Referent*innen


Prof’in Dr. Heidrun Allert
, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Heidrun Allert, seit März 2010 Professorin für Pädagogik mit Schwerpunkt Medienpädagogik/Bildungsinformatik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Zuvor Professorin für Medienpsychologie und Mediendidaktik an der Fachhochschule Oberösterreich in Hagenberg. Geboren in Freiburg im Breisgau. 2005 Promotion an der Universität Hannover.

»Kreativität, produktives Denken und Wissensgenerierung sind neben der Aneignung bestehenden Wissens zentrale Arten von Lernprozessen. Lernen bedeutet vor allem, neues Wissen zu schaffen oder zu erarbeiten. Diese Kompetenzen braucht nicht erst ein Forscher. In der Wissens- oder Innovationsgesellschaft geht es darum, Lernprozesse so anzulegen, dass auch Schülerinnen und Schüler neues Wissen in ihrer Arbeitsgruppe erschaffen. Lern- und Wissensmedien zu konzipieren, die das unterstützen, sowie pädagogische Konzepte zu entwickeln, in denen sie eingesetzt werden, ist Gegenstand meiner Forschung.«


Prof. Dr. Konrad Baumann, Fachhochschule Joanneum, Graz, AT

Konrad Baumann ist hauptberuflich Lehrender an der Fachhochschule Joanneum an den Abteilungen für Informationsdesign, Ausstellungs- und Museumsdesign und Media and Interaction Design. Weiters ist er Lehrbeauftragter an der Donau-Universität Krems und an der Johannes Kepler Universität Linz. Er beschäftigt sich mit dem Bereich User Interface Design, Interaction Design, User-Centred Design und Usability Engineering.

Vor seiner Tätigkeit an der FH Joanneum hat Konrad Baumann in der Industrie gearbeitet, nämlich bei den Firmen Mikron Identification Gratkorn, Philips Semiconductors und Philips Consumer Communications als Produktmanager.

Konrad Baumann hat ein Doktorat der TU Wien und ein Diplom in Telematik der TU Graz. Seine Dissertation "How Designers Teach" beschäftigt sich mit Didaktik des Design.

Er ist Board Member beim Internationalen Institut für Informationsdesign www.iiid.net und Sekretär der IFIP Working Group 13.1 on Human-Computer Interaction Education www.hcieducation.org
An der FH Joanneum ist er auch beauftragt, die internationalen Austauschaktivitäten an der Abteilung für Informationsdesign zu unterstützen und neue Hochschulpartnerschaften anzubahnen. In den Jahren 2006 bis 2008 hat er die „Interaction Design Summer School“ (IDSS) in Istanbul gemeinsam mit drei Partnerhochschulen in Schweden, den Niederlanden und der Türkei im Rahmen eines EU-geförderten Forschungsprojektes mitorganisiert. Weiters hat er das geförderte Projekt zum Aufbau des Wahrnehmungslabors „VisionSpace“ an der FH Joanneum während der Implementierungsphase von 2004 bis 2005 geleitet.


Prof. Dr. Axel Buether, Bergische Universität Wuppertal

Axel Bue­ther wurde 1967 in Wei­mar gebo­ren. Nach der Aus­bil­dung zum Stein­metz und Stein­bild­hauer sowie der beruf­li­chen Pra­xis als Restau­ra­tor und freier Stein­bild­hauer stu­dierte er Archi­tek­tur an der TU Ber­lin, der UdK Ber­lin und Archi­tec­tu­ral Asso­cia­tion London.

In sei­ner raum­bild­ne­ri­schen Pra­xis rea­li­siert er inno­va­tive Pro­jekte im Bereich Archi­tek­tur, Aus­stel­lungs­ge­stal­tung und Raum­sze­no­grafie mit den Schwer­punk­ten »Nar­ra­tive Gestal­tung«, »Gene­ra­tive Gestal­tung«, »Gestal­tung von Lern­räu­men« sowie »Gestal­tung von Rau­mat­mo­sphä­ren«.

Er pro­mo­vierte an der Uni­ver­si­tät Stutt­gart zum Thema „Semio­tik des Anschau­ungs­raums“.

Im Jahr 2007 wurde er zum Vor­stands­vor­sit­zen­den des „Deut­schen Far­ben­zen­trums e. V. — Zen­tral­in­sti­tut für Farbe in Wis­sen­schaft und Gestal­tung“ gewählt. Im Rah­men die­ser Funk­tion orga­ni­siert er inter­na­tio­nale wis­sen­schaft­li­che Kon­fe­ren­zen und ist als Farb­ex­perte in Bild– und Film­me­dien, Vor­trä­gen und Wett­be­werbs­ju­rys präsent.

