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Alumni-Portrait Dr. Jan-Bernd Müller

 

"Frei nach Cicero: Durch das Lehren lernen wir."

 

► Absolvent Gerontologie

► Pflegepädagoge an der Akademie für Pflegeberufe und Management

 

Juni 2022

 

Portrait Jan-Bernd Müller

Dr. Jan-Bernd Müller hat von 2007 bis 2014 Gerontologie studiert. Müller, der gebürtig aus Börger im Emsland stammt, ist Pflegepädagoge an der Akademie für Pflegeberufe und Management am Schulstandort Oldenburg und war zuvor am Länderzentrum für Niederdeutsch in Bremen als Wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Er setzt sich stark für seine Muttersprache Plattdeutsch ein und unterrichtet nun im Rahmen der generalistischen Pflegeausbildung. Wir stellen ihn vor:

Ich arbeite jetzt:

Seit April 2022 bin ich Pflegepädagoge an der Akademie für Pflegeberufe und Management am Schulstandort Oldenburg. Dort unterrichte ich im Rahmen der generalistischen Pflegeausbildung sowohl im berufsübergreifenden Lernbereich Werte und Normen sowie in den curricularen Einheiten des fachspezifischen Teils insbesondere diejenigen Inhalte mit gerontologischem und pflegewissenschaftlichem Schwerpunkt.

 

Meine Aufgaben dort sind:

Konsequenterweise besteht das Herzstück meiner Tätigkeit aus der Unterrichtsvorbereitung, -durchführung und -nachbereitung. Darüber hinaus sind weitere Aufgabenfelder die Akquise weiterer Kooperationseinrichtungen bzw. auch neuer Schüler*innen, die Implementierung einer Software für Schulorganisation und -verwaltung sowie die Mitarbeit bei der schulischen Curriculumsentwicklung. In Zusammenhang mit meiner vorherigen Tätigkeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Länderzentrum für Niederdeutsch und noch mehr aufgrund meiner muttersprachlichen Prägung möchte ich zudem mittelfristig niederdeutsche Unterrichtsprojekte erproben. Diese sind bislang nicht im Curriculum vorgesehen, obwohl der regionale Bedarf klar erkennbar ist.

 

Darum setze ich mich für die Niederdeutsche Sprache ein:

Das ist einerseits fachlich, andererseits auch persönlich motiviert. Ich bin von klein auf in einem Familienbetrieb groß geworden, wodurch ich schon im Grundschulalter mit der Lebenswirklichkeit in einem Seniorenzentrum konfrontiert wurde. Folgerichtig verschlug es mich nach erfolgreichem Bachelorabschluss zunächst auch dorthin, um erste Berufserfahrungen zu sammeln und auch mein weiteres Masterstudium zu finanzieren. Durch die berufsbegleitende Promotion in der Pflegewissenschaft an der Universität Osnabrück rückte ich schließlich auch fachlich näher an den Pflegeberuf. Es dürfte gesellschaftlich unumstritten sein, dass der Pflegeberuf im Tableau der vertrauenswürdigen Berufe sehr hoch rangiert, während es ihm medial bedingt und nahezu paradoxerweise an gesellschaftlicher Wertschätzung mangelt. Ich freue mich deshalb sehr, eine hochgradig sinnstiftende Tätigkeit auszuüben und zukünftiges Pflegepersonal fit für das Examen und den Beruf machen zu dürfen: „Hinter jedem Bewohner steht eine Kraft, die ihre Arbeit mit Achtung und Fürsorge schafft“ (Unbekannt).

 

Wenn ich an mein Studium zurückdenke, denke ich gerne an:

Die Zeiten in der Caféte im R-Gebäude, mein eigentliches Wohnzimmer und der Lernort schlechthin. Und das hervorragende Essen in der Mensa. Eigentlich alles. Merci, Vechta!

 

Mit Vechta verbinde ich:

Meine Studienzeit und mein zwischenzeitlicher Lebensmittelpunkt – insbesondere das familiär gehaltene Umfeld hat es mir angetan.

 

Auf dem Stoppelmarkt würde ich gerne mal ein Bier trinken mit:

Mit „alten“ Kommiliton*innen und Freund*innen. Und falls sie es liest, auch sehr gern mit Frau Dr. Wienken :-)

 

Aus meiner Studienzeit habe ich diesen Gegenstand aufgehoben:

Ich habe mal einen Tagebuchauszug eines alten Freundes und Kommilitonen geschenkt bekommen. Darin enthalten sind einprägsam beschriebene, klassische „Vechta-Momente“ in der Caféte und auf Uni-Feten. Den bewahre ich noch lange auf.

 

Mein Tipp für Studieninteressierte und Studierende:

Ich bin der absoluten Überzeugung, dass alle Menschen irgendwann im Laufe ihres Lebens ihr Päckchen zu tragen haben, manche mehr, manche weniger offensichtlich. Dennoch lohnt es sich durchzuhalten, wenn es mal nicht nach Plan läuft. Insbesondere den angehenden Gerontolog*innen möchte ich außerdem wärmstens ans Herz legen, bei der Berufswahl mutig, selbstbewusst und initiativ zu sein.

 

Foto: FotoStudio Wucherpfennig, Sögel