Aktuelles

26.09.2014
200 niedersächsische Schulgeographen tagten in Vechta

Am 25. und 26. September 2014 war die Universität Vechta Gastgeber für den 16. Niedersächsischen Schulgeographentag. In Zusammenarbeit mit den Vechtaer Geographen richtete der Landesverband Niedersachsen im Verband Deutscher Schulgeographen e. V. den Tag aus. Rund 200 Geographielehrerinnen und -lehrer aus ganz Niedersachsen nahmen an der Tagung teil.

Die Veranstaltung gliederte sich in zwei Programmteile: Am Donnerstag, 25. September, fanden Plenumsvorträge im voll besetzten Hörsaal B 1 unter dem Titel "Aktuelle Probleme in der Agrarwirtschaft Niedersachsens" sowie anschließend Arbeitskreise in mehreren Seminarräumen statt. Strukturen und Probleme des agrarischen Intensivgebietes Oldenburger Münsterland wurden ebenso thematisiert wie Probleme der Vermaisung der Landschaft, Globalisierungsprozesse in der Geflügelwirtschaft, Bodennutzung bin Agrargebieten oder außerschulisches Lernen in ländlichen Räumen. Im Rahmen des Geographentags wurden auch die Preisträger/innen in den beiden Geographie-Wettbewerben "Diercke Wissen" und "GeoPreisNiedersachsen" geehrt. Am Freitag, 26. September, fanden mehrere ganz- und halbtägige Exkursionen in der Region statt. Auch hier standen Themen der Agrarwirtschaft, Unternehmensbesichtigungen von Agrarbetrieben sowie Moornutzung und Moorschutz im Fokus.

Foto: Eisleb


24.07.2014
Vechtaer Professorin übernimmt Vorsitz der internationalen Wirtschaftsgeographen
Pressemitteilung

Prof. Dr. Christine Tamásy wird Vorsitzende der Kommission "Dynamik von Wirtschaftsräumen" des internationalen Geographenverbands
Zum 1. Juli übernahm Prof. Dr. Christine Tamásy, Professorin für Regionalentwicklung mit den Schwerpunkten Wirtschaft und Entwicklung in ländlichen Räumen an der Universität Vechta, den Vorsitz der Kommission "Dynamik von Wirtschaftsräumen" der Internationalen Geographischen Union (IGU). Die IGU ist ein gemeinnütziger Verband zur Förderung der Geographie weltweit, der 1922 in Brüssel gegründet wurde. Wesentliche Organisationselemente sind die Generalversammlung, das Exekutivkomitee sowie Kommissionen und Studiengruppen, die spezifische Forschungsthemen bearbeiten und eigene Vorhaben zwischen den Kongressen organisieren.
Stellvertretender Vorsitzender der Kommission "Dynamik von Wirtschaftsräumen" ist Prof. Dr. Neil Reid von der Universität Toledo (USA). Weitere 11 internationale Kolleginnen und Kollegen aus den Niederlanden, Norwegen, der Slowakei, Kanada, Polen, Australien, Neuseeland, Großbritannien, der Türkei, China und Singapur unterstützen als Mitglieder des hochkarätig besetzten Steuerungsausschusses die Arbeit der Kommission.
Christine Tamásy ist seit 2009 Professorin für Regionalentwicklung mit den Schwerpunkten Wirtschaft und Entwicklung in ländlichen Räumen am Institut für Strukturforschung und Planung in agrarischen Intensivgebieten der Universität Vechta. Sie ist Leiterin der Abteilung "Vergleichende Strukturforschung" des Instituts und Institutsdirektorin. Außerdem hat sie die wissenschaftliche Leitung der Landesinitiative Ernährungswirtschaft - NieKE - inne.


06.06.2014
Nachruf für Herrn Landrat Albert Focke

Mit großer Trauer haben wir die Nachricht vom Tod des Landrates Albert Focke aufgenommen. Herr Focke hat maßgeblichen Anteil an der Gründung und Weiterführung des Niedersächsischen Kompetenzzentrums Ernährungswirtschaft (NieKE) gehabt.

Mitte der 90ziger Jahre hat Herr Landrat Focke im Rahmen der Regionalen Innovationsstrategie (RIS)  Weser-Ems die Stärken-Schwächen-Analyse im Nordwesten mitgestaltet und die Umsetzung aktiv begleitet. In 1999 wurden zunächst vier Kompetenzzentren gegründet, eines davon war das Kompetenzzentrum Ernährungswirtschaft Weser-Ems. Von Beginn an war Albert Focke Mitglied im NieKE-Steuerungs-ausschuss und seit dieser Zeit durchgängig stellvertretender Vorsitzender dieses Gremiums.

