Sommersemester 2018

 

Prof. Dr. Joachim Kuropka

 

Sommersemester 2018

 

Kolloquium für Doktoranden und besonders Interessierte

Termine nach Vereinbarung

 

Mittwoch, 2.5.2018, 18.15 Uhr, Raum J 10b (Außenstelle Füchtel)

Andreas Gayda: Oberschlesische Kirchbaupolitik in der Kulturkampfzeit als Kohäsionsfaktor regionaler Milieuformierung

 

PD Dr. Michael Hirschfeld: Seminar

GS-7.2 Der Nationalsozialismus. Seine Entstehung, Entwicklung und Ideologie
Do. 18-20 Uhr E 137b
Beginn: Do, 5.4.2018

 

Vorträge und Veranstaltungen

Katholikentag Münster:

Dr. Stefan Sudmann: Bischof von Galen - Kirchenminister Kerrl - Archivar Schulte. Ein Fall kirchlichen Unfriedens im Nationalsozialismus
11. Mai 2018, 14.00 Uhr bis 15.30 Uhr
Münster, Bezirksregierung, Erdgeschoss, Saal 1, Domplatz 1-3

PD Dr. Michael Hirschfeld: Von der Homogenität zur Heterogenität - Katholisches Milieu und Oldenburger Münsterland seit 1945
Ringvorlesung Uni Vechta
30. Mai 2018, 19.15 Uhr bis 20 Uhr, Raum N 02

PD Dr. Michael Hirschfeld: Zwischen Seelsorge und Politik - Bischof Maximilian Kaller (1880-1947) von Ermland und der deutsche Episkopat im Dritten Reich
Ostdeutsche Heimat- und Trachtenstuben, Goldenstedt-Ambergen
6. Juni 2018, 15.00 Uhr

Internationale Konferenz
Neuordnung der Staaten – Neuordnung der Seelsorge.
Staat und katholische Kirche in Ostmitteleuropa nach dem Ersten Weltkrieg: Deutsches Reich – Polen – Tschechoslowakei

30. Juli bis 2. August 2018
Dominikanerkloster in Leipzig

Wissenschaftliche Organisation: PD Dr. Michael Hirschfeld, Universität Vechta

Veranstalter: Institut für Kirchen- und Kulturgeschichte der Deutschen in Ost-mittel- und Südosteuropa e.V., Tübingen (IKKDOS) in Kooperation mit der Ar-beitsstelle für Katholizismus- und Widerstandsforschung der Universität Vechta sowie der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen

Montag, 30. Juli 2018, 17.00 Uhr: PD Dr. Michael Hirschfeld: Einführung in das Tagungsthema

Dienstag, 31. Juli 2017: PD Dr. Michael Hirschfeld: Katholische Kirche an der Peripherie Schlesiens: Die Katholiken der Generalvikariate Glatz und Katscher (Branitz) zwischen kirchlichem Selbstbewusstsein und Nationalismus

 

Akademieabend
Katholische Akademie Stapelfeld
12. September 2018

Studientag: Heimatbewegung in Süoldenburg: 100 Jahre Heimatbund für das Oldenburger Münsterland
Antoniushaus Vechta
17. November 2018, 10.00-17.00 Uhr

 

Nachruf

Am 2. Februar 2018 starb unser geschätzter Kollege Willi Rülander an den Folgen einer schweren Krebserkrankung. Über lange Jahre hat er der Arbeitsstelle für Katholizismus- und Widerstandsforschung angehört und in den letzten Jahren an einer Dissertation über den Kulturkampf im Emsland gearbeitet, die er leider nicht mehr vollenden konnte.

Obwohl er schon von seiner schweren Krankheit gezeichnet war, nahm er noch im letzten Jahr - soweit es ihm eben möglich war - an den Veranstaltungen der Arbeitsstelle teil, zuletzt am 13. Dezember 2017 an der Übergabe der Festschrift "Zwischen Seelsorge und Politik. Katholische Bischöfe in der NS-Zeit" an Professor Joachim Kuropka zum 75. Geburtstag in der Katholischen Akademie in Stapelfeld.

Mit Willi Rülander,  der als Vorsitzender der Studiengesellschaft für Emsländische Regionalgeschichte eine Brücke zwischen dem Emsland und dem Oldenburger Münsterland schlug, verlieren wir einen liebenswerten und engagierten Kollegen, den wir sehr vermissen.

 

Buchvorstellung und Übergabe an Prof. Dr. Joachim Kuropka

Antrittsvorlesung

im Rahmen des Habilitationsverfahrens am 18 Oktober 2017: "Tod in der Charité. Schlaglichter auf das (gewaltsame?) Lebensende des oldenburgischen Gauleiters Carl Röver (1889-1942) in Berlin". Von links Prof. Dr. Burghart Schmidt, Präsident der Universität Vechta, PD Dr. Maria Anna Zumholz, Prof. Wolfgang Mechsner, Dekan der Fakultät III Geistes- und Kulturwissenschaften. Die Habilitation wurde betreut von Prof. i.R. Dr. Joachim Kuropka.

Promoviert

Prof. Dr. Burghart Schmidt überreichte Marina Schmieder am 11. September 2017 ihre Promotionsurkunde. Sie hatte sich mit den deutschen Agrarkonzessionen in der Sowjetunion 1922 bis 1934 befasst und das Prädikat "magna cum laude" erhalten. Die Dissertation wurde betreut von Prof. i.R. Dr. Joachim Kuropka.

