Forschungsprojekte


 

Geo- und Agrarökologie

Charakteristika quartärer Sedimente und deren Bedeutung für Landschaftsdynamik und Naturgefahrenpotenziale in Mitteleuropa

Leitung: Bodo Damm
Bearbeitung: Susanne Döhler

Quartärsedimente bedecken große Teile Mitteleuropas. Die Ablagerungen selbst und die in ihnen entwickelten Böden und Deckschichten stellen hervorragende landschaftsgenetische Archive dar. Darüber hinaus steuern die differenzierten physikalischen, mechanischen und hydrologischen Eigenschaften von Quartärsedimenten innerhalb ihrer Verbreitungsgebiete jedoch auch unterschiedliche aktuelle landschaftsdynamische Prozesse. 
Ziel des Forschungsprojektes ist es, die Eigenschaften von quartären Ablagerungen in drei geologisch unterschiedlichen Arbeitsgebieten Mitteleuropas vergleichend zu untersuchen und deren Bedeutung für Landschaftsdynamik, Abtragsprozesse und Naturgefahrenpotenziale zu ermitteln.
Unter Einsatz differenzierter Feld- und Labormethoden, Datierungs- und Simulationsverfahren sowie GIS-basierter Landschaftsanalysen zielt das Projektvorhaben unter anderem auf die Analyse der aktuellen Erosionsstabilität quartärer Decksedimente im niedersächsischen Tiefland ab. Die holozäne Landschaftsgenese im Kontext mit linearen Erosionsprozessen steht demgegenüber in einem durch periglaziale Deckschichten über Buntsandstein geprägten Arbeitsgebiet in Nordhessen/Südniedersachsen im Fokus. In einem im Flyschsandstein des Wienerwaldes in Niederösterreich gelegenen Untersuchungsgebiet wird darüber hinaus das hydrologische Verhalten von periglazialen Deckschichten und Löss im Kontext mit zahlreichen flach- und mittelgründigen Hangrutschungen untersucht.

Laufzeit: 2012-2015

Finanzierung: Universität Vechta, MWK

 

Identifikation und räumliche Modellierung von Gefahrenpotenzialen durch gravitative Massenbewegungen in Niedersachsen - eine historisch-physischgeographische Naturgefahrenanalyse

Leitung: Bodo Damm, Gerhard Gerold (Göttingen)
Bearbeitung: Martin Klose

Ziel: Analyse der aktuellen und potenziellen Disposition zu Massenverlagerungen in Niedersachsen, Aufbau einer Datenbank zu raum-zeitlichen Informationen über Massenverlagerungen, GIS-gestützte Entwicklung einer Dispositionskarte für Niedersachsen.
Naturgefahren durch Massenbewegungen, wie Rutschungen und Sturzprozesse, werden in der öffentlichen Diskussion weitgehend in den Hochgebirgen angesiedelt. Regelmäßig zeigen jedoch Ereignisse, dass Massenbewegungen auch in den Mittelgebirgsräumen weit verbreitet sind. In Südniedersachsen traten entsprechende Naturereignisse in den vergangenen Jahrzehnten mit steigender Häufigkeit auf. Die Folge waren Schäden, vor allem an Sachgütern. Die lokalen Auswirkungen globaler Klimaänderungen, insbesondere eine Steigerung der Niederschläge, werden in Zukunft zu einer Zunahme von Massenbewegungen führen. Hinreichendes Wissen im Hinblick auf die Lokalisierung von Gefahrenpotenzialen fehlt jedoch bisher.
Im Rahmen des Forschungsvorhabens wird die aktuelle und potenzielle Verbreitung von Gefahren durch Massenbewegungen analysiert und modelliert. Dazu werden die in den niedersächsischen Mittelgebirgen ablaufenden Prozesse aufbauend auf umfangreichen Vorarbeiten untersucht. Auf der Grundlage (historischer) Datenarchive, Prozessanalysen an aktuellen Massenbewegungen und digitalen räumlichen Daten wird GIS-gestützt ein Dispositionsmodell entwickelt, das die räumliche Verbreitung dieser Naturgefahren beschreibt. Die Validierung des Modells erfolgt auf der Grundlage einer Datenbank, in der räumliche und zeitliche Informationen zu Massenbewegungen in Niedersachsen vorgehalten werden.
Ergebnis der Arbeiten ist eine Gefahrenhinweiskarte für Niedersachsen als Grundlage für differenzierte Raumnutzungsentscheidungen. Daten über Verbreitung, Frequenz und Magnitude von Ereignissen ermöglichen unter Einbeziehung klimatologischer Schwellenwerte als Auslöser von Massenbewegungen auch eine dynamisch basierte Ausweisung von Gefährdungsflächen. Hierdurch lassen sich regionale Auswirkungen möglicher Klimaänderungen prognostizieren.

Laufzeit: 2010-2013

Finanzierung: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK)

 

Economic Theory and Modeling of Financial Losses caused by Landslides

Project Management: Martin Klose

The costs of landslides are of high economic significance worldwide. Their systematization in theoretic frameworks and their quantification using financial models, however, is extremely difficult, as the impacts of landslides on economic systems are characterized by complex damage causalities and multiplier effects. Major role in landslide economics play infrastructure damage and prevention costs as well as indirect losses resulting from traffic or business disruption and property devaluation.
The research focus is on the formulization of an economic landslide impact theory and the development of systematic methodologies for direct and indirect cost modeling of financial losses. In the context of theory construction, the objective is to define a consistent terminology and to evaluate economic cost concepts and cost allocation theories for their integration in landslide loss analysis. The overarching goal is to develop an integrated assessment model that describes economic impact pathways and cause-effect relationships with landslide types and processes as well as land use activity. Research work related to cost modeling concentrates on the identification and analysis of potential loss data and the design of information retrieval and data collection strategies. It is intended to create new concepts for database-driven cost estimation and to optimize existing loss models and calculation tools. Testing and validation of the methods is planned to take place in different database environments and case studies.
The project is closely connected with research activity in the field of landslide database development. This provides access to comprehensive scientific data sets and information resources.

Project Period: 2013

Project Partner: USGS Geologic Hazards Science Center (Golden/Colorado)

Funding: German Academic Exchange Service (DAAD)

 

Wissenschaftliche Begleitforschung und Bildungsberatung zum Projekt "Unsere Umwelt hat Geschichte - Interaktive Umweltroute im Freilichtmuseum Cloppenburg"

Leitung: Bodo Damm
Bearbeitung: Susanne Döhler, Nina Springer

Die Arbeiten sind auf die wissenschaftliche Begleitforschung und Bildungsberatung fokussiert. In fachlich-methodischer Hinsicht steht die Analyse der Auswirkungen mittelalterlicher und neuzeitlicher Plaggenwirtschaft auf natürliche Geestböden im Vordergrund. Diese wird anhand von Bodenaufschlüssen, bodenphysikalischen und bodenchemischen Laboranalysen sowie Datierungen durchgeführt.
Im Rahmen von wissenschaftlicher Begleitforschung und Bildungsberatung liegt der Schwerpunkt des Beitrags zu dem am Museumsdorf Cloppenburg durchgeführten Projekt "Unsere Umwelt hat Geschichte" im Themenbereich "Bodennutzung und Bodenwandel". Insbesondere wird der Frage nachgegangen, inwieweit und mit welchen Auswirkungen durch die mittelalterliche und neuzeitliche Plaggenwirtschaft natürliche Geestböden, im Wesentlichen Podsole, in anthropogene Plaggenesche umgewandelt wurden. Methodisch kommen hierbei auf der Grundlage von Bodenaufschlüssen - zum Teil durch Baggerschürfe angelegt - neben Profilbeschreibungen bodenphysikalische und bodenchemische Laboranalysen sowie Datierungen zum Einsatz.
An typischen Bodenstandorten in den Landkreisen Vechta und Cloppenburg werden darüber hinaus im Rahmen eines Schülerprojektes Lackprofile hergestellt und präpariert. Eine in diesem Zusammenhang von den Schülern erstellte Foto- und Filmdokumentation wird anschließend in die Umweltroute integriert. In Kooperation mit der Universität Osnabrück und dem Museumsdorf Cloppenburg erfolgt die didaktische Umsetzung und Dokumentation der wissenschaftlichen Ergebnisse und deren Implementierung in die Umweltroute.

Laufzeit: 2013

Finanzierung: Museumsdorf Cloppenburg / Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

 

The Influence of Climate Change and Human Impact on Geoecosystems in Mayan Regions of Quintano Roo (Mexico)

Leitung/Bearbeitung: Birgit Terhorst, Bodo Damm

In Quintana Roo werden Gebiete im Kontext von Klimawandel und anthropogener Landschaftsveränderung untersucht, die ehemals durch die Maya-Kultur dicht besiedelt waren. Boden- und Sedimentarchive spiegeln hier klimatisch induzierte Veränderungen wider und belegen darüber hinaus das Ausmaß der menschlichen Nutzung. Untersucht werden ausgewählte Standorte im Umfeld von Wetlands, die durch klimatisch bedingte Karstwasserschwankungen geprägt sind.
Die Arbeiten bauen auf einer Verknüpfung von pedologischer und geomorphologischer Methodik auf. Dabei werden auf der Basis der Erfassung von Bodenerosionsstadien und korrelaten Bodensedimenten Aussagen zum Klima- und Landschaftswandel vorgenommen. Grundlage der Untersuchungen sind Kartierungen und Aufschlussarbeiten, mineralogische, pedochemische und bodenmechanische Laboranalysen, Untersuchungen zu Kohlenstoffgehalten in Böden sowie Datierungen. Von wesentlicher Bedeutung für das Forschungsvorhaben ist die Abschätzung  des Ausmaßes anthropogener Einflüsse auf Landschaft und Regionalklima. Gleichzeitig stellt sich die Frage nach dem Einfluss des Landschafts- und Klimawandels auf die Kultur der Mayas. Hierdurch wird insbesondere die Frage angeschnitten, ob aufgrund von paläoklimatischen Ursachen ein Schwellenwert der Tragfähigkeit des Landbaus erreicht wurde, der den Niedergang der Maya-Kultur beschleunigt hat.

