Institut für Gerontologie


Das Institut für Gerontologie (IfG) widmet sich der Erforschung der individuellen und der gesellschaftlichen Voraussetzungen, Mechanismen und Konsequenzen des Alterns. Zielstellung ist eine nachhaltige Gestaltung der demographischen Veränderungen, die wir als Wandel zu einer Gesellschaft des langen Lebens verstehen. In der gerontologischen Forschung unseres Instituts und den daraus abgeleiteten Empfehlungen für die Praxis sollen disziplinäre Engführungen durch eine konsequent multidisziplinäre Betrachtung der interessierenden Aspekte überwunden werden.

 

AKTIVITÄTEN DES INSTITUTS

  • Veröffentlichung des Newsletters „Gerontologie“, der sich insbesondere an die wissenschaftliche Fachöffentlichkeit richtet und der Vorstellung von Forschungsergebnissen im engeren Sinne dient.

  • Regelmäßige Veranstaltung von Jahrestagungen mit dem Ziel der Akzentuierung von Forschungsschwerpunkten, Anregung von Forschungskooperationen mit externen Institutionen und Stärkung des Forschungstransfers.

  • Durchführung des Institutskolloquiums zum internen interdisziplinären Austausch und der Diskussion von Forschungsergebnissen sowie von Forschungsvorhaben und als Plattform des Wissenstransfers für den wissenschaftlichen Nachwuchs.

  • Kooperationen in Forschung und Lehre in der Gerontologie auf nationaler und internationaler Ebene.


 

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AKTUELL

Vorzeige Symposium zum Thema 'Changing life course transitions: Towards new balances between work and retirement?'

Unter Vorsitz von Prof. Dr. Harald Künemund versammelte eines der Symposien der 47th Annual Conference der British Society of Gerontology (BSG), die vom 4. bis 6. Juli 2018 in Manchester stattfand, Beiträge zum Thema "Work, retirement & the economy". Die Beiträge widmeten sich insbesondere dem Übergang vom Arbeitsleben in den Ruhestand.

Die Lebenserwartung korreliert mit der sozialen Klasse - soziale Ungleichheiten prägen die Lebenserwartung. Aus der erhöhten durchschnittlichen Lebenserwartung und den infolgedessen vermeintlich großen Schwierigkeiten für Renten- und Pensionskassen wurde in vielen Ländern mit "Active Ageing" und "Solidarity between Generations" ein Bedarf für spezifische politische Strategien abgeleitet, welche insbesondere die Verlängerung der Lebensarbeitszeit in den Fokus rücken. Angesichts gestiegener Belastungen für das Rentensystem und den Arbeitsmarkt wird dieses Problemlösungsmuster als ein probates Mittel sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer präsentiert. Somit wurde in Großbritannien und Deutschland, wie in den meisten westeuropäischen Ländern, die Anhebung des Renteneintrittsalter die Hauptstrategie zur Reduktion der erwarteten Belastungen. Daraus folgt jedoch, dass die bestehenden Ungleichheiten sich verschärfen. Ein niedrigeres Rentenniveau und zunehmende Unsicherheiten in Bezug auf das individuelle Renteneinkommen tragen weiter zu einer wachsenden Kluft zwischen niedrigen und hohen Einkommensschichten bei. Alternative politische Lösungen werden selten erwogen. Ziel des Symposiums ist daher, auf Basis einiger empirischer und theoretischer Studien die Entwicklungen für ältere Arbeitnehmer in Deutschland und Großbritannien neu zu überdenken.

Simone Scherger (Bremen): Employment beyond pension age: Causes and consequences of prolonged transitions between main career and complete retirement.

Sarah Vickerstaff, (Kent):Towards New Balances Between Work and Retirement: The Employer Role.

David Lain (Newcastle): Late careers in England: gradual paths to retirement or
continued gender roles?

Harald Künemund (Vechta): Life expectancy, retirement age and social inequalities: options for the institutionalized life course.


Neuerscheinung

Dosch, Erna:

Wie Männer pflegen. Pflegearrangements häuslich pflegender Männer im erwerbstfähigen Alter.

Reihe: Vechtaer Beiträge zur Gerontologie.
Wiesbaden: Springer VS, 2018. (Link)


Letzte Aenderung: 01.08.2018 · Seite drucken

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