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Aktuelles aus dem Lehrstuhl für Landschaftsökologie

 

04.04.2013

Tagungsband zur Gentechnik-Konferenz im Peter Lang-Verlag erschienen

Die Ergebnisse der vom 14. bis 15. Juni 2012 von der Landschaftsökologie gemeinsam mit der Uni Bremen und weiteren Partnern organisierten dritten internationalen Tagung über Großräumige Wirkungen des Anbaus von GVO (GMLS III) sind jetzt in einem 159-seitigen Tagungsband beim Peter Lang-Verlag erschienen. Insgesamt 29 wissenschaftliche Beiträge beschäftigen sich mit den langfristigen Folgen eines großräumigen Anbaus von gentechnisch veränderten Pflanzen. Das Spektrum der Beiträge reicht von Studien zur Ausbreitung von GVO in der Landschaft, über Koexistenzprobleme in der Landwirtschaft, mögliche Effekte für Nicht-Zielorganismen bis hin zu Implikationen für die Regulation und Empfehlungen für weitere Forschungen.

01.09.2012 Bundesprojekt zur Kartierung mariner Lebensräume bewilligt

Nach einem 20-monatigen Antragsmarathon ist es dem Lehrstuhl für Landschaftsökologie gelungen, ein weiteres Großprojekt nach Vechta zu holen. Bis zunächst Ende 2014 stellt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in der ersten Förderphase Mittel in Höhe von 1,3 Millionen Euro zur Verfügung, um die Lebensräume von Nord- und Ostsee systematisch zu kartieren. Die Kartierung erfolgt u. a. mit Hilfe von Geoinformationssystemen (GIS). Die Naturräume können so ökologisch definiert werden und dienen u. a. als Grundlage für umweltpolitische Maßnahmen.

Das Projekt ist einer von insgesamt neun meereswissenschaftlichen Forschungsschwerpunkten, an denen auch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie in Hamburg, das Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven, das Institut für Geowissenschaften der Universität Kiel und das Senckenberg Institut in Wilhemshaven beteiligt sind. Im vom Lehrstuhl für Landschaftsökologie geleiteten Cluster sind für den Bereich der Nordsee die Fa. Bioconsult aus Bremen und für den Bereich der Ostsee das Leibniz-Institut für Ostseeforschung (IOW) in Warnemünde Projektpartner. Gefördert und fachlich begleitet wird das Verbundvorhaben vom Bundesamt für Naturschutz.

 

14.-15.06.2012

Risiken von gentechnisch veränderten Pflanzen

Vom 14. bis 15. Juni veranstaltete die Landschaftsökologie gemeinsam mit der Uni Bremen und weiteren Partnern zum dritten Mal die internationale Tagung "Großräumige Wirkungen des Anbaus von GVO". Über 60 Experten aus Europa und Übersee diskutierten hierbei im Haus der Wissenschaft in mehr als 30 Fachbeiträgen über Erfahrungen und neue Methoden bei der Risikoabschätzung von gentechnisch veränderten Kulturpflanzen (GVO) für Umwelt und Gesundheit. Im Fokus standen hierbei die unkontrollierte Verbreitung von GVO und Langzeitwirkungen für Tiere und für die menschliche Gesundheit. So berichtete Charles Benbrook von der Washington State University über den GVO-Anbau begleitenden, rapide angestiegenen Einsatz von Totalherbiziden in den USA. Andres Carrasco von der Universität Buenos Aires untersuchte die negativen Auswirkungen des Herbizideinsatzes auf die embryonale Entwicklung von Tieren und Menschen. Cynthia Sagers von der University of Arkansas erforschte die Übertragung transgener Eigenschaften von GVO auf Wildpflanzen in Süd-Dakota, während Nicola Schönenberger erstmals GVO an Bahnhöfen in der Schweiz nachweisen konnte, obwohl dort weder der Anbau noch der Import von GVO zugelassen sind.

Kurzfassungen der Beiträge finden sich auf der Tagungshomepage. Die Beiträge werden in einem Tagungsband im Peter-Lang-Verlag veröffentlicht. Radio Bremen TV sendete am 14.06. einen Kurzbericht im Vorabendprogramm.