Laufzeit: 2011 (Universität Würzburg)

Finanzierung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Consejo Nacional de Ciencia y Tecnología (CONACIT)

Kooperation: Universidad Nacional Autonoma de Mexico UNAM

 


 

Lernen in Ländlichen Räumen und Umweltbildung

 

Ganztagsschulentwicklung - Qualitätskriterien und Konzepte für den Unterricht am Nachmittag

Leitung: Martina Flath
Bearbeitung: Carolin Duda

Die Ganztagsschulentwicklung eröffnet dem schulischen und außerschulischen Lernen völlig neue Perspektiven. Der Nachmittag bietet Raum und Zeit, andere Lernformen sowie neue Lernziele auf besondere Weise einzubeziehen. In verschiedenen Modellprojekten werden Bildungsangebote für den Nachmittag konzipiert, durchgeführt und evaluiert. Aufbau und didaktisch-methodische Ausrichtung basieren auf folgenden Ziellinien:

  • Fächerübergreifendes Lernen: Das Wissen verschiedener Fachinhalte wird vertieft und zusammengeführt.
  • Handlungsorientierung: Die Angebote laden ein, selbst aktiv zu werden und zu begreifen.
  • Befähigung zum lebenslangen Lernen: Selbstorganisiertes und selbständiges Lernen wird vorbereitet.
  • Interessengeleitetes Lernen: Die inhaltliche Projektgestaltung wird mit den Schülern gemeinsam entwickelt.
  • Vernetztes Lernen: Komplexe Wirkungszusammenhänge im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung werden aufgezeigt.

Laufzeit: seit 2007

Finanzierung: Projektbezogene Kooperationen mit Schulen und Institutionen im Landkreis Vechta. RUBA e.V., Stiftung Umwelt- und Naturschutz des Landkreises Vechta (S.U.N.), Niedersächsische Bingostiftung

 

Wissenschaftsinitiative zum Lernen auf dem Bauernhof

Leitung/Bearbeitung: Johanna Schockemöhle

Ziel: Das Projekt zielt darauf, den Austausch von Wissen über Forschungsarbeiten zum Lernen auf dem Bauernhof auf bundesweiter und internationaler Ebene zu initiieren und zu etablieren sowie über eine begleitende Evaluation Hinweise auf internationale Forschungsdesiderate zu erhalten. Auf diese Weise soll die Forschung im Bereich Lernen auf dem Bauernhof innovative und wissenschaftlich relevante Impulse erhalten.
Die Initiative fokussiert Lernen auf dem Bauernhof im engeren Sinne (farm education), d.h. formale und non-formale Lernvorhaben, die sich an Erwachsene, Jugendliche und Kinder richten, sowie deren Rahmenbedingungen, Einflussfaktoren und Umsetzungen.
Darüber hinaus werden Inhalte aufgegriffen, die im weiteren Sinne den Lernort Bauernhof betreffen wie care farming oder tiergestützte Pädagogik.

Methode: Der Kontakt und Austausch zwischen Wissenschaftlern wird über regelmäßige Fachtagungen, einen Online-Auftritt der Wissenschaftsinitiative sowie über einen
E-Newsletter aufgebaut. Die Evaluation erfolgt über Online-Befragungen der entsprechenden scientific community.

Laufzeit: seit Mai 2009

Finanzierung: Die Maßnahme wird über die Bundesarbeitsgemeinschaft Lernort Bauernhof gefördert

 

Entwicklung von Handlungskompetenz in nachhaltigen Schülerfirmen

Leitung/Bearbeitung: Johanna Schockemöhle

Ziel: Die Arbeit hat das Ziel, ein Strukturmodell der Handlungskompetenz zu entwickeln und zu validieren.
In der Literatur finden sich empirisch fundierte Hinweise, dass Schülerfirmen eine Unterrichtsform darstellen, in welcher Schülerinnen und Schüler erfolgreich Erfahrungen und Kompetenzen im selbstständigen und gemeinsamen konkreten Planen und Handeln erwerben können. Hochrechnungen ergeben, dass mittlerweile an jeder vierten Sekundarschule bundesweit eine Schülerfirma existiert. Viele Schülerfirmen werden zudem explizit im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung gegründet und nennen sich nachhaltige Schülerfirmen.
In dem Forschungsvorhaben "Entwicklung von Handlungskompetenz in nachhaltigen Schülerfirmen" wird der Effekt nachhaltiger Schülerfirmen auf den Erwerb von Kompetenzen im selbstständigen und gemeinsamen konkreten Planen und Handeln untersucht. Im Mittelpunkt stehen dabei Kompetenzen für das Planen und Handeln im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung und deren Transfer in die Alltagswelt der Schülerinnen und Schüler. Ziel des Projektes ist es, empirisch gesicherte Aussagen zur Binnenstruktur der Handlungskompetenz zu treffen, ein entsprechendes valides Erhebungsinstrument zu entwickeln sowie die Bedeutung nachhaltiger Schülerfirmen für die Entwicklung von Handlungskompetenz und deren Anwendung im Alltag zu evaluieren.

Laufzeit: seit April 2010

Finanzierung: Eigenmittel

Publikation: Schockemöhle, J. (2012): Entwicklung von Handlungskompetenz in nachhaltigen Schülerfirmen. In: Rio +20 - Nachhaltigkeit neu denken? Tagung an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (5.-6. November 2012). Tagungsband, S. 62-63.

 

Wissenschaftliche Begleitung der Kommunikation zwischen der Niedersächsischen Geflügelwirtschaft und den Konsumenten bzw. der Bevölkerung - Huhn und Hähnchen im Unterricht

Leitung: Martina Flath
Bearbeitung: Thale Alfs, Gabriele Diersen

In der heutigen Zeit ist eine zunehmende Entfremdung des Konsumenten gegenüber der Produktion der Nahrungsmittel zu verzeichnen. Auch im Bereich "Geflügelwirtschaft" gibt es kaum transparente Produktionsabläufe. Negative Berichterstattungen der Medien tragen zu einem schlechten Image der Branche bei. Um über die Produktion von Eiern und Hähnchenfleisch im schulischen und außerschulischen Unterricht zu informieren und einen praxisnahen Einblick zu gewähren, wurde das Projekt aufgelegt.
Ziel war die Erstellung und Erprobung von Unterrichtsmaterialien zum Themengebiet "Geflügelhaltung". Es wurden  Materialien für zwei Module erstellt: "Legehennenhaltung und Eierproduktion" sowie "Hähnchenmast und Hähnchenfleischproduktion". Zentraler Ausgangspunkt der Lernmodule ist jeweils ein Besuch auf einem Betrieb der Hähnchenmast oder Legehennenhaltung. Die Module sind für die Klassenstufen 7 - 9 konzipiert.
In einer Testphase wurden die entwickelten Materialien getestet und verbessert. Drei Höfe nahmen an der Durchführung teil. Zwei Multiplikatorenfortbildungen machten das Thema einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Im kommenden Jahr ist die Veröffentlichung der Materialien geplant.

Laufzeit: 9 Monate (01.04.2012 - 30.11.2012)

Finanzierung: Verband der Niedersächsischen Geflügelwirtschaft, Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz  und Landesentwicklung

Publikation: folgt in 2013

 

Bioenergie-Region Südoldenburg

Leitung: Gabriele Diersen
Bearbeitung: Thale Alfs

Die Region Südoldenburg ist eine der wachstumsstärksten Wirtschaftsregionen in Deutschland. Dies ist unter anderem auf wettbewerbsfähige Strukturen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft zurückzuführen. Auch im Bereich Bioenergie ist die Region in Deutschland in den Bereichen Anlagendichte, installierte elektrische Leistung sowie Konzentration von Anlagenbauern und Zulieferern führend. Die damit verbundenen enormen ökonomischen Potenziale gehen jedoch mit wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftspolitischen Problemen einher. In den beiden Landkreisen Cloppenburg und Vechta wurde in den letzten drei Jahren im Rahmen des Projektes "Bioenergie-Region Südoldenburg" auf regionaler und überregionaler Ebene ein gewachsenes Netzwerk mit vielfältigen Partnern aus Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wirtschaft geschaffen. In der zweiten Projektphase bis 2015 soll weiter an innovativen Ansätzen zur Entschärfung der Konfliktlagen gearbeitet werden. Es wurden von den eingebundenen Akteuren vier Kernziele konkretisiert: Regionale Potenziale zur Steigerung der Wertschöpfung durch den Einsatz neuer Technologien und innovative Ansätze zur Nutzung landwirtschaftlicher Nebenprodukte aufzeigen; Effizienzsteigerung der Stoffströme unter Einhaltung neuer und alter Rechtsvorschriften; Sensibilisierung und Akzeptanz für Bioenergie und Veredlung steigern; Praxiseinführung/Erprobung technischer Lösungen in Zusammenarbeit mit der Partnerregion.
In fünf strategischen Arbeitspaketen (Wertschöpfung, Effizienz der Stoffströme, Wissenstransfer und Kommunikation, rechtliche Rahmenbedingungen und Zusammenarbeit mit der Partnerregion) wird gearbeitet.
In dem von unserer Abteilung zu bearbeitenden Bereich "Wissenstransfer und Kommunikation" sollen konkret messbare und nachvollziehbare Erfolge, beispielsweise bei der Nährstoffüberschuss- und Emissionsproblematik wahrnehmbar werden. Hierfür wird eine kontinuierliche Aufbereitung der Arbeitsergebnisse zu zielgruppenorientierten Informationen erfolgen. In einem weiteren Aktionsfeld werden adressatenorientierte Veranstaltungen zur Kommunikation mit den Projektpartnern, dem Fachpublikum und der Öffentlichkeit konzipiert und durchgeführt. Schließlich wird die Öffentlichkeitsarbeit im Projekt durch unsere Arbeitsgruppe unterstützt.

Laufzeit: August 2012 - Juli 2015

Finanzierung: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)

 

Forscherwelt Goldenstedt

Leitung/Bearbeitung: Esther Barth, Gabriele Diersen

Kindern erschließt sich heute aufgrund ihrer veränderten Lebenswelt nicht mehr die Herkunft beispielsweise ihrer Möbel im Kinderzimmer, ihrer Lebensmittel oder ihrer Kleidung.
Dieses Projekt hat das Ziel, dass die Kinder der 3. und 4. Grundschulklasse der Huntetalschule einen Einblick in die natürlichen und wirtschaftlichen Prozesse in Goldenstedt vor Ort bekommen. So können sie beispielsweise erleben, wie Papier aus Holz hergestellt oder wie das Moor zur Erzeugung von Produkten genutzt wird.
Ebenso soll durch dieses Projekt die regionale Identität der Schüler ausgebaut werden. Die Umweltbildung nimmt einen wichtigen Faktor ein, um den langfristigen Schutz (nicht nur) der heimischen Natur zu gewährleisten.
Das Projekt versteht sich als Modell für qualifizierte, handlungsorientierte Angebote am Nachmittag im Rahmen von Ganztagsschule.

