Promovieren in Vechta − Administratives

Da es an der Universität Vechta aktuell keine strukturierten Promotionsprogramme gibt, können Sie momentan nur nach dem traditionellen Modell der sog. Individualpromotion promovieren. Individualpromotion bedeutet, dass Sie bei der Bearbeitung Ihres Promotionsthemas von einem "Doktorvater" bzw. einer "Doktormutter" betreut werden. Dieses Thema wählen Sie selbst, natürlich in Absprache mit Ihrer Betreuung. Und auch Ihre Betreuerin bzw. Ihren Betreuer suchen Sie sich vor Beginn der Promotion selbst.

Das Fach, in dem Ihr Betreuer oder Ihre Betreuerin lehrt, ist Ihr Promotionsfach. An der Universität Vechta können Sie in 20 verschiedenen Fachdisziplinen promovieren. Eine Übersicht über diese Fächer und über die verschiedenen Doktorgrade, die in diesen Fächern verliehen werden, finden Sie Initiates file downloadhier.

Die Initiates file downloadPromotionsordnung ist für alle Fächer identisch und gilt seit dem 10.02.2010. Wenn Sie sich vor diesem Datum zur Promotion eingeschrieben haben, gilt für Sie die Initiates file downloadalte Promotionsordnung, Sie können aber schriftlich beantragen, nach der neuen Ordnung geprüft zu werden. Wenden Sie sich dafür bitte an die Opens window for sending emailKoordination wissenschaftliche Nachwuchsförderung.

Formale Voraussetzung

Um an der Uni Vechta promovieren zu können, müssen Sie in der Regel einen überdurchschnittlichen Hochschulabschluss (Master, Magister, Diplom, 1. St.Ex. LA/Sek. II oder ein als vergleichbar anerkannter ausländischer Abschluss) mit mindestens der Note „gut“ haben.

Wenn Sie einen anderen Hochschulabschluss haben (z. B. FH-Diplom, 1. Staatsexamen für Grund-, Haupt-, Realschule/Sek. I) haben Sie die Möglichkeit, eine Promotionszulassungsprüfung zu beantragen. Dazu wenden Sie sich bitte an die Opens window for sending emailKoordinationsstelle wissenschaftliche Nachwuchsförderung. Eine Promotionszulassungsprüfung einer anderen Universität erkennen wir grundsätzlich nicht an.

 

Antrag auf Zulassung

Wenn Sie die formale Voraussetzung erfüllen, können Sie einen Antrag auf Zulassung zur Promotion stellen. Bitte vereinbaren Sie dafür per E-Mail einen Termin bei der Opens window for sending emailKoordinationsstelle wissenschaftliche Nachwuchsförderung. Zu diesem Termin bringen Sie bitte folgende Unterlagen mit:

  1. den ausgefüllten Initiates file downloadAntrag auf Zulassung zur Promotion
  2. vollständiger tabellarischer Lebenslauf
  3. amtlich beglaubigte Kopien aller Hochschulzeugnisse
  4. Initiates file downloadbefürwortende Erklärung eines/r Professors/in (i.d.R. Betreuer/in)
  5. Name/n des/der Betreuer/in und ggf. des/der Zweitbetreuer/in
  6. bei Kooperationspromotion bitte die kooperierende Hochschule (mit Fachbereich/Institut/Betreuer/in) angeben
  7. Darstellung des Vorhabens (Exposé) mit Unterschrift des/der Betreuer/in
  8. Initiates file downloadBetreuungsvereinbarung (kann bis zwei Monate nach Eingang des Antrags nachgereicht werden)
  9. Initiates file downloadErklärung, dass Sie sich nicht in einem schwebenden Promotionsverfahren befinden oder ein Promotionsverfahren nicht bestandenen haben
  10. Initiates file downloadErklärung über die Aushändigung und Kenntnisnahme der Initiates file downloadPromotionsordnung


Wenn Ihre Unterlagen vollständig sind und sie alle Anforderungen erfüllen, werden Sie vom Opens internal link in current windowSenatsbeauftragten für Promotionen und Habilitationen zur Promotion zugelassen.

Die Promotionsordnung der Universität Vechta schreibt vor, dass Sie für die Zeit Ihrer Promotion, d. h. von der Annahme als Doktorand/in bis zur Disputation, an der Universität immatrikuliert sein müssen. Die Immatrikulation erfolgt im Opens external link in new windowImmatrikulationsamt. Nach der Zulassung zur Promotion wird Ihr Antrag automatisch an das Immatrikulationsamt weitergeleitet und Sie erhalten von dort weitere Informationen zur Immatrikulation, insbesondere zur Entrichtung Ihres Semesterbeitrags.