Nach einer wis­sen­schaft­li­chen Assis­tenz 1999–2005 im Lehr­ge­biet „Ent­wer­fen Wohn– und Sozi­al­bau­ten“ an der Uni­ver­si­tät Cott­bus wurde er 2006 auf die Pro­fes­sur „Farbe Licht Raum“ an die Burg Gie­bi­chen­stein Kunst­hoch­schule Halle berufen.

2012 Ruf auf die Pro­fes­sur »Wahr­neh­mungs­psy­cho­lo­gie und Krea­ti­vi­tät« in der Fakul­tät Medien · Infor­ma­tion · Design der Hoch­schule Han­no­ver (abge­lehnt). 2013 Ruf auf die Pro­fes­sur »Gestal­tung und Gestal­tungs­theo­rie« in der Fakul­tät Bil­dung · Archi­tek­tur · Künste der Uni­ver­si­tät Sie­gen (abgelehnt).

Nach dem Ruf auf die Uni­ver­si­täts­pro­fes­sur »Didak­tik der visu­el­len Kom­mu­ni­ka­tion« im Fach­be­reich Design und Kunst lehrt und forscht er seit 2012 an der Ber­gi­schen Uni­ver­si­tät Wup­per­tal.

 


Prof. em. Karl-Eckhard Carius, Vechta

Karl-Eckhard Carius wurde 1942 in Berlin geboren.
Seine gestalterische Ausbildung mit dem Schwerpunkt Bildhauerei erhielt er an der Werkkunstschule Wiesbaden bei Prof. Erwin Schutzbach und Prof. Dr. Ulrich Gertz. Nach der staatlichen Abschlussprüfung 1966 erlangte er zusätzlich ein Diplom als Designer. Danach studierte Carius Freie Kunst und Philosophie an der Hochschule für bildende Künste Berlin (heute Universität der Künste) in der Bildhauerklasse von Prof. Bernhard Heiliger. 1970 Ernennung zum Meisterschüler. 1969-1971 Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Neben seiner freien künstlerischen Tätigkeit setzte sich Carius mit Fragen der Kunstvermittlung im Kontext ästhetisch-kultureller Bildung und alternativer Erziehung auseinander. Er beteiligte sich mit seiner Frau 1968 aktiv am Aufbau des TU-Kinderhauses Berlin, des damaligen größten antiautoritären Kinderladenprojekts in Deutschland. Die Auseinandersetzung mit kreativen Prozessen im Rahmen eines sich entwickelnden repressionsfreien Erziehungskonzepts waren mit entscheidend für seine weitere pädagogische Ausbildung. Somit legte er 1978 ergänzend das I. und 1980 auch das II. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien ab.

1980-1984 Lehrtätigkeit als Studienrat im Fach Kunst am Diltheygymnasium in Wiesbaden. Von 1984-1992 lehrte K.-E. Carius an der Deutschen Schule Lissabon, Portugal. Beteiligung an der Curriculum-Entwicklung des Faches Kunst für die Deutschen Schulen der iberischen Halbinsel. In Lissabon arbeitete Carius an neuen Konzepten der Kunstpädagogik und realisierte zahlreiche künstlerische Projekte (unter anderem „Goethe-Pessoa“ / „Giganten auf dem Dach“), Projekte, die international hohe Beachtung fanden.

1994 erhielt K.-E. Carius den Ruf an die Universität Vechta.  Bis 2007 Lehrstuhl für Designpädagogik und Intermediäre Gestaltung. Seine Arbeitsschwerpunkte umfassen die Bereiche interdisziplinäre Projektarbeit, Kunst- und Designtheorie. 2003 gründete er das »Institut für intermediäre Gestaltung (ImeG)« dessen Direktor er bis zu seiner Emeritierung 2008 war. Seine künstlerische und forschende Tätigkeit führt er heute in der von ihm geleiteten »Arbeitsstelle Intermediäre Gestaltung (IMEG)« an der Universität Vechta fort.

 


Moderation


Dr. Nils Aschenbeck, Universität Vechta

Kulturhistoriker und freier Autor. Zahlreiche Veröffentlichungen zur europäischen Architekturgeschichte. Deutscher Preis für Denkmalschutz.

Letzte Aenderung: 17.01.2018 · Seite drucken