Laufzeit: September 2012 - Juni 2013

Projektpartner: RUBA e.V., Huntetalschule Goldenstedt

Finanzierung: Bingo-Stiftung, Werner-Heuer-Stiftung, Stiftung der Volksbanken, Exxon Mobil, Gemeinde Goldenstedt

 

Woher kommt mein Essen

Leitung/Bearbeitung: Esther Barth, Johanna Schockemöhle

Viele Kinder haben keine Vorstellung, woher ihr Essen kommt und wie es hergestellt wird. Sie fragen: Woher kommen die Milch und die Butter, die wir im Supermarkt kaufen? Wie fühlt sich das Korn an, bevor es zu Mehl gemahlen und verbacken wird? Wie ist das Korn überhaupt gewachsen?
Hier benötigen die Kinder Zugang zu den natürlichen Quellen und Prozessen, um aktiv und relativ selbstständig Wissen zu diesen Fragen zu erwerben. Von besonderer Wichtigkeit ist das elementare Hineingenommen werden in die natürlichen Kreisläufe.
Eine große Rolle spielen dabei die unmittelbaren Erlebnisse, die die Kinder auf dem Bauernhof sammeln können über den direkten Kontakt mit Menschen, Tieren, Pflanzen und Technik auf dem Hof. Über eine gezielte Steuerung und Reflexion der Lernvorhaben wird es den Kindern ermöglicht, ihre persönlichen Alltagserfahrungen mit Lebensmitteln mit den Erlebnissen auf dem Bauernhof zu verknüpfen und einen Zusammenhang zwischen dem Essen auf ihrem Teller und der Landwirtschaft herzustellen. Die Entfremdung von der landwirtschaftlichen Lebensmittelerzeugung, die insbesondere in unserer Region eine große Rolle spielt, kann auf diese Weise verringert werden.

Laufzeit Projekt Lohne: November 2011 - Juni 2012
Projektpartner: AGRELA e.V., Kindergarten St. Barbara Lohne
Finanzierung: LIFE E.v., Lohne

Laufzeit Projekt Twistringen: Oktober 2012 - Juni 2013
Projektpartner: AGRELA e.V., Kindergarten St. Josef Twistringen
Finanzierung: Gemeinde Twistringen, Wirtschaft vor Ort

 

Lernen mit neuen und traditionellen Medien im Geographieunterricht

Leitung: Martina Flath
Bearbeiter: Martina Flath, Johanna Schockemöhle

Ziel: Durch die Mitarbeit an der inhaltlich-konzeptionellen Gestaltung von Schulbüchern, Lehrerbänden und anderen Unterrichtsmaterialien für das Fach Geographie in verschiedenen Bundesländern sollen die didaktischen Forschungsergebnisse und schulpraktischen Erfahrungen angewandt und in praxisrelevante Ergebnisse, d. h. eine neue Generation von traditionellen Unterrichtsmedien umgesetzt werden. Im Vergleich dazu werden neue Medien entwickelt und Untersuchungen zum Einsatz neuer Medien im Geographieunterricht durchgeführt. Aktuell sind im Jahr 2007 zwei neue Schulbuchkonzeptionen entwickelt worden: für ein Kompendium Geographie in der  Sekundarstufe II und eine neue Schulbuchgeneration für die Sekundarstufe I, die seitdem in Geographiebüchern für unterschiedlich Bundesländer umgesetzt wird.

Laufzeit: unbefristet

Finanzierung: Eigenmittel und Cornelsen Verlag

 

Außerschulisches Lernen - theoretische und empirische Fundierung

Leitung: Martina Flath
Bearbeiter: Martina Flath, Johanna Schockemöhle

Ziel: Erarbeitung eines Grundlagenwerkes zu Theorien, didaktisch-methodischen Konzepten und empirischen Befunden zum außerschulischen Lernen.
Im Rahmen der interdisziplinären Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen der Geographie- und Biologiedidaktik an verschiedenen Hochschulstandorten in Deutschland und der Schweiz wird ein Grundlagenwerk zu Theorien, didaktisch-methodischen Konzepten und empirischen Befunden zum außerschulischen Lernen erarbeitet. Darüber hinaus ist eine stärkere Fundierung des außerschulischen Lernens durch weitere empirische Arbeiten geplant. Im Fokus steht dabei der Beitrag des außerschulischen Lernens zur Kompetenzentwicklung.

Laufzeit: seit September 2010

Finanzierung: Eigenmittel

 

Regionales Lernen und Partizipation in ländlichen Räumen

Leitung: Martina Flath
Bearbeiter: Johanna Schockemöhle

Ziel: In dem Forschungsprojekt soll überprüft werden, inwieweit Regionales Lernen dazu beitragen kann, die Partizipation der Bevölkerung an der zukunftsfähigen Gestaltung ihrer Lebens- und Arbeitswelt zu fördern. Im Rahmen empirischer Untersuchungen wird zu diesem Zweck das bestehende Konzept des Regionalen Lernens weiterentwickelt, modellhaft zu verschiedenen Themen erprobt und evaluiert. Folgende Zielsetzungen und Fragestellungen leiten das Vorhaben im Einzelnen:

Bewerten der Wirksamkeit des Regionalen Lernens:

  • Kann der Erwerb von Qualifikationen, die in eine umfassende Gestaltungs- bzw. Lernkompetenz münden, seitens Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen erfolgreich über gezielt strukturierte außerschulische Lernvorhaben in der Region gefördert werden?
  • Welche Aspekte einer regionalen Identität werden bei den Teilnehmern gestärkt?
  • Welche Inputfaktoren steuern die Veränderungen?

Erarbeiten empirisch gestützter Qualitätskriterien für die erfolgreiche Umsetzung Regionaler außerschulischer Lernvorhaben.

Die Ergebnisse fließen im Sinne einer formativen Evaluation in den Prozess der Weiterentwicklung des Konzeptes des Regionalen Lernens, neuer Erprobungen und Bewertungen von Lernvorhaben ein.

Methode: Als Messinstrumente zur Evaluation werden sowohl quantitative als auch qualitative Verfahren eingesetzt. Dazu zählen Befragungen von Teilnehmern, Durchführenden von regionalen Bildungsmaßnahmen und anderen Beteiligten mittels Fragebögen und Interviews sowie moderierte Gruppendiskussionen.

Laufzeit: seit Juni 2006

Finanzierung: Eigenmittel

 

Lernen auf dem Bauernhof (RUBA e.V./AGRELA e.V.) - Wissenschaftliche Begleitung

Leitung: Martina Flath
Bearbeiter: Gabriele Diersen, Johanna Schockemöhle

Ziel: Unterstützung und Evaluation des regionalen Lernens auf dem Bauernhof.
Die Agrarwirtschaft prägt die Region Oldenburger Münsterland wie kein anderer Wirtschaftszweig und ist wesentlich am wirtschaftlichen Erfolg dieser Region beteiligt. Sie hat große Bedeutung für die kulturelle und strukturelle Entwicklung. Durch den Strukturwandel sind die landwirtschaftlichen Betriebe und die bewirtschafteten Flächen nicht mehr direktes Lebensumfeld, in dem gespielt oder mitgearbeitet werden kann. Dadurch geht das Wissen über Produktionsweisen und Zusammenhänge in der Land- und Ernährungswirtschaft zunehmend zurück. Es fehlt der persönliche Bezug zu den vor Ort Wirtschaftenden und ihren Produkten. Diesem Phänomen wollen die Fördervereine Regionale Umweltbildung - Agrarwirtschaft RUBA e.V. und Arbeitsgemeinschaft regionales Lernen Agrarwirtschaft AGRELA e.V. entgegenwirken und persönliche Erfahrungen mit der Landwirtschaft ermöglichen. Eingebunden in ein etabliertes, niedersächsisches Netzwerk außerschulischer Lernorte im Projekt "Transparenz schaffen" www.transparenz-schaffen.de führen die beiden Vereine Lernvorhaben auf Bauernhöfen der Region Oldenburger Münsterland durch und machen damit Produktionsabläufe und wirtschaftliche Zusammenhänge erlebbar.
Die regionalen Bildungsträger bieten schulische und außerschulische Lehr- und Lernvorhaben mit agrarwirtschaftlichen Inhalten an, die Kindern und Jugendlichen das Erleben und Erfahren der für die Region typischen Agrarwirtschaft ermöglichen und das Handeln zum Schutz der Umwelt fördern. Die Universität Vechta begleitet, unterstützt und evaluiert diese Arbeit. Es werden Unterrichtsmaterialien für Hoferkundungen entwickelt, Lehrerfortbildungen veranstaltet, Qualitätskriterien erarbeitet und hier gewonnene nsätze des außerschulischen Lernens in die Lehrerausbildung integriert. Hierdurch wird ein intensiver Transfer von Forschung und Praxis erreicht.

Laufzeit: fortlaufend

Finanzierung: RUBA e.V., AGRELA e.V., Mittel der Länder Niedersachsen und Bremen und der Europäischen Union im Rahmen des Förderprogramms "PROFIL 2007-2013"

 

Wissenschaftsinitiative zum Lernen auf dem Bauernhof

Leitung/Bearbeitung: Johanna Schockemöhle

Ziel: Das Projekt zielt darauf, den Austausch von Wissen über Forschungsarbeiten zum Lernen auf dem Bauernhof auf bundesweiter und internationaler Ebene zu initiieren und zu etablieren sowie über eine begleitende Evaluation Hinweise auf internationale Forschungsdesiderate zu erhalten. Auf diese Weise soll die Forschung im Bereich Lernen auf dem Bauernhof innovative und wissenschaftlich relevante Impulse erhalten.
Die Initiative fokussiert Lernen auf dem Bauernhof im engeren Sinne (farm education), d.h. formale und non-formale Lernvorhaben, die sich an Erwachsene, Jugendliche und Kinder richten, sowie deren Rahmen-bedingungen, Einflussfaktoren und Umsetzungen.
Darüber hinaus werden Inhalte aufgegriffen, die im weiteren Sinne den Lernort Bauernhof betreffen wie care farming oder tiergestützte Pädagogik.
Methode: Der Kontakt und Austausch zwischen Wissenschaftlern wird über regelmäßige Fachtagungen, einen Online-Auftritt der Wissenschafts-initiative sowie über einen E-Newsletter aufgebaut. Die Evaluation erfolgt über Online-Befragungen der entsprechenden scientific community.