 

14.-15.06.2012

Landschaftsökologie zu Besuch in der Akademie der Wissenschaften

Zusammen mit weiteren Experten diskutierte Prof. Schröder vom 14. bis 15. Juni auf einer Fachtagung in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften über neue Herausforderungen an die Biodiversitätsforschung in Deutschland. Hierzu stellte er erste Ergebnisse aus einem vom Umweltbundesamt finanzierten Forschungsvorhaben zur Ökosystemintegrität vor, das sich mit der Quantifizierung und Bewertung der von Klimawandel und Stoffeinträgen verursachten funktionalen und strukturellen Ökosystemveränderungen befasst. Unter den in Berlin zusammengekommenen Fachleuten war es Konsens, dass die systematische Archivierung digitaler Messdaten und zugehöriger Metadaten eine sehr anspruchsvolle akademische Leistung ist. Doch bis heute sind die Einbeziehung der Datenarchivierung und -dokumentation in Umweltdatenerhebungen sowie die Anerkennung von Datenarchivierungen als wissenschaftliche Leistung nicht hinreichend etabliert. Ein entsprechendes Memorandum wird derzeit verfasst - eine der AdressatInnen ist die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan.

 

05.-08.06.2012

Landschaftsökologie stellt Forschungsergebnisse auf internationaler Tagung in Dublin vor

Vom 5. -8. Juni 2012 nahm Simon Schönrock (Landschaftsökologie) an der fünften internationalen Konferenz "Sustainable Energy and Environmental Protection" (SEEP) in Dublin teil. Vertreter aus Industrie und Wissenschaft präsentierten über 190 Beiträge zu den Themen nachhaltige Energiegewinnung und Umweltschutz. Vorgestellt wurden Ergebnisse aus dem Forschungsvorhaben "Auswirkungen des Klimawandels auf die Pflanzenphänologie in Hessen", das von Prof. Winfried Schröder und Dr. Gunther Schmidt geleitet und vom Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie gefördert wird. Die Untersuchungen ergaben, dass der Blühbeginn oder die Fruchtreife von Pflanzen signifikant von der Lufttemperatur beeinflusst werden. Der Temperaturanstieg hat bereits bei den meisten Pflanzenphasen zu einer Verfrühung von im Mittel mehr als einer Woche geführt. Je nach Klimamodell muss bis zum Jahr 2100 mit einer weiteren Verfrühung von max. 3 Wochen gerechnet werden, wobei sich die Vegetationsdauer je nach Naturraum um mehrere Wochen verlängert. Das Risiko für Frostschäden und erhöhtem Schädlingsbefall wächst ebenso wie der Bewässerungsaufwand. Andererseits können sich Wildpflanzen weiter nach Norden und in größeren Höhen verbreiten, während Kälte liebende Arten verdrängt werden. Der im Peer-Review-Verfahren begutachtete Beitrag wurde im Konferenzband veröffentlicht.

 

21.-24.05.2012

Lehrstuhl für Landschaftsökologie beim 6. SETAC-Weltkongress

"Grüne Gentechnik - wo liegen die Grenzen der Gen-Patente? Was hat der Gesetzgeber zu tun? Und was muss eine unabhängige Forschung leisten?" Solch politisch brisanten und forschungspolitisch drängenden Fragen standen im Fokus beim Treffen der weltweit führenden Ökotoxikologen bei ihrem Treffen in Berlin. Dieser Aufmacher leitete einen Presseartikel zum 6. Weltkongress der Society of Environmental Toxicology and Chemistry (SETAC) ein. Der Kongress mit 2.500 Teilnehmern fand vom 21. bis 24. Mai im Estrel Convention Center in Berlin statt. Prof. Dr. Winfried Schröder stellte eine mit PD Dr. Broder Breckling und Dr. Gunther Schmidt verfasste Präsentation zu der in der Open Access-Zeitschrift Environmental Sciences Europe (ESEU) gemeinsam herausgegebenen Artikelserie Implications of GMO Cultivation and Monitoring vor. Diese ESEU-Serie hat innerhalb eines Jahres rund 108.500 Downloads zu verzeichnen, das entspricht einem Anteil von 68 %, obwohl die Beiträge zur GVO-Thematik nur etwa 30 % der Artikel der Zeitschrift ausmachen - ein riesiger Erfolg, der weltweit auch mit dem Lehrstuhl für Landschaftsökologie der Universität Vechta verbunden wird.

