Aktuelles

18.03.2015
Martin Klose zum Dr. rer. nat. promoviert - Auszeichnung "Summa cum laude"
Pressemitteilung

Georisiken und ihre Datenbanken
"Rutschungsdatenbanken als Werkzeuge zur integrierten Bewertung von Rutschungsrisiken" - zu diesem Thema schloss Martin Klose seine Promotion mit der Note "summa cum laude" an der Universität Vechta ab. Universitätspräsidentin Prof‘.in Dr. Marianne Assenmacher überreichte nun die Promotionsurkunde.

Landläufig als "Erdrutsche" bezeichnet, gehören Massenbewegungen zu den gegenüber Erdbeben eher unbekannten, wenngleich in Mitteleuropa ökonomisch weitaus bedeutenderen Georisiken. Informationen über historische und aktuelle Rutschereignisse gelten als wesentlicher Schlüssel, um die mit Massenbewegungen einhergehenden Risiken für Mensch und Infrastruktur für die Zukunft abschätzen zu können. Eine zentrale Rolle spielen in diesem Zusammenhang sogenannte Rutschungsdatenbanken, die systematisch geführte Sammlungen an Informationen über historische und aktuelle Rutschereignisse darstellen. Rutschungsdatenbanken sind heute eine der wichtigsten Grundlagen für Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Auftreten, der Bewertung und dem Management von Massenbewegungen.

In seiner Dissertation entwickelte Martin Klose auf Basis einer Rutschungsdatenbank für die Bundesrepublik Deutschland einen Forschungsansatz der es erstmals ermöglicht, Rutschungsrisiken in integrierter Perspektive bewerten zu können. Der Ansatz stützt sich auf ein breites Spektrum an Methoden, das neben raum-zeitlichen Dispositionsmodellen und Instrumenten der Kostenerfassung vor allem Verfahren aus dem Bereich der Budgetanalyse sowie Studien zur Untersuchung der Risikokultur beinhaltet. Martin Klose konzipierte den Forschungsansatz in Kooperation mit dem U.S. Geological Survey und konnte ihn am Beispiel von Fallstudien in Niedersachsen erfolgreich anwenden und testen.

Der erfolgreiche Promovend Martin Klose mit Präsidentin Prof. Dr. Marianne Assenmacher (Bild: Daubenspeck)


12.03.2015
Neuerscheinung "Die Agrar- und Ernährungswirtschaft in Niedersachsen"
In der "Weißen Reihe" des ISPA ist ein neuer Band erschienen.
Den Band 41 können Sie hier herunterladen.


11.03.2015
Wiederwahl Institutsleitung
Das Institut für Strukturforschung und Planung in agrarischen Intensivgebieten der Universität Vechta (ISPA) hat in seiner 25. Institutsratssitzung am 10.03.2015 Prof. Dr. Christine Tamásy für weitere zwei Jahre zur Institutsdirektorin gewählt. Als Stellvertreterin wurde Prof. Dr. Martina Flath ebenfalls für weitere zwei Jahre in ihrem Amt bestätigt.

Prof. Dr. Chistine Tamásy (l.) und Prof. Dr. Martina Flath


20.01.2015
Neuerscheinung "Expedition Berufswelt"
Handlungsorientierte Lernmaterialien für die Berufsorientierung in den Klassenstufen 9-10
In der "Weißen Reihe" des ISPA ist ein neuer Band erschienen.
Den Band 40 können Sie hier herunterladen.


09.01.2015
Erfolgreich abgeschlossene Promotion im ISPA der Universität Vechta
Pressemitteilung

Am 19.12.2014 konnte Dipl.-Geogr. Oliver Klein seine Promotion im ISPA der Universität Vechta erfolgreich abschließen. In seiner Arbeit mit dem Titel "Imaginative Geographien in multiskalaren Produktionsnetzwerken - Das Beispiel der Schweinefleischproduktion im Oldenburger Münsterland", die von Frau Prof.‘in Dr. Christine Tamásy betreut wurde, ging Herr Klein der Frage nach, wie sich Wertschöpfungsprozesse im Schweinefleischsektor auf unterschiedlichen räumlichen Maßstabsebenen - vom Regionalen bis zum Globalen - gestalten und welche Rolle in diesem Zusammenhang raumbezogene Images auf Basis der Produktherkunft spielen. Die Ergebnisse zeigen, dass die zunehmende Internationalisierung innerhalb der Branche mit einem veränderten Verständnis von Regionalität einhergeht. Im Zuge der globalen Vermarktung von Schweinefleisch nimmt die Bedeutung von Regionen unterhalb der nationalen Ebene ab. Stattdessen bildet die Betonung der deutschen Herkunft und der damit assoziierten Qualitäten und Standards einen wichtigen Baustein für den Exporterfolg hiesiger Fleischunternehmen auf bestimmten Märkten (v.a. im asiatischen Raum). Mit Blick auf das (teilweise problembehaftete) Image des Oldenburger Münsterlandes als Parade-beispiel für agrarische Intensivgebiete zeichnen die Ergebnisse ein ambivalentes Bild. Da jedoch die exakte regionale Herkunft von Schweinefleischprodukten in den allermeisten Fällen kaum nachzuvollziehen ist, werden Produzenten und Anbieter aus dem OM selbst bei steigender Verbrauchersensibilisierung zunächst keine Nachteile haben. Zahlreiche Schweinefleischproduzenten verfolgen dennoch Regionalitätsstrategien,  allerdings weniger im Sinne einer kleinräumigen Auswahl der Lieferanten, sondern vielmehr unter Vertrauens- und Transparenzgesichtspunkten, in dem z.B. Schweinehalter über unternehmenseigene Websites offengelegt werden. Der empirische Teil der Arbeit basiert auf Experteninterviews mit Branchenvertretern, auf deren Grundlage abschließend sowohl Prognosen als auch Handlungsoptionen abgeleitet wurden.