Aktuelles

20.01.2015
Neuerscheinung Expedition Berufswelt
Handlungsorientierte Lernmaterialien für die Berufsorientierung in den Klassenstufen 9-10
In der "Weißen Reihe" des ISPA ist ein neuer Band erschienen.
Den Band 40 können Sie hier herunterladen.


09.01.2015
Erfolgreich abgeschlossene Promotion im ISPA der Universität Vechta
Pressemitteilung

Am 19.12.2014 konnte Dipl.-Geogr. Oliver Klein seine Promotion im ISPA der Universität Vechta erfolgreich abschließen. In seiner Arbeit mit dem Titel "Imaginative Geographien in multiskalaren Produktionsnetzwerken - Das Beispiel der Schweinefleischproduktion im Oldenburger Münsterland", die von Frau Prof.‘in Dr. Christine Tamásy betreut wurde, ging Herr Klein der Frage nach, wie sich Wertschöpfungsprozesse im Schweinefleischsektor auf unterschiedlichen räumlichen Maßstabsebenen - vom Regionalen bis zum Globa-len - gestalten und welche Rolle in diesem Zusammenhang raumbezogene Images auf Basis der Pro-duktherkunft spielen. Die Ergebnisse zeigen, dass die zunehmende Internationalisierung innerhalb der Branche mit einem veränderten Verständnis von Regionalität einhergeht. Im Zuge der globalen Vermarktung von Schweinefleisch nimmt die Bedeutung von Regionen unterhalb der nationalen Ebene ab. Stattdessen bildet die Betonung der deutschen Herkunft und der damit assoziierten Qualitäten und Standards einen wichtigen Baustein für den Exporterfolg hiesiger Fleischunternehmen auf bestimmten Märkten (v.a. im asiatischen Raum). Mit Blick auf das (teilweise problembehaftete) Image des Oldenburger Münsterlandes als Parade-beispiel für agrarische Intensivgebiete zeichnen die Ergebnisse ein ambivalentes Bild. Da jedoch die exakte regionale Herkunft von Schweinefleischprodukten in den allermeisten Fällen kaum nachzuvollziehen ist, werden Produzenten und Anbieter aus dem OM selbst bei steigender Verbrauchersensibilisierung zunächst keine Nachteile haben. Zahlreiche Schweinefleischproduzenten verfolgen dennoch Regionalitätsstrategien,  allerdings weniger im Sinne einer kleinräumigen Auswahl der Lieferanten, sondern vielmehr unter Vertrauens- und Transparenzgesichtspunkten, in dem z.B. Schweinehalter über unternehmenseigene Websites offengelegt werden. Der empirische Teil der Arbeit basiert auf Experteninterviews mit Branchenvertretern, auf deren Grundlage abschließend sowohl Prognosen als auch Handlungsoptionen abgeleitet wurden.