2015

Forschung im ISPA in der Diskussion Doktorandenkolloquium erfolgreich durchgeführt

Jährlich im Sommersemester findet das Kolloquium statt, in dem Nachwuchswissenschaftler ihre Promotionsvorhaben und Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten vor- und zur Diskussion stellen. In diesem Jahr wurden insgesamt drei Promotionsvorhaben aus den Abteilungen „Vergleichende Strukturforschung“ und „Lernen in ländlichen Räumen“ präsentiert. Den Auftakt bildete Johannes Fuchs zum Thema „Diskursive Repräsentationen ländlicher Räume in Niedersachsen“. In diesem Forschungsprojekt wird das raumbezogene Image der unterschiedlich strukturierten ländlichen Räume Oldenburger Münsterland und Hannoversches Wendland auf empirischen Weg analysiert. Aus der Abteilung „Lernen in ländlichen Räumen“ stellte Dorothee Belling ihr Promotionsvorhaben „Demographischer Wandel und Schülervorstellungen. Ein Beitrag zur geographiedidaktischen Rekonstruktion“ vor. Durch dieses Forschungsprojekt sollen Schülervorstellungen zum demographischen Wandel zu erfasst sowie Vorstellungen von Fachwissenschaftlern zum Thema „demographischer Wandel“ didaktisch zu rekonstruiert werden. Jana Franz präsentierte ihr Promotionsvorhaben zum Thema „Regionales Lernen als Baustein einer nachhaltigen Entwicklung – Erarbeitung und Evaluierung eines Bildungskonzepts zum Handlungsfeld Klimawandel“ dar. Kern dieses Vorhabens ist es das unterrichtliche Themenfeld „Klimawandel“ als regionales, außerschulisches Lernvorhaben umzusetzen und ein Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung in der Schülerschaft zu schaffen. Alle drei Promotionsvorhaben wurden im Kolloquium rege diskutiert und lieferten den Doktorranden zahlreiche Anregungen für die weitere Bearbeitung ihres Forschungsprojektes.

v.links: Jana Franz, Johannes Fuchs, Dorothee Belling


Erfolgreich abgeschlossene Promotion im ISPA der Universität

Pressemitteilung vom 29.06.2015

Am 19.06.2015 konnte Maria Tepe M.A. ihre Promotion im Institut für Strukturforschung und Planung in agrarischen Intensivgebieten (ISPA) der Universität Vechta erfolgreich abschließen. Die Arbeit mit dem Titel „Die Organisation von Wertschöpfungsketten in räumlicher Perspektive: Am Beispiel von sechs Unternehmen der Agrartechnik in Nordwestdeutschland“ wurde von Frau Prof.‘in Dr. Christine Tamásy betreut. Frau Tepe ging in ihrer überaus detailreichen Dissertationsschrift der Frage nach, mit welchen Strategien es den Unternehmen der Agrartechnik gelingt, die sich globalisierenden Wertschöpfungsketten zu steuern (Governance), und welche Steuerungsformen aus welchen Gründen genutzt werden. Die räumliche Konfiguration des Zuliefernetzwerkes illustriert die Bedeutung der räumlichen Nähe (trotz Globalisierung) und die hohe Standortbindung der familiengeführten Unternehmen im Nordwesten.

Promotionskommission der Disputation (von links):
Prof. Dr. Kim Philip Schumacher (Zweitgutachter), Prof. Dr. Daniel Schiller, Prof.'in Dr. Christine Tamásy (Erstgutachterin), Maria Tepe, Dr. Joachim Eisleb, apl. Prof. Dr. Werner Klohn, PD Dr. Karl Martin Born


Kolloquium "ISPA - Forschung in der Diskussion"


Martin Klose zum Dr. rer. nat. promoviert - Auszeichnung "Summa cum laude"

Pressemitteilung vom 18.03.2015

Georisiken und ihre Datenbanken
"Rutschungsdatenbanken als Werkzeuge zur integrierten Bewertung von Rutschungsrisiken" - zu diesem Thema schloss Martin Klose seine Promotion mit der Note "summa cum laude" an der Universität Vechta ab. Universitätspräsidentin Prof‘.in Dr. Marianne Assenmacher überreichte nun die Promotionsurkunde.

Landläufig als "Erdrutsche" bezeichnet, gehören Massenbewegungen zu den gegenüber Erdbeben eher unbekannten, wenngleich in Mitteleuropa ökonomisch weitaus bedeutenderen Georisiken. Informationen über historische und aktuelle Rutschereignisse gelten als wesentlicher Schlüssel, um die mit Massenbewegungen einhergehenden Risiken für Mensch und Infrastruktur für die Zukunft abschätzen zu können. Eine zentrale Rolle spielen in diesem Zusammenhang sogenannte Rutschungsdatenbanken, die systematisch geführte Sammlungen an Informationen über historische und aktuelle Rutschereignisse darstellen. Rutschungsdatenbanken sind heute eine der wichtigsten Grundlagen für Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Auftreten, der Bewertung und dem Management von Massenbewegungen.

