: Workshops zur Nachhaltigkeit in den Schulen, im Anschluss daran eine Unternehmenserkundung des Partnerunternehmens der jeweiligen Schule

Laufzeit: 2017 - 2018

Finanzierung: NBank, NieKE, Hansalinie, AEF OM e.V.

Zukunftsdialog2020

Leitung: Martina Flath
Bearbeitung: Anna Schaffrath

Das Projekt „Zukunftsdialog2020“ bringt Schulen und Unternehmen im Nordwesten Niedersachsens in einen Dialog über die Zukunftsfragen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Das Projekt zielt darauf ab, dass sich bei Schüler*innen und Unternehmensvertreter*innen, die sich in Kooperationsprojekten begegnen, ein fundiertes Nachhaltigkeitsbewusstsein entwickelt und Verbraucherverhalten sowie unternehmerisches Handeln - unter Berücksichtigung von wirtschaftlichen Nachhaltigkeitsfragen - stärker an umwelt- und sozialrelevanten Nachhaltigkeitsfragen ausgerichtet wird. Zukunftsdialog2020 baut auf die Erfahrungsgrundlage des Projektes „KURS-Zukunft“ (01.01.2017-31.12.2018) auf und strebt inhaltliche Anpassungen zur Optimierung, Verstetigung und Ausweitung von Kooperationsprojekten mit dem Schwerpunkt Bildung für nachhaltige Entwicklung an.
Das Projekt liefert Inhaltsbausteine (Workshops und Unterrichtsmodule) für Kooperationsprojekte, die in den 18 bestehenden und 10 neu aufzubauenden KURS-Zukunft-Lernpartnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft zur Anwendung kommen. Die inhaltliche Verankerung im Unterricht findet dabei insbesondere in den Profilkursen der Fächer Wirtschaft, Technik sowie Gesundheit und Soziales in den Jahrgangsstufen 9 und 10 statt. In einem trainergestützten Basisworkshop werden Schüler*innen zu Expert*innen für Umwelt-, Wirtschafts- und Sozialfragen geschult und entwickeln diesbezüglich Fragen, die sie während einer Betriebserkundung an Vertreter*innen des Partnerunternehmens stellen. Auf den Basisworkshop erfolgen in den o.g. Fächern unterschiedliche Vertiefungen im Rahmen der schulischen Richtlinien, die spiralcurricular verschiedene Teilbereiche des betrieblichen Handelns auf Nachhaltigkeitsfragen (z.B. „Beschaffung, Produktion und Absatz“ oder „Energiebilanz und technische Systeme zur Nutzung regenerativer Energien“ im Partnerunternehmen) prüfen. Lehrerschulungen zur Gestaltung und Durchführung von Kooperationsunterricht und Projektpläne, die in gemeinsamer Abstimmung mit Lehrkräften
und Unternehmensvertreter*innen die Inhalte und Termine für Kooperationsprojekte festlegen, sind zusätzliche Bausteine von Zukunftsdialog2020 zur Sicherung eines aktiven und langfristig stabilen Nachhaltigkeitsdialogs zwischen den Lernpartnern.

Laufzeit:  2019 - 2021

Finanzierung:  Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)   

DU - Digitales Unterrichtscoaching im Bachelor Combined Studies mit Lehramtsoption

