Forschung
Inhalt
- Verbundprojekt GEMAINSAM
- Forschungsprojekt zur geschlossenen Unterbringung von Kindern/Jugendlichen
- Lehrforschungsprojekte zu Punitivität und Delinquenz
Verbundprojekt GEMAINSAM
Zum 01.06.2011 startete das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union geförderte Verbundprojekt "GEMAINSAM Veränderungen erreichen - GEnderMAINStreAMing".
Die Konsortialführung für das Projekt übernimmt Professor Dr. Martin Schweer (Pädagogische Psychologie), Universität Vechta, Zentrum für Vertrauensforschung (ZfV). Professorin Dr. Nina Oelkers (Soziale Arbeit), Universität Vechta und Professorin Dr. Heidi Möller (Theorie und Methodik der Beratung) von der Universität Kassel sind VerbundpartnerInnen des Projektes. Darüber hinaus wirken noch eine Reihe von Einrichtungen aus Wirtschaft, Verwaltung und Sozialer Dienstleistung sowie weitere Universitäten und Schulen an dem Projekt mit.
Inhaltlich geht es um die Entwicklung eines Diagnoseinstrumentes zur Identifizierung passgenauer Ansatzpunkte für die Implementierung von Strategien und Konzepten des Gender-Mainstreaming über verschiedene Kontexte hinweg, insbesondere unter Einbezug des individuellen Genderbewusstseins der Zielgruppen. Das daraufhin revidierte Instrument bildet eine fundierte und vor allem differenzierte Grundlage für die Konzeption, Durchführung und Evaluation zielgruppenspezifischer sowie feld- und phasentypischer Gender-Mainstreaming-Maßnahmen. Mit Blick auf die Wahrnehmung von Benachteiligungen und Handlungsmöglichkeiten wird auf theoretische Konzepte des Capabilities Ansatzes zurückgegriffen. Damit findet eine gerechtigkeitstheoretische Verortung des Projektes statt.

AnsprechpartnerInnen:
Forschungsprojekt zur geschlossenen Unterbringung von Kindern/Jugendlichen
Seit dem 15. September 2010 fördert das niedersächsische Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration über die Universitätsgesellschaft Vechta e.V. ein Forschungsprojekt unter der Leitung von Prof. 'in Dr. Nina Oelkers zur geschlossenen Unterbringung von Kindern in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe.
Das Projekt wird in Kooperation mit dem Caritas-Sozialwerk St. Elisabeth in Lohne durchgeführt. Seit Mai 2010 werden dort in einer geschlossenen intensivtherapeutische Gruppe 10-14jährige Jungen betreut, die als hochauffällig und/oder delinquent betrachtet werden und einen familienrichterlichen Beschluss für eine geschlossene Unterbringung haben.
Zentraler Gegenstand des Projektes ist die Erfassung von Auswirkungen und Effekten der geschlossenen Einrichtung auf unterschiedlichen Ebenen (die Kinder/Jugendlichen, das Personal, das Kooperationsnetzwerk). Zum einen werden die Effekte der intensivtherapeutischen Unterbringung im geschlossenen Rahmen auf Seiten der Kinder erhoben, zum anderen steht die Sicht der MitarbeiterInnen im Fokus, da besondere Anforderungen und Belastungen mit der Arbeit in diesem Setting verbunden sind. Darüber hinaus wird auf der Trägerebene erfasst, welche besonderen Herausforderungen der Kooperations- und Öffentlichkeitsarbeit ein derart umstrittenes Projekt an das Caritas-Sozialwerk stellt.
Da geschlossene Settings in der Kinder- und Jugendhilfe nicht nur medial und politisch sondern auch fachlich stark umstritten sind, leistet das Forschungsprojekt einen wichtigen Beitrag zur Diskussion um den Umgang mit 'schwierigen‘ Kindern und Jugendlichen. Das Projekt umfasst eine vom niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration geförderte Laufzeit von fast drei Jahren. Die Forschungsergebnisse werden auf zwei, an der Universität Vechta durchgeführten, Tagungen (fach)öffentlich präsentiert und zur Diskussion gestellt.
Ansprechpartnerinnen:
Lehrforschungsprojekte zu Punitivität und Delinquenz
Schriftliche Befragung zu Straf- und damit zusammenhängenden Einstellungen
- bei Studierenden der Sozialen Arbeit (SoSe 2010)
- bei Insassen des Jungtätervollzugs Vechta (Oktober 2010)
Befragungen zu Delinquenz
- bei Studierenden der Sozialen Arbeit (SoSe 2011): Fragebogen zu eigener Delinquenz, Interviews zu Einstellungen

