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"Uns drängen sich Fragen auf, wie unsere Lebenswelt als multimediale und multikulturelle Gesellschaft aussehen soll und welchem Auftrag sich die Fächer der ästhetischen Bildung für ein neues Bewusstsein des Zeitwandels stellen? Der ästhetisch-kulturellen Bildung kommt in Zeiten virtueller Realitäten eine Schlüsselfunktion zu. Lehrerinnen und Lehrer müssen in der Lage sein, Jugendlichen das Erlebnis eigener Kreativität und Gestaltungskompetenz zu vermitteln. Zukünftiger Kunst - und Designunterricht sollte daher Wahrnehmungs-, Gestaltungs- und Reflexionsfeld sein, in dem Kinder und Jugendliche nachhaltig befähigt werden, auf eine durch Medien beschleunigte Kulturentwicklung erkennend und kritisch reagieren - und sie aktiv mitgestalten zu können. Dies erfordert einen flexiblen, kultur-offenen und kreativen Lehrertypus!"

Univ.-Prof. Karl-Eckhard Carius

1942 in Berlin geboren. 1994-2007 Professor an der Universität in Vechta. Inhaber der Professur für Designpädagogik und Gründungsdirektor des Instituts für intermediäre Gestaltung (ImeG). Seine Arbeitsschwerpunkte umfassen die Bereiche intermediäre Gestaltung, Kunst- und Designtheorie. 2007 trat Carius in den Ruhestand. Im Rahmen der Neustrukturierung der Fächer Kunst- und Designpädagogik wurde das Institut an der Universität Vechta organisatorisch verändert und seit 2008 als »Arbeitsstelle Intermediäre Gestaltung (IMEG)« weitergeführt. Das Präsidium beauftragte Prof. Carius mit der Leitung dieser Forschungseinrichtung. Im Zeitraum von 1995 bis 2005 initiierte K.-E. Carius Fachtagungen und Symposien. Die hier geschaffene Plattform forderte einen Diskurs, um die Fächer der ästhetisch-kulturellen Bildung neu auszurichten und deren Entwicklung zu fördern. Mit den Universitäten Lüneburg sowie der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig entstand eine enge Kooperation, die in einem Netzwerk erweitert wurde. Hierzu zählen die Universitäten Osnabrück, Hildesheim, Hannover sowie die Designinstitutionen Rat für Formgebung, Design-Zentrum- Bremen und die Wilhelm-Wagenfeld-Stiftung- Bremen. Carius trug wesentlich dazu bei, den Reformprozess für die Fächer der ästhetisch- kulturellen Bildung in Niedersachsen zu gestalten und Leitlinien für das Fach Designpädagogik zu entwickeln, das im Bachelorstudiengang 2003 erstmals in Niedersachsen eingeführt wurde. Seit 1996 wurde Carius vom  Niedersächsischen Kultusministerium mehrfach in Kommissionen zur Reform der Lehrerbildung, zur Entwicklung neuer Leitlinien der ästhetisch-kulturellen Bildung, zur Neufassung der Prüfungsverordnung sowie der Erarbeitung der Studienabschlüsse für den Master of Education berufen.

Seine gestalterische Ausbildung erhielt K.-E. Carius an der Werkkunstschule Wiesbaden und erwarb 1966 nach der staatlichen Abschlussprüfung den Grad Diplom-Designer. In den sechziger Jahren Studium der Freien Kunst und Philosophie an der Hochschule für bildende Künste Berlin (heute Universität der Künste Berlin). 1970 Ernennung zum Meisterschüler in der Bildhauerklasse von Prof. Bernhard Heiliger. 1969-1971 Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. 1978 legte K.-E. Carius zusätzlich das I. und 1980 das II. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien ab. 1982 erfolgte die Ernennung zum Studienrat mit anschließender Tätigkeit als Kunstlehrer an Gymnasien in Wiesbaden. Von 1984-1992 lehrte Carius in Portugal an der Deutschen Schule Lissabon. Beteiligung an der Curriculum-Entwicklung des Faches Kunst für die Deutschen Schulen auf der Iberischen Halbinsel. In Lissabon arbeitete K.-E. Carius an neuen Konzepten der Kunstpädagogik und realisierte zahlreiche künstlerische Projekte (unter anderem „Goethe-Pessoa" / „Giganten auf dem Dach"), die international hohe Beachtung fanden. K.-E. Carius ist seit 1964 mit der Schmuckdesignerin Gisela Carius verheiratet. Ihr Sohn Alexander ist Politologe und als Geschäftsführer am Institut Adelphi-Research (Berlin) tätig. Ihre Tochter Julia-Catharina ist Architektin.

Gründungsmitglied des Freundeskreis der Bernhard-Heiliger-Stiftung e.V.

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Letzte Aenderung: 27.03.2018 · Seite drucken

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IMEG Arbeitsstelle Intermediäre Gestaltung
Prof. Karl-Eckhard Carius
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