 

18.-19.04.2012

Beitrag der Vechtaer Landschaftsökologie zur Biodiversitätsforschung

Biodiversität - das ist die Vielfalt der genetischen Ausstattung, von Arten, ihren Lebensräumen (Habitaten) und Landschaften. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat hierfür jüngst die Förderung eines neuen Forschungszentrums mit einem Budget von 33 Mio. Euro bis zunächst 2016 beschlossen. In Deutschland gelten mehrere nationale und internationale Vereinbarungen und Strategien zu Schutz und Förderung der Biodiversität. Diese wird u. a. durch überhöhte Stickstoffeinträge gefährdet. Die weitaus größte Stickstoffquelle ist die konventionelle Landwirtschaft. Auch der Lehrstuhl für Landschaftsökologie ist mit einem Forschungsvorhaben in diese Thematik involviert und stellte auf einem Experten-Workshop über Wege zu einem ziel- und bedarfsorientierten Monitoring der Biologischen Vielfalt im Agrar- und Forstbereich vom 18. bis 19. April am von-Thünen-Institut in Braunschweig einen Beitrag zum Thema Bewertung der Ökosystemintegrität angesichts von Klimawandels und Stoffeinträgen vor. Das von Prof. Schröder geleitete und vom Bund finanzierte Projekt soll den Einfluss von Klimawandel und Stoffeinträgen auf die strukturelle und funktionale Integrität terrestrischer Ökosysteme abschätzen und fachliche Grundlagen für ein bundesweit anwendbares Konzept zur Bewertung der Integrität von naturnahen und anthropogen überprägten terrestrischen Ökosystemen erarbeiten. Damit sollen Strategien für den Erhalt der Biodiversität entwickelt werden.

 

20.02.2012

Ergebnisse des BMBF-Verbundvorhabens GeneRisk als Monographie bei Springer veröffentlicht

Als krönender Abschluss der fünfjährigen Forschungsarbeiten ist im Springer-Verlag das Buch "GeneRisk - Systemische Risiken der Gentechnik: Analyse von Umweltwirkungen gentechnisch veränderter Organismen in der Landwirtschaft" erschienen.

Zusammen mit den Projektpartnern hat der LLÖK darin als Herausgeber auf 318 Seiten die wichtigsten Projektergebnisse des BMBF-Verbundvorhabens GeneRisk veröffentlicht.

Das Themenspektrum reicht von der ökologischen Analyse und Modellierung von Ursachen-Wirkungshypothesen, über die Bewertung rechtlicher und ökonomischer Implikationen bis hin zur Entwicklung eines internet-gestützten Geographischen Informationssystems (WebGIS) für die Planung, Regulierung und Überwachung des Anbaus von gentechnisch veränderten Pflanzen.

 

01.12.2011

Neues Kooperations-Vorhaben von Landschaftsökologie und Sozialer Arbeit startet

Im Rahmen des Förderprogramms "ProNiedersachsen" startet das gemeinsam vom AB Sozial- und Erziehungswissenschaften des ISBS und dem Lehrstuhl für Landschaftökologie der Uni Vechta beantragte Forschungsprojekt "PartnerInnengewalt und Prävention, untersucht und kartiert in ländlichen Regionen Niedersachsens" (PaGeNie). Das über einen Zeitraum von drei Jahren geförderte Vorhaben hat zum Ziel, fundierte sozial- und organisationswissenschaftliche Präventionsgrundlagen für Gewalt in Partnerschaften zu schaffen. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden in einem internetbasierten Geoinformationssystem (WebGIS) kartografisch dargestellt und analysiert. Unterstützt wird das Vorhaben von den Polizeidirektionen in Vechta / Clopppenburg und Aurich / Wittmund sowie den in diesen Landkreisen beheimateten Beratungs- und Interventionsstellen bei häuslicher Gewalt (BISS).