Leitung: Prof. Dr. Daniel Scholl

Kooperationspartner*innen: Zentrum für Lehrerbildung (ZfLB - Universität Vechta), Prof.in Dr. Martina Flath (Geographiedidaktik), Prof.in Dr. Petra Wolters, (Sportpädagogik), Prof. Dr. Björn Schwarz (Mathematikdidaktik), Michael Otten (Didaktik des Sachunterrichts), ELAN e.V
Ziel des Projekts „DU – Digitales Unterrichtscoaching im Bachelor Combined Studies mit Lehramtsoption“ ist es, die Lehrer*innenbildung an der Universität Vechta weiterzuentwickeln, um den Erwerb der unterrichtlichen Planungskompetenz im Allgemeinen Schulpraktikum (ASP) noch besser fördern zu können. In Kooperation der Allgemeinen Didaktik mit den Fachdidaktiken Geographie, Mathematik, Sachunterricht und Sport – unterstützt durch das Zentrum für Lehrerbildung und den ELAN e.V. – wird ein digitales Planungstool konzipiert und umgesetzt, das das allgemeindidaktische sowie fachdidaktische Planungswissen aufgreift und die Studierenden bei ihrer ersten Unterrichtsplanung während des ASPs begleitet. Für dieses Tool werden abgestimmte allgemein- und fachdidaktische Informations-, Planungsaufgaben- und Dokumentationsbausteine entwickelt, die in einer adaptiven, responsiven und interaktiven Struktur die Komplexität der Unterrichtsplanung abbilden. Das Tool samt Planungsintervention wird auf Basis des theoretischen und empirischen (internationalen) Forschungsstandes zur Unterrichtsplanung und einem daraus abgeleiteten Planungskompetenzkonstrukt gestaltet, und seine Implementation sowie Wirksamkeit wird in jedem Schritt der Entwicklung evaluiert.

Laufzeit: 2019-2021

Finanzierung: Qualität Plus – Programm für gute Lehre in Niedersachsen (Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur)

Lernen mit neuen und traditionellen Medien im Geographieunterricht

Leitung/Bearbeitung: Martina Flath

Ziel: Durch die Mitarbeit an der inhaltlich-konzeptionellen Gestaltung von Schulbü-chern, Lehrerbänden und anderen Unterrichtsmaterialien für das Fach Geographie in verschiedenen Bundesländern sollen die fachdidaktischen Forschungsergebnisse und schulpraktischen Erfahrungen angewandt und in praxisrelevante Ergebnisse, d. h. eine neue Generation von traditionellen Unterrichtsmedien umgesetzt werden. Die von  M. Flath und E. Rudyk gemeinsam mit dem Cornelsen Schulbuchverlag entwickelte Schulbuchkonzeption wird in einer neuen Schulbuchgeneration für den Geographieunterricht der Sekundarstufe I seit 2007 in unterschiedlichen Bundesländer umgesetzt. Theoretische Arbeiten zur Schulbuchentwicklung und –evaluierung sind ebenfalls Teil des Projektes. Im Vergleich zu den traditionellen Unterrichtsmedien werden parallel neue Medien entwickelt und Untersuchungen zum Einsatz neuer Medien im Geographieunterricht durchgeführt.

Laufzeit: fortlaufend

Finanzierung: Eigenmittel und Cornelsen Verlag

Lernen auf dem Bauernhof (RUBA e.V./AGRELA e.V.) - Wissenschaftliche Begleitung

Leitung/Bearbeitung: Martina Flath, Gabriele Diersen, Esther Barth

Die Agrarwirtschaft prägt die Region Oldenburger Münsterland wie kein anderer Wirtschaftszweig und ist wesentlich am wirtschaftlichen Erfolg dieser Region beteiligt. Sie hat große Bedeutung für die kulturelle und strukturelle Entwicklung. Durch den Strukturwandel sind die landwirtschaftlichen Betriebe und die bewirtschafteten Flächen nicht mehr direktes Lebensumfeld, in dem gespielt oder mitgearbeitet werden kann. Dadurch geht das Wissen über Produktionsweisen und Zusammenhänge in der Land- und Ernährungswirtschaft zunehmend zurück. Es fehlt der persönliche Bezug zu den vor Ort Wirtschaftenden und ihren Produkten. Diesem Phänomen wollen die Fördervereine Regionale Umweltbildung - Agrarwirtschaft e.V. (RUBA e.V.) und Arbeitsgemeinschaft regionales Lernen Agrarwirtschaft (AGRELA e.V.) entgegenwirken und persönliche Erfahrungen mit der Landwirtschaft ermöglichen. Eingebunden in ein etabliertes, niedersächsisches Netzwerk („Transparenz schaffen“ www.transparenz-schaffen.de) außerschulischer Lernorte öffnen die Vereine Bauernhöfe für Besucher und machen damit Produktionsabläufe und wirtschaftliche Zusammenhänge erlebbar.