Laufzeit: seit Mai 2009

Finanzierung: Die Maßnahme wird über die Bundesarbeitsgemeinschaft Lernort Bauernhof gefördert

 

Modellierung und Validierung der geographischen Handlungskompetenzstruktur

Leitung: Martina Flath
Bearbeiter: Johanna Schockemöhle

Ziel: Die Arbeit hat das Ziel, ein Strukturmodell der geographischen Handlungskompetenz zu entwickeln und zu validieren. Bislang liegen zu diesem Forschungsgegenstand keine empirisch gesicherten Ergebnisse
vor. Dem Geographieunterricht kommt jedoch die Aufgabe zu, bei Schülerinnen und Schülern geographische Handlungskompetenz zu fördern. Im Vordergrund steht dabei die Förderung des am Leitbild der Nachhaltigkeit orientierten Handelns. Damit das Fach Geographie diesen Bildungsauftrag erfüllen kann, sollen im geplanten Projekt Erkenntnisse über die differenzierte Struktur der geographischen Handlungskompetenz sowie über Möglichkeiten ihrer Förderung im Geographieunterricht generiert werden. Die Theorie geleitete Modellentwicklung erfolgt auf Basis des Rubikon-Modells der Handlungsphasen nach Heckhausen & Gollwitzer. Vorarbeiten aus der Geographiedidaktik und der Umweltbildungsforschung fließen in den Modellierungsprozess ein. Die Modellvalidierung umfasst die Entwicklung eines online-basierten Erhebungsinstrumentes, welches in einer empirischen Stichprobe mit Schülerinnen und Schülern angewendet wird. Als Projektergebnis stehen empirisch gesicherte Aussagen zur Binnenstruktur und Hinweise zur Förderung der geographischen Handlungskompetenz. Darüber hinaus steht ein Theorie basiertes Erhebungsinstrument für Forschungszwecke zur Verfügung, welches im Rahmen des Projektes eine erste Validierung - vorbereitend auf seine weitere Validierung und Eichung - erfährt.

Laufzeit: seit April 2010

Finanzierung: Eigenmittel

 

Außerschulisches Lernen in der regionalen Wirtschaft "Expedition Berufswelt"

Leitung: Martina Flath
Bearbeiter: Gabriele Diersen

Ziel: Die regionale Wirtschaft als Lernort entwickeln und neue Wege in der Berufsorientierung aufzeigen.
Unternehmen der regionalen Wirtschaft können zu Lernorten werden, an denen aus fachspezifischer Perspektive oder fächerübergreifend Themenstellungen wie Produktion, Arbeitsleben, Technik, Betriebswirtschaft, Unternehmensphilosophie, Wirtschaftsbeziehungen und vieles mehr für Schülerinnen und Schüler hautnah erlebbar und erfahrbar werden. Wie unsere Forschungsergebnisse aus dem Themenfeld "Land-und Ernährungswirtschaft" zeigen, sind dafür projekt- und handlungsorientierte Bildungsmaßnahmen zu entwickeln, die die Schüler zu aktivem, selbsttätigen Handeln auffordern In Kooperation mit allgemein bildenden Schulen, Unternehmen, Berufsverbänden und den Arbeitsagenturen werden Module und Unterrichtseinheiten für das ökonomische Lernen im Rahmen der schulischen Berufsorientierung konzipiert, durchgeführt und evaluiert.

Laufzeit: seit 2007

Finanzierung: Projektbezogene Kooperationen mit Schulen, Unternehmen und Institutionen im Landkreis Vechta und Diepholz.

 

Lernstandort "Kulturlandschaft"

Leitung: Martina Flath
Bearbeiter: Gabriele Diersen, Carolin Duda

Die Ausprägungen und Entwicklungen von Kulturlandschaften in Abhängigkeit von ihrer gesellschaftlichen Nutzung (z.B. intensive und extensive Nutzung) erlebbar zu machen, gesellschaftliche Entwicklungen und ihre Umweltfolgen abschätzen zu lernen, ist Ziel des Projektes "Lernstandort Kulturlandschaft". Hiermit soll ein zentraler Beitrag zur Bildung für eine nachhaltige Entwicklung in der Region erbracht werden. Eine nachhaltige, zukunftsfähige Entwicklung braucht die Fähigkeit des vernetzten, prozesshaften Denkens sowie das persönliche, gesellschaftliche Engagement des Einzelnen. Gefördert wird dieses durch handlungs- und situationsorientiertes Lernen zur Förderung der Gestaltungskompetenz.
Es ist ein Lernstandort entstanden, der das schulische und außerschulische Lernen im Themenfeld "Kulturlandschaft" befördert. Fächerübergreifend und handlungsorientiert wird in Projekten mit Herz und Hand gearbeitet und unterrichtet. Neben Kindern und Jugendlichen werden auch Erwachsene als Zielgruppe angesprochen, wofür altersgerechte Bildungsangebote konzipiert wurden.
Ausgangspunkt ist die Weidelandschaft des Hofes Göttke-Krogmann im alten Dorfkern des Dorfes Kroge im Süden des Landkreises Vechta. Siedlungsgeographische, hofgeschichtliche und landschaftsökologische Sachverhalte sind in der hier historisch gewachsenen Kulturlandschaft ablesbar und erkundbar. In 2012 wurde mit der Errichtung eines Seminarhauses am Standort begonnen.

Laufzeit: 2009 - 2012

Finanzierung: Niedersächsische Bingostiftung, Stiftung Umwelt- und Naturschutz des Landkreises Vechta (S.U.N.), Landessparkasse zu Oldenburg, Oldenburgische Landschaft, AGRELA e.V.

 

Netzwerkentwicklung für regionales, außerschulisches Lernen und Umweltbildung

Leitung: Martina Flath
Bearbeiter: Gabriele Diersen

Ziel: Gelingensfaktoren und Hemmnisse beim Aufbau regionaler Bildungsnetzwerke analysieren.
Für die langfristige Implementierung regionaler außerschulischer Bildungsmaßnahmen sind regionale Netzwerke zwischen Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Akteuren im Bereich Verwaltung/regionale Dienstleistungen erforderlich. Insbesondere ist in diesem Prozess ein Moderator erforderlich, der zwischen den Institutionen vermittelt und die Bildungsarbeit koordiniert. Der zusätzliche Aufwand für entsprechend angelegte Bildungsmaßnahmen wird hier geleistet. Am Beispiel des Fördervereins Regionale Umweltbildung Agrarwirtschaft RUBA e.V. und der Arbeitsgemeinschaft regionales Lernen - Agrarwirtschaft AGRELA e.V. werden Netzwerkstrukturen aufgebaut und analysiert.

Laufzeit: fortlaufend

Finanzierung: RUBA e.V., AGRELA e.V., Mittel der Länder Niedersachsen und Bremen und der Europäischen Union im Rahmen des Förderprogramms "PROFIL 2007-2013"

 

Ganztagsbildung und das Konzept des Regionalen Lernens 21+ - Entwicklung und Evaluierung fachspezifischer und fachübergreifender Module für Regionales Lernen

Leitung: Martina Flath
Bearbeiter: Carolin Duda

Ganztagsschulen bieten hervorragende Bedingungen, um das Regionale Außerschulische Lernen in den Schulunterricht zu integrieren, auf diese Weise alle Schüler individuell zu fördern und mit ihnen außerschulische Lernorte aufzusuchen. Durch eine konsequente Öffnung der Schule könnte diese so ein Lernort von mehreren sein, an denen mit den Schülern gelernt wird. Aus geographischer Sicht besteht die Notwendigkeit, Module zu entwickeln und zu evaluieren, die Regionales Lernen in ländlichen Räumen im Rahmen der Ganztagsbildung anbieten, die zum einen die Kompetenzen der Schüler fördern und zum anderen sinnvoll und fächerübergreifend in den Ganztagsschulbetrieb zu integrieren sind. Des Weiteren sollen neue Lernumgebungen und Lernsituationen geschaffen werden, die auch fächerübergreifend zu bearbeiten sind.
Ziellinien:

  • Situationsanalyse der Ganztagsbildung in Deutschland.
  • Konzipierung unterschiedlicher Module für die Sekundarstufe I, die schulische Angebote fächerübergreifend aufnehmen und vertiefen und regionale Themen, Orte und Akteure bildungswirksam machen. Des Weiteren sollen die Module die Schüler zum Lebenslangen Lernen in der Region befähigen.
  • Durchführung des Moduls: "Die Welt zu Gast in..." in der Haupt- und Realschule Varel im neunten Schuljahrgang.
  • Erstellung eines Konzepts für die Entwicklung und Evaluierung der Nachmittagsangebote der Ganztagsschule als Motor für regional vernetztes Lernen in ländlichen Räumen.
  • Qualitätskriterien für außerschulisches Lernen entwickeln.

Laufzeit: seit August 2010

Finanzierung: Stipendium der Universität Vechta

 

Kooperationsprojekt: Kompetenzen entwickeln - Bildungs- und Informationsstrategie zur Agrar- und Ernährungswirtschaft in Niedersachsen

Leitung: Martina Flath
Bearbeiter: Gabriele Diersen

Ziel: Bildungs- und Informationsstrategie für die Zusammenarbeit zwischen Agrar- und Ernährungswirtschaft und allgemeinbildenden Schulen in Niedersachsen konzipieren.
Anlass für das Projekt ist die zunehmende Verdrängung dieses Themenbereichs aus dem Bewusstsein der Gesellschaft. Häufig beschränkt sich das Wissen um die Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln auf Inhalte, die aus dem Konsum von TV-Sendungen resultieren. Nicht selten stehen dabei verklärende, idealisierte oder auch geradezu abschreckende Bilder im Vordergrund. Ziel des Projektes ist es, diesen Entwicklungen durch Bildungs- und Informationsangebote zur modernen Agrar- und Ernährungswirtschaft entgegen zu wirken und gleichzeitig zur Verbesserung des Images der Wirtschaftssektoren beizutragen. Primäre Zielgruppe sind die Schulen, da gerade dort das größte Potenzial zur Wissens- und Meinungsbildung gesehen wird. Die Verknüpfung derartiger Bildungsangebote mit Informationen zu Berufsbildern soll insbesondere im Rahmen der schulischen Berufsorientierung dazu beitragen, die Attraktivität und Vielfältigkeit dieser zukunftsträchtigen Branchen im Bewusstsein der potenziellen Arbeitskräfte zu verankern und somit dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel entgegen zu wirken.

Laufzeit: seit 2010

Projektpartner: information.medien.agrar e.V.

Finanzierung: Landwirtschaftliche Rentenbank

 


 

 

Vergleichende Strukturforschung

Strukturwandel in der niedersächsischen Milchwirtschaft

Leitung/Bearbeiter: Christine Tamásy

Ziel: Das Projekt hat das Ziel, die betrieblichen Strukturen der niedersächsischen Milchwirtschaft fortlaufend in räumlicher Perspektive zu analysieren. Zudem wird betrachtet, wie sich Veränderungen von Technologien, Nachfragewünschen und Wettbewerbsbedingungen auf die Organisation der Produktion auswirken.

Methoden: Literaturanalyse, Analyse von Sekundärdaten, Expertengespräche

Laufzeit: seit 2010

Finanzierung: Eigenmittel

 

Globalisierungsprozesse in der Milchwirtschaft - das Beispiel Fonterra

Leitung/Bearbeiter: Christine Tamásy

Ziel: Analyse der Globalisierungsstrategien des Unternehmens Fonterra Co-operative Group Ltd, einem Milchwirtschaftsgiganten, der von Neuseeland aus operiert. Im Rahmen der Fallstudie erfolgt auf betrieblicher Ebene die historische Aufarbeitung des Internationalisierungsprozesses.
Hierzu gehört die Analyse der Entwicklung wichtiger ökonomischer Kennziffern und der Genese der räumlichen Organisation der Produktionsnetzwerke.

