Wintersemester 2017/18

 

Prof. Dr. Joachim Kuropka

 

Wintersemester 2017/18

 

Kolloquium für Doktoranden und besonders Interessierte

Termine nach Vereinbarung

 

PD Dr. Michael Hirschfeld: Seminar

Von den Koalitionskriegen zum Kosovokrieg. Krieg und Frieden in Europa im 19. und 20. Jahrhundert
Seminar

Donnerstag, 18.15-20.00 Uhr: E 133

 

 

Buchvorstellung und Übergabe an Prof. Dr. Joachim Kuropka

Antrittsvorlesung

im Rahmen des Habilitationsverfahrens am 18 Oktober 2017: "Tod in der Charité. Schlaglichter auf das (gewaltsame?) Lebensende des oldenburgischen Gauleiters Carl Röver (1889-1942) in Berlin". Von links Prof. Dr. Burghart Schmidt, Präsident der Universität Vechta, PD Dr. Maria Anna Zumholz, Prof. Wolfgang Mechsner, Dekan der Fakultät III Geistes- und Kulturwissenschaften. Die Habilitation wurde betreut von Prof. i.R. Dr. Joachim Kuropka.

Promoviert

Prof. Dr. Burghart Schmidt überreichte Marina Schmieder im Oktober 2017 ihre Promotionsurkunde. Sie hatte sich mit den deutschen Agrarkonzessionen in der Sowjetunion 1922 bis 1934 befasst und das Prädikat "magna cum laude" erhalten. Die Dissertation wurde betreut von Prof. i.R. Dr. Joachim Kuropka.

Aktuelle Neuerscheinungen

Die Verhaltensweisen der katholischen Bischöfe angesichts der nationalsozialistischen Herausforderungen werden bis heute in Wissenschaft und Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Weniger die Seelsorge und der „Weltanschauungskampf“ als vielmehr das vorgebliche oder tatsächliche „Schweigen“ angesichts von Krieg und Judenmord in Verbindung mit dem Vorwurf des „Milieuegoismus“ dominieren vielfach die Diskussionen. Eine solche segmentierte Sicht soll in diesem Sammelband mit Hilfe einer quellennahen Kontextualisierung bischöflicher Entscheidungskriterien und Entscheidungsprozesse im Spannungsfeld von Seelsorge und Kirchen-Politik, von Gesinnungsethik und Verantwortungsethik (Max Weber) ergänzt und überprüft werden.

26 Profan- und Kirchenhistoriker nehmen deutsche Bischöfe als unterschiedlich geprägte Persönlichkeiten mit ihren Stärken und Schwächen in den Blick, überprüfen ihr Selbstverständnis von ihren bischöflichen Aufgaben und ihre zeittypischen „Denkgrenzen“. Sie loten die durch die spezielle konfessionelle Struktur der Diözesen sowie die nationalsozialistische „Gegnerbekämpfung“ eingeschränkten Handlungsspielräume des Episkopats aus und beleuchten verschiedene Phasen der Auseinandersetzung einzelner Bischöfe wie auch der Fuldaer Plenarkonferenz mit dem NS-Regime.

Münster 2018, XII und 817 Seiten, 80 Abbildungen, 22 Karten, 29,80 Euro

 

 

Obwohl sich gerade im Osten Deutschlands und Europas das Schciksal von Millionen entschied, die ihre Heimat verlassen und sich in West- und Mitteldeutschland eine neue Heimat erarbeiten mussten, richten sich historische Blicke der deutschen Öffentlichkeit kaum nach Osten.

In dieser Blickrichtung widmen sich die Beiträge dieses Bandes eher weniger bekannten Entscheidungen und Entwicklungen, die dieser Katastrophe vorausgingen, sowie Erfahrungen und Erinnerungen aus der Nachkriegszeit.

Als Heimat gilt zumeist der mit Erinnerungen behaftete Ort der Geburt, der Kindheit, des Heranwachsens. Doch ist Heimat vor allem ein sozialer Zusammenhang, der den großen politischen Konflikten ausgesetzt ist und in deren Folge auch immer wieder neu erfahren und gefunden werden muss.

Münster 2017, 443 Seiten, 24,90 Euro

Das Oldenburger Münsterland ist seit Mitte der 1990er Jahre zur Kernregion der Einwanderung der Spätaussiedler in Niedersachsen geworden. Seitdem leben in einigen Gemeinden bis zu 20 % Staatsbürger mit russisch-deutschem Hintergrund. Seit ihrem Zuzug veränderten sich sowohl Orte als auch das Kirchenbild der Region beträchtlich.

Diese auf die lokale Perspektive fokussierte Publikation des Museumsdorfs Cloppenburg "Ein Stück Heimat. Spätaussiedler im Oldenburger Münsterland" hat zum Ziel, sowohl die mündlichen Zeitzeugnisse als auch die Mitbringsel von Russlanddeutschen zu präsentieren und so einen Einblick in ihre Kultur, ihre Geschichte, ihren Alltag und ihre Migrationserfahrungen zu ermöglichen.

Marina Schmieder: Ein Stück Daheim. Kulturgeschichte im Umfeld von Spätaussiedlern (Materialien & Studien zur Volkskultur und Alltagsgeschichte Niedersachsens, Bd. 49), Cloppenburg 2017, 204 Seiten, zahlreiche Abbildungen, 24,80 Euro.

Lenin verstand das sowjetische Konzessionsgeschäft mit ausländischen Privatunternehmern als eine "Art Krieg, ein kriegerischer Wettkampf zweier Methoden, zweier Formationen, zweier Wirtschaftssysteme - des kommunistischen und des kapitalistischen." In der Tat kam es zu zahlreichen Konflikten zwischen den Konzessionären und den sowjetischen Behörden.

Anhand des Fallbeispiels der deutschen Agrarkonzessionen Drusag, Druag und Krupp-Manytsch untersucht Marina Schmieder das deutsch-sowjetische Konzessionsgeschäft in der Zeit der Weimarer Republik. Die Studie zeigt, dass dieses sowohl durch die wechselhafte Wirtschaftspolitik der Sowjetregierung als auch durch die Schwankungen in der Außenpolitik der beiden Staaten beeinflusst wurde.

Quellen und Studien zur Geschichte des östlichen Europa, Bd. 86, Stuttgart 2017, 339 Seiten, 57 Euro.

Letzte Aenderung: 09.01.2018 · Seite drucken