Antidiskriminierung

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Zur Förderung eines diskriminierungsfreien Miteinanders gibt es spezifische Zielvereinbarungen an der Universität Vechta. So wurden im Gleichstellungsplan unter den Aspekt der sexuellen Diskriminierung folgende Ziele verabschiedet:

Schutz vor sexualisierter Belästigung (Gleichstellungsplan der Universität Vechta )

(1) Sexualisierte Belästigung ist jedes vorsätzliche, sexuell bestimmte Verhalten, das die Würde von Beschäftigten am Arbeitsplatz und Studierenden an der Universität verletzt. Dazu gehören beispielsweise:
- sexuelle Handlungen und Verhaltensweisen, die nach den strafgesetzlichen Vorschriften unter Strafe gestellt sind oder
- sonstige sexuelle Handlungen und/oder Aufforderungen zu diesen, beispielsweise in Form von sexuell bestimmten körperlichen Berührungen, Bemerkungen sexuellen Inhalts, das Zeigen oder sichtbare Anbringen pornographischer Darstellungen, die von den Betroffenen sichtbar abgelehnt werden.
(2) Ausübende können Vorgesetzte, andere Beschäftigte, Studierende oder Dritte sein. Da in erster Linie Frauen von sexualisierter Belästigung betroffen sind, ist die Verhinderung sexualisierter  Belästigung ein Beitrag zur Erfüllung des Gleichstellungsauftrags der Universität.
(3) Die Universität Vechta lehnt jede Form der sexualisierten Belästigung ab. Sie wird die im Beschäftigtenschutzgesetz vorgesehenen angemessenen disziplinarrechtlichen oder arbeitsrechtlichen Maßnahmen einleiten.
(4) Die belästigten Personen, die sich gegen eine sexualisierte  Belästigung gewehrt und in zulässiger Weise ihre Rechte ausgeübt haben, dürfen nicht benachteiligt werden.
(5) Die Universität Vechta bietet regelmäßig Veranstaltungen zu den Themen Verhinderung von sexueller Gewalt und Belästigung gerade auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Leitungsfunktionen an.
(6) Die Universität Vechta bietet regelmäßig Selbstverteidigungskurse von Frauen für Frauen, ggf. auch getrennt für die verschiedenen Mitgliedergruppen an.

Zudem hat das Gleichstellungsbüro eine Informationsbroschüre gegen sexualisierteBelästigung am Arbeitsplatz und Studienumfeld für Beschäftigte und Studierende derUniversität Vechta mit folgenden Inhalten verfasst:

1. Sexualisierte Belästigung an Hochschulen?

2. Was bedeutet sexualisierte Belästigung?

3. Auswirkungen sexualisierter Belästigungen für Betroffene

4. Standpunkt der Universität Vechta

5. Wie können Sie sich wehren?

6. Beratungsstellen und Anlaufstellen der Universität Vechta

Geschlechtergerechte Sprache

Der Umgang miteinander wird zugleich durch Sprache bestimmt und ausgedrückt. Die Nichtnennung und damit Unsichtbarmachung von Frauen in der Sprache ist diskriminierend und verstärkt die sozialisierten stereotypischen Denk- und Verhaltensweisen. Daher muss der Grundsatz der Gleichbehandlung von Frauen und Männern auch zur Sprache gebracht werden.
Die geschlechtergerechte Sprache ist ein effizientes Mittel zur Gleichstellung von Frauen und Männern. Im Folgenden werden Beispiele gegeben, die das geschlechtergerechte Formulieren erleichtern und an der Universität  Vechta in ihrem Schriftverkehr, in Rechts- und Verwaltungsvorschriften, Vorlesungsverzeichnissen sowie in Formularen und Vordrucken beachtet werden müssen sowie in Lehrveranstaltungen und Seminararbeiten Verwendung finden sollten:

  • geschlechtsneutrale Sprache

Beispiele für geschlechtsneutrale Singular- und Pluralformen: die Person / die Personen; die Bürokraft / die Bürokräfte; das Mitglied / die Mitglieder; das Elternteil / die Elternteile. Beispiele, die nur im Plural als geschlechtsneutral gelten: die Lehrenden; die Studierenden; die Universitätsangestellten. Beispiel für Funktionsbezeichnungen: das Dekanat; die Referatsleitung; das Projektteam.
Beispiele mit dem Schwerpunkt auf Tätigkeiten: Wer studiert, ist berechtigt, die Bibliothek zu betreten. Alle, die am Seminar teilnehmen wollen, müssen sich anmelden. Diejenigen, die das heutige Referat halten, melden sich bitte. Beispiele für die direkte Anrede für Formulare u. ä.: Ihr Name: ... ; Ihre Unterschrift: .. Reichen Sie bitte Ihre Hausarbeit bis zum Ende des Semesters ein. Beispiel: statt 'fachmännische Auskunft' -> fachkundige Auskunft; statt: 'Herausgeber' -> herausgegeben von.

  • Geschlechter zur Sprache bringen

Beispiele: die / eine Studentin, der / ein Student; die Doktorin, der Doktor.
Beispiele für Wörter mit geschlechtstragender Bedeutung: Fachfrau, Fachmann.
Beispiel für das Ansprechen von Frauen als auch Männern: Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Beispiel für die verkürzte Paarform: Die Berufung einer Universitätsprofessorin / eines Universitätsprofessors. Bei diesen Formulierungen wird die weibliche Form der männlichen Form immer vorangestellt!

  • Verleihung vom deutschen akademischen Grade an Frauen

Beispiele für die weibliche Sprachform: Diplom-Ingeneurin / Dipl.-Ing.in; Magistra / Mag.a

  • Vermeidung von Begriffe, die Klischees und Stereotypen reproduzieren

Beispiele: statt 'Mannschaft' -> Team; statt 'Mütterberatung' -> Elternberatung. Beispiele für die Nichtverwendung sprachlicher Bildern:"das schwache / das starke Geschlecht" oder "die Studenten und die Professoren"!