Mit dem Einreichen der Dissertation wird das Promotionshauptverfahren, d. h. das Prüfungsverfahren eröffnet. Hierzu werden beim Opens internal link in current windowSenatsbeauftragten für Promotionen und Habilitationen folgende Unterlagen abgegeben:

  • drei gedruckte und gebundene bzw. geheftete Exemplare Ihrer Dissertationsschrift bzw. bei kumulativer Promotion der veröffentlichten Einzelbeiträge samt Zusammenfassung. Diese müssen einen Lebenslauf enthalten, aus dem Ihr wissenschaftlicher Werdegang (abgeschlossene Studiengänge, wiss. Tätigkeiten etc.) hervorgeht.
  • eine Versicherung, aus der hervorgeht, dass Sie die Dissertation selbst angefertigt haben und alle Hilfsmittel, die Sie dafür benutzt haben, in der Arbeit angegeben sind. Diese rechtsverbindliche Versicherung ist hinsichtlich der Verfolgung von Plagiatsfällen besonders wichtig.
  • eine Erklärung, dass Sie die Arbeit noch nicht in einem anderen Promotionsverfahren eingereicht haben,
  • eine Erklärung, dass Sie noch keine Teile der Arbeit anderweitig veröffentlicht haben bzw.
  • Angaben, wo Sie welche Teile der Arbeit bereits veröffentlicht haben (z. B. Literaturangaben der veröffentlichten oder eingereichten Artikel bei kumulativer Promotion)
  • ggf. eine Liste Ihrer eigenen wissenschaftlichen Veröffentlichungen
  • einen Vorschlag für den/die Erstgutachter/in (i. d. R. der/die Betreuer/in) und fakulatativ den/die Zweitgutachter/in. Das zweite Gutachten stammt üblicherweise von externer Seite. Die spätere Promotionskommission kann ggf. von einem gemachten Vorschlag auch abweichen.
  • ggf. Belege, dass Sie die Auflagen, die im Rahmen einer Promotionseignungsprüfung ausgesprochen wurden, erfüllt haben.

Nach Eingang der Promotion bildet der Opens internal link in current windowSenatsbeauftragte für Promotionen und Habilitationen innerhalb von vier Wochen die sog. große Promotionskommission. Diese besteht insgesamt aus fünf Professorinnen oder Professoren bzw. Privatdozentinnen oder Privatdozenten, darunter auch Ihr/e Betreuer/in und Ihr/e Zweitbetreuer/in. Mindestens drei der Mitglieder müssen dem jeweiligen oder zumindest einem benachbarten Fachgebiet angehören, ein Mitglied dieser Kommission wird von einer anderen Hochschule hinzugezogen.

Die Begutachtung der Dissertation sollte i. d. R. nicht länger als vier Monate dauern. In dieser Zeit werden (mindestens) zwei Gutachten zu der Arbeit erstellt, die sich intensiv mit der Forschungsfrage, der wissenschaftlichen Qualität, der Methodik sowie der Relevanz auseinandersetzen. Wenn die Arbeit den Anforderungen entspricht, wird in den Gutachten vorgeschlagen, die Arbeit anzunehmen, und eine schriftliche Note festgelegt. Sollte die Arbeit nicht den Anforderungen entsprechen und (schwerwiegende) Mängel aufweisen, besteht die Möglichkeit, sie zur Überarbeitung zurückzugeben oder aber ganz abzulehnen.

Nachdem die Gutachten fertiggestellt sind, werden sowohl die Arbeit als auch die Gutachten hochschulöffentlich (zumeist im Sekretariat des Faches) für zwei Wochen ausgelegt. Dadurch wird der Scientific Community die Möglichkeit gegeben, diese neue wissenschaftliche Leistung und ihre Bewertung zur Kenntnis zu nehmen. Daneben erhält auch die Doktorandin/der Doktorand Einsicht in die Gutachten, um sich ggf. mit darin enthaltener Kritik im Rahmen der Disputation inhaltlich auseinandersetzen zu können.

Die Disputation, d. h. die Verteidigung, ist der mündliche Prüfungsteil der Doktorprüfung und ist an der Universität Vechta grundsätzlich öffentlich bzw. hochschulöffentlich. Der Termin wird in Abstimmung mit der Doktorandin/dem Doktoranden festgelegt.