Über RIS haben sich alle kommunalen Gebietskörperschaften nicht nur ideell sondern auch finanziell an den verschiedenen Kompetenzzentren beteiligt. Beim Kompetenzzentrum Ernährungswirtschaft Weser-Ems erfolgte die Gegenfinanzierung der EFRE-Förderung für die ersten 30 Monate seitens der Landkreise und Städte in Weser-Ems. Mit dem Sitz an der Universität Vechta und damit im Landkreis Vechta war diese Einrichtung von Anfang an eng mit dem Landrat verbunden. Als das Kompetenzzentrum in 2002 niedersachsenweit seine Arbeit aufgenommen hat, wurde die Förderung durch das Land Niedersachsen, hier das Nds. Wirtschaftsministerium durch den Landkreis Vechta bis Ende 2006 verwaltet.

Nach dem Wegfall der Bezirksregierung Weser-Ems Ende 2004 hat sich Herr Landrat Focke in dem seinerzeit gegründeten Verein RIS engagiert und war im dortigen Lenkungsausschuss aktiv. Hier hat er in weiser Voraussicht die Entwicklungen immer in Verbindung mit NieKE gesehen und die finanzielle Unterstützung nach der Einstellung durch den RIS e.V. als Landkreis Vechta übernommen. Diese Fürsorge wurde nicht allen Netzwerken in Weser-Ems zuteil.

NieKE wird im Juli 15 Jahre alt, eine lange Zeit für ein immer wieder zeitlich befristetes Netzwerk. Das ist nicht nur dem Land Niedersachsen, den vielen Unternehmen im Netzwerk zu verdanken, sondern zu großen Teilen Herrn Landrat Focke, der immer zum entscheidenden Zeitpunkt die richtigen Weichen gestellt hat. Dazu gehört das hohe, persönliche Engagement, seine konstruktive Mitarbeit in den Gremien der Landesinitiative Ernährungswirtschaft und die finanzielle Unterstützung unserer Arbeit in dieser langen Zeit. Wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet und gedenken seiner Verdienste mit Hochachtung. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.


06.06.2014
Universität Vechta untersucht raumbezogene Images ländlicher Regionen in Niedersachsen
Oldenburger Münsterland und Wendland im Fokus - Förderung im Rahmen von Pro*Niedersachsen
Pressemitteilung

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat im Rahmen des Förderprogramms Pro*Niedersachsen ein neues Forschungsprojekt am Institut für Strukturforschung und Planung in agrarischen Intensivgebieten (ISPA) der Universität Vechta bewilligt: Von 2014 bis 2016 wird das Projekt "Diskursive Repräsentationen ländlicher Räume in Niedersachsen" das Image der ländlichen Gebiete Oldenburger Münsterland und Hannoversches Wendland untersuchen.
Agrarische Intensivgebiete ziehen gegenwärtig ein starkes gesellschaftliches Interesse auf sich. So führen insbesondere die Darstellungen in den Medien zur Konstruktion von bestimmten raumbezogenen Images mit unterschiedlichen Ausrichtungen in Eigen- und Fremdrepräsentationen. Wissenschaftliche Untersuchungen existieren zu diesen unterschiedlichen Wahrnehmungen allerdings bisher kaum. Dieses Forschungsdefizit ist verwunderlich, da Regionen mit intensiver Agrarproduktion im öffentlichen Diskurs häufig als Problemräume dargestellt werden, was zwangsläufig große Herausforderungen für das Regionalmarketing nach sich zieht.
Das Projekt "Diskursive Repräsentationen ländlicher Räume in Niedersachsen" wird die raumbezogenen Images von zwei unterschiedlich strukturierten ländlichen Räumen in Niedersachsen auf empirischem Weg analysieren. Das erste Beispiel ist das Oldenburger Münsterland. Obwohl das Agribusiness ohne Zweifel eine wesentliche Säule für den wirtschaftlichen Erfolg der Region darstellt, werden die mit der intensiven Bewirtschaftung verbundenen negativen ökologischen und sozialen Wirkungen (z.B. Reststoffproblematik, Emissionen, Tierhaltungsformen, teilweise prekäre Arbeitsverhältnisse) vor allem in den Medien kontrovers diskutiert. Als zweites Beispiel wird das Hannoversche Wendland in die Untersuchung einbezogen. Auch sein Image ist eindeutig ambivalent: So nominierte das Land Niedersachsen beispielsweise die dortigen Rundlingsdörfer im Jahr 2012 für die deutsche Tentativliste bei zukünftigen Anträgen für UNESCO-Weltkulturerbestätten. Gleichzeitig findet das Wendland vor allem durch die Atommülltransporte mediale Aufmerksamkeit.
Datengrundlage der Studie sind überregionale Printmedien sowie eigene Inszenierungen im Marketing der Regionen. Als Projektleiterin fungiert Prof’in Dr. Christine Tamásy, Direktorin des ISPA und Leiterin der dortigen Abteilung "Vergleichende Strukturforschung".

