Das Vechta-Modul

Eine gelungene Studieneingangsphase ist eine wichtige Voraussetzung für ein erfolgreiches Studium. Nur wer sich der eigenen Motivation für ein Studium bewusst ist, wer die eigenen Interessen und Fähigkeiten kennt, kann entscheiden, ob das gewählte Studienfach und das damit verbundene Berufsziel diesen entsprechen. Doch nicht nur das Studium soll gelingen, sondern auch der Übergang in die Arbeitswelt. Deshalb ist es notwendig, frühzeitig den eigenen Standpunkt zu bestimmen und klare Zielvorstellungen hinsichtlich des Verlaufs des Studiums und der späteren Berufstätigkeit zu entwickeln.

Das Vechta-Modul setzt hier an und bietet den Studierenden die Möglichkeit, ihr Profil durch Feedback und Selbstreflexion zu schärfen sowie die eigene Persönlichkeit zu stärken und eine Berufsperspektive zu entwickeln.

Es erfüllt damit die zentralen Forderungen des Bologna-Prozesses nach wissenschaftlicher Befähigung, der Befähigung eine qualifizierte Erwerbsarbeit aufzunehmen (Employability), der Befähigung zum zivilgesellschaftlichen Engagement (Citizenship) und der Persönlichkeitsentwicklung.

Berücksichtigung bei der Konzeption des Moduls fanden auch Ergebnisse und Anregungen aus Studieneingangs-, Studierenden- und Absolventenbefragungen.

Das Vechta-Modul ist fachübergreifend und wird als Wahl(pflicht)modul im Profilierungsbereich der Bachelorstudiengänge angeboten. Für die Masterstudiengänge stellt es ein Wahlmodul dar. Die im Modul erbrachten Leistungen werden mit 5 credit points angerechnet, aber nicht benotet. Es umfasst vier Komponenten mit unterschiedlichen Aspekten und erstreckt sich über mehrere Semester mit einem Schwerpunkt auf der Studieneingangsphase (erstes und zweites Semester):

  • Fachspezifisches Projekt
  • Orientierungsseminar
  • Berufsfeldtag
  • 360°-Tage

Mit der Veranstaltung Fachspezifisches Projekt beginnt das Vechta-Modul. Das fachspezifische Projekt unterstützt die Studierenden bei ihrem Einstieg in das Studium. Am Anfang geht es um die Klärung grundsätzlicher Fragen, wie der nach der Motivation für und die Erwartungen an ein Studium, aber auch Begriffe wie Wissenschaft und Praxisbezug sollen erörtert werden. Daran schließt sich die Auseinandersetzung mit einer abgegrenzten und überschaubaren Fragestellung an, die einer ersten Sensibilisierung für Wissenschaft und wissenschaftliches Arbeiten dient.

Ziel des Orientierungsseminars,das im zweiten Semester stattfindet, ist es, das Bewusstsein für die eigene Kompetenzentwicklung zu stärken.

Die Studierenden lernen, ihre eigenen Stärken und Schwächen zu analysieren und erarbeiten Strategien, um die eigenen Kompetenzen im weiteren Verlauf des Studiums gezielt weiterzuentwickeln. Die Reflexions- und Selbstlernkompetenz wird gezielt geschult.

Auch die Möglichkeiten, die eigene Lernumgebung und –bedingungen mitzugestalten, werden ausgelotet.

Der Berufsfeldtag dient einer ersten Auseinandersetzung mit der Entwicklung einer persönlichen Berufsperspektive. Angedacht ist es, Vertreter/innen aus der Berufspraxis einzuladen und ein Assessmenttest anzubieten. Der Berufsfeldtag findet im zweiten Semester statt.

Die zwei 360°-Tage im 3. und 4. Semester dienen der Rückschau (Reflexion) und der Vorschau (Perspektive). Die Studierenden reflektieren den Stand ihrer Kompetenzentwicklung und der Umsetzung von Plänen (Auslandsstudium, Praktika, Projekte) und erarbeiten darauf aufbauend den weiteren Verlauf ihres Studiums. Insbesondere im 4. Semester wird die Frage eines möglichen Eintritts in das Berufsleben oder die Aufnahme eines Masterstudiums thematisiert.

 

 

 

Kontakt: Astrid Raabe