Methoden: Literaturanalyse, Analyse von Sekundärdaten, Expertengespräche

Laufzeit: seit 2004

Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (2004-2009), Eigenmittel (in 2010)

 

Agrarische Intensivgebiete im Globalisierungsprozess - das Oldenburger Münsterland

Leitung/Bearbeiter: Christine Tamásy

Ziel: Das Projekt verfolgt das Ziel, das Erfolgsmodell „Oldenburger Münsterland“ im historischen Kontext zu analysieren und neue Chancen und Herausforderungen im Zeitalter der Globaliserung zu betrachten. Das Oldenburger Münsterland nimmt bezüglich Wirtschaftsstruktur und -dynamik eine Sonderstellung in Deutschland ein. Der ökonomische Erfolg der Region basiert vor allem auf der Intensivtierhaltung und der damit verbundenen Veredlungswirtschaft.

Methoden: Literaturanalyse, Analyse von Sekundärdaten, Expertengespräche

Laufzeit: seit 2010

Finanzierung: Eigenmittel

 

Vorläufiger Arbeitstitel:

Geographical Imaginations in der Ernährungswirtschaft. Entwicklung von Produktimages und deren Einfluss auf den Wertschöpfungsprozess

Leitung: Christine Tamásy
Bearbeiter: Oliver Klein

Ziel: Folgende Fragestellungen stehen im Mittelpunkt der Untersuchung: Welche Images haben die Akteure der einzelnen Wertschöpfungsstufen von den Produkten und deren Herkunftsregion? Wie und wodurch verändern bzw. unterscheiden sich diese Images? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Beziehungen zwischen den einzelnen Wertschöpfungs-stufen und damit für den gesamten Wertschöpfungsprozess? Einen innovativen Charakter erhält das Vorhaben durch die Einbeziehung sämtlicher Stufen im Wertschöpfungsprozess, denn ähnliche Untersuchungen beleuchten meist einseitig die Perspektive der Endverbraucher.
Ferner zielt das Promotionsvorhaben darauf ab, die Strategien auf Seiten der Anbieter zur Verbesserung der Produktimages zu analysieren. Von Relevanz sind hier insbesondere Fragestellungen, die vertikale oder horizontale Kooperationen sowie die Machtverteilung innerhalb des Wertschöpfungssystems beleuchten. Um mögliche Einflüsse auf die regionale Entwicklung zu ergründen, sind außerdem solche Imagestrategien von Interesse, die auf die Herkunftsregion der Produkte abzielen und unter Umständen von der öffentlichen Hand (z. B. Wirtschaftsförderung) unterstützt werden.

Die Agrar- und Ernährungswirtschaft mit ihren vor- und nachgelagerten Industrien - neuerdings auch unter dem Oberbegriff "Agribusiness" zusammengefasst - zählt in Deutschland zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen. Laut Angaben des deutschen Bauernverbands sind hierzulande aktuell rund 5 Millionen Arbeitnehmer direkt und indirekt vom Agribusiness abhängig. Der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens hängt dabei nicht nur von klassischen Faktoren wie Produktqualität, Preisgestaltung oder Vermarktungsstrategien ab, sondern in zunehmendem Maße auch vom Image der Produkte und deren Herkunft. Immer wieder auftretende Lebensmittel-Skandale verunsichern die Verbraucher und prägen deren Branchenbild in negativer Hinsicht. Die Unternehmen reagieren entsprechend, in dem sie Imagekampagnen oder ähnliche Maßnahmen starten, um das verlorene Vertrauen der Verbraucher zurückzugewinnen.

Das Promotionsvorhaben widmet sich dieser Thematik, in dem es so genannte "Geographical Imaginations" am Beispiel ausgewählter Lebensmittelprodukte und deren Herkunftsregion analysiert. Unter Einbeziehung aller im Produktionsnetzwerk involvierten Akteure verfolgt die Arbeit das Ziel, die Zusammenhänge zwischen Produktimage und Herkunftsregion ("Geographical Imagination") aufzu-decken sowie die entsprechenden Konsequenzen für die im Netzwerk involvierten Akteure und deren Beziehungen untereinander zu untersuchen. Die empirisch gewonnenen Erkenntnisse sollen schließlich gewichtet, verdichtet und in Gestaltungsempfehlungen für die Praxis umgewandelt werden.

Der theoretische Zugang und die Entwicklung von forschungsleitenden Hypothesen sollen über die Ansätze der "Global Production Networks" (u. a. Coe, Dicken, Henderson) und der "Geographical Imaginations" (u. a. Gregory) sowie über neuere Konzepte aus dem Bereich der "Food Geographies" (u. a. Storper, Goodmann, Marsden) erfolgen. Für die empirische Untersuchung wird ein qualitativer Ansatz in Form von leitfadengestützten Experteninterviews mit Akteuren entlang der Wertschöpfungsketten ausgewählter Lebensmittel-Produkte angestrebt. Es soll sich bei den Fallbeispielen idealerweise um räumlich geschlossene Wertschöpfungsketten handeln, wie wir sie z.B. im Oldenburger Münsterland finden.

Laufzeit: seit dem 1. Dezember 2010 (Promotionsvorhaben)

Finanzierung: Eigenmittel

 

Metropolregionen und die Entwicklung Ländlicher Räume. Das Beispiel Bremen-Oldenburg im Nordwesten

Leitung: Christine Tamásy
Bearbeiter: Annika Neubauer

Ziel: Analyse der Rolle von Ländlichen Räumen in Metropolregionen am Beispiel der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten.
Metropolregionen spielen seit einigen Jahren eine erhebliche Rolle in der raumordnungspolitischen sowie wissenschaftlichen Diskussion. Im Zuge der Implementierung des Konzeptes in die Planungspraxis sind durch die politischen Verhandlungs- und Entscheidungsprozesse großflächige Kooperationsräume entstanden, welche neben den Kernstädten und ihr angrenzendes Umland häufig periphere ländliche Räume mit einbeziehen. Inwieweit Akteure dieser zum Teil differenzierten ländlichen Räume mit in die Strukturen der Metropolregionen integriert sind, wird in diesem Projekt am Beispiel Bremen-Oldenburg untersucht. Die hierbei ablaufenden Prozesse und Strategien der jeweiligen Akteure sowie die Qualität und Wirkung von Kooperationen innerhalb der Metropolregionsstruktur stellen maßgebliche Analyseziele dar. Zudem werden die Netzwerkstrukturen und Kooperationen der Akteure der ländlichen Räume auch außerhalb der Metropolregion sowohl räumlich als auch funktional betrachtet.

Methoden: Inhaltsanalyse von Literatur und Sekundärstatistiken, Ermittlung und Analyse der Netzwerkstrukturen, Experteninterviews

Laufzeit: seit November 2009 (Promotionsvorhaben)

Finanzierung: Eigenmittel

 

Dynamik von Kooperationsnetzwerken in räumlicher Perspektive - Das Beispiel der niedersächsischen Milchwirtschaft

Leitung: Christine Tamásy
Bearbeiter: Stefan Nier

Ziel: Dieses Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Frage, ob unter diesen verschärften Rahmenbedingungen verstärkt Kooperationen von den Milch verarbeitenden Unternehmen eingegangen werden. Dabei soll auch die Bedeutung und der Stellenwert von Kooperationen sowie der Wandlungsprozess von Kooperationsbeziehungen in der niedersächsischen Milchwirtschaft untersucht werden. In diesem Zusammenhang wird in diesem Projekt zudem die Bedeutung der Landesinitiative Ernährungswirtschaft (NieKE) für die milchwirtschaftlichen Unternehmen ermittelt, da das NieKE das Ziel verfolgt, die relevanten wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft in einem Netzwerk zu vereinen.

Milchverarbeitende Unternehmen mussten sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten im durch die Globalisierung entstandenen stärkeren Wettbewerb und auf den sich immer weiter liberalisierenden Milchmärkten behaupten. Im Laufe dieser Prozesse nahm die Zahl der Molkereien in Niedersachsen, wie auch in allen anderen Regionen, immer weiter ab. Verstärkt wurde diese Entwicklung in den vergangenen Jahren durch die Lage auf dem Milchmarkt, auf dem das Milchangebot die Nachfrage übertraf, wodurch die Erlöse für Milchprodukte stark zurückgingen, weshalb deutschlandweit neben den Landwirten auch zahlreiche Molkereien in existenzielle Bedrängnis gerieten.

Methoden:

  • Literaturanalyse
  • Empirische Erhebungen (Experteninterviews)

Laufzeit: 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2011 (Promotionsvorhaben)

Finanzierung: Universität Vechta

 

Erstellung eines FuE-Atlas und einer Bildungslandkarte zur Forschungslandschaft in der Metropole Nordwest

Leitung: Doris Schröder, Christine Tamásy, Hans-Wilhelm Windhorst
Bearbeiter: Marie-Luise Blaha, Helmut Bäurle

Ziel: Die Intention des geplanten Projektes ist, die Unternehmen der Metropole Nordwest aktuell und umfassend über folgende Bereiche zu informieren:

  • Einrichtungen der Aus- und Weiterbildung im Ernährungsbereich,
  • Wissenschaftliche Einrichtungen und deren Forschungsprofile im Ernährungsbereich.

Hiermit soll eine Basis geschaffen werden, um den Unternehmen eine forschungs- und bildungsbedarfsspezifische Kontaktaufnahme zu erleichtern.

Sich stetig ändernde und zunehmende Herausforderungen an die Lebensmittelproduktion erfordern für die Unternehmen der Ernährungsbranche laufend neue innovative Ideen und Produkte. Aufgrund dessen ist die Ernährungsbranche äußert forschungsintensiv.

Obwohl bereits eine bedarfsorientierte Forschung von wissenschaftlichen Einrichtungen in Zusammenarbeit mit verarbeitenden Unternehmen in Einzelprojekten realisiert wird, besteht weiterhin großer Bedarf, die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft gerade für KMU weiter auszubauen. Dies ist insbesondere deshalb von großer Bedeutung, da in Niedersachsen und Bremen bereits eine thematisch umfassende orschungslandschaft im Bereich Agrar- und Ernährungswirtschaft etabliert ist. Das vorhandene Know-how in der Region soll noch effektiver genutzt werden.

Des Weiteren sieht sich die Branche in vielen Bereichen mit einem großen Fachkräftemangel konfrontiert. Vor diesem Hintergrund ist ein wachsendes Bewusstsein für die Themen Ausbildung, Qualifizierung und Weiterbildung zu beobachten. Daher sollen im Rahmen dieses Teilprojektes parallel die Bildungs- und Weiterbildungseinrichtungen für die Ernährungsbranche systematisch aufbereitet werden.