 

19.10.2011

Auszeichnung für Promovenden des LLÖK

Anlässlich der Eröffnung des Akademisches Jahres am 19. Oktober 2011 in der Aula der Uni Vechta wurde Dr. Lukas Kleppin vom LÖK für seine herausragende Dissertation mit dem Förderpreis der Universitätsgesellschaft ausgezeichnet.

 

31.05.2011

LÖK auf dem 16. Deutschen Präventionstag

Zusammen mit dem AB Sozial- und Erziehungswissenschaften des ISBS sowie der Polizeiinspektion Cloppenburg / Vechta wurde das neue WebGIS zur Kriminalitätsprävention (PreventionGIS) auf dem 16. Deutschen Präventionstag in der Weser-Ems-Halle in Oldenburg der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

 

19.05.2011

PreventionGIS online!

Anlässlich der Ergebnisvorstellung zur Kriminalistischen Regionalanalyse Vechta im Beisein des nds. Innenministers Uwe Schünemann im Kreishaus der Stadt Vechta wurde das vom LÖK und dem ISBS (Soziale Arbeit, AB Sozial- und Erziehungswissenschaften) entwickelte "PreventionGIS" vorgestellt. Das interaktive Geographische Informationssystem visualisiert die wichtigsten Ergebnisse von Kriminalstatistik und Bürgerbefragung für den LK Vechta in Kartenform und ist nun  für jedermann online verfügbar.

 

02.03.2011

LLÖK gibt neue Beitragsserie zu GVO heraus

In der vom Springer-Verlag herausgegebenden Open Access-Zeitschrift "Environmental Science Europe" ist eine neue Beitragsserie mit dem Titel Implications for GMO-cultivation and monitoring aufgelegt worden. Alle Artikel sind kostenlos verfügbar, als Herausgeber fungieren Prof. Schröder und Dr. Schmidt. Die Serie hat seinen Ursprung in der Internationalen Forschungskonferenz GMLS II, die vom LLÖK im April 2010 veranstaltet wurde. Zunächst werden in dieser Serie einige Schlüsselbeiträge der Tagung publiziert, die unterschiedliche Aspekte des großräumigen Anbaus von GVO (gentechnisch veränderte Organismen) in der Landwirtschaft beleuchten. Die Reihe steht zukünftig aber auch allen anderen Autoren offen, die sich mit dieser Thematik beschäftigen.

 

17.02.2011

LLÖK goes Brüssel

Eine besondere Anerkennung seiner Forschungsleistungen wurde dem Lehrstuhl für Landschaftsökologie durch Aufnahme eines von mehreren Mitarbeitern des Lehrstuhls verfassten Forschungsartikels auf die Wissenschaftliche Informationsplattform der Europäischen Kommission ("Science for Environment Policy") zuteil. Der Artikel beschäftigt sich mit den möglichen Folgen des Klimawandels für die Verbreitung von durch Vektoren übertragenen Krankheiten. Die entsprechende Mitteilung der Brüsseler Behörde kann unter folgender Adresse abgerufen werden: http://ec.europa.eu/environment/integration/research/newsalert/pdf/228na4.pdf

 

09.02.2011

Lehrstuhl für Landschaftsökologie vertritt Deutschland auf internationaler Gesundheitskonferenz

Anfang Februar fand in Salvador de Bahia (Brasilien) die internationale Tagung "Environmental Health 2011 - Resetting Our Priorities" statt, eine der weltweit größten wissenschaftlichen Konferenzen zum Thema Umwelt und Gesundheit. Mehr als 250 Teilnehmer von 6 Kontinenten (darunter Wissenschaftler aus den USA, Japan und Südafrika) diskutierten bei tropischen Temperaturen vier Tage lang die Auswirkungen unterschiedlicher Umweltwirkungen auf die menschliche Gesundheit und darüber, welchen neuen Herausforderungen sich die Weltgemeinschaft durch den globalen Klimawandel zukünftig stellen muss. Deutschland war auf der Konferenz durch einen Vertreter des Umweltbundesamts sowie durch den von Prof. Winfried Schröder geleiteten Lehrstuhl für Landschaftsökologie vertreten. Für diesen stellte Dr. Gunther Schmidt die Ergebnisse einer im Auftrag des Umweltbundesamts in Dessau durchgeführten Studie zur Belastung von Schulkindern mit Schwermetallen vor. Erstmalig in Deutschland wurden hierbei Daten des Gesundheitssurveys mit Expositionsdaten des Umweltmonitorings verknüpft. Demnach sind höhere Urankonzentrationen im Urin der Kinder nicht nur mit erhöhten Gehalten im Trinkwasser verknüpft, sondern auch mit natürlichen Uranvorkommen in Sedimenten und Ausgangsgesteinen am Wohnort der Kinder.