In seiner Dissertation entwickelte Martin Klose auf Basis einer Rutschungsdatenbank für die Bundesrepublik Deutschland einen Forschungsansatz der es erstmals ermöglicht, Rutschungsrisiken in integrierter Perspektive bewerten zu können. Der Ansatz stützt sich auf ein breites Spektrum an Methoden, das neben raum-zeitlichen Dispositionsmodellen und Instrumenten der Kostenerfassung vor allem Verfahren aus dem Bereich der Budgetanalyse sowie Studien zur Untersuchung der Risikokultur beinhaltet. Martin Klose konzipierte den Forschungsansatz in Kooperation mit dem U.S. Geological Survey und konnte ihn am Beispiel von Fallstudien in Niedersachsen erfolgreich anwenden und testen.

Der erfolgreiche Promovend Martin Klose mit Präsidentin Prof. Dr. Marianne Assenmacher (Bild: Daubenspeck)


Neuerscheinung "Die Agrar- und Ernährungswirtschaft in Niedersachsen"

12.03.2015

In der "Weißen Reihe" des ISPA ist ein neuer Band erschienen.
Den Band 41 können Sie Initiates file downloadhier herunterladen.


Wiederwahl Institutsleitung

11.03.2015
Das Institut für Strukturforschung und Planung in agrarischen Intensivgebieten der Universität Vechta (ISPA) hat in seiner 25. Institutsratssitzung am 10.03.2015 Prof. Dr. Christine Tamásy für weitere zwei Jahre zur Institutsdirektorin gewählt. Als Stellvertreterin wurde Prof. Dr. Martina Flath ebenfalls für weitere zwei Jahre in ihrem Amt bestätigt.

 

 Prof. Dr. Chistine Tamásy (l.) und Prof. Dr. Martina Flath


Neuerscheinung Expedition Berufswelt 20.01.2015

Handlungsorientierte Lernmaterialien für die Berufsorientierung in den Klassenstufen 9-10
In der "Weißen Reihe" des ISPA ist ein neuer Band erschienen.
Den Band 40 können Sie hier herunterladen.


Erfolgreich abgeschlossene Promotion im ISPA der Universität Vechta Pressemitteilung vom 09.01.2015

Am 19.12.2014 konnte Dipl.-Geogr. Oliver Klein seine Promotion im ISPA der Universität Vechta erfolgreich abschließen. In seiner Arbeit mit dem Titel "Imaginative Geographien in multiskalaren Produktionsnetzwerken - Das Beispiel der Schweinefleischproduktion im Oldenburger Münsterland", die von Frau Prof.‘in Dr. Christine Tamásy betreut wurde, ging Herr Klein der Frage nach, wie sich Wertschöpfungsprozesse im Schweinefleischsektor auf unterschiedlichen räumlichen Maßstabsebenen - vom Regionalen bis zum Globalen - gestalten und welche Rolle in diesem Zusammenhang raumbezogene Images auf Basis der Produktherkunft spielen. Die Ergebnisse zeigen, dass die zunehmende Internationalisierung innerhalb der Branche mit einem veränderten Verständnis von Regionalität einhergeht. Im Zuge der globalen Vermarktung von Schweinefleisch nimmt die Bedeutung von Regionen unterhalb der nationalen Ebene ab. Stattdessen bildet die Betonung der deutschen Herkunft und der damit assoziierten Qualitäten und Standards einen wichtigen Baustein für den Exporterfolg hiesiger Fleischunternehmen auf bestimmten Märkten (v.a. im asiatischen Raum). Mit Blick auf das (teilweise problembehaftete) Image des Oldenburger Münsterlandes als Parade-beispiel für agrarische Intensivgebiete zeichnen die Ergebnisse ein ambivalentes Bild. Da jedoch die exakte regionale Herkunft von Schweinefleischprodukten in den allermeisten Fällen kaum nachzuvollziehen ist, werden Produzenten und Anbieter aus dem OM selbst bei steigender Verbrauchersensibilisierung zunächst keine Nachteile haben. Zahlreiche Schweinefleischproduzenten verfolgen dennoch Regionalitätsstrategien,  allerdings weniger im Sinne einer kleinräumigen Auswahl der Lieferanten, sondern vielmehr unter Vertrauens- und Transparenzgesichtspunkten, in dem z.B. Schweinehalter über unternehmenseigene Websites offengelegt werden. Der empirische Teil der Arbeit basiert auf Experteninterviews mit Branchenvertretern, auf deren Grundlage abschließend sowohl Prognosen als auch Handlungsoptionen abgeleitet wurden.


Letzte Aenderung: 25.10.2018 · Seite drucken