Laufzeit: Februar 2010 - Dezember 2011

Finanzierung: Food Nordwest

 

Fachkräftemangel in der Agrar- und Ernährungswirtschaft

Leitung: Doris Schröder, Christine Tamásy, Hans-Wilhelm Windhorst
Bearbeiter: Helmut Bäurle, Henning Müller, Doris Schröder

Ziel: Nachhaltige Sicherung und Stärkung des Wirtschafts- und Innovationsstandortes Niedersachsen durch Unterstützung der Unternehmen bei der Erschließung des Arbeitskräftepotenzials im Bereich der Agrar-und Ernährungswirtschaft.

Die Agrar- und Ernährungswirtschaft steht in der Zukunft vor vielfältigen Herausforderungen. Dabei rückt insbesondere das Thema Fachkräftemangel verstärkt in den Fokus. Das NieKE, als Landesinitiative Ernährungswirtschaft, ermöglicht es, durch seine vielfältigen Angebote, dieses Thema für die und mit der Branche anzugehen.

Mit wichtigen Veranstaltungen im Jahr 2007 legte das NieKE bereits den Grundstein für die Bearbeitung dieses wichtigen Themengebietes. NieKE hat seit 2008 auf seinem Messestand auf der LandTageNord in jedem Jahr über die Berufs- und Studienmöglichkeiten in der Agrar- und Ernährungswirtschaft umfassend informiert. Ziel dieser Ausbildungsoffensive war es, interessierten Besuchern die zukunftsorientierte Branche näher zu bringen. Unter dem Motto "Potenziale der niedersächsischen Agrar- und Ernährungswirtschaft - Ausbildung und Jobs mit Zukunft" wurde am Messestand des NieKE aufgezeigt, welche Zukunftschancen die Agrar- und Ernährungswirtschaft hat und verschiedene Ausbildungsberufe und Studiengänge vorgestellt.

Die Internetpräsenz des NieKE bietet der Branche eine Plattform - auch für das Thema Aus- und Weiterbildung. Mit "Berufe auf einen Blick" unter dem Menüpunkt "Beruf und Bildung" bündelt die Landesinitiative Ernährungswirtschaft Informationen zu Ausbildungsberufen sowie Studiengängen/Hochschulberufen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft. So verspricht die Agrar-und Ernährungswirtschaft mit modernen und zukunftsträchtigen Berufen hervorragende Chancen speziell auch für junge Menschen. Auch die Zukunftsperspektiven sind sehr gut, was Qualifizierung und Karriere angeht. "Berufe auf einen Blick" bietet interessierten Schülerinnen und Schülern damit die Möglichkeit, sich einen umfassenden Einblick zu verschaffen.

Das Aufgabengebiet Aus-/Weiterbildung und Qualifizierung wurde durch NieKE im Jahre 2010 vor allem durch die Teilnahme an regionalen und überregionalen Messen bearbeitet. Im Mittelpunkt stand dabei die Vermittlung von beruflichen Möglichkeiten (Ausbildung, Studium, Weiterbildung) in allen Bereichen der Ernährungswirtschaft, inklusive der vor- und nachgelagerten Branchen. Besonders zum Erfolg beigetragen hat dabei die Einbindung von Auszubildenden und Studierenden, die den Interessenten ihre Berufsbilder anschaulich und praxisnah vermitteln konnten. Insofern agierte die Landesinitiative Ernährungswirtschaft als Plattform für Unternehmen und Universitäten/Hochschulen. Auf folgenden Messen war NieKE präsent:

  • LandTageNord 2010 (gemeinsam mit: Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) e.V., Fakultät für Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur der Fachhochschule Osnabrück, LUFA Nord-West, Förderverein für Regionale Umweltbildung-Agrarwirtschaft RUBA e.V.),
  • Ausbildungsmesse "Jung-MIT-Perspektive" in Steinfeld (unterstützt von Auszubildenden zum Tierwirt Geflügel),
  • Berufsfindungsmesse im BBZ Brake und
  • EuroTier 2010 (Gemeinschaftsstand ISPA, DIL e.V., TiHo (Außenstelle Bakum), Universität Göttingen (Fakultät für Agrarwissenschaften, Außenstelle Vechta)).

Grundsätzlich soll seitens des NieKE eine weitere Strategie verfolgt werden, die in erster Linie auf eine Eruierung der in den Unternehmen anstehenden Bedarfe abzielt, woraus dann wiederum in Absprache mit den Unternehmen weitere Maßnahmen abzuleiten sind.

Methoden: NieKE-Messestände, Workshops, Internetplattform

Laufzeit: seit 2007

Finanzierung: Eigenmittel

 

Ausbildungsinitiative "Tierwirt - Schwerpunkt Geflügel"

Leitung: Doris Schröder, Christine Tamásy, Hans-Wilhelm Windhorst
Bearbeiter: Henning Müller, Doris Schröder, Silke Bullermann

Ziel: Die deutsche Geflügelwirtschaft steht in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen. Der Erhalt der zukünftigen Leistungsfähigkeit wird maßgeblich durch gut ausgebildete Fach- und Führungskräfte bestimmt. Mangelnde Absolventenzahlen im Beruf Tierwirt/in - Schwerpunkt Geflügel zeigen bereits heute dringenden Handlungsbedarf auf.
Vor diesem Hintergrund hat unter Koordination des NieKE eine deutschlandweite Ausbildungsinitiative dieses wichtige Thema aufgegriffen. Unter Beteiligung namhafter Unternehmen und Akteure der Geflügelwirtschaft wurde eine Arbeitsgruppe mit dem Ziel eingerichtet, ein umfassendes Konzept zur professionellen und ansprechenden Kommunikation des Berufsbildes "Tierwirt - Schwerpunkt Geflügel" zu erarbeiten.
Das NieKE koordinierte die Ausbildungsinitiative in den letzten Monaten mit großem Erfolg. Dabei wurde besonderer Wert darauf gelegt, möglichst alle relevanten Akteure der deutschen Geflügelwirtschaft einzubinden. Zu jedem Zeitpunkt bestand die Möglichkeit, weitere Partner aufzunehmen. Das Ziel der offenen Gestaltung des Gesamtprozesses war es, ein von allen Akteuren getragenes Konzept zu erarbeiten.
Der Startschuss der Ausbildungskampagne "Tierisch gute Aussichten! Tierwirt/in Geflügel - deine Chance!" erfolgte im Rahmen der Internationalen Grünen Woche 2009 auf dem vom Deutschen Bauernverband initiierten "Tag der Ausbildung 2009". In Zusammenarbeit mit dem Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e.V. (ZDG) und finanzieller Unterstützung der Centralen Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH (CMA) wurde die Homepage www.tierwirt-gefluegel.de offiziell freigeschaltet. Im Jahr 2010 wurde die Ausbildungsinitiative erneut auf der Internationalen Grünen Woche mit Unterstützung des ZDG vorgestellt. Darüber hinaus wurde die Broschüre im Vorfeld der Eurotier 2010 neu aufgelegt und die Homepage aktualisiert.

Methoden: Neben einer mehrseitigen Broschüre, einer Website mit Ausbildungsstandorten wurde auch ein Imagefilm erstellt. In einem für junge Menschen ansprechenden Layout sollen dabei die zentralen Informationen rund um das Berufsbild Tierwirt vermittelt werden.

Laufzeit: seit Oktober 2007

Finanzierung: Eigenmittel

 

NieKE - Landesinitiative Ernährungswirtschaft

Leitung: Doris Schröder, Christine Tamásy, Hans-Wilhelm Windhorst
Bearbeiter: Doris Schröder, Marie-Luise Blaha, Anne-Katrin Jacobs, Helmut Bäurle, Henning Müller und Silke Bullermann

NieKE bündelt als Niedersächsisches Kompetenzzentrum Ernährungswirtschaft umfassendes Know-how in allen Bereichen der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Ziel ist die Stärkung und nachhaltige Sicherung des Wirtschafts- und Innovationsstandortes Niedersachsen. Als Landesinitiative Ernährungswirtschaft kooperiert NieKE mit den bedeutendsten Akteuren der Branche. Gemeinsam mit diesen Unternehmen und Institutionen aus den Bereichen Produktion, Vermarktung und Vertrieb, Wissenschaft, Bildung, Finanzierungsbranche sowie der öffentlichen Verwaltung sind die wichtigsten Aufgabenfelder:

  • Lebensmittelverarbeitung und Lebensmittelsicherheit,
  • Entwicklung funktioneller Lebensmittel,
  • Aufbau optimaler Produktionslinien,
  • Innovative Anlagen und Maschinen in der Agrartechnik,
  • Bildung und Qualifizierung, Aus- und Weiterbildung.

Aufgrund der langjährigen Erfahrung im Wissenstransfer werden kleine und mittelständische Unternehmen bei der Einleitung von Innovationsprozessen und der Vermittlung von Kontakten zu Forschungseinrichtungen unterstützt. Dazu trägt die Pflege vorhandener Netzwerke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ebenso bei wie der Aufbau neuer unternehmensnaher Netzwerke. Eine der großen Herausforderungen der nächsten Jahre wird die Schaffung und Sicherung bestehender Arbeitsplätze sein. NieKE als Landesinitiative Ernährungswirtschaft wird einen Beitrag in der Verbesserung des Fachkräfteangebotes in der Agrar- und Ernährungswirtschaft durch gezielte Weiterbildungsmaßnahmen und Qualifizierungsangebote, und in der Entwicklung und Anwendung neuer Technologien und Verfahren in der Erzeugung und Verarbeitung von qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln leisten.

Neben der Organisation von Workshops und Foren zu aktuellen Themen, beteiligt sich NieKE an wichtigen Fachmessen. Die Beantragung von Fördermitteln, der problemorientierte Wissenstransfer und die Initiierung von Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft auf regionaler und internationaler Ebene sowie bei der Vorbereitung und Realisierung von Produkt- und Prozessinnovationen sind weitere Aufgabenfelder der Landesinitiative.

Laufzeit und Finanzierung: 01. Januar 2010 -31. Dezember 2012. Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (MW); Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung (ML), RIS e.V., Landkreis Vechta, Wirtschaftsunternehmen und Banken aus Niedersachsen.

Kooperationspartner: Institut für Strukturforschung und Planung in agrarischen Intensivgebieten (ISPA), Vechta und Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) e.V., Quakenbrück.

