Vertrauen in erweiterten sozialen Kontexten

Drittmittelprojekte

Verbundprojekt "GEnderMAINStreAMing Veränderungen erreichen"

Konsortialführung: Zentrum für Vertrauensforschung (ZfV) der Universität Vechta
Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Martin K.W. Schweer
Projektmitarbeiter/innen: M.A. Yvonne Friederich, Dipl.-Geront. Ann-Kathrin Vaske

Wissenschaftliche Partner:

Univ.-Prof. Dr. Martin K.W. Schweer (Universität Vechta, Zentrum für Vertrauensforschung)
Univ.-Prof. Dr. Nina Oelkers (Universität Vechta, Lehrstuhl für Soziale Arbeit )
Univ.-Prof. Dr. Heidi Möller (Universität Kassel, Lehrstuhl für Theorie und Methodik der Beratung)

Zentrale Aspekte:

  • Entwicklung und Erprobung eines bereichsübergreifend einsetzbaren Diagnoseinstruments zur Identifikation individueller Reflexionsniveaus hinsichtlich des Genderbewusstseins
  • Identifikation prototypischer Gruppen, die sich über das individuelle Reflexionsniveau konstituieren
  • Konzeption, Durchführung und Evaluation zielgruppenspezifischer sowie feld- und phasentypischer Gender-Mainstreaming-Maßnahmen wie Coachings, Online Tools usw. (bspw. in Form von Selbsttests und Informationsportalen)
  • Entwicklung möglichst niedrigschwelliger und alltagsnaher Angebote, um gerade diejenigen Personen(-gruppen) zu erreichen, bei denen sich Hemmnisse in der Auseinandersetzung mit Fragen der Gleichberechtigung von Männern und Frauen erkennen lassen
  • Erhöhung der Reichweite und Akzeptanz von Gender-Mainstreaming-Maßnahmen für eine beschleunigte Realisierung und nachhaltige Sicherung wesentlicher Ziele des Gender-Mainstreamings


Veröffentlichungen:

  • Schweer, M. (2010). Vertrauen in Erziehungs- und Bildungsprozessen. In M. Schweer (Hrsg.), Vertrauensforschung 2010: A State of the Art (Psychologie und Gesellschaft 9, S. 151-172). Frankfurt a. M.: Peter Lang.
  • Schweer, M., Vaske, C. & Gerwinat, A. (2010). Implizite Führungstheorien, stereotype Wahr¬nehmungen und individueller Karriereverlauf - Impulse für die Aus- und Weiterbildung von Fußballtrainer/innen zur Talentförderung. In O. Höhner, R. Schreiner & F. Schultz (Hrsg.), Aus- und Fortbildungskonzepte im Fußball. Beiträge und Analysen zum Fu߬ballsport XVII. Tagungsband der 22. Jahrestagung der dvs-Kommission Fußball (S. 167-173). Hamburg: Feldhaus Edition Czwalina.
  • Vaske, A.-K. & Schweer, M. (2009). The potentials of and barrieres to gender-equitable acting in a human resource developement context: On the relevance of women's and men's implicit career theories. In RWTH Aachen University. Integration Team - Human Resources, Gender and Diversity Management (Hrsg.), Going Diverse: Innovative Answers to Future Challenges. International Conference on Gender and Diversity in Science, Technology and Business, 29-30 October 2009 (S. 55-65). Aachen: Druckerei Frank + Hager GmbH & Co. KG.
  • Schweer, M. (2009). Frauen auf dem beruflichen Vormarsch? Soziale Wahrnehmung und geschlechtstypische Karrierewege im Kontext beruflicher Sozialisation. In M. Schweer (Hrsg.), Sex and Gender. Interdisziplinäre Beiträge zu einer gesellschaftlichen Konstruktion (S. 153-170). Frankfurt a. M.: Peter Lang.
  • Schweer, M. (2007). Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Wahrnehmung homo¬sexueller Orientierungen im Leistungssport. In I. Hartmann-Tews & B. Dahmen (Hrsg.), Sportwissenschaftliche Geschlechterforschung im Spannungsfeld von Theorie, Politik und Praxis (S. 149-159). Hamburg: Czwalina.


Vorträge:

  • Schweer, M., Vaske, C. & Gerwinat, A. (2009). "Stereotype Wahrnehmung, Diskriminierung und individueller Karriereverlauf -- Impulse für die Aus- und Weiterbildung von Fußballlehrer/innen zur Talentförderung". Vortrag im Rahmen der Jahrestagung der dvs-Kommission Fußball (20.11.2009). Ruit.
  • Schweer, M. (2009). "Multiple soziale Kategorisierungen als Determinanten organisationaler Vertrauensgenese." Vortrag auf der internationalen Konferenz "Trust, Culture and Gender" (13.11.2009). Orient Institute for Intercultural Studies der Universität Heilbronn . Weitere Informationen finden Sie >>hier<<
  • Vaske, A.-K. & Schweer (2009). "The potential of and barriers to gender-equitable acting in a human resources development context: On the relevance of women’s and men’s implicit career theories." Vortrag auf der internationalen Tagung "Going Diverse: Innovative Answers to Future Challenges" (29. und 30.10.2009). RTWH Aachen.