 

04.02.2011

Lehrstuhl für Landschaftsökologie unterstützt Master-Studiengänge der Uni Bremen

Zum zweiten Mal führte der Lehrstuhl für Landschaftsökologie im WS 2010/2011 zwei mehrwöchige Blockkurse im PC-Labor der Universität Vechta durch. An den in englischer Sprache gehaltenen Kursen nahmen insgesamt 28 Studenten aus Afrika, Asien, Südamerika und Europa teil. Die beiden Veranstaltungen waren jeweils in einen Seminarteil, der von Prof. Schröder geleitet wurde, sowie eine Einführung in GIS-Software (Geographische Informationssysteme) unter Leitung von Dr. Roland Pesch und Dr. Gunther Schmidt gegliedert. Während im Master-Studiengang "International Studies in Aquatic Tropical Ecology" (ISATEC) Forschungsfragen zu marinen Ökosystemen in Nord- und Ostsee bearbeitet wurden, ging es im Studiengang "Master of Ecology" um Themen, die sich mit Verfahren und Untersuchungen der Umweltbeobachtung "an Land" beschäftigten. Wie bereits im letzten Jahr bedauerten die Studenten, dass die Kurse nicht noch länger gedauert haben, denn nach Erlernung der Grundlagen würde "es jetzt ja erst so richtig spannend", so Ching Yeh aus Taiwan.

15.01.2011

Neues Projekt zu Auswirkungen des Klimawandels

Der Lehrstuhl für Landschaftsökologie freut sich über ein neues Projekt mit der Kurzbezeichnung "Bewertungskonzept für Ökosystemfunktionen unter Klimawandel". Im Auftrag des Umweltbundesamts wird die Vechtaer Arbeitsgruppe bis Ende 2012 gemeinsam mit dem Waldkunde Institut Eberswalde (WIE) auf Basis verschiedener Klimaprojektionen und -szenarien die möglichen Auswirkungen des Klimawandels auf die Integrität von naturnahen Ökosystemen untersuchen und Empfehlungen und Handlungskonzepte für ein Frühwarnsystem erarbeiten.

 

01.11.2010

Neues BMBF-Vorhaben "NaLama-nT"

Der Lehrstuhl für Landschaftsökologie beteiligt sich erneut an einem BMBF-Verbundvorhaben mit der Bezeichnung "Nachhaltiges Landmanagement im Norddeutschen Tiefland unter sich ändernden ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen (NaLama-nT)". Das Verbundvorhaben hat eine Laufzeit von 5 Jahren und bezieht auch Praxispartner wie z.B. den LK Diepholz in die Untersuchungen ein. In vier Beispielräumen sollen ökologische Wirkungsgefüge anhand von Stoffflüssen analysiert, Entwicklungen abgeschätzt, Anpassungsstrategien abgeleitet und deren Auswirkungen anhand von Indikatoren nachhaltiger Landbewirtschaftung erfasst und bewertet werden. Die vier Modellregionen - das sind von West nach Ost: die Diepholzer Moorniederung, das Uelzener Becken, der Hohe Fläming und die Region Oderland-Spree - repräsentieren unterschiedliche naturräumliche, wirtschaftliche und demografische Verhältnisse. In dem Projekt werden die Aspekte "Ökologische Grundlagen", "Land- und Ressourcennutzung", "Betriebliche und regionale Wertschöpfung" sowie "Risikomanagement" von ausgewiesenen Wissenschaftlern der Fächer Klimatologie, Hydrologie, Landschaftsökologie, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Umweltplanung und Sozioökonomie gemeinsam mit Praxispartnern in einem Konzept für eine "Integrative Landnutzung" zusammengeführt.