Prof’in Dr. Christine Tamásy (Bild: Sarbach)


13.05.2014
Neuer Band in der Reihe der Vechtaer Studien zur Geographie erschienen: Dynamik von Kooperationsbeziehungen in räumlicher Perspektive - Das Beispiel der niedersächsischen Milchverarbeitung
Pressemitteilung

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13.05.2014
ISPA-Newsletter 1/2014 neu erschienen.

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08.05.2014
Kompetenzzentrum Regionales Lernen der Universität Vechta von UNESCO ausgezeichnet
Pressemitteilung

Auszeichnung als "Offizielle Maßnahme der Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" - Bestandteil des Nationalen Aktionsplans
Über eine besondere Auszeichnung konnte sich in diesen Tagen das Kompetenzzentrum Regionales Lernen der Universität Vechta freuen: Es wurde als offizielle Maßnahme der Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)" ausgezeichnet. Die Weltdekade für BNE wurde für die Jahre 2005 bis 2014 von den Vereinten Nationen ausgerufen. Die UNESCO koordiniert weltweit Projekte und Maßnahmen der Dekade. Konzept und Zielsetzung des Vechtaer Kompetenzzentrums für Regionales Lernens wurde damit in den nationalen Aktionsplan der BNE aufgenommen. In einer feierlichen Veranstaltung am 30. April in der Autostadt Wolfsburg nahmen  Professorin Dr. Martina Flath und Dr. Gabriele Diersen die Auszeichnung entgegen.
Im Gegensatz zu den zahlreichen, eher lokal ausgerichteten Dekade-Projekten, von denen es rund 1.800 gibt, wurden nur 49 Vorhaben als Maßnahmen ausgezeichnet. Neben dem Kompetenzzentrum Regionales Lernen auch das Curriculum Mobilität der Autostadt Wolfsburg. "Dekade-Maßnahmen sind Leuchttürme der Bildung für nachhaltige Entwicklung", sagte Prof. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees der UN-Dekade. "Sie haben überregionale Strahlkraft und leisten einen ganz besonderen Beitrag zur systematischen Verankerung des Konzepts BNE im deutschen Bildungswesen". "Mit unserer Arbeit im Kompetenzzentrum stehen wir für das praxisnahe Lernen im außerschulischen Bereich. Wir wollen Lehrkräfte für die Möglichkeiten des Regionalen Lernens sensibilisieren und Empfehlungen für den Einsatz im Unterricht aussprechen", fasst Prof. Dr. Martina Flath, Wissenschaftliche Leiterin des Kompetenzzentrums, das Konzept zusammen. "Insbesondere wird nachweisbar die Gestaltungskompetenz und regionale Identität durch Regionales Lernen gefördert." ergänzt Geschäftsführerin Dr. Gabriele Diersen.

Prof. Dr. Gerhard de Haan, Prof. Dr. Martina Flath. Dr. Gabriele Diersen, Jason Jakonides (v.l.n.r.).
Foto: DUK/Franziska Lutz


23.04.2014
Forschungskolloquium "ISPA - Forschung in der Diskussion"

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27.02.2014
Verlängerung der Landesinitiative Ernährungswirtschaft
Pressemitteilung