Die regionalen Bildungsträger bieten schulische und außerschulische Lehr- und Lernvorhaben mit agrarwirtschaftlichen Inhalten an, die Kindern und Jugendlichen das Erleben und Erfahren der für die Region typischen Agrarwirtschaft ermöglichen und das Handeln zum Schutz der Umwelt fördern. Die Universität Vechta begleitet, unterstützt und evaluiert diese Arbeit. Es werden Unterrichtsmaterialien für Hoferkundungen entwickelt, Lehrerfortbildungen veranstaltet, Qualitätskriterien erarbeitet und hier gewonnene Ansätze des außerschulischen Lernens in die Lehrerausbildung integriert. Hierdurch wird ein intensiver Transfer von Forschung und Praxis erreicht.

Laufzeit: fortlaufend

Finanzierung: RUBA e.V., AGRELA e.V.

Außerschulisches Lernen in der regionalen Wirtschaft "Expedition Berufswelt"

Leitung: Gabriele Diersen
Bearbeitung: Christian Tiller

Unternehmen der regionalen Wirtschaft können zu Lernorten werden, an denen aus fachspezifischer Perspektive oder fächerübergreifend Themenstellungen wie Produktion, Arbeitsleben, Technik, Betriebswirtschaft, Unternehmensphilosophie, Wirt-schaftsbeziehungen und vieles mehr für Schülerinnen und Schüler hautnah erlebbar und erfahrbar werden. Wie unsere Forschungsergebnisse aus dem Themenfeld „Land- und Ernährungswirtschaft“ zeigen, sind dafür projekt- und handlungsorientierte Bildungsmaßnahmen zu entwickeln, die die Schüler zu aktivem, selbsttätigen Handeln auffordern. In Kooperation mit allgemein bildenden Schulen, Unternehmen und Berufsverbänden werden Module und Unterrichtseinheiten für das ökonomische Lernen im Rahmen der schulischen Berufsorientierung konzipiert, durchgeführt und evaluiert. Hervorzuheben sind hierbei die Kooperationen mit der Ludgerus-Schule  und der Geschwister-Scholl-Oberschule in Vechta. Die Eingliederung des Lernmoduls zum außerschulischen regionalen Lernen in den Ganztagsunterricht, im Unterrichtsfach „Arbeit und Wirtschaft“ wird seit mehr als 10 Jahren realisiert. Die Schülerinnen und Schüler erhalten darüber hinaus Angebote, ihre Berufsorientierung außerhalb der Schulzeit zu vertiefen.

Laufzeit: seit 2007

Finanzierung: Förderstiftung „Zukunft durch Bildung“

Regionale Bildungslandschaften - Netzwerkentwicklung für regionales, außerschulisches Lernen und Umweltbildung

Leitung/Bearbeitung: Martina Flath, Gabriele Diersen

Der Deutsche Städtetag erklärte 2007 in seiner „Aachener Erklärung“ Bildungslandschaft zu seinem Leitbild. Im Zeitraum 2009 – 2014 wurde im bundesweiten Programm „Lernen vor Ort“ der Aufbau von Bildungslandschaften über Modellvorhaben gefördert. Gelingensbedingungen sind u.a. überzeugende Kernideen für die Bildung vor Ort, erfolgreiche Reformelemente und eine gute regionale Vernetzung. Für die langfristige Implementierung regionaler außerschulischer Bildungsmaßnahmen sind Netzwerke zwischen Bildungseinrichtungen und außerschulischen Partnern notwendig. Das Projekt untersucht die Rahmenbedingungen und Entwicklungsperspektiven von Regionalen Bildungslandschaften im ländlichen Raum.

Laufzeit: fortlaufend

Finanzierung: Eigenmittel

Letzte Aenderung: 18.02.2020 · Seite drucken