 

Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung in Niedersachsen

Leitung/Bearbeiter: Kim Schumacher

Ziel: Das Projekt untersucht inwieweit Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung tatsächlich an den Universitäten Niedersachsens eine Rolle spielt und welche Triebkräfte bzw. Barrieren zur erfolgreichen Umsetzung existieren. Ein Schwerpunkt wird dabei auf die Ausbildung künftiger Lehrerinnen und Lehrer gelegt.
Im Rahmen der UN-Dekade (2005-2014) "Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)" soll der Nachhaltigkeitsgedanke in allen Bildungssystemen und -formen verankert werden. Dies zielt nicht nur auf die schulische Bildung (klassische BNE) ab, sondern explizit auch auf die universitäre Ausbildung (Higher Education for Sustainable Development - HESD). Trotz einiger "Leuchtturmprojekte" und zahlreichen politischen Absichtserklärungen ist die Implementierung von BNE in der Ausbildung bislang weit hinter den Erwartungen und Zielsetzungen der UN-Dekade zurück geblieben.

Laufzeit: seit 2009

Finanzierung: Eigenmittel

 

Analyse geschlechter- und lebensabschnittsspezifischer Motive für Zuwanderung und Verbleib in ländlichen Räumen in Zeiten des demografischen Wandels

Leitung: Kim Schumacher
Bearbeiter: Robert Klichowicz

Ziel: Erforschung von Faktoren die Menschen dazu bewegen in ländliche Regionen zu wandern oder dort zu veweilen. Die Motive sollen nach Geschlecht und Alter analysiert werden.
In vielen Regionen Deutschlands weisen ländliche Gebiete hohe Abwanderungsverluste auf. In einem hohen Maße wandern junge, gebildete Frauen ab, was langfristig nachteilig für die ländlichen Räume in demografischer und auch in wirtschaftlicher Hinsicht ist.
Wie die (junge) Bevölkerung in ländlichen Regionen gehalten werden kann, welche Anforderungen der Gebiete dafür zu erfüllen sind, was Zugezogene dazu bewogen hat, in ländliche Räume zu migrieren, ob es dabei geschlechterspezifische Migrations- und Verbleibdeterminanten gibt und inwiefern die Wirtschaft zu einer positiven Demografieentwicklung beitragen kann, soll mittels Expertengesprächen, narrativen Interviews mit Probandinnen und Probanden sowie quantitativen Fragebogenerhebungen für ausgewählte Räume untersucht werden.

Laufzeit: seit November 2010

Finanzierung: Promotionsstipendium der Universität Vechta

 

Studie zur Aquakultur: Frischfisch aus Kreislaufanlagen - Potenzialanalyse (nicht zur Veröffentlichung bestimmt)

Leitung: Hans-Wilhelm Windhorst
Bearbeiter: Helmut Bäurle

Laufzeit: September bis Oktober 2010

Finanzierung: Drittmittel

 

The role of less developed, threshold and developed countries in global egg production and trade

Leitung: Hans-Wilhelm Windhorst
Bearbeiter: Anne-Katrin Jacobs

Ziel: Für die Frühjahrskonferenz der International Egg Commission (London) wird eine Studie zur Rolle der Entwicklungs-, Schwellen- und Industrieländer in der globalen Eierproduktion und im Handel mit Schaleneiern erstellt. Ziel ist es u. a., die seit 1990 eingetretenen räumlichen Verlagerungsprozesse in der Eierproduktion zu erfassen und auf die sie steuernden Faktoren zurückzuführen. Dabei wird im Mittelpunkt die Ausbildung eines neuen Zentrums der Eierproduktion in Süd- und Ostasien stehen. Darüber hinaus werden die aus den räumlichen Schwerpunktverlagerungen resultierenden Veränderungen der Handelsströme einer genaueren Betrachtung unterzogen. Hierbei werden im Mittelpunkt die veränderten Strukturen des Eierhandels in Europa stehen.

Laufzeit: Oktober 2010 bis März 2011

Finanzierung: Eigenmittel

 

Komplementärer Einsatz der Phagen- und Impfstofftechnologie zur Reduzierung von Campylobacter und Salmonella im Geflügel.

Leitung: Hans-Wilhelm Windhorst
Bearbeiter: Barbara Grabkowsky (bis zum 30.04.2010), Anna Wilke (ab dem
01.09.2010)

Ziel: Im Rahmen des Projekts sollen Impfstoffkandidaten für Campylobacter jejuni, Salmonella Enteritidis, Salmonella Typhimurium und Salmonellen der Gruppe C entwickelt werden. Außerdem sollen geeignete Phagen zur Bekämpfung von Campylobacter und Salmonella identifiziert und getestet werden. Es soll untersucht werden, ob ein komplementärer Einsatz der Phagen- und Impfstofftechnologie dazu beitragen kann, eine Reduzierung der Campylobacter- und Salmonellen-Kontamination von Geflügelfleisch bzw. deren Prävalenz in Geflügelherden herbeizuführen. Dies würde zu einer deutlichen Verbesserung der Produktsicherheit beitragen und die herausragende Stellung der niedersächsischen Geflügelwirtschaft nicht nur erhalten, sondern weiter ausbauen. Forschungsbezogen identifiziert und charakterisiert das ISPA der Hochschule Vechta die Gebiete hoher Produktions- und Verarbeitungsdichte (risk assessment), die als potenzielle Risikogebiete des Auftretens von Campylobacter und Salmonella gelten. Zusätzlich analysiert das ISPA die in diesen Clustern vorliegenden Organisationsstrukturen der Produktion und Verarbeitung von Geflügelfleisch (Clusteranalyse). Für solche Cluster können dann gezielt entsprechende "Phagen-Cocktails" entwickelt und ihre Wirksamkeit getestet werden. Dieser Projektteil wird von Abteilung F&E-Geflügelimpfstoffe der LAH in enger Zusammenarbeit mit der Universität Nottingham und vom ISPA der Universität Vechta bearbeitet.

Methoden: Clusteranalyse, Datenbank zur Geflügelproduktion, Risikobewertung

Laufzeit: 01. Oktober 2007 – 31. Dezember 2011

Projektpartner: Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, LAH Cuxhaven, University of Nottingham

 

Clustermanagement Ernährungswirtschaft in der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten

Leitung: Hans-Wilhelm Windhorst
Bearbeiter: Dr. Barbara Grabkowsky (abgestellt mit 50 % der Arbeitszeit an den Kreislandvolkverband Vechta)

Ziel des Vorhabens ist die Vorbereitung und nachhaltige Einrichtung eines Clustermanagements der Ernährungswirtschaft in der Metropolregion (MR) Bremen-Oldenburg im Nordwesten.
Obwohl die Ernährungswirtschaft in der Metropolregion bereits eine herausragende Stellung einnimmt, bestehen im direkten Vergleich mit anderen Regionen oder Ländern Defizite im Bereich einer professionellen Koordination des Clusters "Ernährungswirtschaft". Durch eine zentrale Abfrage und Koordinierung der Unternehmensbedarfe sowie der Akquise weiterer Projektpartner für konkrete Einzelprojekte und eine enge Zusammenarbeit mit anderen regionalen Kooperationen in diesem Bereich, wie z.B. der Wachstumsregion Hansalinie, soll eine effektive Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung entlang der Wertschöpfungsketten erreicht werden. Das Vorhaben soll dazu beitragen, die Wahrnehmung der Region im internationalen Markt als Ernährungsstandort zu verstärken, Wertschöpfungsketten zu optimieren, die Wettbewerbsfähigkeit der Ernährungswirtschaft auszubauen und v.a. den aus der Abfrage bzw. den Unternehmensgesprächen ermittelten und aufgezeigten Handlungsbedarf langfristig zu decken.

Laufzeit: Januar 2009 - April 2010

Netzwerkpartner:

  • Länder Bremen und Niedersachsen
  • NieKE
  • Relevante wissenschaftliche Einrichtungen in der Metropolregion
  • Wirtschaftsunternehmen der Ernährungsbranche
  • Landkreise und kreisfreie Städte der Metropolregion
  • Netzwerk Fish & Food
  • Förderverein Wirtschaft pro Metropolregion
  • Agrar- und Ernährungswirtschaft Oldenburger Münsterland
  • Wirtschaftskammern im Gebiet der Metropolregion

 

Strukturwandel und neuere Entwicklungen in der Agrarwirtschaft der USA

Leitung/Bearbeiter: Hans-Wilhelm Windhorst und Werner Klohn

Ziel: Es werden die neueren Strukturwandlungen und regionalen Wandlungsprozesse in der US-Agrarwirtschaft analysiert. Durch Auswertung von Statistiken, Expertengesprächen (z.B. mit Fachleuten aus dem Landwirtschaftsministerium der USA), Bodennutzungskartierungen und ausgewählten Fallbeispielen auf der Ebene der Einzelfarmen werden der Wandel dokumentiert und die steuernden Einflussfaktoren erfasst. Schließlich soll das räumliche Muster der US-Agrarwirtschaft in modellhafter Darstellung abgebildet werden.

Methoden: Auswertung von Statistiken, Expertengespräche, Bodennutzungskartierungen

Laufzeit: unbefristet

Finanzierung: Eigenmittel

 

Die Wettbewerbsfähigkeit der niedersächsischen Schweine- und Geflügelproduktion - Betriebsgrößen, Organisationsstrukturen und Kosten im internationalen Vergleich -

Leitung: Hans-Wilhelm Windhorst
Bearbeiter: Aline Veauthier

Ziel: Im Vordergrund steht eine vergleichende Analyse der in Niedersachsen vorzufindenden Betriebsgrößen und Organisationsformen im Bereich der Schweine- und Geflügelproduktion. Die in Niedersachsen vorhandenen Strukturen sollen hinsichtlich ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit bewertet werden. Daraus sollen Zielmarken bzgl. Betriebsgrößen und Organisationsformen der Produktion erstellt werden und Strategiekonzepte zu deren Umsetzung entwickelt werden.

Methoden: Literaturanalyse, Empirische Erhebungen zur Organisation von Produktionsketten, Agrarstatistikanalysen, Fachgespräche, Kosten-analysen, Durchführung eigener betrieblicher Modellrechnungen, Erstellen von Szenarien in Abhängigkeit von Kosten- und Preisentwicklungen sowie den erwarteten Einkommen der landwirtschaftlichen Betriebe.

Das Promotionsvorhaben wurde im Dezember 2010 erfolgreich abgeschlossen.

 

Forschungsverbund Agrar- und Ernährungs-wissenschaften Niedersachsen (FAEN) - Verbundprojekt 2

Koordination des Verbundprojektes 2: Hans-Wilhelm Windhorst

Ziel: Das Verbundprojekt 2 ist in eine Reihe von insgesamt drei Verbundprojekten des Forschungsverbundes Agrar- und Ernährungswissenschaften Niedersachsen eingebettet.

Übergeordnetes Ziel ist die Schaffung eines leistungsfähigen Forschungsnetzwerkes der Land-und Ernährungswirtschaft in Niedersachsen, welches dazu dient, die bestehenden Forschungsdefizite aufzuarbeiten sowie Handlungsstrategien zu etablieren und somit letztendlich die Wettbewerbsfähigkeit des bedeutenden Wirtschaftszweiges zu gewährleisten.