Staatssekretärin Behrens: "Bewährte Zusammenarbeit fortführen und neue Akzente für eine zukunfts- und wettbewerbsfähige Ernährungswirtschaft setzen"
Nach europaweiter Ausschreibung hat die Universität Vechta gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) in Quakenbrück den Zuschlag für das Management der Geschäftsstelle der Landesinitiative Ernährungswirtschaft erhalten. Heute trafen die Präsidentin der Universität Vechta, Professorin Dr. Marianne Assenmacher, sowie die Direktorin des Instituts für Strukturforschung und Planung in agrarischen Intensivgebieten (ISPA), Professorin Dr. Christine Tamásy, und DIL-Direktor Dr. Volker Heinz mit der Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Behrens in Hannover zusammen, um den offiziellen Startschuss für die neue Etappe der Landesinitiative zu geben. Die Gesamtfördersumme des Landes beträgt rund 1,25 Millionen Euro für die Förderperiode 2014 bis 2017.
"Mit der heutigen Vertragsunterzeichnung setzen wir die erfolgreiche und bewährte Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Kompetenzzentrum Ernährungswirtschaft (NieKE) als Geschäftsstelle der Landesinitiative Ernährungswirtschaft für weitere vier Jahre fort. Gleichzeitig setzen wir neue Akzente für eine zukunfts- und wettbewerbsfähige Ernährungswirtschaft", sagte Staatssekretärin Behrens. "Mit der Initiative positionieren wir im Bereich Gute Arbeit neue Schwerpunkte. Geplant sind Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel sowie die Verstärkung des Dialogs zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern und die Durchführung jährlicher Branchenkonferenzen gemeinsam mit den norddeutschen Ländern."
Im Zentrum der Landesinitiative Ernährungswirtschaft steht weiterhin die Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen der Ernährungswirtschaft bei Innovationsprozessen wie der sanften Agrarwende und bei der Wissensvernetzung. Künftig wird sich die Landesinitiative aber auch noch stärker als Plattform für Forschung und Entwicklung profilieren. Dazu richtet das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) ein neues Technologietransferzentrum ein. Die Zusammenarbeit zwischen dem DIL und dem Niedersächsischen Kompetenzzentrum Ernährungswirtschaft (NieKE) mit Sitz an der Universität Vechta wird intensiviert.
Die Landesinitiative Ernährungswirtschaft ist Teil der Politik der Landesregierung für ein innovationsorientiertes, ökologisch und sozial nachhaltiges Wachstum. Für die Ernährungswirtschaft setzt sie dabei auf Transparenz und Innovation für mehr Nachhaltigkeit, Verbraucherakzeptanz und Wettbewerbsfähigkeit. Technologische Innovationen sollen dabei im Einklang mit anspruchsvoller "Guter Arbeit" stehen.
NieKE bündelt seit 2002 in ganz Niedersachsen Kompetenz und Know-how in allen Bereichen der Agrar- und Ernährungswirtschaft und kooperiert mit den wichtigsten Akteuren der Branche. Die Themenschwerpunkte der Landesinitiative Ernährungswirtschaft sind Lebensmittelqualität, Lebensmittelverarbeitung und  sicherheit, Functional Food, Agrar- und Lebensmitteltechnik sowie Bioökonomie und Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die Geschäftsführung obliegt der Diplom-Agrarwissenschaftlerin Doris Schröder.

Bildunterschrift:
Staatssekretärin Daniela Behrens (3.v.l.) mit Prof. Dr. Marianne Assenmacher, Präsidentin der Universität Vechta, (4.v.l.), Prof. Dr. Christine Tamásy, Direktorin des Instituts für Strukturforschung und Planung in agrarischen Intensivgebieten (2.v.l.), DIL-Direktor Dr. Volker Heinz (5.v.l.), Doris Schröder Dipl.-Agrarwissenschaftlerin (6.v.l.), Dr. Stephanie Pohl, Wirtschaftsministerium (links im Bild).


30.01.2014
Mitteilung über Zeugnisverleihung im Masterstudiengang

Am 17. Januar 2014 fand im Rahmen einer Feierstunde die Übergabe der Urkunden für die ersten Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs "Geographien ländlicher Räume - Wandel durch Globalisierung" am Institut für Strukturforschung und Planung in agrarischen Intensivgebieten (ISPA) der Universität Vechta statt. Die Direktorin des Instituts Frau Professorin Dr. C. Tamásy und der Studiengangskoordinator PD Dr. K. M. Born konnten neben den im Studiengang eingesetzten Lehrkräften vier Absolventen begrüßen; leider waren einige der AbsolventInnen durch berufliche Termine an der Teilnahme verhindert. In ihrer Ansprache betonte Frau Tamásy die gute Studienatmosphäre und die enge Zusammenarbeit zwischen den Studierenden und den Lehrenden im ersten Durchgang des Studiengangs; sie verwies besonders darauf, dass einige der AbsolventInnen bereits unmittelbar nach ihrem Abschluss in die berufliche Praxis wechseln konnten, was ebenso wie die steigende Zahl an Studierenden im Studiengang als deutliche Bekräftigung des eingeschlagenen Weges zu werten sei. Nach Übergabe der Urkunden blieb während eines Sektempfangs Zeit für Rückblicke auf die Studienzeit und Ausblicke auf weitere Vorhaben.