Das Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert.

 

VERNUNVT

Vertrauen zur Förderung nachhaltigen Umwelthandelns am Beispiel der Nutzung virtuellen (Trink-)Wassers


Projektleitung & Wissenschaftliche Partner der Universität Vechta:
Univ.-Prof. Dr. Martin K. W. Schweer (Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie (LPP),
Zentrum für Vertrauensforschung (ZfV))
Univ.-Prof. Dr. Winfried Schröder (Lehrstuhl für Landschaftsökologie (LLök))


Beteiligte Mitarbeiter/innen:
Dr. Jörg Schulte-Pelkum
Dipl.-Psych. & MPH Eva Petermann
LLök Dr. Roland Pesch
Dipl.-Landsch.-ökol. Jan Riediger


Value-Partner:
Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie (WI)
Forschungsgruppe: Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik


PROJEKTBESCHREIBUNG

Vom Umweltwissen zum Umwelthandeln - die Diskrepanz

Die meisten Menschen wissen viel über Umweltschutz: Welche Ressourcen müssen geschützt werden, um sie noch lange nutzen zu können? Was müssen wir dafür tun?

Das heißt aber noch lange nicht, dass wir alle auch unseren bestmöglichen Beitrag zum Umweltschutz leisten, also unser Wissen tatsächlich auch in Verhaltensweisen umsetzen.

Viele Forschungsarbeiten sind bereits der Frage nachgegangen, welche Gründe es hierfür gibt. In diesem Zuge wurden folgende Determinanten des Umwelthandelns ermittelt:

- Umweltbewusstsein/ Einstellung zum Umweltschutz

- Kosten-Nutzen-Überlegungen

- Wirksamkeitserwartung, Beitrag des sozialen Umfeldes und anderer Institutionen

- Soziales Milieu

- Subjektive und soziale Normen

- Handlungs- und Wirksamkeitswissen


Warum Vertrauen?

Die bisher gefundenen Einflussgrößen können jedoch nicht die Unterschiede im Umweltverhalten zufrieden stellend erklären. Es muss also noch weitere unbekannte Faktoren geben, die umweltschützendes Verhalten fördern oder hemmen.

Wir erwarten, dass Vertrauen ein solcher wichtiger Faktor ist. Erst mit Vertrauen in Expertensysteme und das soziale Umfeld wird nachhaltiges Umwelthandeln möglich.

Vertrauen gilt in der psychologischen Forschung als eine zentrale Wahrnehmungs-, Bewertungs- und Bewältigungsstrategie.


Beispiel Virtuelles Wasser

Um die Bedeutung von Vertrauen zu untersuchen, konzentrieren wir uns auf den Umgang mit virtuellem Wasser. Dieser Bereich bietet sich besonders an, weil die Konsumenten ja nur einen indirekten Einfluss auf den Produktionsprozess haben und dem Vertrauen daher vermutlich ein großer Stellenwert zukommt. Auch die Folgen übermäßigen Wasserverbrauchs bekommt Mitteleuropa kaum zu spüren, über sie wird bislang nur aus anderen Ländern, v.a. weit entfernten Drittweltstaaten, berichtet.


Ziel des Forschungsprojekts:

Das Projekt VERNUNVT verfolgt das Hauptziel, die Varianz mit Blick auf die Diskrepanz zwischen Umweltwissen und -handeln in Bezug auf den Umgang mit virtuellem Wasser durch Hinzuziehung der Moderatorvariable Vertrauen besser aufklären zu können.

Dazu werden folgende Schritte realisiert:

- Entwicklung eines empirisch und theoretisch fundierten integrativen Rahmenmodells zur Bedeutung der Moderatorvariable Vertrauen sowie eine Identifizierung gruppenspezifischer und individueller Antezedenzien von impliziten Vertrauen in Bezug auf gesellschaftliche Subsysteme mittels qualitativer Vorstudien

- Untersuchung der durch Vertrauen realisierten Varianzaufklärung von Umwelthandeln sowie weiterer relevanter Einflussgrößen im Rahmen einer umfangreichen quantitativen Erhebung

- Ermittlung des Stellenwertes ökologischen Vertrauens sowie der diesbezüglich zentralen fördernden und hemmenden Faktoren

- Klärung, inwieweit sich naturräumliche, sozial- oder milieuspezifische Unterschiede auswirken

- Empfehlungen für eine vertrauensvolle Informationsvermittlung und Kooperation von Verbrauchern, Produzenten, Umweltschutzverbänden, Wissenschaft und Politik

Das Vorhaben wird gefördert mit Fördermitteln des Landes Niedersachsen.