In diesem Rahmen wird das FAEN-Verbundprojekt Problemfelder, die in Hochverdichtungsräumen der intensiven Tierproduktion entstehen, behandeln und Lösungsstrategien aufzeigen. Auf diese Weise soll die Akzeptanz der intensiven Tierhaltung in der Bevölkerung gestärkt werden und zudem ein neues Leitbild der nachhaltigen Produktion tierischer Nahrungsmittel entstehen.

Das ISPA fungiert als zentrale Koordinationsstelle des Verbundprojektes 2 und organisiert in seiner Funktion als Projektmanagement die Zusammenarbeit der insgesamt 9 Teilprojekte. Darüber hinaus zählen Entwicklung und Betreuung der FAEN-Website sowie die Verwaltung der Finanzen zum Aufgabenbereich des ISPA.

Laufzeit: 1. Oktober 2006 – 30. September 2011

Projektpartner:

  • TP 1 Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung, Abteilung Betriebswirtschaftslehre des Agribusiness, Georg-August-Universität Göttingen, Prof. Dr. L. Theuvsen
  • TP 2 Institut für Strukturforschung und Planung in agrarischen Intensivgebieten ISPA, Abteilung Vergleichende Strukturforschung, Hochschule Vechta, Prof. Dr. H.-W. Windhorst
  • TP 3 Außenstelle für Epidemiologie, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, Prof. Dr. T. Blaha
  • TP 4 Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit (ILMQS), Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, Prof. Dr. G. Klein
  • TP 5 Forschungs- und Studienzentrum für Veredelungswirtschaft Weser-Ems, Fakultät für Agrarwissenschaften der Georg-August-Universität Göttingen, Prof. Dr. H. Van den Weghe
  • TP 6 Institut für Strukturforschung und Planung in agrarischen Intensivgebieten ISPA, Abteilung Geo- und Agrarökologie mit dem Schwerpunkt Bodenkunde, Hochschule Vechta, Prof. Dr. G. Broll
  • TP 7 Institut für Tierzucht und Haustiergenetik, Arbeitsgruppe Produktkunde - Qualität tierischer Erzeugnisse, Georg-August-Universität Göttingen, Prof. Dr. M. Wicke
  • TP 8 Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung, Abteilung Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte, Georg-August-Universität Göttingen, Prof. Dr. A. Spiller
  • TP 9 Institut für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspädagogik, Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Unternehmensführung und Betriebliche Umweltpolitik, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Prof. Dr. R. Pfriem

Kooperationspartner:

  • Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft e.V., Dr. C. Schmidt
  • Institut für Biometrie, Epidemiologie und Informationsverarbeitung, WHO-Collaborating Centre for Research and Training in Veterinary Public Health an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, Prof. Dr. L. Kreienbrock
  • Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN), U. Prolingheuer
  • Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Dr. E. Haunhorst
  • Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Herr Präsident Friedrich Scholten, Herr Ltd. Landwirtschaftlicher Direktor Franz Jansen-Minßen
Finanzierung: Ministerium für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen

 

 

FAEN Teilprojekt 2: Wettbewerbsfähige Betriebsgrößen und Organisationsformen in der Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung tierischer Nahrungsmittel

Leitung: Hans-Wilhelm Windhorst
Bearbeiter: Aline Veauthier

Ziel: In Teilprojekt 2 sollen zunächst die in Niedersachsen vorliegenden Betriebsgrößen und Organisationsformen in der Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung der wichtigsten tierischen Nahrungsmittel analysiert werden. Anschließend werden diese Ergebnisse mit den gegenwärtigen Strukturen in anderen Bundesländern sowie in den bedeutendsten Zuliefererländern für tierische Nahrungsmittel der EU und von Drittländern verglichen. Daraus wird eine Bewertung der nationalen und internationalen Wettbewerbsfähigkeit der genannten Wirtschaftszweige Niedersachsens möglich.

Als Resultat erfolgt die Entwicklung von Zielmarken in den Betriebsgrößen und Organisationsformen für die niedersächsischen Veredelungs-, Verarbeitungs- und Vermarktungsunternehmen von tierischen Nahrungsmitteln. Zudem werden Strategiekonzepte zur Umsetzung dieser Zielmarken erarbeitet.

Methoden: Auswertung von Statistiken und Studien auf nationaler -, EU -, sowie internationaler Basis, empirische Erhebungen, Unternehmerbefragungen, Durchführung eigener betrieblicher Modellrechnungen, Szenarioanalysen

Weitere Ergebnisse des Teilprojektes 2 werden Anfang 2011 als Band 33 in der Weißen Reihe erscheinen: Aline Veauthier und Hans-Wilhelm Windhorst: Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und niedersächsischen Geflügelfleischerzeugung - gegenwärtige Strukturen und Prognosen bis 2020 .

 

Strukturwandlungen und räumliche Prozesse in der Schweine- und Geflügelhaltung in den Staaten der Europäischen Union

Leitung/Bearbeiter: Hans-Wilhelm Windhorst

Ziel: Sektorale und regionale Veränderungen in der Schweine- und Geflügelhaltung in den Staaten der EU, insbesondere der Hauptkonkurrenten der deutschen Veredelungsbetriebe, sollen in einer Längsschnittanalyse beobachtet werden.

Methoden: Auswertungen von Statistiken, Expertengespräche, Feldstudien in den Kerngebieten der Produktion

Laufzeit: seit 1990

Finanzierung: Eigenmittel

 

Strukturen der Schweinehaltung und Schweine-fleischproduktion in Dänemark

Leitung/Bearbeiter: Hans-Wilhelm Windhorst

Ziel: Ziel des Projektes ist es, die sektoralen und regionalen Strukturen der dänischen Schweinehaltung und Schweinefleischerzeugung fortlaufend zu analysieren und die auftretenden Veränderungen zu dokumentieren. Wegen der Bedeutung, die Dänemark sowohl im Hinblick auf die Organisationsformen der Schweinefleischerzeugung als auch als wichtigstes Exportland und bedeutendes Lieferland für Deutschland zukommt, ist eine kontinuierliche Beobachtung notwendig.

Methoden: Aufbereitung und Auswertung statistischer Unterlagen von Danmarks Statistik, Danske Slagterier und des dänischen Schweinezuchtverbandes; Interviews mit Vertretern von Danske Slagterier, der großen Genossenschaften im Bereich der Schweinefleischerzeugung, des dänischen Schweinezuchtverbandes und Primärproduzenten.

Laufzeit: seit 1992

Finanzierung: Eigenmittel

 

Probleme der Raumgestaltung in der Dümmerniederung

Leitung/Bearbeiter: Werner Klohn

Ziel: Darstellung der Probleme der Raumgestaltung in der Dümmerniederung von der Frühzeit bis in die Gegenwart und der Perspektiven der künftigen Entwicklung.

Methode: In historisch-genetischer Betrachtungsweise wurden die Probleme der Raumgestaltung in der Dümmerniederung analysiert. Für die jüngere Zeit werden vor allem die Entstehung und der Verlauf der Nutzungskonflikte in der Dümmerniederung untersucht sowie die Probleme der Konfliktlösung dargestellt. Die Umsetzungsprobleme und die Realisierung des Sanierungskonzeptes der Landesregierung werden dokumentiert und analysiert.

Laufzeit: unbefristet

Finanzierung: Eigenmittel

 

 

Strukturen der Wald- und Forstwirtschaft

Leitung/Bearbeiter: Werner Klohn

Ziel: Es sollen die Strukturen der Wald-und Forstwirtschaft auf verschiedenen räumlichen Ebenen (vor allem in Deutschland und weltweit) analysiert und dargestellt werden.

Methode: Literaturanalysen, Auswertung von Statistiken
Laufzeit: unbefristet

Finanzierung: Eigenmittel

 

Weltwirtschaft und Globalisierung

Leitung/Bearbeiter: Werner Klohn

Ziel: Es sollen jüngere Entwicklungen und die gegenwärtigen Strukturen in der Weltwirtschaft aufgezeigt werden. Die Ursachen, steuernden Faktoren, Erscheinungsformen und Folgen der Globalisierung werden ebenso dargestellt wie die Entwicklungdes Welthandels seit etwa 1950. Außerdem wird eine Übersicht über die gehandelten Waren, die gegenwärtig führenden Welthandelsländer und die Weltwaren-ströme gegeben. Die bedeutendsten wirtschaftlichen Zusammenschlüsse (NAFTA, EU, ASEAN, MERCOSUR und OPEC) werden analysiert sowie vier ausgewählte Weltwirtschaftsmächte (USA, Japan, China und Deutschland) detailliert dargestellt.

Methoden: Literaturanalysen, Auswertung von Statistiken

Laufzeit: unbefristet

Finanzierung: Eigenmittel

 

Agrarische Intensivgebiete in Deutschland

Leitung/Bearbeiter: Werner Klohn und Andreas Voth

Ziel: Analysiert werden sollen das räumliche Vorkommen, die Abgrenzung, Organisationsstrukturen und räumlichen Verflechtungen von agrarischen Inten-sivgebieten in Deutschland sowie die in ihnen auftretenden ökonomischen und ökologischen Probleme.

Methoden: Auswertung amtlicher Statistiken, Expertengespräche, empirische Erhebungen

Laufzeit: unbefristet

Finanzierung: Eigenmittel

 

Strukturwandlungen im agrarischen Intensivgebiet Oldenburger Münsterland

Leitung/Bearbeiter: Werner Klohn, Andreas Voth und Hans-Wilhelm Windhorst

Ziel: Durch eine langjährige Beobachtung wird der Strukturwandel in der Agrarwirtschaft des Oldenburger Münsterlandes erfasst und dokumentiert. Ins-besondere werden die Abhängigkeiten der Wirtschafts- und Sozialstruktur vom agrarischen Produktionssektor, der Wandel in der Bodennutzung sowie ökonomische, ökologische und rechtliche Herausforderungen analysiert.

Methoden: Auswertung amtlicher Statistiken, Expertengespräche, empirische Erhebungen

Laufzeit: unbefristet

Finanzierung: Eigenmittel

 

Strukturen und Entwicklungen der Weltagrarwirtschaft und des Weltagrarhandels

Leitung/Bearbeiter: Werner Klohn und Hans-Wilhelm Windhorst

Ziel: Es sollen die weltwirtschaftlichen Strukturen für ausgewählte Agrarprodukte analysiert und dargestellt werden. Veränderungen in den räumlichen Produktionsschwerpunkten und Handelsströmen werden dokumentiert und die steuernden Einflussfaktoren erfasst.

Methoden: Literaturanalysen, Auswertung von Statistiken, Expertengespräche

Laufzeit: unbefristet

Finanzierung: Eigenmittel