Die Disputation besteht aus zwei Teilen und dauert zwischen 90 und 120 Minuten. Im ersten Teil stellt der Doktorand bzw. die Doktorandin ihre Arbeit in einem Vortrag vor. Dieser Vortrag sollte ca. 30 Minuten dauern und die Fragestellung, Ziele, Methoden und Ergebnisse der Arbeit aufzeigen. An den Vortrag schließt sich dann eine Diskussion an, die von der Dissertation ausgehend weitere Themengebiete des Promotionsfaches umfasst. Hier soll die Doktorandin/der Doktorand zeigen, dass sie/er ihre/seine Forschungsergebnisse im Rahmen übergreifender Fragestellungen des Fachgebietes theoretisch begründen, gegen kritische Einwände verteidigen und sich mit gegenteiligen Auffassungen theoretisch fundiert auseinandersetzen kann.

Die mündliche Note und die Endnote werden direkt im Anschluss an die Disputation festgesetzt und bekannt gegeben.Die Universität Vechta verleiht die Noten "summa cum laude" (als Bestnote "mit Auszeichnung"), "magna cum laude" ("sehr gut"), "cum laude" ("gut") sowie "rite" ("genügend/befriedigend/ausreichend"). Auf Wunsch wird über die Prüfungsleistungen eine Bescheinigung ausgestellt.

Achtung: Diese Bescheinigung ist nicht die Promotionsurkunde i. S. des § 14 Abs. 2 der Promotionsordnung! Diese Urkunde wird erst nach der Veröffentlichung der Arbeit ausgehändigt. Vor dem Erhalt der Promotionsurkunde besteht kein Recht auf Führung des Dr.-Grades! Auch die Bezeichnungen "Dr. des." oder "Dr. cand." sind nach der Promotionsordnung nicht zulässig und dürfen nicht verwendet werden.

Nachdem Sie die Prüfungsleistungen erfolgreich hinter sich gebracht haben, müssen Sie, bevor Sie den Dorktorgrad führen dürfen, noch Ihre Arbeit veröffentlichen. Nur so erhält die wissenschaftliche Community die Gelegenheit, von den von Ihnen produzierten neuen Erkenntnissen zu profitieren. Die Veröffentlichung muss innerhalb von zwei Jahren nach der Disputation erfolgen.

Die Promotionsordnung sieht verschiedene Möglichkeiten vor, wie Sie Ihre Arbeit publizieren können. Einerseits können Sie die klassische Variante als Buch- bzw. Papierpublikation wählen. Dies erfolgt meistens in einem Verlag, abhängig vom Fach und vom Thema der Arbeit kann sie aber möglicherweise auch über Fachzeitschriften publiziert werden. Eine Buchpublikation ist in vielen, vor allem geisteswissenschaftlichen, Fächern immer noch die häufigste Art der Veröffentlichung. Je nach Verlag muss man jedoch mit einem hohen Druckkostenzuschuss rechnen, d. h. Sie müssen dafür bezahlen, dass der Verlag Ihr Buch druckt. Dieser Druckkostenzuschuss kann mehrere Tausend Euro umfassen. Der Tectum-Verlag hat eine Opens external link in new windowListe mit interessanten Fragen zusammengestellt, die Sie sich stellen sollten, bevor Sie sich für einen Verlag entscheiden.

Als digitale Möglichkeit der Veröffentlichung ist derzeit nur die Veröffentlichung auf CD-ROM zugelassen. Die Online-Veröffentlichung über die Universitätsbibliothek ist in Planung, jedoch zur Zeit noch nicht umgesetzt.

Grundsätzlich ist mit Bestehen der mündlichen Prüfung die Druckfreigabe automatisch erteilt, sollte sich jedoch für eine Veröffentlichungsform Überarbeitungs- oder Kürzungsbedarf ergeben, ist dafür eine Genehmigung erforderlich. Die Beleg- und Pflichtexemplare werden bei der Universitätsbibliothek Vechta abgegeben. Diese sorgt über ihren Verteiler dann für die Weiterleitung an alle deutschen wissenschaftlichen Bibliotheken. Nach dem Nachweis der Veröffentlichung wird die Urkunde ausgehändigt.

Letzte Aenderung: 08.07.2016 · Seite drucken

Kontakt

Julia Schmidt

Geschäftsstelle der Präsidentin, Organisations- und Personalentwicklung

Koordination wissenschaftliche Nachwuchsförderung

Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailjulia.schmidt@uni-vechta.de
Raum R 036
Fon +49. (0) 4441.15 230