 

07.07.2010

4. Runder Tisch zur Gentechnik

Am 7. Juli fand in Berlin in den Räumen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ein vierter Runder Tisch zur Pflanzengenetik statt. Die Veranstaltung sollte die Reihe von Zusammenkünften von Wissenschaftlern, Industrievertretern, Kirchen und Umweltverbänden beschließen, die die Ministerinnen Schavan (BMBF) und Aigner (Verbraucherschutz) zusammengerufen hatten, um Chancen und Risiken der Grünen Gentechnik zu diskutieren.

In der letzten Sitzung sollte es um Fragen der Sicherheitsforschung gehen. PD Dr. Broder Breckling vom Lehrstuhl für Landschaftsökologie, der als wissenschaftlicher Experte von Beginn an eingeladen war, stellte dort ein Papier vor, das von Prof. Schröder federführend verfasst, offene Forschungsfragen insbesondere zu Wirkungen auf Landschaftsebene auflistete.

 

04.06.2010

Neues Forschungsvorhaben VERNUNVT

"VernunVt kehrt ein", könnte man die Nachricht über die Bewilligung eines neuen Forschungsprojektes an der Hochschule Vechta betiteln. VernunVt steht für "Vertrauen zur Förderung nachhaltigen Umwelthandelns am Beispiel der Nutzung virtuellen (Trink-)Wassers". Die Bewilligung des Forschungsprojektes ist insofern bemerkenswert, als er von zwei Lehrstühlen der Uni Vechta mit sehr unterschiedlicher fachlicher Prägung verfasst wurde: Prof. Schweer ist Psychologe, Prof. Schröder ist Landschaftsökologe. Mit im Boot ist außerdem das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie. Gefördert wird das auf 3 Jahre angelegte Projekt durch das Förderprogramm Pro* Niedersachsen des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur.

 

26.03.2010

GMLS 2010: Internationale Tagung zur Analyse von Auswirkungen des Anbaus von gentechnisch veränderten Pflanzen auf große Räume

Mit etwa 80 Teilnehmern aus 18 Ländern fand vom 25. bis 26. März die zweite internationale Tagung zu Auswirkungen des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen auf große Räume statt. 34 Präsentationen an der Universität Bremen boten neue wissenschaftliche Ergebnisse zu Risikoanalysen gentechnisch veränderter Organismen (GVO). Wie schon für die erste GMLS Tagung 2008 werden die Beiträge demnächst als Tagungsband veröffentlicht und zusätzlich auf der Internetseite www.gmls.eu verfügbar sein. Ein Pressespiegel zur Tagung findet sich hier.

Auf der Tagung wurde die Notwendigkeit von unabhängiger Forschung und öffentlicher Zugänglichkeit der Forschungsergebnisse betont . Zentrale Daten zur Risikoanalyse sind bisher nur von Behörden als vertrauliche Geschäftsgeheimnisse einsehbar und somit der wissenschaftlichen und öffentlichen Überprüfung vorenthalten.

Die GMLS-Tagung wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zur Erforschung systemischer Risiken im Rahmen der Sozialökologischen Forschung gefördert. In dieser Fördermaßnahme wird untersucht, wie sich Natur und Gesellschaft gegenseitig beeinflussen.

 

03.03.2010

Lehrstuhl für Landschaftsökologie zu Besuch beim Bundestagsabgeordneten Holzendorff

Bei Franz-Josef Holzenkamp, dem CDU-Bundestagsabgeordneten des Wahlbezirks Vechta / Cloppenburg waren die Privatdozenten Broder Breckling und Werner Kratz am 3. März zu Gast. In einer persönlichen Gesprächsrunde wurden Forschungsthemen vorgestellt, die am Lehrstuhl für Landschaftsökologie aktuell bearbeitet werden. Mit dabei waren Holzendorffs Fraktionskollegen Max Lehmer (CSU) aus dem Wahlkreis Erding-Ebersberg und Johannes Röring (CDU) aus dem Westmünsterland mit ihren Mitarbeitern. Sie informierten sich über Arbeiten aus Vechta zu Fragen der Gentechnik und dem Europaweiten Moos-Monitoring.

