Willkommen im Fach Geschichte

 

Geschichte - gar nicht von gestern

Heutiges Geschehen ist unaufhaltbar morgen schon Vergangenheit - und damit ein Teil der Geschichte. Geschichte ist aber nicht einfach das vergangene Geschehen, vielmehr stellt das Fach den  Zusammenhang von Vergangenheit im Horizont gegenwärtigen Wissens und Verstehens dar. Geschichte thematisiert das menschliche Handeln, Verhalten und Denken. Und kaum ein Thema fesselt uns mehr, als das Schauspiel des menschlichen Handelns. Dieses Schauspiel lockt Jahr für Jahr tausende Studenten an Deutschlands Universitäten und Millionen von Menschen in Museen, historische Ausstellungen und Filme.

Geschichte an der Uni hat dabei wenig mit Verstaubtem von Vorgestern und sturem Faktenwissen zu tun. Geschichts-Studenten deuten und analysieren die Vergangenheit mit dem Blick der Gegenwart: Wie hat  sich das Bild der Familie über die Jahrhunderte gewandelt? Welche demographischen und ökonomischen Folgen hatte die Pest in Europa? In welchem Verhältnis standen sich katholische Kirche und NS-Regime gegenüber? Dabei geht es nicht nur um politische Zusammenhänge, sondern auch um die Einflüsse der Wirtschaft, die Kraft sozialer Bewegungen, die Macht der Religionen oder die Impulse aus Kunst und Literatur.

 

Geschichte bietet Möglichkeiten

Die Vielfalt des Geschichtsstudiums und seine thematischen Wahlmöglichkeiten erleben viele Studierende als willkommene Freiheit - sie müssen allerdings bereit sein, selbständig und aus eigenem Interesse heraus zu arbeiten. Geschichtsstudenten verbringen daher auch viel Zeit mit Büchern oder der eigenen Recherche. Historiker unterscheiden dabei zwischen Literatur und Quellen. Wer nicht gern liest, der ist mit diesem Fach falsch bedient. Da viele Historiker auch auf Englisch publizieren, sind entsprechend gute Kenntnisse gefragt. Daneben schadet auch etwas Latein nicht, um altes Schriftgut interpretieren zu können. Ein Geschichtsstudent sollte sich zudem für Menschen interessieren und dafür, wie sie ihre Zeit und Kultur geprägt haben.

Am Ende des Studiums sind Absolventen der Geschichte an der Universität Vechta in der Lage, komplexe Themenbereiche selbständig und zielstrebig zu recherchieren, analysieren und interpretieren, um die Ergebnisse und auch heutiges Geschehen in historische Zusammenhänge einzuordnen, eigene Erkenntnisse daraus zu gewinnen und diese zu formulieren. Diese Kenntnisse können dann in den eigenen Schulunterricht als Lehrer einfließen. Enge Anknüpfungspunkte bietet das Fach zu vielen Geistes- und Kulturwissenschaften: Politik- und Sozialwissenschaften, Theologie, Geographie, Philosophie oder Germanistik.

 

Impulse aus dem Früher für das Heute

Wie die meisten Geisteswissenschaften lebt die Geschichte von der Vielfalt der Angebote, aus denen die Studierenden wählen können, um ihre Schwerpunkte zu setzen. Sie erhalten zunächst einen Einblick in die großen Epochen Alte, Mittelalterliche, Neuere und Neueste Geschichte. Im weiteren können Studierende unter Angeboten aus Verfassungs-, Kultur-, Wirtschafts-, Sozial- und Landesgeschichte wählen und bestimmte Epochen näher eingrenzen.

Im Fach Geschichte an der Universität Vechta sollen die Studierenden auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnis und eigener praktischer Erfahrungen historisches Wissen erwerben und die Recherchewege historischer Informationen kennenlernen. Am Beginn steht grundlegendes Wissen: Wie zitiere ich richtig, was sind die Hilfsmittel des Historikers, wo liegt die Grenze zwischen belegbarer Quelle und Interpretation? Die engagierten Dozenten im Fach Geschichte an der Univerität Vechta vermitteln elementare Sach-, Problem- und Theoriekenntnisse sowie entsprechende Methoden, Arbeitstechniken und Hilfsmittel der Geschichtswissenschaft und ihrer Didaktik.

 

Forschungsfeld vor Ort

An der Universität Vechta wird insbesondere die Regionalgeschichte groß geschrieben. Wie wirkten sich Ereignisse und Veränderungen konkret vor Ort aus? Welche Impulse setzten wiederum die Regionen? Neueste Forschungsergebnisse fließen hier direkt in die Lehre ein und schon Studierende haben die Möglichkeit, in die Forschung hineinzuschnuppern.

Die Geschichtswissenschaft hat sich in den vergangenen Jahren inhaltlich immer weiter geöffnet: Die Themen werden kleinteiliger, die Forschung internationaler. Nach dem Studium bieten sich Berufschancen als Lehrer, aber auch an Universitäten, Museen und Archiven. Historiker sind auch in Bereichen wie der Kulturarbeit, Erwachsenenbildung, Beratung in Wirtschaftsbetrieben oder im Tourismus gefragt.

 

Im Fach Geschichte sind drei Professuren vertreten.

Didaktik der Geschichte/Neuere und Neueste Geschichte (Prof. Dr. Eugen Kotte)

Europäische Geschichte vom 17. bis zum 19. Jahrhundert (Prof. Dr. Christine Vogel)

Geschichte der Vormoderne (Prof. Dr. Claudia Garnier)

Letzte Aenderung: 19.08.2016 · Seite drucken

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