Promotion

Vizepräsidentin Prof. Dr. Martina Döhrmann überreichte Georg Jäschke am 12. Februar 2018 seine Promotionsurkunde. Er hatte sich des Themas "Wegbereiter der deutsch-polnisch-tschechischen Versöhnung? Die katholische Vertriebenenjugend 1946-1990 in der Bundesrepublik Deutschland" angenommen und das Prädikat "magna cum laude" erhalten. Der Betreuer und Erstgutachter war PD Dr. Michael Hirschfeld.

Aktuelle Neuerscheinungen

Die Verhaltensweisen der katholischen Bischöfe angesichts der nationalsozialistischen Herausforderungen werden bis heute in Wissenschaft und Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Weniger die Seelsorge und der „Weltanschauungskampf“ als vielmehr das vorgebliche oder tatsächliche „Schweigen“ angesichts von Krieg und Judenmord in Verbindung mit dem Vorwurf des „Milieuegoismus“ dominieren vielfach die Diskussionen. Eine solche segmentierte Sicht soll in diesem Sammelband mit Hilfe einer quellennahen Kontextualisierung bischöflicher Entscheidungskriterien und Entscheidungsprozesse im Spannungsfeld von Seelsorge und Kirchen-Politik, von Gesinnungsethik und Verantwortungsethik (Max Weber) ergänzt und überprüft werden.

26 Profan- und Kirchenhistoriker nehmen deutsche Bischöfe als unterschiedlich geprägte Persönlichkeiten mit ihren Stärken und Schwächen in den Blick, überprüfen ihr Selbstverständnis von ihren bischöflichen Aufgaben und ihre zeittypischen „Denkgrenzen“. Sie loten die durch die spezielle konfessionelle Struktur der Diözesen sowie die nationalsozialistische „Gegnerbekämpfung“ eingeschränkten Handlungsspielräume des Episkopats aus und beleuchten verschiedene Phasen der Auseinandersetzung einzelner Bischöfe wie auch der Fuldaer Plenarkonferenz mit dem NS-Regime.

Münster 2018, XII und 817 Seiten, 80 Abbildungen, 22 Karten, 29,80 Euro

 

 

Obwohl sich gerade im Osten Deutschlands und Europas das Schciksal von Millionen entschied, die ihre Heimat verlassen und sich in West- und Mitteldeutschland eine neue Heimat erarbeiten mussten, richten sich historische Blicke der deutschen Öffentlichkeit kaum nach Osten.

In dieser Blickrichtung widmen sich die Beiträge dieses Bandes eher weniger bekannten Entscheidungen und Entwicklungen, die dieser Katastrophe vorausgingen, sowie Erfahrungen und Erinnerungen aus der Nachkriegszeit.

Als Heimat gilt zumeist der mit Erinnerungen behaftete Ort der Geburt, der Kindheit, des Heranwachsens. Doch ist Heimat vor allem ein sozialer Zusammenhang, der den großen politischen Konflikten ausgesetzt ist und in deren Folge auch immer wieder neu erfahren und gefunden werden muss.

Münster 2017, 443 Seiten, 24,90 Euro

Das Oldenburger Münsterland ist seit Mitte der 1990er Jahre zur Kernregion der Einwanderung der Spätaussiedler in Niedersachsen geworden. Seitdem leben in einigen Gemeinden bis zu 20 % Staatsbürger mit russisch-deutschem Hintergrund. Seit ihrem Zuzug veränderten sich sowohl Orte als auch das Kirchenbild der Region beträchtlich.

Diese auf die lokale Perspektive fokussierte Publikation des Museumsdorfs Cloppenburg "Ein Stück Heimat. Spätaussiedler im Oldenburger Münsterland" hat zum Ziel, sowohl die mündlichen Zeitzeugnisse als auch die Mitbringsel von Russlanddeutschen zu präsentieren und so einen Einblick in ihre Kultur, ihre Geschichte, ihren Alltag und ihre Migrationserfahrungen zu ermöglichen.

Marina Schmieder: Ein Stück Daheim. Kulturgeschichte im Umfeld von Spätaussiedlern (Materialien & Studien zur Volkskultur und Alltagsgeschichte Niedersachsens, Bd. 49), Cloppenburg 2017, 204 Seiten, zahlreiche Abbildungen, 24,80 Euro.

Lenin verstand das sowjetische Konzessionsgeschäft mit ausländischen Privatunternehmern als eine "Art Krieg, ein kriegerischer Wettkampf zweier Methoden, zweier Formationen, zweier Wirtschaftssysteme - des kommunistischen und des kapitalistischen." In der Tat kam es zu zahlreichen Konflikten zwischen den Konzessionären und den sowjetischen Behörden.

Anhand des Fallbeispiels der deutschen Agrarkonzessionen Drusag, Druag und Krupp-Manytsch untersucht Marina Schmieder das deutsch-sowjetische Konzessionsgeschäft in der Zeit der Weimarer Republik. Die Studie zeigt, dass dieses sowohl durch die wechselhafte Wirtschaftspolitik der Sowjetregierung als auch durch die Schwankungen in der Außenpolitik der beiden Staaten beeinflusst wurde.

Quellen und Studien zur Geschichte des östlichen Europa, Bd. 86, Stuttgart 2017, 339 Seiten, 57 Euro.

Letzte Aenderung: 04.05.2018 · Seite drucken