 

30.11.2009

Rückblick auf die Diskussionsveranstaltung  zur Grünen Gentechnik im Rathaus Diepholz

Der Agenda 21-Förderverein e. V. und die Hochschule Vechta hatten am 26.11. zu einer Diskussions- und Informationsveranstaltung über die "Grüne Gentechnik" geladen. Die Öffentlichkeit des Landkreises Diepholz diskutierte mit Experten Zukunftserwartungen, aber auch Bedenken und Kritik gegenüber dieser Technik. Wie sehr dieses Thema die Gesellschaft bewegt, zeigte die große Resonanz auf die Veranstaltung: Der Rathaussaal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Moderator des Abends war Prof. Dr. Winfried Schröder. Die erste Programmhälfte wurde von drei Referenten gestaltet, deren Vorträge den Einstieg in eine sehr lebhafte und anspruchsvolle Diskussion mit den Zuhörern lieferten. [Pressetext]

 

26.11.2009

Informationsveranstaltung "Grüne Gentechnik"

Um Chancen und Risiken der "Grünen Gentechnik" geht es am Donnerstag, 26. November, 19:00 Uhr, im Rathaus der Stadt Diepholz. Über den Anbau des MON810-Mais werden aus der Sicht der Zulassungsbehörden, der Rechtswissenschaften und aus landwirtschaftlicher Sicht kurze Impulsreferate gehalten. Diesen Kurzbeiträgen schließt eine ausführliche Diskussion mit dem Auditorium an. Die Diskussionsveranstaltung wird vom Agenda 21-Förderverein e.V. Diepholz in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Landschaftsökologie der Universität Vechta organisiert. [Einladung]

 

17.11.2009

Neues Projekt bewilligt

Ein weiteres neues Projekt beginnt im Dezember an dem von Prof. Dr. Winfried Schröder geleiteten Lehrstuhl für Landschaftsökologie der Hochschule Vechta. Das Projekt wird mit erheblichen finanziellen Mitteln durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert und vom Bundesamt für Naturschutz wissenschaftlich begleitet. In dem auf drei Jahre angelegten Projekt geht es um die Nationale Umsetzung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) und des HELCOM Ostsee Aktionsplans (BSAP). Anhand vorliegender Daten sollen Herr Dr. Roland Pesch und neu einzustellende MitarbeiterInnen den aktuellen Zustand ausgewählter bedeutsamer mariner Biotoptypen und Arten in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) der Nord- und Ostsee beschreiben und gemäß MSRL- und BSAP-Vorgaben bewerten. Hierzu sollen vorrangig, aber nicht ausschließlich, pelagische und benthische Arten sowie Meeressäugetiere und Seevögel der vorherrschenden Lebensräume berücksichtigt werden, die bei Schutzgebietsaktivitäten erfasst werden. Unter Einbeziehung der erhobenen Informationen soll der Gute Umweltzustand in Bezug auf Arten und Lebensräume festgelegt sowie darauf ausgerichtete Umweltziele erarbeitet werden. Unter Berücksichtigung der Vorgaben der EU-Kommission für die nationalen Meeresgewässer sollen dazu konkrete Bewertungsmaßstäbe und Indikatoren entwickelt und spezifiziert werden. Das geplante Projekt soll maßgeblich den Umsetzungsprozess der MSRL auf nationaler Ebene steuern. Hierzu gehört es auch, inhaltliche, räumliche und zeitliche Datenlücken zu identifizieren und konzeptionelle Vorschläge für die Verbesserung der Datenlage zu unterbreiten.

Das umfangreiche Forschungsprojekt wird eng mit einem ökotoxikologisch ausgerichteten Projekt zum Meeresumweltschutz, welches vom Umweltbundesamt gefördert wird, vernetzt. Beiden Vorhaben werden eine projektbegleitende Arbeitsgruppe sowie ein wissenschaftlicher Projektbeirat zur Seite gestellt. Dadurch sollen Transparenz und Qualität der Untersuchungen gewährleistet werden.

 

22.10.2009

Vortrag zum Thema "Die Forschung am Lehrstuhl für Landschaftsökologie der Hochschule Vechta im nationalen und internationalen Kontext: Rückblick und Entwicklungsperspektiven" von Prof. em. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Haber (Technische Universität München, Wissenschaftszentrum Weihenstephan) anlässlich der Forschungskonferenz der Hochschule Vechta (22./23.10.2009); "Zukunftsfähigkeit durch Wandel" - Forschung an der Uni Vechta. Den Vortrag können Sie hier einsehen.

 

15.10.2009

Projekt HeKlimPh bewilligt

Bei dem Projekt „Klimawandel und Pflanzenphänologie in Hessen" (HeKlimPh) geht es um Landesweite Untersuchungen zu beobachteten und zukünftig zu erwartenden Änderungen der Phänologie von Wild- und Kulturpflanzen in Hessen und deren Implikationen für die Forst- und Landwirtschaft. Das Projekt gehört zum Forschungsverbund „Integriertes Klimaschutzprogramm" (InKlim) und wurde vom „Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie" (HLUG) in Auftrag gegeben. Die Projektlaufzeit beträgt drei Jahre.

 

22.09.2009

Professor Schröder übergibt Positionspapier zur Gentechnik-Forschung an Ministerin Schavan

Anlässlich des Besuches von Bundesforschungsministerin Annette Schavan in der Hochschule Vechta überreichte ihr Professor Dr. Winfried Schröder vom Lehrstuhl für Landschaftsökologie ein Positionspapier zu Forschungsdefiziten in der Gentechnikforschung. Professor Schröder ist Teilnehmer an dem von den Bundesministerinnen Aigner und Schavan geleiteten Runden Tisch Gentechnik.

 

22.07.2009

2. Runder Tisch zur Grünen Gentechnik

Im Vordergrund des 2. Runden Tisches im Juli, an dem Prof. Dr. Winfried Schröder teilnahm, standen die Risikoforschung vor Marktzulassung gentechnisch veränderter Pflanzen (GVP) und das Umweltmonitoring während des Anbaus nach Marktzulassung. „Ziel des Runden Tisches ist es, mehr Transparenz und Offenheit im Diskurs zur Grünen Gentechnik zu erreichen", hob Frau Schavan eingangs hervor. Herr Schröder betonte, dass die wissenschaftliche Fundierung der Grünen Gentechnik durch verschiedene Disziplinen, auch durch die Ökosystemforschung, erfolgen solle. Der 3. Runde Tisch wird dem Schwerpunkt „Internationale Entwicklungszusammenarbeit" gewidmet. [mehr]

 

20.05.2009

1. Runder Tisch zur Grünen Gentechnik

Als Reaktion auf das Verbot des Anbaus von gentechnisch verändertem Mais durch Landwirtschaftsministerin Aigner luden Forschungsministerin Schavan, die den Forschungsstandort Deutschland durch diesen Erlass gefährdet sieht, zusammen mit ihrer Minister-Kollegin am 20. Mai zu einem Runden Tisch „Grüne Gentechnik" ein. Zu diesem Treffen waren 25 Experten aus Wissenschaft, Industrie, Gewerkschaft und Kirche geladen. Mit dabei: Broder Breckling von der Universität Vechta. Er arbeitet im BMBF-Projekt „GeneRisk", das von Prof. Winfried Schröder geleitet wird. Den Schwerpunkt der Diskussion bildete die Bewertung von Vor- und Nachteilen der Grünen Gentechnik. [mehr]

 

31.03.2009

GMLS 2010 - International conference on implications of GM crop cultivation at large spatial scales

Mit zweijährigem Abstand zur ersten GMLS-Tagung wird im März 2010 u. a. vom LLÖK eine weitere internationale Konferenz zur Erfassung und Bewertung von Effekten des Anbaus von gentechnisch veränderten Organismen über lange Zeiträume bzw. größerer räumlicher Reichweite (GMLS II) organisiert.


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